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U>er seine Heimat liebt, muß sie auch verstehen; u>er sie aber versieben will, muß überall in ihre Geschichte zu dringen suchen. Jakob Grimm.
Laßt mir nur der Heimat Glück.
Geidel.
?. Jahrgang
Schlüchtern / Januar i?]5
Nummer /
?\u Land voll Glut und Wunden,
Die Unrecht schlug und Spott ~
Dir blieb von allen ßreuden
Gin einziger, dein Gott!
Nur einer, doch der stärkste,
Der nicht im Stiche läßt -
Deutschland, du Land des Glaubens, fjnlf deinen Glauben fest! E. v. wil dendr u ch.
T\er Anfang, das Ende, 0 Herr, sind dein, Die Spanne dazwischen, das Leben, war mein.
Und irrt' ich im Dunkeln und fand ich mich nicht aus, Sei dir, Herr, ist Klarheit, und Licht ist dein Haus.
frih Neüter.
*
flm ^at^resmorgen 1^15,
Still! Glocken Klingen durch die Winternacht Ich sä' und ernte nach uraltem Brauch."
Und künden, daß zu Grabe wird gebracht „Bringst du den Frieden wieder?" — „Weiß ich
Ein Jahr, des unausmeßbar' Wirken nie zerrinnt selber nicht,
Solang Geschichte ihren Faden spinnt; Mir wird am Morgen für den Tag nur Licht."
Es riß auf Höhen und in tiefste Not, „Wie wird die Ernte sein? Ob man mehr weint
Als durch die Gaue gingen Gott und Tod. als lacht?" —
„Das schenkt euch Einer, der nie Fehler macht!" Noch brandet an den Grenzen grause Flut,
Die Deutschen deichen, setzen Gut und Blut, „Ach, daß so dunkel auch der nächste Weg!"—
Entbehren, Leiden gegen eine Welt voll Haß „Vertraut dem Führer, wenn auch fremd der Steg!
Und opfern, ringen ohne Unterlaß. Auch in den Schreckensstürmen dieser wirren Zeit
Die Erde bebt, ihr Herz ist in Gefahr Ist Steuermann der Herr der Ewigkeit.
Fünf Monde schon.. „Was bringst du, neuesIahr? SAd unverzagt! Er bringt Sein Schiff herein;
Ihr werdet staunend danken,stille sein!"
Birgst frische Gräber wohl?" — „Die bring
ich auch! G. Flemmig.
Atz
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