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-erzen Ne Mbkkdungen 10 und 11 vnztveck- mäßige Einrichtungen, die noch öfter anzu» treffen sind und unter einem Balkon oder sonstiger wetterficherer Bedachung natürlich ge­fahrlos sind. Dagegen im Freien aufgestellt, wie man eS, besonders in Städten, alltäglich scheu kann, stellen sie nicht nur einen Unsinn, sondern ein direktes Verbrechen dar DaS Futter ist den Vögeln nur so lange zugänglich, als sie es nicht nötig haben, d. h. solange gutes Wetter ist Dagegen dann, wenn sie seiner be­dürfen, gerade inZeitenderhöchstenNot,nach einem starken Schneefall oder bei starkem Rauhreif und Glatteis, ist es chnen versperrt, und die an diese Futterstelle gewöhnten Bögel sind nun erst recht dem Verderben preisgegeben Abbildung 10 zeigt eine besonders unzutreffende Art des Futter- gerätes. Das so schön mit Nußkernen und anderen Futterstoffen angefüllte Drahtgitter kann bei Rauhreif und Glatteis den hungrigen Vögeln direkt zur Qual werden Auch der in Abbildung 11 veranschaulichte Futtergalgen kann im Freien aufgehängt keineswegs seinen Zweck erfüllen Unter einer Bedachung auf- gehängt, wo er also besser geschützt ist, kann er, vorausgesetzt, daß täglich die Futterstoffe erneuert werden, zweckmäßig sein Aber schon vor dem Fenster aufgehângt ist er eine völlige Unmög­lichkett, da man selbst aus unmittelbarer Nähe

GllvestersOer

Die letzten Stunden des Jahres werden in derganzenWeltinFrohsinn und heiterer Stimmung verbracht. Besonders ist die Jugend an diesem Abend zu allerlei Späßen aufgelegt, wobei besonders luftige Orakel, die in der Silvesternacht befragt wer­den müssen, von jeher eine große Rolle spielen.

Da ist vor allem das Salz als ein gar guter Prophet bekannt. Mtt Hilfe eines Fingerhutes wird vor jeden Anwesenden ein Häufchen Salz hingesetzt, das mit wenigen Tropfen Wasser an­gefeuchtet wird. Nun müssen die Umsitzenden ihr Häufchen recht gen.au beobachten und dabei recht eindringlich an die Erfüllung ihrer Lieblings­wunsches denken. Der Teilnehmer, dessen Salz­häuflein sich zuerst auflöst, wird für seinen Wunsch im neuen Jahre auch zuerst Erfüllung finden.

Gleichfalls viel Spaß erzielt das Aussehen der Lebensschifflein. Diese Schifflein werden aus halben Walnußschalen gefertigt. In jede Nuß­schale kommt ein kleines Lichtlein oder ein Stückchen Wachszug. Die Lichtlein müssen bei allen Schiff­lein auch von gleicher Länge sein. Sie werden birett in die Mitte der Nußschalen geklebt. Jeder Anwesende darf sich ein Schifflein auswählen. Man muß sich sein Eigentum natürlich genau merken, aus dem Grunde ist es gut, wenn die Licht­lein verschiedene Farben haben. Dann bringt man eine mit Wasser gefüllte Schüssel herbei, setzt die Lebensschifflein hinein, nachdem alle miteinander ihre Lichtlein entzündet haben. Die Schifflein schaukeln jetzt leicht auf dem Wasser hin und her, denn die Schüssel wird mäßig bewegt. Wessen Lichtlein nun zuerst verlöscht oder ausgebrannt ist, der wird im kommenden Jahre zuerst Braut oder Bräutigam sein. Es herrscht hier immer die größte Spannung unter dem jungen Volke, wenn die Lichtlein dem Berlöschen nahe sind.

Auch das Ring suchen ist eine fröhliche Be­schäftigung am Silvesterabend. Ein unechter Ring wird in angefeuchtetem Sand vergraben. Der feuchte Sand kommt in eine möglichst hohe Form, die auf eine Schüssel gestürzt wird. Die Anwesenden setzen sich nun im Kreis um diese Schüssel herum, der erste erhält ein Taschenmesser in die linke Hand. Da das Messer klein sein muß, ist eS un­möglich, ein größeres Stück von der Form abzu­schneiden. Man beginnt, der Reihe herum an den verschiedensten Stellen die Sandform anzuschneiden.

Einerlei Neues aus Feld und (

Haus und Keller, Küche und :

Das Aussichten bet Obstbäum« im Winter in jahrelangen Zwischenräumen hat den großen Nachteil, daß das Entfernen vieler Zweig«

nicht verhindern kann, daß feder Regen oder Schnee das in dem Gmer, dem Ei oder Netz befindliche Futter durchnäßt, und dieses bamti mehr oder weniger unbrauchbar gemacht wird.

Wie man sieht, gibt es mancherlei Arten, für unsere Bundesgenoflen gegen das schädliche Ungeziefer zu sorgen. Selbst die einfachen Me­thoden, die mit etwas gutem Willen ohne Um« ständlichkeiten und Kosten auszuführen sind, bringen Segen. Wer sich nun noch weiter über die zweckmäßigste Vogelfütterung und daS richttgste Futtergerät im Zweifel ist, wende sich an die Staatlich anerkannte Versuchs- und Musterstation für Vogelschutz von Dr. h. c. Hans Freiherr von Berlepsch, Seebach, Kr. Langensalza; er wird von dort aus fach- männisch und unentgeltlich beraten werden Der Landwirt und Gartenbesitzer, der sich aber wirklich ernstlich mit Vogelschutz befassen will, der muß sich unbedingt weiter in die Einzel­heiten vertiefen. Sehr eingehend und Var werden alle diese Fragen behandelt vom All- meister des Vogelschutzes Dr Frhr. v Berlepsch selbst, und zwar in seinem Werke „Der ge­samte Vogelschutz, seine Begründung und Aus­führung auf wissenschaftlicher, natürlicher Grund- fage*. zwölfte Auflage, Verlag I. Neumann, Neudamm, Preis: in starkem Pappe-Einband 6 RM, in vornehmem Leineneinband 8 KM.

) C Son St Trott

Wem es gelingt, den verborgenen Ring in seinen Abschnitt zu bekommen,wird als erster kmkommenden Jahr in den Ehestand treten. Die Spannung wächst natürlich, wenn sich bei einem Abschnitt der Ring ganz wenig im Sande zeigt. Gewöhnlich kann man chn dann noch nicht bekommen, weil die Gefahr des Einsturzes droht, und nun beginnt eifriges Wühlen, um den Ring zu erhaschen. Außerordentlich erhöht wird die Wirkung, wenn der Gastgeber in den Sandkegel außer dem eigentlichen Ring noch einige auS Goldpapier zusammengedrehte Ringlein hineingesteckt hat, die die Anwesenden täuschen. Erblickt man dann irgendwo ein Stückchen Goldpapier, beginnt man eifrig mit der Arbett des Ausgrabens, um schließ­lich ausgelacht zu werden, wenn festgestellt werden muß, daß es nicht der recht« Ring ist

Ein netter Silvesterscherz, der die Heiterkett erhöht, ist folgendes Spiel. Mtt größtem Wort­schwall wird angekündet, wie wunderschön das Spiel sei, man macht viele verlockende Redens­arten, um die Zuhörer in Spannung zu ver­setzen. Dann läßt man die Mitspielenden in einer schnurgraden Linie auf dem Teppich niederknien. Sie dürfen aber nicht zu dicht nebeneinander knien, Zwischenräume von 30 cm sind Bedingung. Es ist gut, wenn nur einer oder zwei der Muspielenden den Spaß kennen. Einer, der chn kennt, kniet sich als erster in die Reihe, der zweite Wissende wird in die Mitte geschoben. Jetzt befiehlt der Anführer, man müsse ihm alles genau nachmachen. Die beiden Arme werden dann in die Höhe ge­streckt und laut dabei „Prosit Neujahr" gerufen. Die Arme bleiben oben, daS linke Knie wird hochgehoben, daß man mit erhobenen Armen nur auf dem rechten Knie balanciert Dann fordert der Anführer wiederum auf „Prosit Neujahr s"' zu rufen. Die Mitspielenden schaukeln bereits bedenklich hin und her. Jetzt erfolgt der Ruf: Hände über dem Kopf zusammenfaiten und den Körper nach rechts beugen. In demselben Augenblick, da das geschieht, ruft er zum dritten Male „Prosit Neujahr!', wirft sich seitwärts auf seinen Nachbar, der schon lange kein richttges Gleichgewicht mehr hat, und nun fällt die ganze Reihe wie ein aufgebautes Kartenspiel um. Der in der Mitte Kniende sorgt dafür, daß der Spaß recht kräftig wird.

Barten, Stall und Hof,

und Aeste erforderlich wird, was für den Baum eine unnötige Kraftvergeudung bedeutet. Es tritt auch ein plötzliches Mißverhältnis

Zwischen Wurzel vnd Kron« ein, was immer Anlaß zur Wasserschoßbildung gibt. Außerdem ist ein geringer Fruchtansatz die Folge. Um di« Obstbämne vorschriftsmäßig zu pflegen, ist es am besten, sie alle zwei bis drei Jahre gleichmäßig auszuputzen. Beim Ausschneiden selbst achte man darauf, daß glatte Echnittiflächen entstehen. Dicke Aeste säge man zuerst unten ein wenig an, damit sie nicht abreißen unb dem Baum Wunden verursachen. Aststümpfe dürfen nicht stehenbleiben, da sie abfaulen unb Nistplätze für allerlei Schädlinge bilden. Auch schneide man den Ast nicht zu dicht am Stamm ab, da diese Wunden schwer aber gar nicht verheilen und häufig bte Ursache von Stammfäulnis sind. Hat man einen Zweig oder Ast entfernt, so 'schneide man ihn mit einem Messer am Rande glatt nach, wodurch die Kallusbildung und Verheilung begünstigt werden. Um das Eintreten der Sporen der Baum schwämme zu verhindern, bestreiche man die großen Wunden mit verdünntem Stein- Kohlenteer, die Kleinen mit Daumwachs. Dieses Derstteichen muß so lange wiederholt werden, bis die Wunde vollkommen verheilt ist, denn das Kernholz wird meist rissig und bildet neue Eingangspforten für Schmarotzer. Kli.

_ Wie muß Mistberterde beschafft» fein? Es hängt sehr die Heranzucht von Pflanzen von der richtigen Beschaffenheit der Mistbeeterde ab. Ist die Erde zu fett, so kann man sicher damit rechnen, daß man einen großen Prozentsatz schwarzbeiniger Pflanzen unter dem Pflanzen- material hat. Ist dagegen die Erde zu mager, so ergibt dieses nur schwache und spärliche Pflanzen. Eine gute, brauchbare Mistbeeterde stellt man sich her, indem man alten, aus den Mistbeeten ausgebrachten Dung auf einen Haufen bringt und diesen des öfteren im Jahre umsetzt und drei bis vier Jahre und wenn möglich noch länger liegen läßt. Dann wird die so gewonnene Mistbeeterde durch ein Sieb geworfen, damit alle Steine und sonstiger Unrat aus der Erde herauskommen. Diese ge­siebte Erde vermische man nun mit reichsich Sand, etwas Lauberde, welche man sich selber auch herstellen kann, und gebe dann noch ein Teil entsäuerten Torfmull dazu, welch letzterer die Bewurzelung der jungen Pflanzen sehr fördert. Dann wird die so zusammengeschüttete Erde einige Male mit der Schaufel gut hin und her geschippt, damit die Erdmischung gut verteilt wird und sich möglichst gleichmäßig zusammensetzt. Um sich aber auch noch ferner­hin in der Beziehung zu sichern, daß möglichst alle in der Erde enthaltenen Pilzsporen ab­getötet werden, ist es empfehlenswert, der fertigen Mistbeeterde noch etwas von einem Beizmittel zuzusetzen, als z. B. Saatbeize Uspulun oder auch Germisan, doch kommt dabei nur eine kleine Gabe in Frage. Dann wird die Erde noch einmal gut durcheinander ge­schaufelt und sie ist verwendungsfähig und kann in die Mistbeetkasten aufgebracht werden. Sa.

Was benötigt eine 20-Liter-Kuh an Nähr- ftoffen? Eine Kuh im Gewicht von 10 bis 12 Zentnern braucht zur Erhaltung ihres Lebens 300 g verdauliches Eiweiß und 3 kg Stärkttvert« litt der Futterration an Nähr­stoffen. Zur Erzeugung von einem Liter Milch sind 5tT~g- verdauliches Eiweiß und 200 g Starkoverte nöè Gibt â Küh 20 Liter Milch, so sind also folgende Nährstoffe nötig:

Berdaul. Eiweiß Stärkewerte Erhaltungsfutter 300 g 3 kg

Für 20 Liter Milch looo g 4 kg

1300 g 7 kg

Diese Nährstoffe müssen im Futter bestimmt zugeführt werden. Dr. LH.

Schwer« Hühnerrasftn haben.in der letzten Zeit abgenommen, weil man in Deutschland auf die Erzeugung schwerer Schlachthühner weniger Wert legt Wer aber Echlachthühner halten will, kommt ohne schwere Rassen nicht gut aus. Dor allem sind es die Kreuzungen mit solchen, die als beste Fleischhühner gelten müssen. Die schweren Rassen, wie Brahma, Köchin, Orpington, Langshan und andere, wachsen zu langsam und haben ein zu starkes Knochengerüst. Das ist besonders bei den Köchin und Brahma der Fall, während das

Knochengerüst bet Langshan und Orpington leichter ist. Don Kreuzungen sind besonders solche zwischen Ramelslohern unb Orpington, die übrigens auch sehr gut legen, imb solche zwischen Leghorn und weißen Orpington, Sussex unb Reichshühnern zu empfehlen. Kl.

Ent« in Malagasotze. Die vorbereiteten Enten werden eingesalzen, mit etwas Butter. 250 g rohen, in Scheiben geschnittenen Schinken und einigen Ehamprgnons in einer verschlossenen Kasserolle ein bis eineinhalb Stunden gedünstet, wobei nach und nach ein halbes Liter Malaga, wein hinzugegossen wird. Wenn die Enten weich sind, werden sie zerlegt, die Soße dar. übergegossen und die Platte mit Blätterteig« Verzierung zu Tisch gegeben. S.

Haftluuß-Schmtten. Man rührt drei ganze Gier, zwei Dotter und 140 g Zucker recht schaumig, mischt 120 g durch die Maschine ge­drehte Haselnüsse, 50 g seines Mehl unb das Abgerissen« einer Zitrone darunter. Ist alles gut vermischt, so streicht man die Masse bümt auf ein gefettetes Blech und bäckt sie bei mäßiger Hitze. Noch warm, schneidet man davon längliche Vierecke unb setzt je zwei ber« selben mit Gelee zusammen. Darauf glasiert man sie mit Zuckerguß. E. S.

Basler Schokolade-Gebäck. Man mischt 300 g mit der Schale geriebene Mandeln, 300 g Puderzucker unb drei Tafeln geriebene Schokolade (Tafel zu 150 g Gewicht) mit dem festen Schnee von vier Eiweiß, rollt die Masse zenttmoterdick aus, sticht sie mit Formen aus und bäckt das Ausgestochene auf dem ge­fetteten Blech in mäßig heißem Ofen. Nach dem Erkalten bestreicht man das Gebäck je nach Belieben mit einem Zucker- oder auch Schokoladenguß. E. S.

