Sahv-aus
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20. Kovembev
1031
Deutschland beantragt Ginbevusuns des Gonderausschnsses
Ahschlutz dev Daeifee Verhandlungen
«eben dem NSL-AnsMuS soll der Gläubiger
Ausschuß die Lieuvegelung des Stillhalte-Abkommens beraten
Ah«3» Iwytttyfow
Wie in Aussicht genommen, traten die beiden Ausschüsse des Wirtschaftsbeivates der Reichsregierung gestern vormittag und nachmittag. erneut zu Sitzungen in der Reichskanzlei zusammen. Auf Grund der in den letzten Tagen stattgehabtsn Einzelberatungen zwischen der Reichsregierung und den Ausschußmitgliedern konnten die Beratungen der beiden Ausschüsse bereits gestern abend zu Ende ge- führf werden. Eine abschließende Sitzung der beiden Ausschüsse, in der Leitsätze zum Wirtschafts- programm der Reichsregierung enbgültig festgelegt werden sollen, ist für Samstag oder Sonntag in Aussicht genommen, der alsdann eine Schlußsitzung des Wirtschaftsbeirates unter Vorsitz des Herrn Reichspräsidenten voraussichtlich am kommenden Montag folgen wird. *
In Fulda fand eine Sitzung des Vorstandes und Landesausschusses der Kurhessischen Zentrumspartei statt, der sich eine Versammlung der Vertrauensleute der Partei anschloß. Einstimmig wurde eine Entschließung angenommen, in der dem
Der deuikche Antrag geftettt
Berlin, 19. Nov. Amtlich wird mitgekeilt: Die Reichsregierung hat beschlossen, nun- mehr den Antrag auf Einberufung des im Neuen Plan vorgesehenen Sonderausschusses der internationalen Zahlungsbank zu stellen. Er wird im Laufe des Freitag der Bank für internationalen Zahlungsausgleich und den beteiligten Regierungen in Form eines Memorandums übergeben werden, das die Ursachen und den Zweck des Antrags darlegt. Der Wortlaut des Memorandums wird veröffentlicht werden, sobald es übergeben worden ist.
Gleichzeitig hat der Ausschu tz der deutschen Privatschuldner sich an die im Stillhalteabkommen beteiligten Ausschüsse der ausländischen Gläubiger gewandt und im Hinblick auf den Ablauf des Stillhalteabkommens am 29. Februar den Beginn alsbaldiger Verhandlungen über eine Neuregelung vorgeschlagen.
Zu dieser amtlichen Mifteilung erfahren wir noch, daß heute nachmittag gleichzeitige Schritte in der deutschen Botschaft in London, Paris, Rom, Washington, Tokio und Brüssel stattfindsn werden. Die beiden Aktionen zur Einberufung des Sonderausschusses der Internationalen Zahlungsbank und zur Einleitung neuer Stillhalte- verbandlunaen steilen itatu wich. auch wenn es
Präsidenten Laval, um den zweieinhalb Schreib- laschinenseiten umfassenden viel erörterten Brief zur Einberufung des Beratenden Sonderausschusses mit den letzten von Berlin aus genehmigten Aenderungen zu unterbreiten. Die Verhandlungen selbst sind über diese Vor- age zum Abschluß gekommen. Die offizielle Ab-
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schen Volkes aus den unübersehbaren inneren und äußeren Bedrängnissen ausgesprochen wird. Der Landesausschuß erwartet weiterhin. daß die Reichs- kegieruung die Führung der Außen- und Innenpolitik in' der Hand behält und nicht zuläßt, daß durch Kaalitionsexperimente der Erfolg der opfervollen Bemühungen des letzten Jahres wieder in Frage gestellt wird. *
Auf Grund verschiedener Beschwerden aus Mit- gliederkreisen hat sich der Deutsche Beamtenbund an das Reichsfinanzministerium gewandt und darauf aufmerksam gemacht, daß angesichts der starken Gehaltskürzungen für 1931 eine günstigere Teilzahlung der Bürgersteuer notwendig sei. Der Reichsminister der Finanzen hat nunmehr dem Deutschen Beamtenbund mitgeteilt, daß er seinem Wunsche entsprochen habe durch die Verordnung zur Durchführung der Bürgersteuer für 1931 oom 1. Oktober. Danach sei vorgesehen, daß die Fälligkeitstermine vermehrt und ausgedehnt werden.
