Schule von Anno dazumal
st es wirklich immer ein Vergnügen, in die Schule zu gehen? Manchmal, zum Beispiel in den Turnstunden, wird es wirklich großen Spaß machen. Aber die Unterrichtsstunden bestehen nicht nur aus Turnstunden. Da muß vor allem erst einmal. das Abc gelernt werden. „Kinderleicht!" höre ich euch schon ant
Diß seynd die Stummen buchstaben.
bech-r.
circkel. t^m fisch.
tzalz? gabel. haße
kart. peyhel.
kâ^qu«,
tesch/tafel.
Worten. Ihr habt nicht so ganz Recht. Fragt nur einmal die kleinen Abcschützen, was sie denn dazu meinen. Ihnen fällt das Lernen mitunter recht sauer. Das war schon immer so, und so suchte man schon vor hunderten von Jahren die Anfangsgründe aller Wissenschaft recht leicht erlernbar zu gestalten. Man setzte neben die zu lernenden Buchstaben kleine anschauliche Bildchen; Bilder an-
in
Die umgeblasene Spielkarte
Wenn das Weihnachtsfest am Heiligen Abend seinem Ende zugeht, schafft es wohl mancher unter euch, mit recht kräftig aufgeblasenen Backen auch die höchsten Lichter am Weihnachtsbaum auszupusten, aber fraglich ist es, ob es ihm gelingen wird, das hier beschriebene kleine Kunststückchen auszuführen.
Eine gewöhnliche Spielkarte wird, wie unsere Zeichnung erläutert, umgeknifft auf den Tisch gestellt. Die Aufgabe besteht nun einfach darin, daß man die Spielkarte umzublasen versucht. Ich wette, daß ihr den Trick, denn nur mit einem Trick könnt ihr die Sache fertigbringen, nicht sogleich finden werdet.
Bei dem Weihnachtsbaum bestand die Schwierigkeit darin, auf die Entfernung und nach der Höhe zu das Ziel richtig und kräftig zu treffen. Bildet die ausgeblasene Luft doch einen Kegel, der sich nur allmählich erweitert, also in der Gestalt eher einem Stab als einem Kegel gleicht.
Bei der Karte nun wäre es gerade verkehrt, dicht mit dem Mund heranzugehen, weil sich in diesem Falle der Luftstoß nach unten und oben hin gleichmäßig erweitert und so die Wirkung des unteren Luftstoßes — der allein die Karte fortbewegen könnte — aufhebt.
Am besten werdet ihr das Kunststückchen also herausbekom-
;, und man
ei die ersten
Zeiten riesigen Spaß, und man lernte so ganz nebenbei die ersten wichtigen Buchstaben.
Unsere Abbildungen zeigen zwei Seiten einer Fibel, die im Jahre 1533 gedruckt wurde. Das sind nun also rund 400 Jahre her. Ihr seht daraus, daß auch schon damals fleißig gelernt werden mußte, und daß die
Buben und Mädel im Grunde genommen zu allererst nicht viel anderes lernten als ihr jetzt.
Die Ueberschrift der ersten Seite lautet: Das sind die stummen Buchstaben. — Heutzutage ’ würde es heißen: das sind die Konsonanten. Da seht ihr nun ein b, daneben einen Becher, weil dieses Wort mir dem Buchstaben 6 beginnt. Unter dem g seht ihr sogar zwei Zeichnungen: eine Gabel und einen Galgen.
Auf unserer zweiten Abbildung seht ihr einen Hund abgebildet. Ringsum stehen die verschiedensten Silben, in denen ein r vorkommt. Was das be-
Hilfs-Dieselmotor von 360 Pferde
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türfen. Es gibt aber auch Segel- chiffe, die mehr als das Doppelte
»es „Karl Finnen" zu tragen ver-
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Sm Jahre 1914 gab es noch insgesamt 6400 Segelschiffe in Deutschland. 1929 waren nur noch
alle Abcschützen das r aussprechen lernen! .
deuten soll? Ganz einfach: so wie der Hund auf der Abbildung knurrt, sollen
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Wer Pech mit dem Pachten Kopf die Augen verbirgt, durch feiner Jagd gehabt hat, selten zu deren Unnatürlichkeit die Krähen
men, wenn ihr aus einiger Entfernung bläst. Der Luftstrom wird dann auf dem Tisch „entlanggleiten" und die Karte zu Fall dringen. Dazu braucht ihr euch gar nicht besonders anzustrengen, während ihr sonst so stark pusten müßtet, wie ihr nur vermögt und die Karte sich doch keinen Zentimeter sortbewegen würde.
Polnische Reisedukaten
„Ein polnischer Reisemann kann mit einem Dukaten um die Welt reisen und findet doch überall Kredit", so lautet ein altes Sprichwort. Von der Entstehung dieses Sprichwortes will ich heute erzählen.
