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25. November

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1931

Steile Stampfe in der Mandschurei

Eine neue Schlacht südwestlich von Mukden im Gange

Äiwyt AvNAhHUoni-

Der Präsident des Landwirtschastsrates, Bran­des, der sich bekanntlich mit den anderen laNdwirt- jchaftlichen Mitgliedern des Wirtschaftsbeirates von dessen Beratungen zurückgezogen hatte, wurde gestern vom Reichspräsidenten empfangen. Man nimmt an, daß in dieser Unterredung die bestehen­den Meinungsverschiedenheiten beigelegt wurden.

*

Der Reichsernährungsminister hat dem Kabinett einen Entwurf für Fleischverbilligung für Arbeits­lose vorgelegt. Ferner hat der Minister in der Brot- preisfrage darauf hingewiesen, daß Maßnahmen in Aussicht genommen worden seien, die im Rahmen der Preissenkung erreicht werden sollen.

*

Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volks- partei setzte am Dienstag in mehrstündiger Sitzung ihre Arbeitstagung, die der Erörterung der ver­schiedensten finanz'- und wirtschaftspolitischen Fra­gen gilt, fort. Die Besprechungen werden Mittwoch weitergefuhrt werden. *

Nachdem die Sozialistische Arbeiterpartei dazu übergegangen ist, eine eigene Schutzorganisation aufzubauen, stellte sich der Bundesrat des Reichs­banners auf den Standpunkt, daß die Mitgliedschaft in der S. A. P. mit der Mitgliedschaft im Reichs­banner nicht vereinbar ist.

Der Preußische Landtag erörterte gestern das ( Ergebnis der Untersuchungsausschüsse _ über den

an die LanWünd-' .....

in

Offensive gegen Mukden?

Tokio, 24. Nov. Die hier verlautet. greift hier eine fliegende chinesische Kolonne der Gegend von Hsimintun mehrere japanische Abteilungen an, von denen eine zwölf

Mann Tote und Verwundete verloren haben soll. Zwischen der südmandschurischen Eisenbahnlinie und Taitzeho brachten japanische Flieger und Artillerie einer aus chinesischen Räubern und früheren Soldaten bestehenden Truppe schwere Verluste bei und schlugen sie in die Flucht.

In japanischen Kreisen fragt man sich, ob die Tätigkeit auf chinesischer Seite nicht das Vorspiel zu einer allgemeinen Offensive gegen Mukden ist. Eine kürzlich in Mukden einge- trbffene gemischte japanische Brigade hat den Befehl erhalten, sich bereitzuhalten.

Mukden, 24. Nov. Eine neue Schlacht zmi-l schen den spanischen und chinesischen Truppen ist im Gange. Der Kampf findet nur 25 Meilen süd­westlich von Mukden statt. Die japanischen Ver- stärkungen werden m aller Eile mit Kraftwagen nach dem Schauplatz gebracht. Im Augenblick des Berichtes ist der Kampf noch im Gange, obwohl die japanischen Behörden seit 14 Uhr ohne offizielle Berichte sind. Die offiziöse japanische Version be­sagt, daß eine Kompagnie Infanterie und eine Kompagnie Pioniere, die den japanischen Stütz­punkt an der PeipingMukden-Eisenbahn bei Chu- Liu-Ho, den äußersten Stützpunkt westlich der Linie, darstellt, sich heute früh aus dem Marsch be*

London, 25. Nov. Der französische Korrespon­dent desDaily Telegraph" meldet aus Paris, der japanische Botschafter sei gestern abend am Quai d'Orsay erschienen, um im Auftrag seiner Regie­rung die Aufmerksamkeit des Völkerbundsrates auf die Zusammenziehung chinesischer Truppen nördlich der großen Mauer zu lenken und ihre Zurückziehung zu fordern.

Dev Rat kämpft um die

Paris. 24. vormittag sich Chinesen und

Resalusron

Nov. Der Völkerbundsmt hat heute zu einer Besprechung ohne die Japaner eingefunden, ist aber nach

Lavans schwevftev Kampf

Japans schwerster Kampf, das ist nicht etwa der Mandschureikrieg. Das ist vielmehr die Bekämpfung der Krise. Das Mandschurei- Abenteuer bildet letzten Endes nichts anderes als eine Auswirkung dieses grandiosen Kamp­fes, der recht tragische Formen annimmt. Je stärker die Krise in Japan wütet, umso kriege­rischer wird dort die Stimmung. Während der europäisch-amerikanischen Welt die Linderung der Krise auf dem Wege über eine Ausbrei­tung nach außen, also auf dem Wege über Eroberung neuer Kolonien nicht ermöglicht ist, glaubt Japan, diesen Weg beschreiten zu kön­nen. Daher die gewaltsame Expansion auf dem Festland. Daß die Umwandlung des Halbkoloniallandes Mandschurei in ein ja­panisches Kolonialgebiet zu gefährlichsten in­ternationalen Verwicklungen führen muß, will man in Japan übersehen.

