Einzelbild herunterladen
 

Seite 122 s-s-scsss-scs-s-s-ss-ssrscs-scs-s-s-s Unsere feintet <@®®s>®®®®ä>®®®o<s<a®®®®®®® Nr. 2/3

heren Gliedern der Gemeinde dort eine Sammlung ver- anstaltet worden, welche einen namhaften Betrag ergeben hat. Durch die Opferwilligkeit von Kindern Heubachs in der Fremde ist also der Gemeinde die Anlage einer Kirchenheizung ermöglicht worden, ohne daß dieser selbst dadurch Kosten entstanden sind. So ist's recht! — Vielleicht darf ich bei dieser Gelegenheit auch einmal die Kinder Schlüchterns draußen für das geplante G e - m e i n d e h a u s um eine Gabe bitten. Die Stadt hat einen Bauplatz bewilligt; aber zur Ausführung des Planes fehlt es der evangelischen Gemeinde halt immer noch am nötigsten. Und wie sehr bedürfen wir des Hauses! Solange es fehlt, ist auch unsere schöne Hei­matsammlung, die im Kreishause vorläufig einen Unter­schlupf gefunden, heimatlos. Wer etwas übrig hat für diese gute Sache, sende mir's oder Herrn Superintendent Orth in Schlüchtern. Aber sofort, wenn das Heimat­blatt gelesen ist, sonst wird's wieder vergessen! — Aus Marjoß erfahre ich auch etwas Schönes. Dort haben die Schulkinder unter Leitung des Herrn Lehrers Hahn an der Nordseite des Dorfes anläßlich des Kaiserjubi­läums einen etwas erhöht laufenden Pfad angelegt, der einen hübschen Spazierweg bietet und einen beson­ders schönen Ausblick auf das herrlich gelegene Dorf gewährt. — Herr Pfarrer Blendin wurde von Oberzell nach Sterbfritz versetzt. — Auch für das Jahr 1913 hat der Heimatbund aus eigenen Mitteln und mit Unter­stützung der Frau o. Kühlmann Freifrau v. Stumm

für einfach und schön hergerichtete Blumenfenster kleine Geldpreise (3 und 5 Mark) verteilt. Zwölf Preise kamen nach Steinau, ein Preis nach Ahlersbach, sieben Preise nach Bellings, fünf nach Hohenzell, fünf nach Niederzell. Mit dem Geldbetrag wurde den fleißigen Blumenpflegerinnen wiederum ein künstlerisch ausge­führtes, von Frau o. Kühlmann entworfenes Diplom eingehändigt. Sn diesem Jahre werden einige andere Gemeinden bedacht werden, in denen man der Heimat­bundsache Verständnis entgegenbringt. — Der Kreis- Kriegerverband zählte am 1. Januar 1914 in 36 Vereinen 2138 Kameraden, unter ihnen 18 Offiziere und 226 Kriegsveteranen. Neu ausgenommen wurden 64 Reservisten. Die Vereine besitzen ein Gesamtvermö­gen von 26 231 Mark und zahlten im Jahre 1913 an bedürftige Kameraden und Witwen 2996 Mark Un­terstützungen. — Dem Heimatbunde ist von einer An­verwandten der Brüder Grimm unter andern Erinne­rungszeichen die goldene Taschenuhr Jakob Grimms für die Schlüchterner Heimatsammlung übermittelt wor­den. — Zu Sal in ü n st e r wurde ein Schulhaus- Neubau beschlossen, der am 1. April 1915 bezogen werden soll. Der Bauplan sieht 5 Schulsäle, 1 Zeichen­saal, 1 Rektorzimmer, eine Schuldienerwohnung, ein Bad und Zentralheizung vor. Der Bau soll 77 000 Mark kosten. — Damit Schluß für diesmal. Wenn wir uns wiedersehen, hat hoffentlich König Lenz seinen Einzug im Kinzigtal gehalten. Flg.

Als Manuskript gedruckt: Frankfurter Vereinsdruckerei G. in. b. H., Frankfurt a. M. Schriftleiter: Lehrer Flemmig in Schlüchtern Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern.