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Zwei Anekdote« aus Rußland.

Tolstoi, der bekannte russische Dich- ter, ging eines Tages durch die Haupt- straße von Moskau, als ein kleiner Menschenauflauf seine Aufmerksam« leit erregte. Als er näher herzu- ging, sah er einen Schutzmann, wie er in nicht gerade sanfter Weise einen Betrunkenen vor sich her- schubste. Er fragte ihn:

„Kannst du lesen?"

Der Beamte sah ihn verdutzt an. *3»!" sagte er dann.

„Nun gut, dann gehe nach Hause und lies das Gebot: .Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"

Der Beamte stutzte einen Augen­blick, dann aber faßte er den Be­trunkenen noch fester als vorhin und fragte nun seinerseits: „Kannst du lesen?"

»Zak'

„Hast du auf deinem Bücherbrett die Instruktion für die Schutzmann- schaft?"

„Nein!"

„Gut, dann kauf sie dir und lies nach, was dort in Paragraph Num­mer achtzehn über die Verhaftung betrunkener Personen steht!"

Meier nimmt einen Strauß roter Rosen. Er will aber erst morgen bezahlen.

„Na", sagt die Blumenfrau, „bann nehmen Se aber bet Sträußchen Ver- jißmeinnich mit!"

„Nein, ich kann nicht Ihre Frau werden. Gehen Sie und vergesien Cie mich!"

„Das geht ja nicht! Ich bin doch Gedächtniskünstler."

Junger Gefängniswärter: „Ach­tung, da kommt eine Stufe!"

Alter Sträfling: „Weeß ick, weetz ick, die Stufe kannte ick schon, da waren Sie noch nicht auf der Welt!"

*

Chef: „Sie find wohl der neue Lehrling? Hat Ihnen der Prokurist schon gesagt, was Sie zu tun haben?"

Stift: „Ja, wenn der Olle kommt, soll ich ihn wecken. Aber ich kenne den Ollen noch nicht!"

Im Klub erzählte ein Guts- befitzer, den man als Aufschneider kannte, von einem riesigen Stör, den er gefangen hätte.

„Der Stör war entsetzlich lang. Er reichte von hier — bis — —" Er wies zum andern Ende der lan- gen Tafel, wo plötzlich der russische Fabeldichter Krylow aufstand und sagte:

„Erlauben Eie, daß ich Platz mache, um Ihren Stör durchzulasien!"

Der guten Tante Eulalia Lieblingsspiel

Am dem „Oberländer-Albam“. 12. Teil (Verlar ron Braun & Schneider, München.)

Ich reise mit meinem Söhnchen zu Bekannten auf einen englischen Landsitz. Am ersten Tage ist der Kleine sehr unglücklich, da er kein Wort der englischen Sprache'versteM

Aber am nächsten Morgen reißt er mich mit einem Hahnenschrei aus tiefstem Schlummer: „Vati, Vatiii!" ruft er voller Begeisterung. „Der Hahn kräht deutsch!"

Arzt: „Nun lassen Sie sich das Rezept hier machen, und nehmen Sie

jeden Morgen, ehe Sie ins Bureau gehen, einen Teelöffel von der Me­dizin. Aber nicht vergesien, daß sie tüchtig geschüttelt werden muß."

Patient: „Das sowieso! Ich fahr ja immer Autobus!"

Hausfrau: „Iß doch noch, Onkel Hans!"

„Ja, ich werde mir noch ein Stück Entenbraten nehmen."

Fritzchen: „Hurra, Onkel! Jetzt hat Papa die Wette gewonnen. Papa hatte gewettet, daß du wieder alles wegsresien würdest!"

In unserer Pension E. ist man sehr fein! Man scheut keine Mühe, dem neuen Mädchen gute Manieren beizubringen. Eines Morgens klopft sie an die Tür: „Gnädiger Herr, eine Depesche?"

„Bringen Sie rein!" rufe ich zurück.

„Kann nicht, ist zugeriegelt!"

„Dann schieben Sie doch das Tele­gramm unter der Tür durch!"

„Geht auch nicht, gnädiger Herr, ich hab' es auf dem Tablett!"

•

Der Angestellte bittet den Chef um drei Tage Urlaub, er wolle heiraten.

