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12. Herr Joh Creß f 1662 (Ortspfarrer).
13. Johanna Chrisrina Schützin geb. Cousin f 1678.
14. Perpetua Geiselin (Jungfrau) f 1676.
15. Vier Gebrüder Schütz, deren einer Georg Andr. Schütz 1686 geboren war.
16. Die Wohledle und Tugendsame Frau Katharina von Hütten geb. von Mörle gen. Beheimin ist in Gott christlich entschlafen d. 15. Febr. 1617 ihres Alters 29 Jahr.
Die Inschrift lautet: Domina Catharina a Moerle dicta Bohema uxor Dom. Danielis ab Hütten.
Oben finden sich die Wappen: v. Mörle g. Böhm—Triimbach. Unten: .......—Hütten Steckelberg. (Die adlige Familie v Mörle g. Böhm hatte ihren Burgsitz seit dem 14. Jahrhundert in Uerzell).
17. Die wohledle und Tugendsame Frau Elisabeth von Mörle gen. Behem geborene von Trümbach ist in Gott christlich entschlafen d. 1. Juli 16'22, ihres Alters 68 Jahre. Die Inschrift lautet: Dorothea, Elisa- betha a Trümbach, uxor (Gattin) Domini Wolfgang Theodor von Mörle gen. Böhm.
Oben finden sich die Wappen: Trümbach—Hütten Steckelberg unten: Hundeishaus—Boyneburg.
18. Vor den: Altar liegt das Bildnis eines Abts mit seinem Hirtenstab und einem Kelch, mit der Hostie in der Hand. Am Rande: Anno Dom. MCCC .... obiit reverendus pater in Christo Dom. Hermannus Abbas monasterii.
(Abt Hermann von Rode kam 1335 aus dem Kloster Fulda in das Kloster Schlächtern und wird 1343 zuletzt in einer Urkunde des Klosters Schlächtern genannt).
19. Neben dem Altare Anno Dom. millesimo quadringentesimo quinquagesimo VII in vigil. Palmarum obiit Reverendus in Christo Dominus Johannes, Abbas hujus monasterii. (Im Jahre des Herrn 1457 am Vorabend von Palmarum starb in Christo der Ehrwürdige Herr Johannes Abt dieses Klosters. Es war Abt Johann Zöllner der vom Jahre 1436 an dem Kloster vorgestanden hatte. Er stammte aus Ochsenfurt).
Auf dem Stein ist das Bildnis in schönen Linien abgezeichnet.
Lotich hat hinzugefügt: Dieser Stein teilte 1835 das Schicksal der meisten Grabsteine der Klosterkirche. Vergebens drang ich in Herrn Spangenberg (Baumeister) ihn aufzubewahren. Vergebens stellte ihm Herr Pfarrer Stamm vor, daß er sich durch dessen Zerstörung gegen die Paragraphen des Kirchengesetzes vergehen würde. Herr Spangenberg überlieferte den Stein den Maurern, welche 7 oder 9 Fensterstücke daraus machten. Dadurch wurden so viele andere rohe Steine erspart.
20. Joh. Christ. Faber 1697.
21. Friedrich Tyl 1601.
22. Allhier ruhet in Gott Johannes Sebastian von Hütten Steckelberg, Reichswohledler Herr.
23. Die Reichsfrey Hochwohlgeborenc Frau Sophie von Schenck Schweinsberg, des auch Reichs- freiherrlichen Herrn Hartmann von Hütten Steckelberg geliebte Gemahlin. Starb zu Sannerz. Ward hierher
begraben den 3. Septbr. 1691. (In Sannerz hatten die von Hütten an der Stelle der jetzigen Knaben- Rettungs-Anstalt einen Burgsitz).
24. Vir strenuus Dm. Philippus Daniel ab Hütten Steckelberg natus 1630, denatus 1687 aetatis 57 annorum. (Der gestrenge Herr Ph. Daniel v. Hütten St. geb. 1630, gestorben tß87 im Alter v. 57 Jahren).
25. Des Edelmanns D. Philipp v. Hütten Gemahlin, lebte 41 Jahre in der Ehe und starb in ihrer Burg Sannerz im Jahre 1685 (übersetzt).
26. Ein Stein oder vielmehr eine viereckige Platte. Man glaubt, daß er an dem Monument Lotichii gewesen. Es möchte nicht unschicklich sein, wenn der Stein, so in des Kantors Keller sich anitzt befindet und untenstehende Aufschrift hat und vermutlich der Aufsatz seines Monuments gewesen, bei diesen gelegt würde.
Darauf: L. Abb. Sol. 1567
Jmaginem Lotichii notat hic lapis clarissimi Qui condidii purissima Hac aede primus dogmata Tandem pie clausit suum Peractae vitae Terminum.
Zu Deutsch etwa:
Das Bild des berühmten Lotichius zeigt dieser Stein, der zuerst die reine Lehre
in dieser Kirche einführte.
Fromm hat er beschlossen
Sein um Ziele augelangtes Leben.
Lotich fügt hinzu: Das Grab dieses Abts war eins von den wenigen, welche wegen der neu für die Scheidewände der Seminarzimmer zu legenden Fundamente halber, gänzlich geöffnet wurde. Sein zinnerner ? Sarg fand sich fast ganz aufgelöst; seine Gebeine bis auf wenige verwest. Eine von violettem Atlas und mit Silberstickerei verbremte Mütze, sowie eine sehr schön in Silber getriebene Schnalle an dem Leibgürtel von Marokin war das einzige ganz erhaltene. Reste vom Kopfkissen und von einem samten Kragen. Die Schnalle steckte Herr Spangenberg ein und die Gebeine wurden in das alle Huttensche Grabgewölbe 'geworfen.
(Nach Mitteilungen des Professors Lotichius zu Marburg in seinen Opuskulis (siehe Rullmann) bestand das Grabmal aus 2 Teilen; der obere Teil aus Marmor enthielt auf seiner vorderen Seite ein naturgetreues Bild des Abts; der untere Teil, ein viereckiger Sockel aus Sandstein, trug die oben mitgeteilte Inschrift. Das Denkmal war in Fulda auf Bestellung angefertigt und im Jahre 1571 von Abt Siegfried in der Klosterkirche aufgestellt worden).
27. Im Jahr nach Christi Geburt 1602 (12 ?) ist in Gott selig entschlafen die Edle und Tugendsame Dorothea von Lauter, geborene Küchenmeister von Wächtersbach, der Gott eine fröhliche Auferstehung zum ewigen Leben verleihe Folgende Wappen waren angebracht : v. Küchenmeister - v. Rückingen
v. Geyling—.....
28. Johanna Juliana Freifräulein von Thüngen Geb. d. 14. Novbr. 1642 gest, den 1. Novbr. 1708