Der Aufstieg Japans im Laufe der letzten zwei Generationen kann beispiellos genannt werden. Die Umwandlung eines alt-feudalen Landes in das Land der modernsten Pro­duktionstechnik vollzog sich mit bewunderns­werter Schnelligkeit. Der Krieg, der den Han­ächte üst ernen Osten

begehrenFreiheitsgesetz". Die Abstimmungen er­folgen am Freitag.

* Der wirtschaftspärteiliche preußische Landtags­abgeordnete Ladendorff hat sämtliche Aemter der Partei niedergelegt.

einer 34 Stunde wiede inanü

ericht fort, haben das

paner, so führt der

Feuer sofort erwidert. Es ist nicht bekannt, ob es sich bei den Chinesen um reguläre Truppen oder

Professor Bier wurde bei der Feier seines Geburtstages die Adlerplakette überreicht.

70.

um Banditen handelt. Mann beziffert. Eine sanierte wurde sofort Kampfplatz entsandt.

Ihre Anzahl wirb auf 1500 Kompagnie japanischer Jn- von Mukden nach dem Chinesische Truppen in

die auf ge-

In der ersten Hälfte des November ist Zahl der Arbeitslosen um rund 220 000 4 844 000 gegenüber 4 620 000 Ende Oktober _ stiegen. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger hat um 63 000, die der Bezieher der Krisenfürsorge

um 30 000 zugenommen. *

Das Schöffengericht in Stade verurteilte gestern 21 Personen, die Ende Oktober d. J. von einer Ver­sammlung in Bliedersdorf kommend National- sozialisten überfallen hatten, zu Gefängnisstrafen von zwei bis neun Monatem

Nach einem imJournal offioiel" veröffentlich­ten Dekret, ist in Frankreich der Prozentsatz des für die Herstellung von Brotmehl bestimmten einhei­mischen Getreides von 90 auf 95 Prozent erhöht worden. *

Sn Fortsetzung seiner Besprechungen mit den Vertretern auf der indischen Rundtisch-Konserenz empfing gestern der Premierminister Gandhi im St. James-Palast. Lord Sankey und her Staats­sekretär für Indien, Sir Samuel Hoare, nahmen an den Beratungen teil. Die Konferenz selbst be­faßte sich gestern erneut mit der Frage kommer­zieller Diskriminierung sowie der Finanzfrage.

Etwa 500 Arbeitslose veranstalteten am Diens­tag abend im Londoner Stadtviertel Sankt Pan Craz eine Kundgebung vor dem Büro der öffent­lichen Fürsorge. Da die Forderung der Demon­stranten, durch eine Abordnung ihre Wunsche vor­tragen zu lassen, abschlägig beschieden Erde, be­gonnen sie mit Steinen zu werfen. Die Polizei zerstreute die Ruhestörer.

Die spanische Regierung hat beschlossen, die am 28 Oktober angekündigte Verkürzung der Zahl der Beamten um 50 Prozent angesichts der mzwljchen laut gewordenen Proteste vorläufig nicht durchzu­führen. Die Entscheidung wird nunmehr gelegent­lich der Beratung des Haushaltes für 1932 fallen.

Aus bisher nicht aufgeklärten Gründen fand auf dem Schwarzen Meer ein ernster Zusammen­stoss zwischen rumänischen und fowsetrujstlchen Fischerflottillen statt. Nach den bisher eingetvoffe- nen Nachrichten scheint der Zusammenstoß, der «uf stürmischer See erfolgte, zu einE Kampf geführt zu haben, der mit Handwaffen, Rudern und Haken erbittert Äurchgeführt worden sei. Auf beiden Zei­ten sollen mehrere Boote zum Kentern gebracht worden sein. Ob Menschenleben zu bâgen sind, konnte noch nicht festgestellt werde». Doch wird ge­meldet daß drei rumänische Fischer gefangen ge­nommen und nach Sowjetkußland geschleppt wor­den seien.

*1 Räber« stehe im politischen Teil.

Stärke von 400 Mann sind, einem Bericht des ja­panischen Hauptquartiers zufolge, von Hsimin- tun an der PeingMukden-Eisenbahn nach Hao- taischan auf die Nachricht vom Kampf hin aus- gerückt. Das Gebiet zwischen Hsimintun und Chuliuho war bisher alskeines Mannes Ge­biet" betrachtet worden. Bon japanischer Seite wird betont, daß die japanische Aktion rein örtlicher Art ist und daß es nicht beabsichtigt ist, Dschmtschau zu erobern. Die Japaner erklären ferner, daß das Gebiet stets von Banditen heimgejucht würde, die sich kürzlich mit Soldaten zusammengeschlossen hät» ten und das Land raubend und plündernd durch­zögen und so auch die südmandschurische Eisenbahn bedrohten. Die Japaner beabsichtigen, die Banditen aus dem Gebiet zu vertreiben.

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such u n g s kommission des Völkerbun- Ä e s, aufnimmt, hat bis jetzt noch keine Form gefunden. Sie unterlag gestern der japanischen und chinesischen Prüfung. Die Schwierigkeiten kommen von der chinesischen Seite her, die alles aufbietet, es möchte mit der Kommission nicht ein Vorwand geschaffen werden, der den sofortigen Beginn der Räumung durch die japanischen Truppen verhin­dert. Herr Dr. Sze hat, was er in der öffentlichen Sitzung am Samstag erklärte, noch einmal in einem Memorandum niedërgelegt:Ich kann mich auf eine Untersuchung des Vorschlages nicht einlassen, so lange die Grundlage unserer Ansicht nicht akzep­tiert ist (nämlich die Enquete müsse begleitet wer­den von Maßnahmen, die eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und den Rückzug der japanischen Truppen garantieren)." Infolgedessen liëgt eine offizielle Erklärung der chinesischen Regierung zu der Resolution noch nicht vor Von der japanischen Regie­rung wird der Resokutionsentwurf mit Ausnahme eines Punktes als annehmbar angesehen. Der strittige Punkt ist die Frage der Verpflichtung Japans und Chinas, die Feindseligkeiten einzustellen. Hierzu wird erklärt, Japan könne dies nicht eher annehmen, als die chinesischen Truppenzusammenziehungen bei Tschintschau aufgehoben seien.

41m die neue Notverordnung

Das Kabinett berat

Notverordnung Ende nächster Woche

Berlin, 24. Nov. Das Reichskabinettist heute vormittag 11 Ahr zusammengetrelen. Damit beginnt eine längere Beratung der Ergebnisse der Verhandlungen des Dirtschafts- beirates, die nunmehr vom Reichskabinett in praktische Maßnahmen umgewertet werden sollen.

Die Kabinettsberatüngen, die heute vormittag be­gannen, sind im Laufe des Nachmittags fortgeftihrt worden. Sie hatten zunächst den Zweck, die Prob­leme und die Aufgabengebiete für die einzelnen Ressorts abzugrenzen, damit diese an die praktische Arbeit gehen können, um die Entwürfe auszuarbei­ten, für die die Leitsätze des Wirtschaftsdeirats die grundsätzlichen Unterlagen geliefert haben. Es ist nun also damit zu rechnen, daß die nächsten zehn Tage eine Fülle von Beratungen in den Ministerien, Chefbesprechungen, Ministerbesprechungen und Kabi- nettsitzungen, bringen werden. Aus dieser Aufgaben­verteilung ergibt sich schön, daß die kommende Not­verordnung eine ganze Reihe von Einzelvorlagen enthalten, also auch wieder recht umfangreich sein wird. In unterrichteten Kreisen rechnet man damit, daß das Kabinett trotz der außerordentlich starken Arbeitsansprüche, die diese Aufgabe an alle Beteilig­ten stellt, vor dem Beginn der Baseler Verhand­lungen, also etwa am 5. oder 6. Dezember, fertig werden wird.

erster Linie die durch die Thesen der Reichsregierung über die Gestaltung des Tarifrechts und den Lohn­abbau sich ergebenden Gefahren für die Lebenshal­tung der Massen des Volkes erörtert. Einmütig ge­billigt wurde die entschiedene Warnung des Vor­sitzenden der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, Dr. Breitscheid, mit der die letzte Besprechung mit der Reichsregierung eingeleitet wurde. Eine Aus­höhlung des Tarifrechts und eine weitere Senkung des Reallohns verschärfe die innerpolitischen Span­nungen, führe zu weiterer wirtschaftlicher Drosselung und Arbeitslosigkeit und rufe größte Gefahren her­vor. Entsprechend dem Beschluß des Reichstages 16. Oktober seien alle Pläne auf Aushöhlung Tarifrechts abzulehnen und die Angriffe auf die abdingbarkeit des Tarifvertrags abzuwehren.

sozialdemokratische Reichstagsfraktion tritt Dienstag, den 1. Dezember, zusammen.

vom des Un- Die am

Giummettven!