Schon im Mittelalter waren große Reifen der vornehmen Leute aus allen Ländern eine viel alltäglichere Sache, als man heute annimmt. Um nicht in irgend einem verlassenen Nest ohne Barmittel zu sein, schafften sie eine seltsame Art der Zahlung. Zwar gab es auch schon zu diesen Zeiten große 'Handelshäuser, die Kreditbriefe in jeder Höhe ausschrieben. Aber, so meinten die vornehmen polnischen Magnaten, das sei keine würdige Art für einen Vornehmen zu reisen. Dergleichen schickte sich nach ihrer Meinung höchstens für Krämer. „Ein polnischer Edelmann muß mit einem Dukaten um die Welt kommen?" hieß es. Und sie reisten tatsächlich mit einem Dukaten, wohin sie wollten. Diese Dukaten hättet ihr aber sehen sollen! Der Reisemarschall erhielt nämlich den Auftrag, sich vor jeder großen Reise mit einer bestimmten Summe Goldes nach Krakau zu begeben, um dort in der königlichen Münze den sogenannten Reisedukaten prägen zu lassen. Die alten polniscben Chroniken berichten, daß es Reise- dukaten vom Umfange eines Wagenrades gegeben habe? Solche Dukaten, aus purem Golde geprägt. konnten dann allerdings auch für das luxuriöseste Leben
im Ausland ausreichen. Hatte der reisende Edelmann Geld nötig, so bekam der Reisemarschall einen Wink und trennte ein entsprechendes Stück vom großen Dukaten
des Stück vom großen Dukaten ab, das dann in Zahlung gegeben werden konnte. — So entstand das wahre Sprichwort von den polnischen Reisedukaten.
Das Ende des Segelschiffes
Wenn man, noch vor 50 Jahren, einen der großen Welthäfen besuchte, dann dehnte sich ein unübersehbarer Mastenwald an den
langgestreckten Kais. Das ist alles anders geworden. Die Hafenanlagen wurden größer, tiefer ausgebaggert, um den modernen Verkehrsriesen Platz zu machen.
Im Jahre 1914 gab es ne'
3000 in Fahrt. Heutzutage sind die meisten von den Segelschiffen für den Fischfang und die allgemeine Küstenschiffahrt bestimmt, nur wenige können mit ihren großen Brüdern den lleberseedamp- fern, in Wettoewerb treten. Scheinbar müßte ja ein Segelschiff viel billiger arbeiten, als ein Schiff mit Dampf- und Motoreinrich- tung. Die Baukosten liegen viel
Schutz kommL-7^ der, sollte sich das am ehesten auf. den Mrug aM Vergnügen einer Krähenhütte ge- merksam gemacht werden.
statten. Man braucht dazu nicht Kühle, windige Tage sind geeignet zur Hüttenjagd. Sehr stürmische Tage werden jedoch teilte Erfolge bringen. Die Erfahrung lehrt, daß die Saatkrähe sich wenig um den Uhu kümmert. Nebel- und Rabenkrähen dagegen stoßen heftig. Raubvögel verhalten sich ebenfalls verschieden. Der Bußard greift temperamentvoll an. zieht aber bald weiter. Noch reizbarer ist der Hühnerhabicht, der sofort tätlich wird. Am ausdauerndsten verhält sich der Rauhfußbußard, der in der Nähe baut und immer
statten. Man brauch! unbedingt einen lebenden llhü, ein ausgestopfter tut's auch. Allerdings wird man finden, daß nach einigem Beobachten dre älteren
Krähen und Raubvögel sich zurückhalten und den Jäger mit Verachtung strafen werden. Die jüngeren Tiere hingegen laßen sich in ihrem Eifer nicht störem und wenn der Bestand an Krähen groß genug ist, so knallt es recht lustig aus der Hütte.
Bei einem ausgestopften Uhu empfiehlt es sich, wieder auf die alte Methode zurückzugreifen und den Vogel auf dem Hüttendach zu befestigen, indem man eine Vorrichtung anbringt, daß man ihn auf und ab bewegen kann. Die Stellung des Uhus soll so sein, daß der abwärts gerichtete
„Die Neue"
Es ist morgens fo gegen sechs Uhr. Der Förster stößt dre Laden auf und strahlt über das ganze Gesicht — eine „Neue" liegt j^int mernd auf den Hof ausgebrei- tet.Eine schmale Spur, die zum
Grenze wechseln
Von Tyra» gefolgt, tat der Färtter noch vor 7 Uhr im Revier. u^ mellte ihr
Stall führt, sagt ihm, daß es noch Standrevier bei ihm haben. Es vor 5 Uhr geschneit haben muß, und bleibt nicht in jedem Jahr dasselbe, das ist gerade die richtige Zeit. Hier, diese vertraute Fährt«
tiefer, und die Fortbewegung kostet gar nichts! Habt ihr euch aber schon einmal überlegt, daß die Bemannung eines Segelschiffes im Verhältnis zu den großen Dampfern viel größer ist? Daß die Ausrüstung und Erhaltung so eines Seglers ungleich teurer ist als die eines Dampfers? Und was geschieht, wenn der Wind einmal zu blasen aufhört? Zwar besitzen alle größeren Segelschiffe Motors, aber auch sie kosten, wenn sie nur einigermaßen kräftig sind, bedeutendes Geld.
