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Donnerstag, den 24. Dezember 1931
____________________________ Nr. 301
«-tvev-vdnnng nndwewnachtS- sefchä-t
Dom Handwerks- und Gewerbeamt wird uns geschrieben: Die Vorweihnachts- zeit, erfüllt von Wünschen und Sehnsüchten der Menschen bildete stets auch für den Gewerbetreibenden die Verwirklichung geschäftlicher Hoffnungen. Besonders in Zeiten wirtschaftlichen Niederganges erhoff' er vom Weihnachtsgeschäft eine Ausbesserung der schlechten Ergebnisse der vergangenen Monat«. In diese- Hoffnung wurde diesmal das Hairdwerl bitter enttäuscht. Das Weihnachtsgeschäft ist wett hinter dem Umfang der Vorjahre zurückgeblieben. Die Notverordnung warf chre Schatten voraus. Bereits vor ihrem Erscheinen bewirkten die fortgesetzten Ankündigungen der Reichs- vegierung über kommende Preisabbau-Aktionen eine bemerkenswerte Zurückhaltung des Publikums in der Erteilung von Aufträgen und der Tätigung von Einkäufen. Selbst das Schmuckgewerbe das sonst stets eine saisonmaßige Belebung erfuhr, ebenso wie das Schreiner-, Schneider-, Tapezierer-, Buchdruck- und Luchbinderhandwerk — von dem übrigen Handwerk ganz zu schweigen — haben seine nennenswerten Weihnachtsbestellungen hereinbekommen. Di« Folgen der Notverordnung, die eine weitere Einschrumpfung der Sau straft durch Gehalts- und Lohnkürzungen der Beamten Angestellten und Arbeiter Mit sich bringt, haben sich besonders auf das Weihnachtsgeschäft des Handwerks in katastrophaler Weise ausgewirkt. Das immer stärkere Anschwellen der Schwarzarbeit hat schließlich auch noch dazu beigetragen, die wenigen noch vorhandenen Aufträge für das Handwerk zu schmälern.
Bruchköbler Landstraße — Mittelbuchen.
der silbernen Hochzeit feiern am )tsfeiertag die Eheleute Friedrich Zrau Johanna, geb. Knauf, Fasa-
nerieweg 47.
• Weihnachtsfeier des Gemeinnützigen Haus- frauenvereinz Hanau. Am Dienstag nachmittag fand im Dereinslokal der Turm- und Sportvereinigung 1860 eine Weihnachtsbescherung für Kinder und alte Leute statt. Der Saal erwies sich als zu klein und es mußten sämtliche Tische entfernt werden, um einigermaßen dem alten Müttern und Greisen Matz zu schaffen. Die Vorsitzende ermahnte die Erschienenen, auszuharren und nicht zu verzweifeln, denn überall in Hanau sei man am Werk, zu helfen. Ganz besonders habe es sich der Gemeinnützig« Hausfrauenoerein zur Aufgabe gemacht, nach Weihnachten an dem edlen Werke weiter mitzuarbeiten und die Aermsten Hanaus zu unterstützen. Unter dem Lichterschein des Weihnachtsbaumes erschollen aus dem Kindermunde bü Lieder „Stille Nacht, heilig« Nacht", O du fröhliche" Die Vorsitzende wies nochmals auf die Not unter der Bevölkerung Hanaus hin.' Das Los her deutschen Frau fei, stark zu sein und zu bleiben. Der Mut des Ausharrens müsse aufgebracht werden, um uns und das gesamte Deutschland zu erhalten. Herr Kreispfarrer Kranepuhl verstand es, in schlichten, zu Herzen gehenden Worten all den Anwesenden ein khein wenig Trost zu spenden, indem er betonte, wo Frauentzände helfen, fei an ein Untergehen nicht zu denken. Er dankte dem Gemeinnützigen Haus- frauenverein und seiner Vorsitzenden für die geleistete Arbeit. Strahlenden Auges nahmen die Mütter unb Kinder die Pakete in Empfang.
* Rodelbahn. Die Ebene bei Hanau bietet fast keine Gelegenheit zum Rodeln. Beim Jugendheim Rückersbach (Sonntagskarte Kahl, bis Dettingen nachlösen) sind in dem eingeschnittenen Gelände beste und billigste Rodelbahnen, aus bie wir die Hanauer Bevölkerung aufmerksam machen möd)te.n. Bei höherem Schnee ist auch Gelegenheit zum Skilauf. (Siehe Inserat in der vorliegenden Ausgabe).
* Weihnachtsfeier im Turn- und Fechtclub. In Fortsetzung der Wteilungsabende veranstaltet die Schwimmabteilung des Clubs am Samstag (2. Feiertag), abends 8 Uhr eine kleine Weihnachts« feier im Rahmen ihres Vereinsabends. Der wirt- -ichaftlichen Notlage entsprechend wird von der Erhebung eines Eintritts Abstand genommen. (Siehe heutiges Inserat.)
wewnachtSsvntzr
Don Hermann Degen.
Ist es nicht eigentlich etwas Merkwürdiges um das Weihnachtsfest? So oft wir es auch durchlebten, immer von neuem nimmt es unsere Herzen gefangen Ob wir am Anfang ober aus des Lebens Höhe stehen, ob es sich schon zum Abend neigt — wenn die Tage kürzer und kürzer werden, wenn in den Fenstern der bunte Flitterkram erscheint, der nun einmal unzertrennlich ist von der Weihnachtsvorzeit, wenn sie 'n den Kirchen die alten Advents- lieber singen und die Kinder Wunschzettel schreiben, dann wacht in aller Herzen die Erinnerung auf. Dann steigen die Bilder empor, die, wie der Dichter sagt: „lang ich vergessen geal werden von neuem lebendig. G
glaubt". Kindertage
werden von neuem lebendig, Gesichter, die längst nicht mehr das Licht der Erde sehen, sind wiederum um uns herum und winken uns zu, verschollene Stimmen raunen: Weißt du noch?
Ach, wir wissen alles noch Heute wissen wir '<9 wieder. Und wenn wir durch die Straßen gehen, über denen das Glockenläuten der Christnacht schwebt, wenn wir durch verhangen« Scheiben die Lichter der Tannenbäume flimmern sehen, dann wird es uns wundersam weich im Herzen, dann sinkt ins M->er der Vergessenheit, was im Laufe öes Jahres sich trennend erhob zwischen Mensch und Mensch, Hand sucht leise Me andere Hand. Vergiß vergib! Wollen wir es nichr noch einmal miteinander wagen?
Ja, es ist wirklich das Liebesfest, dieses Fest des Kindes von Bethlehem. Der Stern, der über seiner Krippe ausging leuchtet immer noch und will mit seinem Licht hinein in unsere Herzen. Die Lieder der Engel tönen so gut wie vor Jahrtausenden einst: ^Friede aus Erden den Menschen, die eines guten Willens sind".
Ach wenn wir alle guten Willens waren, was für ein Paradies könnte und würde unsere Erde sein. Ist es denn so schwer, sie dazu zu machen? Weihnachten hat die Herzen warm und weich gemacht. „weil Weihnachten ist*: damit haben wir so manche Feindschaft, so manchen grollenden Tag für ein Weilchen zurückgestellt und vergessen Muß diese Weihnachtsliebe nur lachen und leuchten solange die Kerzen brennen am Tannenbaum, muß sich um Nüchternheit und Alltag all der bunte Glanz der
Wegereichen für Gnarieesauge kn dev näheren Umgebung von Hanan
Der Verkehrsverein für Hanau unb Umgebung ist in seinen Bestrebungen, den Verkehr in und um Hanau mit allen erdenklichen Mitteln zu fördern nicht müßig gewesen. Trotzdem auch ihm die schwere Zeit viele Sorgen gebracht hat, ist er doch bemüht, die Verkehrsverhältniffe zu verbessern. Im Gegensatz zu der heutigen Bewegung nur dem Fährverkehr Erleichterungen zu schaffen, geht das Bestreben des Vereins dahin, auch dem Wanderer Erleichterungen und Bequemlichkeiten zu -
schaffen. Im Frühjahr sollen in Hanau eine Reihe Bänke zur Aufstellung kommen, und schon jetzt hat der Verkehrsverein in der näheren Umgebung von Hanau eine Wegemarkierung vorgenommen. 13 Wanderwege sind markiert und zwar in der untenstehenden Form und in rot-weißer Farbe. Mit der Wegemarkierungsarbeit hat sich der Verein ein besonderes Verdienst für die Wanderer und für Hanau geschaffen.
Bruchköbler Landstr. — Venussee — Posten 12 — Kohlbrunnen — Alter Exerzierplatz — Nordbahnhos. Anschluß an die Straßenbahn, Haltestelle Nordbahnhof.
Bruchköbler Landstr. — Venussee — Posten 12 — Reußerhof — Langendiebach. Anschluß an die Omnibusse der Kraftverkehrsgesellschaft.
Waldecke Bruchköbler Landstraße — Klause — Wikhekmsbad. Omnibusanschluß.
Beechovenplatz — Wilhelmsbad — Steinbruch — Wachenbuchen. Omnibusanschluß.