Berlin, 24. Nob. Der Vorstand der sozialdemo­kratischen Reichstagsfraktion nahm am Dienstag den Bericht über die Verhandlungen mit dem Reichs­kanzler Dr. Brüning entgegen. In der Aussprache wurden. wie von der Fraktion Mitgeteilt wird, in

Dev «Setvevkktbafisvins ist enttäuscht

Berlin, 24. Nov. Der Gesamtvorstand des frei­heitlich-nationalen Gewerkschaftsringes nahm den Bericht feines Vertreters im Wirtschaftsbeirat über den Verlauf der Verhandlungen entgegen und gjab feiner Cnttäuschung über das

(Fortsetzung auf Seite 2)

den hat, hat den Ausstieg Japans erst recht beschleunigt. Umso schmerzlicher war der Rückschlag, den das Land der Ausgehenden Sonne in der Nachkriegszeit erleben mußte. Immerhin hat die japanische Wirtschaft sich bald den neuen Verhältnissen angepaßt und man konnte annehmen, daß das japanische Volk wenn nicht einer neuen Blütezeit, so doch der Zeit des Wohlstandes entgegengeht. Die Weltkrise hat diese Erwartungen auf das Schlimmste enttäuscht.

In den letzten zwei Jahren hat Japan dem Beispiel der anderen von der Krise betroffenen Länder folgen müssen. Schon im Sommer 1931 war die Produktion um 60 Prozent zu­rückgegangen. Die Hälfte der japanischen Be­triebe steht still. Der Außenhandel Japans ist 1930 gegenüber dem Vorjahr um beinahe ein Drittel zurückgegängen (Ausfuhr um 31 Proz. und, Einfuhr um 32 Proz.), um in der ersten Hälfte 1931 um ein weiteres Viertel zusam­menzuschmelzen (Export um 22 Proz., Import um 27 Proz.). Die zweite Hälfte des laufen­den Jahres hat eine weitere katastrophale Verschlimmerung gebracht. Gleichzeitig mit der Industrie ist auch die japanische Land­wirtschaft den schwersten Schlägen ausgesetzt. Die Bauern sehen sich gezwungen, zur Be­zahlung der Pacht, der Steuern und der Zin­sen bisweilen 50 Proz. ihrer Roheinnahmen abzutragen. Die Verschuldung der Bauern­schaft hat die enorme Summe von 4 Mil­liarden Yen (8 Milliarden Mark) überschrit­ten. Die ourcblchnittliche Jahreseinnahme eines Bauernhaushaltes ist in den letzten Jahren von 700 auf 125 Yen gefallen. Wäh­rend der allgemeine Preisindex in diesem Sommer um 33,8 Prozent gefallen ist, weisen die Getreidepreise eine Verminderung um 42,5 Prozent und Rohseidenpreise um 58 Proz. auf. Die Kaufkraft der japanischen Bauern­schaft ist beinahe bis auf den Nullpunkt ge­sunken. Die Jndustrieprodukte werden auf dem flachen Lande so gut wie nicht mehr ab­gesetzt. Die Rückkehr zu der Naturalwirt­schaft nimmt immer deutlichere Formen an.

Die japanische Regieuung sucht die Krise einerseits durch Wirtschaftskonzentration und anderseits durch Lohndruck zu bekämpfen. Die Wirtschaftskonzentration macht rapide Fort­schritte, führt aber zu keiner Gesundung, da sie im Zeichen des Produktionsrückgangs steht. Die staatliche Kontrolle, die im Herbst des laufenden Jahres einyeführt wurde, hat keine Erleichterungen zu bringen vermocht. Schon in der ersten Hälfte 1931 erlitten 264 Groß­unternehmungen mit dem Gesamtkapital von 188 911000 Yen einen endgültigen Zu­sammenbruch. 147 Gesellschaften reduzierten

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