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Gott allein die Ehr Und sonst niemand niehr.
Blumen malen ist allgemein, Aber den Geruch zu geben, ist Gott allein.
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Die Schüssel ist gemacht, Wenn sie zerbricht, der Hafner lacht.
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Meine Frau, die Kathrein Trinket gern den Branntewein.
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Meine Frau die kann gut kochen, Sie ißt das Fleisch, bringt mir die Knochen.
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Unser Knecht, der große Knoll Nimmt den Löffel gar zu voll.
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Hirsebrei, der braun mit Butter Ist fürwahr ein gutes Futter.
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Hast Du, lieber Leser, unter Deinem Hausrat noch so ein altes irdenes Stück (Teller, Schüssel, Krug) vielleicht gar eins schön bemalt und mit einem solchen Reim geschmückt, dann halt es fest und Halts in Ehren. E. i^raunck-Ramholz.
Kirchgang.
Sonntagmorgen — Glockenklingen Ruft zur Kirche die Gemeine, Und ich stehe still am Fenster, Wie so oft in Kindheitstagen, Mir die Dörfler zu betrachten, Wenn zum Gotteshaus sie ziehen.-- Und da kommen sie gegangen; Einzeln, paarweis und zu dreien Pilgern sie zu Gottes Tempel, Alte noch in Bauernkleidung, Das Gesangbuch fest umschlossen Von den braunen Arbeitshänden. — Keck stolziert der junge "Nachwuchs; Städtertracht und Blumenhüte Und die Mütze schief am Kopfe, Lässig in der Hand das Singbuch, So verlangts die neue Mode. — Und ich stehe und ich sinne Denen nach, die noch geblieben Aus der Zeit, da ich ein Kind war, Deren Züge mir vertraut sind. Ach, es ist ein kleines Häuflein! — Fremd sind mir die Jungen alle, Und ich fühle es mit Trauern, Wie ich eine Fremde werde In der alten, trauten Heimat. £e[enc A^hm.
Schulgeschichtliches aus vergangenen (Lagen.
Mitgeteilt von G. Maldfeld, Rektor.
Von den deutschen Schulen des Klosterbezirks Schlüchtern.
Mit der Gründung des Schlüchterner Gymnasiums beginnt auch die Geschichte der „deutschen Schule" der dortigen Gegend.
Was zunächst die der Stadt Schlüchtern selbst anbelangt, so war das Gymnasium zugleich auch „deutsche" Schule für die Knaben; denn es wurde nicht nur von Schülern besucht, die sich gelehrten Studien widmen wollten, sondern in ihm empfing eben die gesamte männliche Jugend der Stadt Schlüchtern die nötige Bildung für das Leben. Seine beiden untersten Klassen Sexta und Quinta trugen deshalb den Charakter rein deutscher Schulen, und ihre Zöglinge wurden deswegen schlechtweg auch nur „teutsche Schüler" genannt und bei Zahlungen stets mit den übrigen deutschen Schülern der Stadt zusammen aufgeführt. Die meisten Knaben der Stadt mögen sich mit diesen beiden Klassen begnügt haben. Doch absolvierten and) viele das Gymnasium vollständig. Von den 276 Primanern wenigstens, die von 1761—1829 die Maturität erwarben, find nur 99 „ad lectiones publicas promoviert worden" ; die übrigen gingen zu bürgerlichen Berufen über.
War so für die Schulbildung derKnaben Schlüchterns geraoezu vorzüglich gesorgt, zumal auch der Unterricht im Gymnasium vollständig unentgeltlich erteilt wurde, so blieben die Mädchen der Stadt leider lange Zeit ohne jeglichen Schulunterricht. Erst im Jahre 1671 kommt ein „Mägdlein-Lehrer" vor.. Bald darauf tauchte auch eine Lehrerin auf. Beide wirkten jedoch nicht zusammen, sondern nebeneinander an zwei selbständigen Schulen, die sich zudem noch Konkurrenz machten.
Zu Anfang des 18. Jahrhunderts war ein Johann Heinrich Weitzel „Mägdlein-Lehrer". Er hatte vorher die Schulstelle zu Niederzell bekleidet. Ueber seine Versetzung nach Schlüchtern gibt folgendes Aktenstück Auskunft :
„An sämmtliche Herrn Pfarrer und Presbyterialen der reformirten Gemeinde zu Schlüchtern.
Ehrwürdige und Wohlgelahrte, Ehrenfeste und Achtbare Herrn!
„Auff denselben anzeige, daß der gewesene Mägdelein Präceptor Herr Henßler sel. verstorben und Sie gern mögten, daß der bisherige Schuldiener zu Niederzell dem Herrn Heußler succedieren möchte, habe von einem hochlöblichen Consistorio Commision bekommen, denenselben zu berichten, wie hochgedachtes Consistorium garnichts dagegen habe, sondern vielmehr gerne genehm halte, daß obgemeldeter Nieder- zeller Schuldiener, Herr Weitzel, diese Schul- bedienung künftig verwalte. Welches die Herren nur nach ihrer Gelegenheit in den Weg richten können.
Hanau, den 31. Jan. 1710.
Ihr dienstwilliger Grim m, Jnspectvr."