Waldstraß« — vier Häuser — Forsthaus — Ruine St. Wolfgang — Neuwirtshaus Hanau.
Walzstraße — vier Häuser — Lamboybrücke — Bulau — Kinzigsteg — Lamboywald — Lamboystraße. Omnibusanschluß.
III
Lsipziger Straße — Aschaffenburger Landstraße — Wolfgang Bahnübergang — rechts Waldweg nach dem Schafott — Exerzierplatz — Waldschneise — Kratzenburger Moor — Großkrotzenburg. Eisenbahn Staatsbahn.
Canchalstraße — Steinheimer Brücke — Mainuser — Klein-Steinheim — Birken fee — Galgen. Anschluß Hanauer Straßenbahn.
rotz-Steinheim Ki
Kriegerdenkmal Groß-Steinheim — Hochwasserdamm — (Klein-Auheim) Main brücke — Großauheim — Viadukt Hauptbahnhof.
Canthalistraß« — Mainbrücke — Klein-Steinheim — Pfaffenbrunnen — Wald- ruhe — Alter Steinbruch — Waldschenke — Grüner See.
Groß-Steinheim Kriegerdenkmal — Hellenhütte — Waldschlößchen — Fasanerie — Klein-Auheim. Anschluß an die Staatsbahn.
Silberfaden nur legen, bis das neue Jahr herauf- steigt?
Laß ihn doch weiter leuchten, nimm ihn doch mit in das Leben hinein! Weihnachten soll ja nicht nur frohe Stimmung für einen Tag bringen, sein Licht soll weiter leuchten, auch ins neue Jahr hinein und sein Glanz in unsere Herzen zurückstrahlen. Auch dann noch wenn die Festtage längst vorüber sind.
In diesem Jahre werden mehr Menschen als sonst ein stilles Weihnachtsfest verleben. Die Not der Zeit hat fast vor keinem Hause Halt gemacht. Sorge wohnt überall, wo Menschen sind Es war immer so, daß gemeinsame Not die Menschen ebenso näher bringt, wie gemeinsame Freüde. Vielleicht ist gerade Weihnachten geeignet, diese Not, wenigstens auf kurze Zeit, vergessen zu machen und auch der Freude ein wenig Raum zu geben.
Aber ob uns das Fest nun in stiller Sammlung oder in überströmender Freude findet, allen möchten wir es gleichmäßig wünschen:
frohe, gesegnete Weihnächte»!
o Skadttheaker Hanau. Aus dem Theaterbüro wird uns geschrieben: Morgen, am 1. Weihnachts- feiertag, nachmittags 3 Uhr und abends 7.30 Uhr wird mit verstärktem Orchester, Tanzhallett, Solotänzerpaar, bayrischer Schuhplattlergruppe usw. der größte Operettenerfolg seit Jahrzehnten „3m weißen Röß'l", Revueoperette in 3 Akten (frei nach dem Lustspiel von- Blumnthal und Kadelburg) von Hans Müller, Musik von Ralph Benatzky, gegeben Für die Nachmittags-Vorstellung sind Karten an der Theaterkasse noch erhältlich. — Am 2. Weihnachtsfeiertag, nachmittags 3 Uhr, geht zu kleinen Preisen von 30 Pfg. bis zu RM 1.60 einschl. der Garderobengebühr zum letzten Male das Weihnachtsmärchen „Aschenbrödel" oder „Der gläserne Pantoffel" in Scene. — Abends 7.30 Uhr gelangt zum ersten Male die Lustspielneuheit „Ein Strich geht durch das Zimmer" Lustspiel in 3 Akten von Katajew zur Aufführung. Eine wirklich luftige Satire, die nicht polemisch bissig ist; lachender Fatalismus. Auch in Hanau lacht das Publikum bestimmt bis zum Ende. — Am 3. Werhnachts- feiertag, abends 7 30 Uhr, wird das entzückende Lustspiel „Roxy, der Fratz" von B. Conners wiederholt. Dieses Lustspiel hat sich durch die seit-
berigen Aufführungen am hiesigen Stadttheater seinen Ersolg schon gesichert.
o Weihnachts-Oratorium für Soli, gemischten Chor und Orchesterbegleitung mit lebenden Bildern von H. F. Müller, op. 5. Die Vorbereitungen zur Aufführung des Weihnachts-Oratoriums am Sonntag, 27. Dezember, sind gut getroffen. Im ersten Teil der Aufführung umfängt den Zuhörer noch AÄventsstimmung, die das lebende Bild in dem typischen Sänger der Adventssehnsucht, dem König David, stimmungsvoll illustriert. Es folgt die Weihnachtsgeschichte: Verkündigung und Geburt, die Huldigung der frommen Hirten und der heiligen drei Könige. Der Ausklang des Ganzen ist Weihnachtsfreude und Weihnachtsjubel, die der Komponist in den Herzen mächtig erweckt. Die lebenden Bilder stellen in ihrer magischen Beleuchtung durch große Scheinwerfer eine äußerst eindrucksvolle .Illustration der lieblichen Musik dar und wirken am meisten durch ihre einfache Schlichtheit. Musik und Bild zu einem harmonischen Ganzen vereint, ver-
eit Musik und
„ , , , _ nzen vereint, ver
mitteln dem Besucher echte, wahre, innere Weih- nvchtsfreude, deren wir gerade in diesem Jahre so sehr bedürfen. — Der Kartenverkauf für die Ausführung hat bereits lebhaft eingesetzt.
o Hochschulpersonalien. In Würzburg verstarb im 80. Lebensjahre der bekannte Volkswirt und Herausgeber der Zeitschrift für das Finanzwesen ord. Professor in der rechts- und staatswissenschaifilichen Fakultät der dortigen Hochschule Geh. Regierungsrat Dr. jur. et phil Gq. v Schanz. Der Verstorbene wurde 1907 lebenslänglicher Relchsrat der Krone Bayerns.
o 90 000 Mark für das beste Werk Das amerikanische Verlagshaus Frederic A. Stokes veröffent- lichte in gemeinsamer Zusammenarbeit mit dem Londoner Verlag Hodoer und Stoughton die Bedingungen eines Preisausschreibens, das den Schriftstellern aller Nationen offen steht und einen Preis von 20 000 Dollars aussetzt. Das Thema der Arbeit ist keiner Beschränkung unterworfen. Der Preis wird dem besten Manuskript zuerkannt, das eingeht. Selbstverständlich müssen die Arbeiten in englischer Sprache geschrieben sein. Dieser Preis ist der höchste, der jemals für das Verlagsrecht an einem Buch allein angeboten wurde, denn alle früheren Preise hatten auch das Abdrucksrecht für Zeitungen und Zeitschriften eingeschlossen. In die- sem Fall sind die 20 000 Dollars ein Vorschuß auf die Autorenrechte, die 15 Prozent betragen sollen,
* Wohlfahrtslotterle. In d:r gestrigen Verlosung bes dem Verband der Hanauer Wohlfahrtsorgani. fationen von dem Herrn Maler Schäfer qestif. teten Gemäldes fiel der Treffer aus Nr. 102.' $et Gewinner kann das Gemälde noch heute bm bem Polizei-Oberinspektor Schmidt in Empfang nehmen
* Der Lisenbahnverein Hanau hält am 2. Wèih^ nachtstag sein Weihnacht-sest, verbunden mit Kinder, befcherung, in der Stadthalle ab Die Mitglieder mit Angehöirgen, Freunde und Gönner werden hierzu etngelaben.
* Volks-Chor Union. Genannter Verein ver- anstaltet morgen abend 7 Uhr im großen Saale des Gewerkschaftshaiff-es eine Aben-unterhaltung mit Ball. Alles weitere aus dem heutigen Inserat ersichtlich.
* Freiwillige SanikSlskolonne vom Roten firem Telephoaanruk Nr 2020. — Arbeiter-Samariler. Kolonne Telephrnanrui Nr. 4030.
Landkreis Sana«
Niederrodenbach, 23. Dez. Theaterabend, Auch in diesem Jahr hätt die Turngefellschaft am 1. Weihnachtsfeiertag einen Theaterabend in der Turnhalle ab, bei dem ein Drama in 5 Akten „Die toten Augen" zur Aufführung gelangt. Da die Turngesellschaft von jeher nur erstklassiae Stücke Zur Aufführung gebracht hat, darf man auch diesmal mit einem restlos gelungenen Abend rechnen. Anfang 8 1!hr.
c Warköbel, 24. Dez. Weihnachtsveranstaltungm. Am 1. Feiertag abend 7 Uhr findet in der Kirche wie alljährlich eine Weihnachtsfeier statt, bei welcher der hiesige Kirchenchor mitwirken wird. — Der Kirchen chor hält am 2. Feiertag abends 7.30 Uhr im Saale „Zum weißen Roß" seine Weihnachts- f^ier. — Der Arbeiter-Gesangverein Sängergruß hält ebenfalls am 2 Feiertag abend 7.30 Uhr m Waldhof einen Familienabend. Hierbei wird von dem Kinderchor das Kinderlehrstück „Wir bauen eine Stadt" von Paul Hindemith aufgeführt. — Der Gesangverein Frohsinn hält am 3. Feiertag, abends 7.30 Uhr in seinem Vereiroslokal Stein feine Weihnachtsfeier ab. Auch hier ist Sorge getragen für einen fröhlichen Abend. — 74. Geburtstag. Herr Georg Peter Schäfer, Ringstraße, feiert am 1. Weihnachtsfeiertag in voller Rüstigkeit feinen 74. Geburtstag.
