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Seite 202 i^^^i^^^i^^^ unsere Heimat c^i^^i^c^^i^i^^i^^c^ Nr. 5

Nov. nach dem Osten. 223. Inf.-Reg. Er fiel am 1. öfter'age 1915 (4. April) in den Karpathen. Er war 3 Jahre lang Schüler der Erziehungsanstalt Hof Reith und dann Lehrling und Geselle bei Schreinermeister Heinbuch hier.

18. Weißbinder Heinrich Beck, geb. am 31. Sept. 1893. 3J223. Am 22. März 1915 in den Karpathen.

19. Glaser Ioh. Freund (ältester Sohn des Glasermeisters Freund), geb. den 30. April 1888, gefallen im Priester­walde am 3. 5. 1915. 1. Komp. Brig.-Ers.-Bat. 41, 8. Ers.-Dio.

aus B o l l m e r z:

2. Landwehrmann Heinrich Kirchner, 1. Komp. Ers.- Bat. 42, 8. Ers.-Division, am 8. April bei Vieville.

Klosterhöfe:

2. Heinrich Gerlach (von Hof Reith), geb. am 19. Juni 1892, gefallen bei Ppern am 25. April 1915 als Leut­nant der Res., Inf. Reg. 235.

aus Oberzell:

6. Der im Februar als vermißt genannte Unteroffizier d. L. Konrad Führes, 4./88., ist nach der amtl. Verlustliste am 21. 9. 14. in franzöf. Gefangenschaft und zwar im Militärlazarett Bourges am Eher gestorben.

Das Eiserne Kreug erwarben ferner:

Gefreiter Friedrich He^inbuch aus M a r j o ß, Heinrich W e l l n e r aus schlüchtern.

Oberleutnant d. L. W. Seyd, der im Oktober das Eiserne Kreuz erhselt, wurde auch durch Verleihung der Hess. Tapferkeitsmedaille nnd das Mecklenburgische Mili­tär-Verdienstkreuz 2. Kl. ausgezeichnet.

Die Hess. Tapferkeitsmedaille erhielt Sergeant H. Z i p f, von Schlüchtern, die Bayrische Leo Katz.

Vermißt wird Schulamtsbewerber H. Eckhardt aus Schlächtern, der zuletzt in den Karpathen kämpfte.

Kn Düngergaben für das Heimat­blatt an unsre feldgrauen

find noch eingegangen von:

Frau Geh. Baurat Maurer in Bernburg 1 MK., Un- genannt-Koblenz 3 Mk., Ungenannt-Kaffel 5 Mk., Herrn Leop. Stern in Gelnhaufen 5 Mk., Herrn Seng, hier 2 Mk., Frau Reg. u. Schulrat Dr. Grau in Wies­baden 5 Mk., Frau A. Adler 1 Mk., Frau Konditor Kohlenbusch 3 Mk., Herrn Reg.-Baumeister Liefer 20 Mk. Liefe Lotte Hoffmann in Gundhelm 2 Mk., Herrn Reg.-Rat Leimbach in Posen 4 Mk.

Herzlichen Dank! Der Vorstand des Heimatbundes:

Medizinalrat Dr. C a u e r.

ffcimatpoft

Allen lieben Freunden unseres Heimatbundes Herzens­dank für die vielen Zuschriften. Da meine gequälten Nerven oft streiken, ist es mir nicht möglich, jedem einzeln zu schrei- 4>en, — vorgestern kamen an einem Tage ca. 20 Briefe — drum sei mir gestattet, auf diesem Wege zu antworten. Doch sollen die Freunde draußen nicht meinen, ihre Zu­schriften seien uns eine Last. Jeder Auftrag, den Sorge und Liebe um die daheim diktieren, wird pünktlich ausgeführt. Jeder Brief von draußen macht uns Freude; jeder Sorgenstein wird, soweit das in unserer Kraft steht, gehoben. Den vielen, die für „Unsere Heimat" begeistert dankten, danken wir für ihre freundlichen, lieben Zeilen. Dadurch erhalten wir Mut, in der Arbeit fortzufahren; aber von der begehrten Veröffent­lichung solcher Briefe bitten wir abzusehen. Es freut uns, daß Euch Heimatluft vermittelt wird und wohltut. Gott helfe weiter!

Den lieben „Geschwistern Freund" in Honnef, Buer und Weitmar herzl. Dank für den schönen Brief. Der „Mut­ti" im Hölderhofstift zwischen ihren Verwundeten besonderen Heimatgruß! Auch Herr Weichel läßt grüßen.

Lehrer H a r t m a n n, Reg. 88. Wird besorgt! Auf Wiedersehen!

Kanonier Wämser. Dank für Ihre prächtigen Schil­derungen! Veröffentlichung jetzt noch nicht zu empfehlen.

Den „Treuen an der Pilica" Alles erhalten. Wur­de sofort erledigt. Keine Sorgen machen! Alles in Ordnung.

Fritz Denhardt u. den andern. Heimatgruß und Dank! Wird aufbewahrt für später.

Nach Lichtervelde in Belgien. Laßt Euch doch' mal für „U. H." photographieren! Bitte!