„Aber ich bitte Sie", fährt der Chef auf, „ich weiß doch, daß Sie mich schon aus dem gleichen Grunde vergangenes Jahr um Urlaub baten!"

„Ja, aber diesmal ist's leider wirklich wahr, Herr Direktor."

•

„Wie geht es Ihnen, Herr Schulze?"

„Wenn meine Gesundheit so wäre wie meine Geschäfte, und meine Ge­schäfte so wie meine Gesundheit, könnte ich jetzt verreisen."

.Liebling, auf dieser Photo­graphie siehst du wirklich sehr traurig aus“, und gerührt streichelt die Gattin über des Mannes Wange, — „und die hast du machen lassen. als ich verreist war!"

„Ja, Kindchen, einen Tag vor deiner Rückkehr!"

„Wie ich euch schon das letzte Mal erklärte", beginnt der Lehrer, „wird ein und derselbe Artikel in England für beide Geschlechter benutzt. Wie heißt er?"

Meldet sich das Söhnchen des Wollwaren-Fabrikanten: „Pullover!"

*

Der junge Ehegatte muß fein Frauchen zum erstenmal für einige Zeit allein daheimlasien. Am nächsten Tage schon erreicht ihn ein Brief­chen: ,„ . . Liebster, ich vergehe vor Sehnsucht! Wenn ich am Abend deinen Schlafrock am Türhaken

„Ach, wenn doch mein geliebter Mann da hinge!"

„Was haben Sie denn Ihrem Baby zum ersten Geburtstag ge­schenkt?"

„Wir haben seine Sparbüchse auf­gemacht und haben ihm ein reizen­des elektrisches Bügeleisen gekauft."

Schmücke trifft einen Bekannten im Aquarium. „Schmücke", legt er los, „du glaubst gar nicht, was fo’ne Schildkröte für » faules Luder ist! Da stehe ich doch schon zwei ge­schlagene Stunden und schau dem Tier zu Glaubst du, das träge Vieh rührt sich von der Stelle?!"

An einem Laternenpfahl steht ein Betrunkener und ruft laut: „Erich! Erich!"

Der Polizeibeamte fragt: „War­um schreien Sie denn so?"

,^ch rufe meinen Freund."

„Dann brauchen Sie doch nicht so laut zu rufen."

„Dod), sonst hört er mich nicht, er ist nämlich in Amerika."

*

In ein Geschäft kommt ein Bettler und bittet um ein Almosen.

„Einen Augenblick bitte."

Der Bettler wartet schon eine ganze Weile.

.Mie lange soll ich denn warten?"

„Bis ich meine Bilanz fertig habe, eventuell komme ich dann gleich mit Ihnen mit."

IFenn man diesen leichtsinnigen Flieger sieht, wird man direkt schmindlig! V

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Silbenrätsel

' Aus den Silben:

6 — a — beer — ber — ble — cher — der — di — dy — ei — en — fern — ga — gre — in — kampf — let — lie — lor — mann — mo — mund — nah — ne — ne — no — pa — ram — ret — rie — row — se — sen — ses — spre — te — te — ter — zee — zi — zui

find 15 Wörter zu bilden, deren erste und dritte Buchstaben, beide von oben nach unten gelesen, einen Dichter und eines seiner Werke ergeben. Die Wörter haben folgende Bedeutung:

1. Telephon

2. ungezogener Mensch

3. Blume

4. feil des Gefech's

5. Meerbusen der Nordsee

6 französische Festung

7. ägyptischer König

8 asiatisches Land

9. berühmter deutscher Maler

10 Gewür»

Silben-Ergänzungsrätsel

11 Malgeräl

12 berühmter Entdedier i

13 großer Mensch

14 Genußmittet

13. Wundabsonderung

Füllrätsel

Die leren Felder sind durch Buch­staben auszufüllen, so daß sieben Hauptwörter entstehen. Die beiden gekennzeichneten Reihen ergeben, senk- recht gelesen, ebenfalls zwei Haupt- Wörter.

50/31

Mittelamerika, 3. Badeplatz, 4. Pracht, 5. Seemannsarbeit bei Landsichtung, 6. griechische Hauptstadt, 7 Tier.

senkrecht aus den Anfangsbuchstaben eine europäische Republik bilden.

