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Eine Weihnachtsgeschichte von Gerhart Tilk

Und wie auch die Motorbarkasse an

Goldene Dezembertage an der chilenischen Küste 1014 Es ist, als ruhe noch tiefer Friede über den südlichen Gefilden, als habe die Kriegsfackel ihre lohenden Brände hier noch nicht ausgeworfen Und zittert ein stiller Schrei durch die Lüfte, ein erhaltener Jubelschrei all der Deutschen, die hier

bei

ver^ ........ ....... ,- . , .

an der Südspitze Amerikas ihr Dasein fristen und mit stiller Hoffnung die Geschehnisse der ersten

Kriegsmonate verfolgen.

Santa Maria! Jubel brandet in den deutschen Herzen, als sich die Nachricht von der Heldentat des Grafen Spee in den ersten Novembertagen ver­breitet..

Doch die klaffende Wunde schreit nach Vergel­tung. An den Falklandsinseln starren die Riessn- leiber englischer Schlachtschiffe. Besorgt verfolgen die südamerikanischen Deutschen die Entwicklung der Dinge. Tag um Tag verstreicht.

Ueber die blauen Fluten gleitet hastig ein Mo­torschiff. Dom Morgen bis zum Abend kreuzt es den Magellans-Sund auf und ab, wagt sich weit hinaus in die wogende See. Längst ist es ausge­fallen. Doch wer verdächtigt dieseNußschale" Am Steuer steht ein stiernackiger Seebär. Dann und wann hebt er das Glas an die Augen; doch er kann nichts erspähen. August Pagels! Wer ist August Pagels? Ein deutscher Fischer, gebürtig von der Insel Rügen, der hier an der chilenischen Küste seinem Gewerbe nachgeht. Doch letzt, wo er seine deutschen Brüder in Not weiß, kennt er nur eine Pflicht. Ein einziges Gebet brennt auf seinen schma­len Lippen Dazwischen summen Weihnachts­melodien. Tiefe deutsche Innerlichkeit und Fröm- migteit. Und wie ein Schrei der Erlösung bringt es aus seinem Munde: . Jesus der Du uns neu ge« schenkt wirst, hils unserm Spee!" Er muß den Admiral finden, er muß ihn warnen.

In glühendem Rot erhebt sich der Sonnenball am Morsen des 8 Dezembers. Unaufhörlich rollt

der Donner über die See. Das Wasser zischt unter Und wie auch die Motorbarkasse an dem Aufprall des berstenden Eisens. Entfesselt hoben ist, da zieht August Pagel; ein rasen die Geister der Hölle. August Pagels sinkt in bäumchen aus der Kajüte hervor Er hat an alle; sich zusammen. Zu spät, er weiß es genau: Keine gedacht. Trotz Not und Tod, trotz Haß und Ver- Rettung ist möglich. Die deutsche Flotte sinkt an folgung wurde^es Weihnachten. Und^wie^ ein paar den Fâlklandsinseln in ihr nasses Grab.

Wochen verstreichen. Ob wohl alle deutschen Schiffe . . . Wieder gleitet August Pagels Bar­kasse durch die Fluten. Weit stößt er heute hinaus. Heute 'st ihm so eigen ums Herz, gerade heute, wo man in seiner Heimat zur Christmetts rüstet, die Mutter daheim ein stilles Gebet für ihn sprechen wird. Und wie er noch sinnt und seine Augen in die Ferne bohrt, da wird plötzlich eine feine Rauch­fahne sichtbar Wer ist es, Freund oder Feind? Rasend peitscht die Schraube das Wasser. Immer deutlicher wird die Flagge sichtbar: Schwarz-Weiß- Rot! Hurra! Einem Stück teuren Vaterlandes schwimmt er entgegen. Signal«! Winken! Die Dresden" ist es Noch wenige Minuten vergehen, dann ist August Pagels an Bord. Sehnige See» mannsarme umschlingen sich. Der Mund vermag kein Wort zu sprechen. Alle Sorgen sind vergessen. Christabend!

Dann geht es in rasender Fahrt vorwärts. Hier weht kein günstiger Wind. Der Engländer sucht nach seinem entflohenen Opfer. Sicher steuert August Pagels dieDresden" zu einem verbor­genen Ankergrund. Mit abgeblendeten Lichtern chnellt der Kreuzer durch die hohe See und ver- chwindet an der Westküste von Patagonien. Kauin ind die Anker fest, so saust der sichere Lotse mit einem Boot an Land. Dem deutschen Konsul chnelle Kunde und dann Brot und Wasser an Bord.