K. Strauß aus Altengronau Dank! Wird im Heimatarchiv aufbewahrt.

L. O r t h, unser Feldhüter, sendet uns die Vortragsfolge der „19. Musikalischen Andacht" am 18. April in Laon. Er ist 30 Km. weit danach gelaufen; aber es hat ihn nicht ge­reut. Die grüne Heimatflur grüßt den Heimatfernen!

E. Schulze. Dank! Wird gelegentlich verwertet.

Aus dem Staate Ohio schreibt ein Schlüchterner Kind: „Wir Deutsche sind hier nicht neutral und wollen es auch nicht sein. Unsere Liebe gehört unserem Vaterlande, das von seinem Bruder Kain bedrängt wird. Er hat den Sprung gewagt, aber er hat die Beute noch nicht. Der Krieg hat uns Deutsche hier wieder zur Besinnung gebracht. Geschlos­sen rücken wir gegen jede Verleumdung, die gegen Deutsch­land verbreitet wird, vor. Wir sind zu jedem Opfer bereit. Gott segne die deutsche, die gerechte Sache!" Wir wissen, daß ihr so denkt, danken Euch und freuen uns, daß die Not eint, was im Wohlergehen auseinanderlief.

Willi Wiegand. Ihr Brief hat uns große Freude gemacht. Herzl. Dank und Gruß!

Ein Schweizer Arzt, der das Lazarett in Bad Soden eingerichtet und eine Zeitlang geleitet hat, schreibt: „Ich scheide nicht ohne Wehmut von hier, nehme aber die Ueber­zeugung mit, daß Ihre Soldaten brave, tapfere Menschen sind, die zum großen Teil über eine ungeahnt große Herzens­bildung verfügen. Ich habe an meinen lieben Patienten nur Schönes erlebt und nicht eine einzige bittere Erfahrung machen müssen." Wir freuen uns über dies Zeugnis um unserer Brüder willen.

Unser Herr Landrat ist auch verwundet, aber auf dem Wege der Besserung. Die Heimat grüßt ihren fernen Freund!

Der Heimatkalender für 1916 ist in Vorbereitung. Wer mithelfen will, muß bald senden.

Kollege B. in Weiperz. Darf noch nicht veröffent­licht werden. Später.

Verwundete in Frankfurt a. M. Der Pfarrer oder Lehrer Eurer Heimatgemeinde wird Euch das Blatt gern regelmäßig zusenden, wenn Ihr ihn darum bittet.

K. B. Für die Volksbibliotheken können wir empfehlen: Höcker, An der Spitze meiner Kompagnie 1 Mk. Deutsche Dichter-Kriegsgabe (bei Perthes-Gotha) 1,60 Mk. Weichert, Nach 30 Jahren. Ein Blick aus der Zukunft in die Gegen­wart. (Rauhes Haus, Hamburg) 0,60 Mk. Das sind ge­eignete Bücher, die von Ihnen genannten sind das Ver­brennen nicht wert. Andere mögen anders urteilen; das ist unsere Meinung. Dringend empfehlen wir auch: Schmerl, Der Pfarrherr von Gollhofen. (Beck, München.) Diehl, Der gefangene Pfarrer. Beide sind der leidreichsten Zeit der Väter entnommen und unterschlagen auch den Trost im Leid nicht. Sie sollten in keiner Volksbibliothek fehlen. Die drei zuerst genannten Bücher sind in der Gegenwart gewach­sen. Wolff's Buch „Der Krieg im Dunkel" ist „unschädlich, aber auch nicht sehr nützlich zu lesen".

Rötschke und Alter. Vielen Dank für Erinnerungs­zeichen aus Birkenrinde. Jawohl, die Blumen blühen; aber — es ist doch anders als sonst. Schreibt bald wieder!

Argonnerwaldleute. Wir dachten, das erführet Ihr durch die Ortspresse. Eine erste Seminarklasse existiert zur Zeit nicht. Schreibe Euch sofort, wenn Antwort da ist.

Unser l. Wehrmann H. Freund schreibt am 30. 4. von Langemark: „Auch ich gehöre zu den Empfängern des Heimatblattes. Sie wissen gar nicht, was Sie mit dem, was Sie uns darin senden, in jeder Beziehung für unsere Feldgrauen tun. Ich empfinde dies und spreche Ihnen meinen herzlichen Dank aus. Wir gehen vor. In wenigen Tagen wollen wir in Ppern sein. Mit Gottes Hülfe wird es uns auch gelingen. Weiter in Gottes Namen und herzl. Gruß!" Das ist eine Zuschrift von Hunderten. Ich setze sie deshalb hierher, um zu zeigen, daß unser Heimatbund sein begonnenes Werk unter allen Umständen fortsetzen muß.

Zwischen den Sonntagen Iubilate und Cantate war mein l. Bruder auch einmal daheim. Nun sind wir wieder bei Rogate. Wer auf Urlaub heimgeht, soll bedenken, daß Abschiedenehmen das bitterste Stücklein Arbeit auf Gottes Erdboden ist. Gott schütze und segne alle an Leib und Seele! G. Flg.

Als Manuskript gedruckt: H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern. Schriftleitung: Lehrer Flemmig in Schlüchtern.

Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern.