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Nr. 266

Donuerskag, den 12. November 1931

Seite S

st dazu beiträgt, daß das Vertrauen zur Festigkeit unserer Währung und zur Sicherheit der bei den Genossenschaften eingelegten Spargelder an getastet wird. Di« Rechner sind sich dar­über klar, daß keinerlei Grund zur Beunruhigung vorhanden ist. Die Spareinlagen — das muß besonders betont werden! — sind bei den Genossenschaften fast durchweg wertbeständig angelegt, und zwar km eigenen Orte, und es ist keinerlei Grund vorhanden, an der Sicherheit der Einlagen bei den Genossenschaften zu zweifeln. Die Rechner sind sich ferner voll bewußt, welch hohen Wert eine gut geleitete Genossenschaft für eine Gemeinde hat und sind bestrebt, mit ihrer ganzen Persönlichkeit für die weitere Aufwürts- fiihrung des Genossenschaftswesens einzutreten. — Nach eingehender Diskussion über eine Reihe inter­ner, technischer Angelegenheiten konnte der Vor­sitzende die anregend verlaufene Zusammenkunft schließen.

Wetterbericht

Das sehr kräftige Tiefdruckgebiet, das die Wit­terung von ganz Europa beherrscht, füllt sich all­mählich auf. Dabei häll bei uns das veränderliche ; und noch vielfach zu Regenschauern neigende Wetter an und die Temperaturen bleiben noch verhältnis­mäßig mild. Späterhin ist aber eine kräftige Ab­kühlung zu erwarten, wobei die Niederfchlagstätig- keit etwas zurückgeht. — Vorhersage bis Donners­tag abend: Weiterhin unbeständig und vielfach Nei­gung zu Regenschauern, bei lebhaften südwestlichen Winden mild. — Witterungsaussichten für Freitag: Temperaturrückgang und Nachlassen der Schauer­niederschläge, westliche bis nordwestliche Winde.

Aus «Steinhekm und «mgeSung

= Groß-Steinheim, 11. Nov. Der Gesangverein „Harmonie" veranstaltet am Samstag, 21. Novem­ber, im Saale zum Darmstädter Hof, abends 8 Uhr, feinen diesjährigen Liederabend. Der Verein bringt in diesem Konzert eine Anzahl Volkslieder und volks­tümlicher Lieder älterer und neuerer Komponisten zum Vortrag. Der folistifche Teil wird von Herrn Jacob Jung, Mitglied des Vereins, Tenor, bestritten. Anschließend an den Liederabend findet gemütliches Beisammensein statt.

g Slein-Steinheim, 11. Nov. Konzert des kath. Kirchenchores „Cäcilia". Am vergangenen Sonn­tag hatte obengenannter Chor im Saalbau von M. Herty zu seinem diesjährigen Konzert eingeladsn. Das Programm wurde eingeleitet mit den Chören Introitus, Gloria, Credo, aus der „Deutschen

Messe" von Franz Schubert. Der Vortrag ließ er­kennen, daß der Chor an technischer Schulung und Stimmenmaterial auf der Höhe stand. Es folgten nun das „Agnus Dei" und „Schlußgesang", eben­falls aus Schuberts „Deutscher Messe" und „Die Allmacht" von Lachner. Besonders der letztgenannte Chor legte beredtes Zeugnis ab von dem feinen musikalischen Verständnis des Dirigenten und feines Chores. Während der erste Teil nur Gesänge rsli-

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Machte, um üe,

H G zahlreich erschienenen Publikum gut ausgewahlte â H deutsche Volkslieder. Hier hörten wir die Chöre * I „Soldatentod" von Kern und „Spinn, Spinn!" von I Jüngst, das feines schönen Pianos wegen besonders f gefiel. Im „Morgen" von Baumann verstand es der Chor besonders, tm 2 Teil die Tonmalerei der huschenden Elfen meisterhaft herauszuholen. Den Abschluß des Konzertes bildete „Der Jäger aus Kur­pfalz". Das frische, lebendige Vortragen gefiel dem Publikum so gut, daß er wiederholt werden mußte. Als Solist hatte der Chor Herrn Josef Peter (Bariton) gewonnen. Er brachte im ersten Teil eben­falls Schöpfungen Schuberts. In den Liedern „An die Musik" und „Der Wanderer" zeigte der beliebte Sänger, daß er es versteht, mit seiner weichen zu Herzen gehenden Stimme die Zuhörer zu begeistern. Im zweiten Teil brachte Herr Peter das „Lied an den Abendstern" aus der Oper Tannhäuser von R. Wagner und „Komm wir wandeln im Mondschein" von'Cornelius. Reicher Beifall lohnte die Mühen des Solisten. Am Flügel begleitete Herr Karl Kemmerer in gewandter, feinsinniger Weise.