1. Fluß in Afrika, 2. Stadt in Italien, 3. Stadt in der Türkei, 4. Nordseebad, 5. Stadt in Ost­preußen. 6. Schweizer Landschaft, 7. Vorort von München.

Versräisel

Ein Mann, geplagt von Schmerz im Zahn,

Zum Doktor sprach: 1, 2!

Doch, als der Doktor näher kam. Nahm unser Held 1, 2.

Senkrecht gelesen: 1. Gesicht, 2. männlicher Vorname.

Silben auszufüllen, daß sich waage­recht sieben Wörter ergeben, welch«

Kreuzworträtsel

Waagerecht: 1. phönizischer Gott, 3. Vergnügungsstätte, 5. heiter, lustig. 7 Tau, 8. Nährmutter, 9 Faultier, 10. griechische Göttin, 13. Teil des Rades, 15. Nachtvogel, 16. soviel wie grob, 17. finnische Hafenstadt, 18. männ- licher Vorname, 19 Tierprodukt, 21. Auerochs, 22. Verlobte, 23 rumänische Münze. 24. Pflanzenfaser, 26 lateinisch: Sache, 28. Ruhe, 29. wie, 30. An- siedlung, 31. französischer Artikel. 32. Vogel. 33 Fluß im Harz, 34. Schwimm- vogel, 35. Fisch. 36 Besucher.

Senkrecht: 1. preußische Provinz, 2. Spielkarte, 3 Farbe. 4. Tier- krankheit, 6. deutsche Stadt. 11. Schaubühne, 12. persönliches Fürwort. 14. deutscher Staatsmann t. 16. Mittagsmahl, 20. Göttin der Morgenröte, 25. Flächenmaß, 27. Schreibart.

Mit „u" bin ich im Meer zu finden, Mich essen nur die reichen Herrn, Ohne „u“ bin ich in deinem Garten, Da sehn mich alle Leute gern.

Schachaufgabe

Weiß: K a 5, D b 4, T a 4, a 6, L c 1. g 8. S f 1. h 2, B g 3. g 6. h 4 Schwarz: K h 6, L e 1, S d 2, B c 3. f 2, g 7. h 5.

Selbstmatt in 5 Zügen. sWeiß Sieht an und zwingt Schwarz, ihn in 5 Zügen matt zu setzen.)

Auflösungen aus poriger Nummeri

Kreuzworträtsel.

Waagerecht: 2 Raub, 5 Rita, 8 Makulatur, 10. Eta, 11 Ohr« 12. Hobel, 15 Ordre, 16 Alaun, 1?. Brand, 18 Nome, 19 Eliat, 21 Lenin, 24 Inn, 25. Dom, 26. Ere­mitage, 29 Oder, 30. Satz.

Senkrecht: 1 Cicero, 7 Aga» 4. Bruno, 5. Raabe, 6 Tau, ? Kar­ren, 8 Mandarine, 9. Rosalinde, 12. Hebel, 13 Braun, 14 Laden,

18 Neisse, 20 Sommer, 22. Eimer, 23. Iltis, 2? Rad, 28 Gut.

Silbenrätsel.

1. Anklam, 2 Meltau, 3. Bora, 4. Rellstab, 5 Ürban, 6. Nonne, ?. Nimrod, 8 Eton, 9 Noemi» 10 Fokal, 11. Omen, 12. Rienzi, 13 Dogge, 14 Eigenart, 15. Miete bach, 16 Taste, t? Organist, 18 Re­gatta, 19 Eiland (Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Linden­baum.)

Schachaufgabe: Weiß: Schwarz:

1 S f2-g4 K. a5~^

2 S g4-e 5 L. b4~a>

3. S. e5 — c6 matt.

1 - • » SSt « « « « '

2...... B. a6-a9

3. L a ? — c 5 matt.

1...... Bh1~e*

2 L a?-c5 B. g4-8'

3. B. b 2 — b 4 matt.

Ergänzungs-Rätsel

1 Berlin, 2. Oberon, 3. Asbest «

4. Fr oben, 5. Traube.

V ersrätsel

Gange« — Gesang.