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Seite 220 £^£?^Q£Q£Q^Q££^£^£Q£Q££^£Q£ Unsere Heimat c^c^i^^^i^i^^c^K^e^c^ Nr. 7

„Umsonst, umsonst ist aller Krieg, sind alle Opfer gewesen, denn die Schicksalsstunde des deutschen Volkes fand ein kleines Geschlecht." Noch ist es Zeit, dafür zu arbeiten, daß die Antwort nicht so laute, sondern heiße: Friede, Friede auch im Innern. Das sind wir denen schuldig, die für uns draußen im harten Kampf stellen, die für uns Gut und Blut einsetzen. Auch s i e wissen, worum es sich handelt, und daß der Sieg nicht nur ein Sieg der Waffen, sondern auch - im Innern ein Sieg der sozialen Gerechtigkeit sein muß. Schreiben wir uns in die Herzen, was einer aus dem Feld schreibt Stabsarzt Dr. Ebeling aus dem Argonnerwald: „Wer für die Freihaltung des

deutschen Bodens mit Einsetzung seines Lebens ein­getreten ist, der soll nicht als Enterbter im freien Vaterlande leben; nicht landlos und ledig soll die Zukunft von Deutschlands Söhnen sein, sondern jedem soll das neue Gesetz (das deutsche Heimstätten-Gesetz) einen Anteil sichern, dann wird die Frucht der Riesen-Erfolgr nicht einzelnen Begünstigten in den Schoß fallen, sondern dem ganzen deutschen Volke, das jetzt in Wehr und Waffen vor dem Feinde steht".

Der schönen Worte über den Krieg sind genug geredet und geschrieben worden: nun laßt uns durch ihn stark werden zur Tat!

Verwundete

n der vorigen Nummer des Heimatblattes fand T sich ein Aufsatz „Was die Heimat den Ver- * wundsten bietet." Während dort in erster Linie an die mannigfachen landschaftlichen Schönheiten ge­dacht wurde, die unsere Gegend bietet, dann auch an die trefflichen Einrichtungen unserer Lazarette, so gibt uns das obenstehende Bild darüber AM Muß, wie es sich auch die Bevölkerung unserer heimatlichen Dörfer nicht nehmen läßt, den Ver­wundeten der benachbarten Lazarette durch Einla­dung zu Ausflügen nach den betreffenden Ortschaf­ten eine angenehme Abwechslung zu bereiten.

Den Anfang hatte Wallroth gemacht. An einem schönen Sonntagnachmittag im Frühjahr machte sich alles, was laufen konnte, zu Fuß, die andern, so weit es ihr Gesundheitszustand erlaubte, zu Wagen auf und pilgerte bei herrlichem Wetter nordwärts. Der Herr Bürgermeister hatte die Vorbereitungen aufs beste getroffen, und die Dorfbewohner hatten, in richtiger Einschätzung eines durch den Spaziergang und die frische Frühlingsluft erhöht hungrigen Kriegermagens, in keiner Weise mit den Spenden von Eiern und andern Naturalien zurückgehalten.

in dsohenzeU,

Ph. & W. Freund.

Der Rückweg wurde dann zu einer allgemeinen Wagenfahrt, die in der hereinbrechenden Dämme­rung auch viel Schönes bot.

Weniger vom Wetter begünstigt waren wir, als wir an einem der nächsten Sonntage der Einladung der Hohenzeller Folge leisteten. Indessen ist es ja hinlänglich bekannt, daß der deutsche Soldat auch bei schlechtem Wetter im stände ist, seinen Auf­gaben gerecht zu werden. So gelang es denn auch in diesem Falle infolge der hervorragenden Arbeit, die die Hohenzeller geleistet hatten, nachdem die Fährlichkeiten des Weges überwunden waren, dem Wetter zum Trotz einen Nachmittag zu verleben, an den alle Beteiligten bis in die spätesten Zeiten mit Freude zurückdenken werden und das dort ausgenommene Bild, das wir hier abgedruckt haben, wird ihnen eine liebe Erinnerung für später werden. Unsere Dorfbewohner aber können sicher sein, daß nicht zum wenigsten sie den verwundeten Kriegern durch derartige Einladungen den unfreiwilligen Aufenthalt in unserer Heimat so haben gestalten Hellen, daß sie auch späterhin in gutem Anden­ken behalten werden. F. C.