Dr. Mulert erklärte, daß die Reichshilfe für die Gemeinden bereits aufgebracht sei und neue Verhandlungen notwendig wären.
* Der frühere Oberbürgermeister Böß bestreitet als Zeuge im Sklarek-Prozeß die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen.
Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, steht es setzt fest, daß Herr Franz von Mendelssohn zum Ende des Jahres feine Aemter als Präsident des Deut- ^en Industrie- und Handelstages und. der In- strie- und Handelskammer zu Berlin niederlegen wird. Die Frage der Nachfolge beim Deutschen Industrie- und Handelstag wird in der Hauptausschußsitzung am 3. Dezember, der Nachfolge bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer zu Berlin in den ersten Tagen des Monats Januar 1932 entschieden werden.
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bei dem einen Vorgang um einen amtlichen Schrift, bei dem andern um eine Maßnahme der deutschen Banken handelt, in innerem Zusammen- Hang. Es ergibt sich daraus, daß man zu einer Konsolidierung der deutschen Privatschulden an das Ausland nur kommen kann, wenn die Gefahren der politischen Verschuldung beseitigt sind, ebenso wie die Zahlungsfähigkeit oder Zahlungsunfähigkeit für politische Schulden sich aus dem Umfang der privaten deutschen Zahlungsverpflichtungen an das Ausland ergeben muß. Um diesen inneren Zusammenhang zwischen privater Verschuldung und politischer Verschuldung sind die Verhandlungen der ganzen letzten Wochen gegangen.
Der Ausweg, den man schließlich gefunden hat, läßt die Entscheidung über die Behandlung beider Ver s chu ldun gs fra ge n offen. Er stellt die Behandlung der politischen und der privaten Schulden nebeneinander, ohne daß der einen oder der anderen Verpflichtung bereits irgendwelche Vorrechte eingeräumt würden. Entsprechend diesen Bestrebungen nicht auf diplomatischem Wege die Entscheidung vorzunehmen, sondern sie den eigentlichen Konferenzverhandlungen zu ü b e r l a s s e n, ist auch das deutsche Memorandum abgefaßt. Die Ursache, der Zweck des deutschen Antrages ergebe sich, wie dabei ausgeführt sein dürste, aus der Entwicklung der letzten Monate.
Das Mitte Repavallons- mentavandnnt
Berlin, 20. Nov
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des werden.
ns an die BIZ, und an ^ie alsbald zu erwarten. Der Text von Berlin aus veröffentlicht
Heute nachmittag konnte man von der Pressetribüne der Kammer aus beobachten, wie auf der
>. Zu der Absendung des deut- f Einberufung des Sonderaus- 3. schreibt die „Voss. Ztg.": Das te zunächst einen Ueberblick über letzten Monate geben und dabei
Der Schlichter für Westfalen, hat die an dem Lahnstreit im Ruhrbergbau beteiligten Parteien zu neuen Schlichtungsoerhandlungen für Montag den 23. November nach Essen eingeladen. Ferner hat der Schlichter für Westfalen die Parteien m dem Lohnstreit in der westfälischen Textilindustrie zu Verhandlungen auf Dienstag den 24. November nach Dortmund geladen. Des weiteren hat der Schlichter für Westfalen die Partien in dem Lohn- streit für die rechtsrheinische Textilindustrie zu Verhandlungen auf heute, nach Dortmund geladen.
Das englische Unterhaus nahm mit 329 gegen 44 Stimmen das Dumping-Abwehrgesetz tn dritter Lesung an.
die Entwicklung der letzten Moi____„______ insbesondere die enge Verflechtung von Reparationen und Privatschulden Mr die deutsche Zahlungs-
„Washington Post" will aus bester Quelle erfahren haben, daß Stimson und Grandi sich dann geeinigt hätten, die Beratungen bei der Genfer Abrüstungskonferenz in vier Zonen einzuteilen, unter besonderer Berücksichtigung der Eigenheiten leder Zone. Die erste Zone soll Amerika, die zweite Westeuropa einschließlich der Kolonien, die brüte Osteuropa und die vierte Asien umfassen. Die mli- tärischen Reserven der Länder sollen nach der tatsächlichen Dienstzeit berechnet werden.
fahren haben, das.
geeinigt hätten, die Beratungen
•) Näheres stehe im politischen Teil.
fähigkeit aufzeigen.
Aus dem deutschen Antrag ergibt sich, daß man einen bestimmten Auftrag für den Sonderausschuß der Internationalen Zahlungsbank nicht festgelegt hat, sondern ihm bei seinen Beratungen freie Hand zu lassen wünscht. Das bedeutet, daß nicht ausdrücklich ein Recht des Ausschusses verlangt wird, auch das Problem der deutschen Privatverschuldung zu überprüfen, d. h. also, daß keine formale Erweiterung der Ausschußrechte von vornherein vorgesehen ist, aber diese Notwendigkeit gut Beachtung der gesamten deutschen Zahlungsbilanz ergibt sich aus dem Zusammenhang von selbst.
Die Notenbankpräsidenten werden nun zunächst, so schreibt das Blatt weiter, wie es im Poungplan vorgesehen ist, die Mitglieder des Beratenden Son- derausschusies zu ernennen haben. Von der Auswahl dieser Persönlichkeiten, über die Verabredungen bis jetzt nicht getroffen sind, wird wahrscheinlich zum guten Teil das Tempo und die weitere Entwicklung abhängen.
K^oâ bei Laval
Rücktrillsabsichlen Briands?
Paris, 19 Nov? Heute mittag begab sich der deutsche Botschafter v o n H o e s ch zu dem Minister-
Ministerbank der Finanzminister F land in diesen Brief dem früheren und Mr uns Deutsche nicht gerade in angenehmer Erinnerung stehenden Vorsitzenden der Reparationskommission, dem Abgeordneten Dubois, zeigte und sich mit diesem lebhaft darüber unterhielt, während von der Rednertribüne herab die Außereinandersetzung über die Außenpolitik und Lavals Reisen mit einer geradezu merkwürdigen Belanglosigkeit der Fragestellungen und Darlegungen weiterplätscherte. Briand war diesmal nicht erschienen. Das letztemal (vorgestern) war er während der Rede Bsrgerys singe s ch l a f e n. Die Blätter der Rechten sind angefüllt mit Spott und Karikaturen wegen dieses Vorfalls, um den Minister vor der Öffentlichkeit unmöglich zu machen. In den Wandelgängen wurde heute hartnäckig das Gerücht von Briands Rücktrittsabsichten aus Gesundheitsgründen verbreitet, und es wurde für diesen Fall bereits in Aussicht gestellt, daß Laval das Ministerium des Innern und Piètri das Finanzministerium übernehmen würde.
Der Abgeordnete Camille Planche, einer der wenigen wirklich überzeugungstreuen französischen Anhänger des Annäherungsgèdankens, der von der
bäuerlich ist, daß Planche als ein sehr einsamer Außenseiter gelten muß.
Das Ergebnis des Grandi-Beiuches Ed» semeiusames ^ommuniauâ Grandis und StimsonS
Washington, 19. Nov. Vom italienischen Außenminister Grandi und dem amerikanischen Staatssekretär Stimson wurde heute folgendes gemeinsames Kommunique veröffentlicht.
Die durch diesen Besuch gebotene Gelegenheit ist voll ausgenutzt worden für einen offenen unb herzlichen Meinungsaustausch über die vielen Probleme von Weltbedeutung, an denen die Regierungen Italiens und der Vereinigten Staaten in gleicher Weise interessiert sind. In der Erkenntnis, daß die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Stabilität und des Vertrauens innerhalb unserer beiberfeiligen Landesgrenzen ihre schließliche Vollendung nur durch weitere Herstellung der internationalen finanziellen Stabilität und durch ein Vertrauen, das soweit gehen kann, daß es alle Nationen einschließt, finden kann, haben wir versucht, die bereits zu diesem Zweck begonnenen Bemühungen fortzusetzen durch eine aufrichtige Erörterung der vielen bedeutsamen und miteinander in Zusammenhang stehenden internationalen Probleme, deren Lösung eine anerkannte Notwendigkeit geworden ist.
Das Thema der Besprechungen sind folgt wichtige Fragen gewesen: Die gegenwärtige Finanzkrisis, die Schulden zwischen den R e- gierungen, Beschränkung und Herabsetzung der Rüstungen, die Stabilisierung der internationalen Währungen und andere lebenswichtige wirtschaftliche Fragen.
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Wir glauben, daß die bereits bestehenden Verständigungen zwischen den Hauptmächten noch erweitert werden können und erweitert werden sollten und daß die allgemeine Annahme des auf Grandi zurückgehenden Vorschlages für ein Rü- stungsfeierjahr ein Fingerzeig ist der großen Gelegenheit für die Erreichung konkreter und konstruktiver Resultate, wie sie durch die bevor- tehende Konferenz zur Beschränkung der Rüstunzen geboten wird.
Es ist nicht der Zweck dieser Zusammenkunft gewesen, irgend welche Sonderabkommen zu erreichen, sondern die unformellen Besprechungen und der Meinungsaustausch haben nur dazu gedient, viele Punkte im gegenseitigen Interesse zu klären, und sie haben zu einem wohlwollenden Verständnis für unsere Probleme geführt.
Wir hegen das Vertrauen, daß die während dieses Besuches geförderten Beziehungen sich wertvoll er« weisen werden bei der Legung der Fundamente für
eine segensreiche Aktion seitens unserer beiden Regierungen.
Abschkedswovie Güms-tts an Grandi
Washington, 20. Nov. Bei dem Abschieds- Empfang des Außenministers Grandi erklärte Staatssekretär Stimson: Ich habe mich über den Besuch des Ministers Grandi sehr gefreut. Vom persönlichen Standpunkt aus ist dieser Besuch erfreulich gewesen, weil er die 1930 während der Londoner Konferenz angeknüpfte Freundschaft erneuert hat. Offiziell gesehen ist dieser Besuch aufschlußreich und nützlich gewesen. Ich habe das Empfinden, daß im Sommer dieses Jahres mein Besuch in Europa und dort die verschiedenen Begegnungen der Staatsmänner, ferner die Reise Grandis und Lavals nach den Vereinigten Staaten zu einer wertvollen persönlichen Bekanntschaft und Verständiqung unter den verantwortlichen Ministern geführt haben, wie ich sie seit langem als notwendige Voraussetzung für den Erfolg unserer Bemühungen zur Lösung internationaler Probleme befürwortet habe. Der Besuch Grandis und der freundschaftliche Ton unserer Unterredungen sollten dem amerikanischen Volke den Wunsch beider Völker nach nützlicher Wieder- aufbauarbeit zum Bewußtsein bringen. Jetzt, da Grandi und seine Gattin Washington Deriaffen, entbiete ich ihnen. unseren Dank für die Freude, die uns durch ihren Besuch bereitet wurde
TelevhougesvvStb Grandis mit Mussolini
Washington, 19. Nov. Reuter meldet: Der italienische Minister des Aeußern Grandi hatte heute mit Mussolini eine telephonische Unterredung, in der Mussolini die bisherigen Ergebnisse der Besprechungen mit Präsident Hoover als überaus zufriedenstellend bezeichnete.
Oie heutige stamme* umkavt 12 Seiten