Kreis Gelnhausen

, )( Gelnhausen, 11. Nov. Im Kreisorte Bir- stein im Vogelsberg wurden bei Ausschachtungsar­beiten in einem Garten Gold- und Silbermunzen aus dem Jahre 1629 — mithin dem Glaubenskriege - in der Größe eines Dreimarkstückes gefunden; das Geld lag in einer Tiefe von etwa 2 Metern. Betreits vor 20 Jahren wurden auf dem gleichen Grundstück 100 Münzen aus dem Jahre 1542 vor- ^'n”^ Somborn, 11 Nov. Familien ab end. Der katholische Jünglings- und Dungmanner-Verem hält am Sonntag im Saale von Gottfried »imon feinen Familienabend ab Neben vielen anderen Darbietungen wartet der Veranstalter auch m einem Sprechchor auf Gleichzeitig findet auch Ciegerverkündigung und Preisverteilung von den vor 14 Tagen ausgetragenen Vereinsinersterschasten auf dem Gebiete der Leichtathletik statt.

Aus Frankfurt a. Ä

Der Frankfurter Frauenmord

• Der wegen Mordverdachts in Untersuchungs­haft weilende' Schlosser Gustav Stegmann, der in der Kleinen Mainzergasse die Dirne Grei^mch er­drosselt haben soll, hat noch immer kein Geständnis abgelegt und beruft sich immer wieder darauf, er" die Uhr, die ohne Zweifel Eigentum der Er­mordeten war, von einem Unbekannten, der als Spinner bezeichnet worden sei, gekauft habe. Der Verkäufer dieser Uhr soll nach seiner Darstellung ein Mann gewesen sein, der ein etwas schiefes Ge­sicht hatte. Es sind dem Verhafteten verschieden Personen gegenübergestellt worden, doch hat in keinem Fall ergeben, daß an Stegmann verkauft wurde.

daß von ihnen eine Uhr

Lum SCO. Todestag dev Heiligen Elisabeth

Eine gotische Elisabethstatue aus dem Kaiser-Frieürich-

Museum in Berlin, ein

Meisterwerk der Holzschnitt­kunst

Am 19. November sind es 700 Jahre her, daß die heilige Elisabeth, Landgräfin von Thüringen, Äjährig starb. Ihre Gestalt lebt als Sinnbild der Mildtätigkeit und Barmherzigkeit in der Erinnerung der kirchlichen Legende ebenso wie der Volkssage fort. Die Landgräfin, eine ge­borene ungarische Königstochter, wurde übrigens bereits 4 Jahre nach ihrem 'Tode heilig ge­sprochen.

Scapa Llowr letzter ASt

12 deutsche Kriegsschiffe bleiben versenkt

Die englische Firma, die seit sieben Iah- ' ren damit beschäftigt ist, die Schiffe der bei Scapa Flow versenkten deutschen Flotte zu heben, stellt, wie gemeldet, die Arbeiten ein, weil sie unrentabel geworden sind. Ein Dutzend Schiffe, die in einer Tiefe von vier­zig Metern liegen, soll nicht gehoben werden.

