wer seine Heimat liebt, muß sie auch verstehen r wer sie aber versieben will, muß überall in lbre Geschichte zu dringen suchen. Jakob Grimm.
Laßt mir nur der Heimat Glück.
Geibel.
7- Jahrgang
Schlüchtern / März 1?]5
Hummer 3
7Xu Fremdling mit dem flücht'gen Sinn Zieh lachend nicht von binnen, Aus dein Wober, aus dem Wohin Sollst du dich hier besinnen. Hoch eh' der Abend niedersinkt, Lersiattert Kuh und Kose, web dem, dem nicht beim Scheiden winkt Heimat für Heimatlose.
I^Ue, die in deutscher Lunge reden, sollen ein- ander lieb und wert baden als Grüder.
E. M. Arndt.
TT'Sir sind ein Volk, vom Strom der Zeit Gespült zum Erdeneiland,
Voll Unfall und voll Herzeleid,
Vis beim uns holt der Heiland,
Das Vaterbaus ist immer nah, wie wechselnd auch die Lose ~ Es ist das Rreuz von Golgatba
Heimat für Heimatlose. K u b. K ö g e L
Deutsche Ostern ]?]5,
Die Osterglocken singen ins Land!
Es Klingen die Lieder vom fiebert, Vom Kämpfer, der aus dem Grabe erstand, Vom Licht, dem die Nacht sich ergeben. Ja, komm’ nur, Ostern, wir brauchen dich, Dein freuen sich Greise und Kinder, Nach Frühling und Frohbotschaft sehnen sich Millionen nach diesem Winter.
Komm', Osterkönig, bring Licht ins Leid, Heut' stehn alle Herzen dir offen, Und schenke dieser vergehenden Zeit Das große, lebendige Hoffen!
Der Hunger nach Leben ist jäh erwacht, Als irdenes Gut fiel in Scherben, Aus deinem Triumph über Grabesmacht Strömt Lebensgewißheit ins Sterben.
Rott' aus die Zweifel an deinem Sieg, Dann kehret der Gram sich in Freude, Auch Massengräbern im großen Krieg Entrissest du sterbend die Beute. Drum kommt auch den Vielen ein Ostertag Und wandelt in Jubel das Weinen So sicher, wie's sprießt im erstorbenen Hag Und keimet und knospt zwischen Steinen.
Ruft, Osterglocken, ins deutsche Land, Sagt allen die Botschaft vom Leben, Vom Glaubensfernblick an Grabesrand, Vom Herrn, dem der Tod sich ergeben! Aus ewiger Heimat ist Lebensbrot Für Erdenkriegszeit gelandet, Und Heimatland grüßt, wenn in letzter Not Der geliehene Nachen gestrandet.
Gg. Flemmig.