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I.
II.
III.
Ludwig von Schlüchtern 1220—1221 * *
*
IV.
Hartmann von Schlüchtern 1270—1285
Hartmann I. Abt des
Klosters Schlüchtern 1305-1335
Hermann v. Schl. ' 1299—1329
Berthold von Schlüchtern 1278—1299
Johann d. Schl.
Pastor in Haslau 1339
V.
Johann d. Aeltere v. Schl. 1331—1365 * Metza
Schultheis v. Schlüchtern
*
*
VI.
Berchold v. Schl. 1335—1344
Bertrad 1338
Demuth 1339 l
Hartmann II. 1345—1365 Abt des Klosters S
chlüchtern
Günther v. Schl. 1303—1339
* Lukardis
Günther v. Schl. 1335—1356 * Katharine
VII.
Johann d. Jüngere v Schl. 1352—1368
Amtmann in Steinau l
Herte von Schlüchtern 1384-1394
* Barbara v. Schlitz
Hermann v. Schl. f 1362 * Sänne
Hermann v. Schlüchtern 1373—1388
Conrad v. Schlüchtern 1376
VIII. Herte d. Jüngere ü. Schl.
1404—1439
* Kedder 1423 Burgmann zu Steinau
Henne v. Schl.
1394—1439 * Sänne Katzenbiß führt seit 1398 den Beinamen
genannt Katzenbiß
Hermann v. Schl.
1439
Jörg v. Schl.
1439
IX.
Henne v. Schl. Jörge v. ischl.
gt. Katzenbiß 1439 gt. Katzenbiß
1439—1458
XI.
Hans v. Schl. gt. Katzenbiß 1453—1480
Hans v. Schl.
Hans V Schl. Cunz v. Schl. Berthold v. Schl. gt. Katzenbiß 1453 gt. Katzenbiß 1453 gt. Katzenbiß * vor 1453
Ulrich v. Schl. gt. Katzenbiß 1467 —1483 * Dorothea v. Träges
Sittig v. Schl.
gen. Katzenbiß 1487—1510 gt. Katzenbiß 1487
Ulrich v. Schl.
Johann v. Schl.
gt. Katzenbiß 1487—1525 gt. Katzenbiß 1487 Letzter d. Geschlechts
Hiernach haben sich die Herrn v. Schlüchtern im 14. Jahrhundert als Geistliche mehrfach dem Dienste der Kirche gewidmet. Zwei von ihnen Namens Hart- mann sind bis zur Stelle des Abts im Kloster Schlüchtern emporgestiegen und haben als solche dein Kloster ersprießliche Dienste geleistet.
Andere Glieder des Geschlechts haben sich jederzeit im weltlichen Dienst für das Kloster und seine Vögte betätigt und haben an ihrem Teil dazu beigrtragen, daß das Kloster in den sehdereichen Zeiten des ausgehenden Mittelalters vor größerem Schaden bewahrt geblieben ist.
Ganz besonders wertvoll scheinen dem Kloster Schlüchtern die Dienste der Herrn u. Schlüchtern am Ende des Jahres 1384 gewesen zu sein. Die Herrn von Bimbach, von Haun, von Schlitz und von Romrod waren aus unbekannten Gründen damals Feinde des Klosters geworden und suchten ihm durch „Brand und Nahme" zu schaden, wo sie es nur vermochten.
Da stellten sich als treue Mannen die Herrn von Schlüchtern mit den von Hütten, von Hohelin und von Frisier in den Dienst des Klosters und wiesen unter Führung Ulrichs von Hanau die Angriffe der bnchWcn Ritter gegen das Kloster und im besondern gegen sein festes Haus in Hintersteinau zurück.
Auch dem Herrn von Hanau waren die von
Schlüchtern bei seinen zahlreichen Fehden damals oft genug erwünschte Helfer und als Ulrich von Hanau im Februar des Jahres 1389 mit der Stadt Frankfurt in ernste Mißhelligkeiten geraten war, da gehörten die Herrn von Schlüchtern zu den ersten, welche der Stadt Frankfurt ihren jetzt noch im dortigen Stad> archiv bewahrten Fehdebrief übersandten.
Als Wohnsitz scheint den Herrn v. Schlüchtern gen. Katzenbiß das zur Zeit 2 Besitzern gehörige stattliche Haus neben der sog. Kapelle gedient" zu haben, in dem jetzt der Hofbäckermeister Denhard sein Geschäft betreibt.
Wenigstens hat sich der um die Erforschung der Geschichte Schlüchterns verdiente Pfarrer Rullmann in inner seiner Schriften in diesem Sinne geäußert. Er gibt an, daß dieses schon durch seine Größe und sein massives Erdgeschoß ausgezeichnete Haus einen schönen Erker besessen habe, den er mit eigenen Augen dem geringen Verständnis einer früheren-Zeit für mittelalterliche Baukunst habe zum Opfer fallen sehen. Urkundliche Nachrichten, welche die Ansicht Rullmanns bestätigen, liegen bis jetzt freilich nicht vor, wenn man nicht eine Urkunde aus dem Jahr 1349 hierfür anziehen will, aus der wenigstens soviel unzweifelhaft hervorgeht, daß bereits in jener Zeit ein aus Holzfachwerk erbautes Haus in nächster Nähe der ehemaligen Lorenzkapelle bestanden hat, das einer Frau von Schlüchtern eine Zeitlang als Wohnnng gedient hatte.