Am Strande entfaltete sich reg35 Leben. Die deutsche Bevölkerung jubelt Jeder gibt gern, was er nur geben kann. Autos rasen hin und her. Schlepper tauchen auf und verschwinden. Kein feindliches Auge erspäht das Treiben am Strande. Am Nachmittag ist alle Verpflegung in See. August Pagels gibt Gas und jagt hinterdrein. Noch vor der anbrechenden Dunkelheit hat er dieDresden" erreicht. Helle Freude strahlt von allen Gesichtern. Unter den blauen Blusen hämmert das deutsche Herz eine selige Weihnachtsmelodie.

abelt Jeder gibt gern, was Autos rasen hin und her.

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Bord ge- fügung hat, bann genügen auch diese. Zwischen die Tannen- einzelnen Kuchenlagen muß Seidenpapier getai

Kuchenlagen muß Seidenpapier Zetan werden. So bleiben Pfefferkuchen, Honigkuchen und Pfeffernüsse wochenlang weich und frisch. Sind

luigung rourue es xueirj-nacrjren. unoaWie ein paar Kerzen aufflammen und ein stille« Weihnachtslied

angestimmt wird. da sinkt August Pagels in den Schlaf. Der Schein der Kerzen flackert über bas blonde Haar und streichelt liebevoll das wette» zerfurchte Gesicht des braven deutschen Seemannes, des Retters derDresden", des letzten deutschen Kreuzers aus der Schlacht an den Falklandinseln.

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Die man die Weihnachksleckereien lange Zeit frisch erhält

Das Weihnachtsfest bringt eine Flut von Süßigkeiten, und selbst, wenn man noch so eifrig den Leckereien ^»spricht, kann man in den meisten Fällen nicht die ganze köstliche Masse vertilgen. Man wird darum gut daran tun, dafür zu sorgen, daß alle die mannigfaltigen Weihnachtsleckereien nicht an Wohlgeschmack verlieren oder gor ver­derben, wenn man gezwungen ist, größere Mengen aufzubewahren. Schließlich kann auch der stärkste Magen nicht alle diese guten Dinge verdauen, die meistens den kleinen Fehler haben, daß sie nicht gerade leicht sind. Wenn man sie in vernünftigen Mengen genießt, dann sind sie bekömmlich. Aller­dings müssen Personen mit schwachem Magen Vor­sicht üben, denn Marzipan, Schokolade und Weih­nachtsstollen erfordern eine ausgezeichnete Ver­dauungstätigkeit. Es ist also unter allen Umstän­den angebracht, vorsichtig zu sein und des Guten nicht zu viel zu tun. Wenn diese Leckereien und Süßigkeiten richtig aufbewahrt werden, dann hal­ten sie wochenlang. Pfefferkuchen muß in einem stdenen Topf gehalten werden, der gut versch'ossen ist. Falls man große Konservengläser zur Der-

sie aber durch zu große Hitze des Zimmer, in dem sie aufb-ewahrt werden, hart geworden, dann müssen sie entweder in feuchte Luft gebratet wer­den, oder die Gefäße müssen zwei Stunden lang mit ein« nassen Lappen umhüllt werden Dann er­langen die Kuchen wieder die schöne Beschaffenheit, die sie so schmackhaft macht. Bei dieser Art der Auf­bewahrung leidet auch der Duft und der Geschmack der Kuchen in keiner Weise. Kuchen, die knchperig bleiben müssen, wie z. B. Mürbekuchen, Keks und Waffeln, müssen in möglichst trockenen Zimmern aufbewahrt werden. Sie werden am besten in gut verschlossenen Blechschachteln gehalten. Wichtig ist dabei, daß möglichst jeder einzeln« Kuchen in etwas Seidenpapier gepackt wird. Es ist eine kleine Mühe, die sich reichlich belohnt, denn die Feuchtig­keit der Luft wird von diesem Papier aufgefaugt, die Kuchen bleiben frisch und knusperig und vor allen Dingen bekommen sie nicht den leidigen Luft­geschmack, den sonst sogenannter altbackener Kuchen hat. Größte Sorgfalt erfordert auch die Aust>ewa-H- rung von Marzipan und Konfekt. Besonders Mar­zipan ist sehr luftempfindlich. Es wird nicht nur hart und schwer verdaulich, sondern es verliert auch den zarten Dust, der ihm den größten Reiz ver­leiht. Wenn man aber sehr viel Marzipan be­kommt und nicht weiß, wie man diese schwer ver­dauliche Süßigkeit schnell vertilgen soll, dann tut man gut daran jedes einzelne Stück in Stamvl- papier oder Psrgamentoapier zu packen. In einer aut verschlossenen Büchse wird es dann 8 bis 14 Tage seinen Wohlgeschmack bewahren.. In jedem Haushalt gibt es zahlreiche gut verschließ­bare Konservenbüchsen aus Glas, in deinen man wochen- und monatelang diese Leckereien bewah­ren kann, ohne daß sie im geringsten an Geschmack oder seinem Aroma verlieren. Konfekt, das mit Nu^kreme und anderen Kremesorten gefüllt ist, muß man dagegen so schnell wie möglich aufeffen.

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