Letzter Akt einer Tragödie! Das Wellengrab in der Bucht von Scapa Flow bleibt über dem letz- Klikü-ilâe â immer geschlossen. Erinnert sich die Welt noch an den Tag, an dem die sensationelle Nachricht um den Erdball flog, daß die bei den Orkney-Inseln inter­nierte deutsche Flotte den Untergang der Uöbergabe vorgezogen habe? England bebte vor Entrüstung, Es hieß, der für die Versenkung verantwortliche deutsche Admiral von Reuter solle hingerichtet wer­den. Empörung war begreiflich, denn die schwach­besetzte aber scharfbewachte Kriegsflotte war unter den Augen der Engländer auf den Grund gegangen! 500 000 Tonnen Schiffsraum in einem amtlich ge­schätzten Wert von 1,3 Milliarden Mk. gingen in kür­zester Frist in die Tiefe. Die deutschen Matrosen hatten den letzten Augenblick gewählt; die Unter­zeichnung des Versailler Vertrages stand bevor, und so lange der Friede nicht offiziell unterschrieben war, war der Führer der deutschen Flotte noch be­rechtigt, seine alte, noch nicht widerrufene, Instruk­tion auszuführen, nach.der kein unbeschädigtes Schiff in die Hände des Feindes fallen durfte.

Der Waffenstillstand, der Deutschland auf allen Gebieten schwere Sachleistungen auferlegte, sah auch die Auslieferung von sechs Panzerkreuzern, zehn Linienschiffen, acht kleinen Kreuzern, 50 Tor­pedobooten und 102 Unterseebooten vor. Diese Schiffe sollten in neutralen Häfen oder, falls solche nicht zur Verfügung ständen, in Häfen der alliierten Mächte interniert werden. Die spanische Regie­rung, an die die Allierten herangetreten waren, lehnte ab; und so erhielt die inzwischen abgerüstete Flotte die Anweisung, daß sie sich unter der Füh­rung eines deutschen Wmirals nach dem Firth of Forth zu begeben habe, wo die Abrüstung nachge- prüft werden sollte. Dann sollten die Schiffe in ihren Jnternierungshafen fahren, dessen Name noch nicht bekannt war. Der Flotte blieb nichts anderes übrig, als sich zu fügen, da die Entente sonst Helgo­land und die Flußmündungen an der Nordsee be­setzt und schließlich die Ueberführung der Flotte doch erzwungen hätte.

Am Vormittag des 19. November 1918 versam­melte der Vizeadmiral Ludwig von Reuter auf der Wilhelmshavener Schillingsreede feine Schiffe, 74 an der Zahl, und lief gegen 2 Uhr nachmittags aus/ In der Frühe des 21. nahm die Flotte Ver­bindung mit englischen Streitkräften auf. Ein eng­lischer Kreuzer setzte sich an die Spitze, die übrigen englischen Schiffe nahmen rechts und links des deut­schen Geschwaders Aufstellung. So wurde die traurige Reise fortgesetzt, während die mißtrauischen Engländer gefechtsklar gemacht hatten und die Mündungen ihrer Schiffsgeschütze auf die entwaff­neten deutschen Kriegsschiffe gerichtet blieben, und Luftschiffe und Flugzeuge zu ihren Häuptern krei­sten. Der Wind trug die Eheevs der englischen Matrosen zu den verzweifelten und niedergeschla­genen deutschen Seeleuten herüber. Am Nachmittag

Aus «ab und See«

50 Jahre Schlüchterner Kreissparkasse

— s Schlüchtern, 11. Nov. Die KreissparSasse Schlüchtern steht gegenwärtig in ihrem 49. Ge­schäftsjahr und kann am 1. Dezember d. I. aus ihr SOjähriges Bestehen zurückblicken. Angesichts der

Das Grabmal der Heiligen Elisabeth in der Elisabeth-Kirche in Marburg

war der Firth of Forth erreicht, die Schiffe wurden verankert und am nächsten Tag gründlich auf ihre Entwaffnung untersucht, wobei sogar die Kohlen umgeschaufelt wurden. Aber die englische Kom­mission fand nichts, und so wurde dem deutschen Admiral mitgeteilt, daß seine Schiffe in der Bucht von Scapa Flow, inmitten der sieben Inseln der Orkney-Gruppe interniert werden werde. _ Der Protest gegen diesen Bruch des Waffenstillstands- «to Meb .«Mlich -Mtzlas.

Schwere Zecken begannen nun für die dsmfchen Matrosen. Persönlichen Verkehr von Schiff zu Schiff durften sie nicht unterhalten. Die trostlose Umgebung — Felsen, Steine, Berge ohne Baum und Strauch — drückte mit der Unwirtlichkeit der Jahreszeck auf die Stimmung. An Land durfte niemand gehen; es gab keine Bewegungsfreiheit als die paar Schritte auf dem kleinen Deck. Nur der Admiral durfte während einiger Stunden am Tage seine Schiffe besichtigen; vorher mußte er je­doch stets die Engländer um Erlaubnis fragen. Die Mannschaften auf den Torpedobooten hatten es be­sonders schwer; ihre Fahrzeuge waren unter­einander festgemacht, und bei dem meist herrschen­den hohen Seegang schlugen sie stark gegeneinan­der. Durch das Getöse und die dauernden Erschütte­rungen kam die Besatzung fast kaum mehr zum Schlaf. Auf allen aber lastete das Heimweh, und manche entgingen nur dadurch dem seelischen Zu­sammenbruch, daß sie sich Straftaten zuschulden kommen ließen, um nur nach der Heimat abge­schoben zu werden. Der Admiral verminderte seine Besatzung der Schiffe auf das denkbar geringste Maß; er hatte es nicht leicht, Disziplin zu halten, die- doch so notwendig war, wollte man die Be­setzung der Schiffe durch die Engländer vermeiden. Die Bewachung wurde im Laufe der Monate immer schärfer, die Post' unterlag scharfer Zensur uNd daher größter Verspätung; mtn nahm den Schiffen nicht nur die funkentelegraphischen Sendeapparate, sondern auch die Empfangsgeräte.

Als am 8. Mai die Friedensbed'mgunaen über­reicht wurden, spannte sich die Lage bis zum Zer­reißen. Admiral von Reuter vermutete — wie man heute weiß mit Recht — daß die Engländer im Fall einer Ablehnung die Schiffe überraschend be­setzen würden. Dies schien ihm unvereinbar mit seiner Instruktion. Nun wurden alle Vorbereitun­gen getroffen, der Mannschaftsstand wurde noch ein­mal verringert, so daß schließlich ein LinienscbiE nur noch 50 Mann hatte. Dann ließ Reuter den Versenkungsbefehl durch englische Postfahrzeuge an die Kommandanten seiner Schiffe ausfahren. Die Deckworte für den sofortigen Beginn der Versen­kung lauteten: „Paragraph 11 bestätigen". Wenige Tage später trat dieser Fall ein. Am 21. Juni gab Admiral von Reuter das Signal zur Versenkung. Das erste Schiff sank kurz nach Mittag, das letzte um 4.30 Uhr. Die Besatzungen wurden von den Engländern in Gewahrsam genommen; einige Ret­tungsboote beschossen, wobei mehrere Deutsche ge­tötet wurden. Alle Schlachtschiffe mit Ausnahme der „Boden" wurden ein Raub der Wellen. Man er­klärte die Hebung der Schiffe in den engen und un­zugänglichen Gewässern für unmöglich. Dennoch gelang es in den sieben Jahren, eine große An­zahl von Schiffen zu bergen.

außerordentlich ernsten gegenwärtigen Lage wird von einer besonderen Feier abgesehen.

Erst drei Jahre Zuchthaus, dann Freispruch

— Wiesbaden, 11. Nov. Das Erweiterte Schöf­fengericht Wiesbaden verurteilte vor einiger Zeit den 37jährigen Polsterer Wilhelm Acker aus Bieb­rich wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an

Pflegebefohlenen zu drei Jahren Zuchthau» und fünf Jahren Ehrverlust. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Der Fall stand gestern zur nochmaligen Verhandlung vor der Großen.Strafkammer. Hier bestritt Acker ganz ent­schieden,' sich vergangen zu haben. Seine Frau wolle ihn nur „sicherstellen", um in den Besitz seiner Kriegsrente zu gelangen und dann während seiner Strafverbüßung in Kameradschaftsehe leben zu können. Eine größere Anzahl Zeugen waren aufgeboten, um über die Wahrheitsliebe der Frau Acker und Leren sonstiges Dun und Treiben Auf­schluß zu geben. Die Strafkammer konnte nach den Bekundungen dieser Zeugen die Feststellungen, die der Vorderrichter über die Vorgänge getroffen hatte, nicht bestätigt finden. Sie sprach dem An­trag des Staatsanwalts entsprechend den Angsklag- ten, der schon monatelang in Untersuchungshaft sitzt, von Strafe und Kosten frei. Der Haftbefehl wurde aufgehoben und der Angeklagte sofort auf freien Fuß gesetzt.