Erprobt« und wohlschmeckende Punschrezept«. „Dier Elemente, innig gesellt" gehören von jeher zu einem guten Punsch. Als Zutaten verwend« man: Teewass«r, Wein, Arrak oder Rum. Zucker und Frucht, etwas Zitrone, Apfelsine, Ananas, guten Fruchtsast u. a. m. Man soll das Getränk sehr heiß servieren und nicht zu süß machen, da das nicht sonderlich bekommt. Eisgekühlter Punsch schmeckt besonders gut; man fei aber vorsichtig, da er stark berauscht

Rum-Punsch. Zutaten: 1 kg Zucker, der Saft von zwei Zitronen, ein wenig Zitronenschale, eine Flasche leichten Weißwein, eine Flasche Rum und I1/2 Liter kochendes Wasser, in dem 10 g Tee gezogen haben. Zucker, Wein unb Rum läßt man bis zum Kochen kommen, gießt das heiße Teewasser hinzu und serviert das Festgetränk in einer heißen Terrine.

Rotwein-Punsch. 700 g Stückenzucker werden an einer Orange und einer Zitrone ab» gerieben. Der Zucker wird in einen Topf gelegt und dann eine Flasche Rotwein und zwei Flaschen Weißwein heiß darauf geschüttet. In­zwischen hat man IV2 Liter guten starken Tee aufgebrüht, den gießt man hinzu, ferner ein Glas Arrak, zwei Glas Rum und einen Eß­löffel Kirschwasser sowie etwas Vanille. Dieser besonders gut mundende Punsch kann kalt — eisgekühlt — oder recht heiß getrunken werden.^

Ananas-Punsch. Man gießt drei i Flaschen leichten Rheinwein über 375 g klein- geschlagenen Zucker, woran man die Schale von ! einer Zitrone gerieben hat, gibt den Saft von der Zitrone sowie ein Weinglas Arrak daran und läßt alles bis zum Kochen kommen. So­dann fügt man 3/4 Liter guten Teeaufguß hinzu und gibt an diese Mischung gezuckerte Ananasscheiben, die man zuvor mit einem Glas Madeira übergossen hat. Den Punsch muß man recht heiß servieren!

Einfacher Familienpunsch. Man reibt an 500 g Zucker eine halbe Apfelsine und eine halbe Zitrone ab, fügt den Saft zweier Apfelsinen und einer halben Zitrone hinzu, dann drei Löffel eingekochten Ananas« saft unb eineinhalbe Flasche roten Johannis« beerwein. Alles läßt man zusammen, ohne es zu kochen, recht heiß werden und vermischt ben Wein mit einem Liter heißen Tee. Bis zum Gebrauch ist der Punsch recht heiß zu er« halten! Fr. Ge-zet.

Frage und QInttvort Ein Natgeber für jedermann

Bedingungen fsit die Beantwortung do« Anfragen? Der weitaus größte Teil der Fragen wird schrift­lich beantwortet, da ein Abdruck aller Antworten räumlich unmöglich ist Deshalb muß jede Anfrage die genaue Adresse des Fragestellers enthalten. Anonyme Fragen werden grundsätzlich nicht beantwortet. Außerdem ist jeder Frage ein Ausweis, daß Fragesteller Bezieher unseres Blattes ist, sowie “ ^,°"°«rsatz der Betrag von 50 Rvf. beizufügen. Für jede weitere Frage, auch desselben Fragestellers, find gleichfalls 50 Rpf. mitzusenden. Anfragen, denen zu wenig Porto beigefügt ist, werden xuruefgelegt und erst beantwortet, wenn der volle Portoersatz erstattet wird. Im Briefkasten werden nur rein landwirt. schafttiche und unmittelbar einschlägige Fragen behandelt; in Rechtsfragen oder in Angelegenheiten, bie nicht dem Rahmen unseres Blattes anpassen, kann Auskunft leinens alle; erteilt werden. Unsere Ratschläge geschehen ohne jede Verbindlichkeit. Die Schriftleitung

Frag«: Eichrln als Schwtin«mafifutt«r. 3n welcher Form eignen fid) Eicheln als Schweinemostfutter am besten? K. W. in H.