6 Roßdorf. 23. Dez. Silberhochzeit. Am ersten Weibnachtsfeiertag feiern die Eheleute Georg Vienau und Frau Margarete geb. Schnitzer das Fest der silbernen Hochzeit.
d Hochstadl, 23. Dez. Rheinischer Ab end. Der Gesangverein „Frohsinn" veranstaltet am 2. Weihnachtsfeiertaa im Saale der Gastwirtschaft Rauch einen „Rheinischen Abend". Außer Gesangsvorträgen (Torgauer Marsch und Frübling am Rhein) werden zwei Operetten: „Frühling am Rhein" und die Loreley mit dem Bubikopf" aufgeführt. Anschließend Tanz. — Einbruchsdiebstähle. In den letzten Nächten wurden hier zwei Einbrüche verübt. In der Wirtschaft Dorn Wachenbucherstraße drangen Diebe nach Hochschieben der Rolläden und Ausschneiden der Fensterscheiben in das Gastzimmer und entwendeten dort ein wertvolles Radiogerät. Im anderen Falle batten es Diebe mehr auf leibliche Genüsse abg^em »ieW!ffW!lfWW!W^
der Bischofsheimer Straße ein und hießen sämtliche eingesalzenen SHirfe einer zwei Tage vorher ae- tätiaten Hausfchlachtung mitgeben.' In beiden Fällen konnte man bis jetzt bie Diebe noch nicht ermitteln.
Erbstadk, 24. Dez. D ie n st i u b i l 8 u m. ®«
Jahren trat Frau Mane Faulstich in den Dienst des Landwirts Wilh Wörner. Am 27. Dezember feiert sie ihr 25jübriges Dienftjubilaum.
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und dem Sieger bleibt außerdem der größte der Honorare für den Abdruck in den Zeitungen, für Verfilmung und Dramatisierung überlassen. Mit der Prüfung ist der Verlag Curtis beauftragt. Englische und europäische Autoren müssen der Lon- dauer Filiale dieses Verlages chre Manuskripte em- senden. Den Bewerbern ist eine Frist von einem Jahre gelassen.
o Das 150jährige Jubiläum der „Räuber • Aufführung in Mannheim fällt auf den 13. Januar 1932. Das Nationaltheater wird an diesem Sog eine Aufführung des Werkes in der Inszenierung des Theater-Jubiläums veranstalten. Intendant Maisch hat den Regisseur der damaligen Aufführung Heinz Dietrich Kentner aufgefordert, .die szenische Leitung der Aufführung wieder zu über nehmen.
o Wie aus einem Sakaloq ein Lustspiel wurde? In aller Wett rufen die Aeaberdirektoren »am guten Stücken; aber keinem von ihnen dürfte bi?y» der Gedanke gefommen sein, daß sich in einem Werbekatalog, wie ihn große Firmen an Kundschaft versenden, ein Lustspiel verstecken könnts- Sie Entdeckung dieses Geheimnisses blieb den tern der „ComLdie Fran?aise" Vorbehalten. De bekannte französisch.- Schriftsteller Paul Moran hatte im Auftrage eines großen Pariser Modehaus für den diesjährigen Weihnachtskatalog eine rede in Form eines Dialogs geschrieben. Ein tiker bekam den Katalog in die Hand, las die rede und war von ihrer Schönheit so gefesselt, er spornstreichs zur Direktion der Comédie «We , Morands Dialog „Die Siebe und der Reisende m der Versicherung vorlegte, daß es sich hier um Komödie handle, dir für das Theater wie gelobn sei. Der Katalog wurde denn auch dem ßefesomit vorgelegr, dessen Mitglieder einhellig erklärten, ö ausschließlich zu Reklamezwecken geschriebene Diol M sei ein hervorragendes Lustspiel. Die Proben den sofort angesetzt, und das Stück wird bemna^ in erster Besetzung aufgeführt werden. Niemand » verblüffter als Paul Morand selbst, der bisher otiv eine einzig« Zeile für das Theater geschrieben ' und der nun ohne sein Zutun über Nacht Bühnenschrsftsteller geworden ist.
In Wiessee am Tegernsee wurde im Jahre 190® 131 Tonnen Petroleum gewonnen.