Deutschland hat als eines der wenigen Länder noch große Segelschiffe, ja wohl die größten überhaupt. in Betrieb. So besitzt der Fünfmaster „Karl Finnen^ ein Tragvermögen von 3400 Tonnen und eine Gesamtsegelfläche von 1837 Quadratmetern und einen
mögen.
Früher kamen die großen Segelschiffe besonders für den Transport von Chilesalpeter nach Europa in Betracht, aber jetzt werden sie auch hier von den großen Dampfern verdrängt. Mitunter gehen auch noch große Segelschiffe, mit Getreide beladen, von Australien um das Kap Horn nach Europa, was bei einigermaßen günstigen Wetterverhält- niffen nicht einmal sehr lange dauert. Eines der großen deutschen Segelschiffe hat diese gewaltige Entfernung von ungefähr
von neuem Angriffe macht.
Nie besuche man öfter als höchstens zweimal wöchentlich die Hütte. Nur wenn die Raubvögel zahlreich ziehen, wenn fremde Gäste durch das Revier kommen, dann setze man sich häufiger an.
Schnell wird Anziehen und Frühstück beendet, gefolgt von Tyras, ist der Förster noch vor sieben im Revier. Nun gilt es einen Ueber- blick zu bekommen über den Wild- bestand, aus den Fährten feststellen, wo Reh y Z# und Bock, Hirsch LU und Tier, Hasen, Hühner, Reinecke nicht zu vergeßen, sich heimlich machen. — „Der weiße Leithund" soll diesmal nicht zur Jagd führen, die Fährten sollen kein Todesmal sein — es soll nur Sorge getragen werden für die Schützlinge des , Försters. Er muß wißen, wo sie sich nach der Brunst
hingezogen haben, ^/ muß wißen, wie- viele es noch sind, welche über die
25 000 Kilometern in 96 Tagen zurückgelegt, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von sieben Seemeilen (etwa 13 Kilometer) bedeutet.
Natürlich ist eine solche Fahrt, die mehr als drei Monate dauert, sehr kostspielig. Wenn diese Segelschiffe auch die bedeutenden Kanalgelder sparen, so müßen doch wieder die teuere Ausrüstung und die höheren Löhne gegenübergestellt werden. Deshalb ist man in seemännischen Kreisen der Ansicht, daß allein nur noch die Segelküstenschiffahrt lohnend sein kann, während das große Segelschiff, mit zahlreichen modernen Hilfsmaschinen ausgerüstet, nur noch für die Ausbildung guter Seeleute von Wert ist.
Grimbarts zeigt den Weg zu seinem Bau; drüben, jenseits der Schonung hat er sich zum Winter heimisch gemacht. Aus seinem alten Bau hat ihn die „Kultur" vertrieben. Er ist nicht weit gewandert, wie er überhaupt allen Anstrengungen abhold ist. Noch schläft er nicht fest, er geht einmal an die Luft und freut sich danach eines frischen Trunks. Diese kleinen Eindrücke mit den langen Krällchen hinterließ das Eich- MrnHen. .Dort, an der Buche enden sie. Wenn man es nicht an der Fährte sähe, daß es hier aufgebaumt ist, so verrieten es die umhergestreuten Eckernschalen. Ein frischer Wind raschelt in den krausen, dürren Blättern dort oben und um den Stamm lugen zwei funkelnde kleine Seher. Keine Angst — es soll dir heute nichts geschehen, du Eierräuber. .
Hier am Waldesrand hat hungriges Schwarzwild den Boden gebrochen in der Hoffnung, noch einige vergeßene Kartoffeln zu finden. Jetzt find die Schwarzröcke verschwunden — dort zeigt die Fährte nach dem Moor hinüber. In dem Gestrüpp sind sie eingefahren. Es muß ein recht ansehnliches Rudel gewesen sein. Die Frischlinge sind in diesem Jahr auch nicht beunruhigt worden. Der Bestand ist mehr als zufriedenstellend — das gibt eine gute Weihnachtsjagd.
Hilfe gegen Kreuzotierbiffe
Genug Gegenden im Deutschen Reich beherbergen noch in Brüchen, Mooren und Oedländern die giftige Kreuzotter. Der Jäger, dessen Beine durch hohe Stiefel geschützt sind, hat wenig zu fürchten, doch muß er ein Auge auf seinen Hund haben, damit er bei einem unglücklichen Zusammentreffen helfend zuspringen kann. Ein Schnitt in die Wunde, die sofortiges Ausbluten ermöglicht, sei das erste. Alsdann streue man in die Wunde feines pulverisiertes hypermangansaures Kali und spritze mit einer Injektionsspritze eine hellrote Lösung dieses Mittels in die Haut, rund um den Biß. Ruhe, Wärme und Gaben von lauer Milch werden in wenigen Stunden die Folgen des Giftes aufheben.
Wenn auch für jetzt keine Gefahr von Schlangenbißen besteht, so merke man sich dies einfache Mittel für später.