A n t w 0 r t. Eicheln sind sowohl in grüner Form als auch getrocknet zur Berfütterung an Schweine geeignet. Mit Rücksicht auf bie Haltbarkeit dürfte sich ein Trocknen empfehlen. Der Gehalt an Nährstoffen ist der folgende: grün getrocknet

Trockensubstanz 50 85

Verdauliches Eiweiß 2,2 3,2

Stärkewerte 40,4 56,5

Werden die Eicheln geschält, so erhöht sich das verdauliche Eiweiß auf 4,2 °/o unb der Stärke- wert auf 75 0/0. Die Eicheln stellen mithin ein eiweißarmes Futtermittel dar. Es muß bei ihrer Berfütterung deshalb unbedingt ein Zusatz von eiweißreichen Futtermitteln, wie Fischmehl und Trockenhefe, erfolgen. Infolge des hohen Gehaltes an Gerbstoffen wirken Eicheln leicht stopfend. Es ist deshalb eine Bei« gäbe von leicht abführenden Futtermitteln, wie Melasse und Hackfrüchte (500 g auf ein âtner Lebendgewicht), zu empfehlen? Dr. Bn. „3rag«: 3kge leibet an Knochenweiche. Meine Biege lahmt feit einiger Zeit an einem Hinterfüße. Einreibungen haben nicht geholfen, Beim Laufen knackt es in den Vorderbeinen. Die Freßluft wird immer geringer. Das Futter besteht aus rohen Kartoffelschalen mit Kleie unb Gerstenschrot sowie sauerem Heu. Das It« bat einmal gelammt. Der Stall hat Zemenksuhböben. D. M in F.

Antwort. In der Anfrage fehlt die An­gabe des Milchertraaes. Die Lahmheit am Hinterfüße kann die Folge einer Verstauchung, eventuell auch rheumatischer Natur fein. Bet der Art der Fütterung, dem jugendlichen Aller des Tieres und eventuell ausschließlicher Stall- haltung liegt aber auch der Verdacht auf Knochenweiche nahe. Die Knochenweiche tritt auf oft als Folge unsachgemäßer Haltung und Fütterung. Bei einem Stalle mit Zement-, fußboden empfehlen wir entweder Anbringung eines Lattenrostes und darauf dicke Strohstrcu ober aber direkt auf den Zementfußboden ein sogenanntes Matratze: lager. Bei der Ma­tratzenstreu werden die Tiere nach Bedarf täg­lich, jedm zweiten ober dritten Tag mit kurz- geschnittenem Stroh nachgestreut, so daß sie niemals naß liegen. Der Stall wird nur alle acht bis zehn Wochen ausgemistet; die Matratze ist dann etwa 20 cm dick unb liefert einen vorzüglichen Dung. Wesentlich für die Ge­sundheit des Tieres ist ein großes Stallfenstefr und bei sonnigem Wetter einige Stunden Be­wegung .im Freien. Ziegen soll man auch im Stall nicht anbinden, sondern in einer Box frei laufen lassen. Die Klauen müssen sach­gemäß zurückgeschnitten fein. Für Ihre Ziege empfehlen wir einen Futterweisiel, und zwar: Kartofselschalen, gedämpft, täglich höchstens 1 kg, kleingeschntttene, rohe Möhren oder Runkelrüben, täglich 1 bis 1,5 kg, gutes Heu, am besten Luzerne ober Klcelreu, täglich 1 kg

und, je nach der Milchleistung, Zugabe eines Krastfuttergemisches, welches Sie sich zu­sammenstellen aus 20 kg Leinkuchenmehl, 10 kg Sojaschrot, 10 kg Haftrschrot, 10 kg Roggen- Kleie, dazu 1 kg gewöhnliche Schlämmkreide. Das Kraftfutter gibt man mit etwas Wasser zu einem dicken Brei angerührt, täglich in zwei Portionen. Eine 50 kg schwere Ziege braucht als Erhaltungsfutter täglich 1 kg Kartoffelschal«», 1,5 kg gutes Heu, 1 kg Runkelrüben und zur Erzeugung von drei Litern Milch außerd'em 1 kg des oben er­wähnten Krastfuttergemisches. Scha.

Frage: tz«Notroppflanze kränkelt an ben Blättern. Beiliegende kranke Blätter habe ich zur Ansicht eingesandt. Wie kann ich die Pflanze vor dem Gingehen bemaljren? L. in N.

Antwort: An den überswndtm 'Blättern des Heliotrops war leider kein Schädling mehr fcftiuftellen. Dem Krankheitsbild nach handelt es sich um Aelchen. Das sind kleine, für das unbewaffnete Auge nicht erkennbare Tierchen, die im Älattgeweoe leben, das dann häufig von den Blattadern begrenzt âstivbt. Die Be­kämpfung ist sehr schwierig. Zunächst dürfen bie Blätter nicht unnötig befeuchtet fern, die Pflanzen sollen also nicht bis in den späten Herbst draußen stehen. Dann kann man die Pflanzen alle drei Wochen mit Parasitol ab­spritzen. Eine für die Pflanze allerdings nicht ganz ung-efährliche Radikalkur besteht in einem Gintauchen der kranken Pflanze in 45 bis 50° C heißes Wasser, was fünf bis zehn Minuten bauern darf und nach zwei bis drei Wochen zu wiederholen ist. Werden durch kranke Pflanzen noch gesunde gefährdet, dann sind die ersteren zu vernichten, wie überhaupt ein frühzeitiges Entfernen der kranken Pflanzen- teile Vorbeugung gegen die Krankheitsverbrei­tung ist. Schfd.

Frag«: (Entfernung der Moasdeck« auf RohrdSchrrn. Rohrdächer haben, wenn sie neu

find, ein imposantes Aussehen und bieten auch einige Vorteile gegenüber den Pfannendächern. Ein Nachteil ist die sich im Laufe der Bett bildende Moosdecke, namentlich auf der nach Norden liegenden Seite des Daches. Sie ver­hindert das Abtrocknen des Rohrs und be« schleunigt seine Verwitterung. Versucht man bas Moos zu entfernen, so reißt man die obersten Rohrhalme mit hinweg, die von ben Mooswurzeln umklammert sind. Gibt es em Mittel, bte Moosbildung zu verhindern ober restlos zu entfernen? H. B. in U.

Antwort: Ihrer Beurteilung der Rohr« dächer stimmen wir zu. Das Rohrdach ist, ab« gesehen von der Feuersgefahr — bie aber sehr überschätzt wird —, für viele landwirtschaftlich« Gebäude die brauchbarste Deckung. Anderer Meinung sind wir bezüglich des Moosansatzes. Ihn zu verhindern wird in manchen Gegenden nicht gelingen. Das beweisen massive Dach­deckungen, selbst verhältnismäßig glatte,, wue von Schiefer oder Asbestzementschiefer, die m waldiger Umgebung nach einigen Jahren mehr oder weniger Moosbildung zeraen. Auch vom schönheitlichen Standpunkt sollte man dicht Entwicklung nicht bekämpfen. Wieviel schöner wirken doch meist Tonziegeldächer, die nach wenigen Jahren eine ins Grünliche gehende Patina erhalten, als Zementziegeldächer, deren grelle Farbtönung selten verschwindet. Denkbar wäre eine Verhinderung des Moosansatzes aus Retdächern durch Bestreichen der obersten cw mit einer pflanzen- (also auch Moos) töten­den Flüssigkeit. Es ist aber zu erwarten, daß unter der Einwirkung der Niederschläge uno des Wetters der Anstrich bald wieder aup gelöst ist unb abtropft (wie schnell hört doch bie Wirkung des tief ins Holz eindringenden Karbolineums auf!) und es besteht dabei ote Gefahr, daß die oberste Decklage durch die scharfen Chemikalien zerstört werben könnte. Wir möchten Sie vor Expettmenten warnen, dir teuer sind und keinen Nutzen haben. Baurat