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HatLungM ^s H^imatkun^s.
PEVCM für Heimatkunde und Heimatfiflege im Hreise HeßlüOtern.
1. Zweck des Vereins ist die Erforschung der Geschichte des Kreises Schlüchtern und Pflege des Heimatsinnes. Er sucht alle alten Urkunden und Schriftwerke, die über die Geschichte unsrer engern Heimat irgendwie Aufschluß geben, sowie Sagen, Volkslieder, Sprüchwörter u. dergl. zu sammeln.
Er erstrebt ferner Veranstaltung von Vorträgen über Heimatgeschichte und solcher gemeinnütziger Art, Pflege edler Bauart ländlicher Heimstätten, Förderung des Kunstsinnes durch Aufführung klassischer Theaterstücke und ähnliche Veranstaltungen, Unterstützung und Ausbau des Volksbibliothekswesens und aller Arbeit, die geeignet ist, die Liebe zur Heimat und das Interesse für dieselbe zu wecken und zu stärken.
Er will auch die Verschleppung und Zerstörung wertvoller Erbstücke in Haus und Hof und der Denkmäler aus alter Zeit in Feld und Wald verhüten.
Der Verein legt eine Sammlung heimatkundlicher Bücher an und gründet ein Archiv, in dem Pläne, Zeichnungen, Photographien u. f. w. niedergelegt werden.
Um seine Mitglieder über die Arbeit des Heimatbundes und das Bemerkenswerteste aus der vaterländischen Heimatpflege zu unterrichten und Helfer zu gewinnen, gibt er in zwangloser Folge ein Beiblatt zur Schlüchterner Zeitung, „Unsere Heiniat" heraus.
2. Mitglied wird man durch einen jährlichen Mindestbeitrag von 40 Pfennigen.
3. Ueber die Verwendung des Vereinsvermögens beschließt der Vorstand des Heimatbundes, der auch allein berechtigt ist, über den Ausschluß von Mitgliedern Beschluß zu fassen.
4. Der Gesamt-Vorstand des Heimatbundes besteht aus einem geschäftsführenden AMchuß und einer über den ganzen Kreis verteilten Gruppe von Helfern, deren Zahl vom 2. Vereinsjahre ab festzu- setzen ist. Der geschäftsführende Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden und seinem Vertreter, zwei Schriftführern, einen Kassenführer und seinem Vertreter. Der Vorstand wird von der General- versammlung gewählt. Einfache Stimmenmehrheit entscheidet
5. Mindestens einmal im Jahre tagt der gesamte Heimatbund (General-Versammlung).
6. Alle Mitglieder haben in bezug aus Antragstellung, Diskussion und Abstimmung gleiche Rechte
7. Anträge müssen dem Vorstände 4 Wochen vor der Tagung des Bundes eingereicht werden.
8. Wenn der Heimatbund auf weniger als 15 Mitglieder herabsinkt, ist er als aufgelöst zu betrachten. Ueber die Verwendung des Vereinsvermöger 3 beschließen dann die letzten Mitglieder.
Unter Hinweis auf die vorstehenden Satzungen und vorliegende erste Rummer von „Unsere Heimat" bitten die unterzeichneten Vorstandsmitglieder des Heimatbundes um zahlreiche Beitritts-Erklärungen, damit der Verein in die Lage versetzt werde, fröhlich an seine Arbeit zu gehen, die zweifellos den Beifall und die Bkithülfe aller derer finden wird, die ein Interesse für die Geschichte unseres Kreises haben. Wir wissen, daß sich viele freuen werden, wenn es zu einem planmäßigen Forschen und Heben verborgener Schätze kommt Helfen wir, diese ans Licht bringen, daß sich alle Mitbürger und auch die, welche nach uns kommen, daran freuen und belehren können. Vereinsmeierei wollen wir nicht treiben, Lärm nicht machen; still und ernst soll gearbeitet werden. Die Arbeit soll über Altertumsliebhaberei hinausgehen, einen ethischen, sozialen und erzieherischen Wert haben und vielen das Verlassen und Vergessen der Heimat recht schwer machen.
Der (einst w) Vorstand des Heimatbundes:
Dr. Cauer, Kgl. Kreisarzt. Flemmig, Lehrer. E. Weichet.
Valentiner, Kgl. Landrat. Geisel, Kgl. Seminarlehrer. Barthelmes, Landesrentmeister.
Albrecht, Altvater, N. Basermann, Berta, Blum,
Bürgermeister. Kantor in Heubach. Weißbindermeister. Bürgermeister a D. Bürgermeister in Sterbfritz,
Freund, Freund, Dr. Grau, Hebel, Orth,
Lehrer, Schwarzensels. Pfarrer, Ramholz. Kgl. Seminardirektor. Kgl. Forstmeister. Superintendent.
A. Schlingloff, Fischlein, Römheld, Sepb, Georg Weitzel,
Svenglermeister. Lehrer Pfarrer in Steinau. Pfarrer in Elm. Bäckermeister.