Weibliche Leiche auf den Schienen

— Laufach (Spessart), 11. Nov. Heute früh wurde zwischen Heigenbrücken und Laufach die Leiche einer von einem Zuge überfahrenen weib­lichen Person aus Laufach aufgefunden. Es wird Selbstmord vermutet.

Zum Mord im Odenwald. — Drei Zeuge» werden gesucht

— Darmstadt, 11. Nov. In der Clsbacher Mord­sache werden nun drei Handwerksburschen als wich­tige Zeugen gesucht. Es handelt sich um den Maurer Hans Steinbach aus Bensheim, den Arbeiter Erich Liefe aus Leopoldshall und den Schuhmacher Joseph David aus München. Die Handwerksburschen wer­den wie folgt beschrieben: 1. Etwa 1,65 Meter groß, mittlere Statur, langes, welliges, dichtes, nach hin­ten zurückgekämmtes Haar, bräunliche Jacke, dunkle Hose, hellgraues dunkles Halstuch, ohne Kragen und Krawatte, graue Wollstrümpfe, vollständig zerrissene braune Halbschuhe, geht ohne Kopfbedeckung und trug dunklen breiten Stoff- oder Gummigürtel. 2 1,65 Meter groß, schmächtig, braunes Haar, dunkelgrüne Jacke, lange dunkle Hose, braune zer­rissene Halbschuhe ohne Strümpfe. 3. 1,75 bis 1,80 Meter groß, kräftig, frisches Gesicht, dunkelblau« Jacke, fast neue schwarze Hose mit weißen Streifen, gute Schuhe, blaue Schiffermütze mit schmutzig-wei­ßem Streifband. Ueber den Verleib der Schuhe des Ermordeten ist ebenfalls noch nichts bekannt. Es handelt sich um schwarze rindslederne Arbeitsschuhe Größe 40, fast neu, hinten ohne Naht, genagelt mit Hufeisen und Stoßklappen. Wer über den Verbleib der Handwerksburfchen oder über die Schuhe irgend­welche Angaben machen kann, wolle dies der näch­sten Polizeistation oder dem LanLeskriminalpolizei- amt Darmstadt, Telephon 3358, mitteilen.

Auf der Mokorradfahrk tödlich verunglückt

— Gießen, 11. Nov. Als gestern nachmittag der Schuhmachermerster Pauly von hier auf seinem Motorrad, dessen Soziussitz die 25 Jahre alte Toch­ter Paulys inne hatte, ih den Stadtbereich einfah­ren wollte, streifte er beim Ausweichen vor einem städtischen Müllauto einen Straßenbaum, wodurch die Maschine ins Schleudern geriet und von einem Kotflügel des Müllautos erfaßt wurde. Vater und Tochter stürzten von^dem Motorrad, wobei der Vater mit leichteren Verletzungen davonkam, wäh­rend die Tochter so schwer verletzt wurde, daß sie einige Stunden nach ihrer Einlieferung in die Kli­nik verstarb.

Ein Mainzer Schiffer in Karlsruhe tödlich ver­unglückt

— Mainz, 11. Nov. Der verheiratete 40 Jahre alte Schiffsführer Johann Kilian aus Mainz wollte heute nachmittag in Karlsruhe in angetrun­kenem Zustande ein schwer beladenes Pferdefuhr­werk zum Halten bringen. Er fiel den Pferden in die Zügel, sodaß die Tiere scheuten und durchgin­gen. Kilian geriet mit dem Kopse unter die Räder und erlitt so schwere Verletzungen, daß er auf dem Transport nach dem Krankenhaus verstarb.

Schulbuben-Romantik

— Heistenbach (Unterlahn), 11. Nov. Ein Meisterwerk haben die hiesigen Schulbuben zuwege gebracht. Seit einiger Zeit zogen sie Tag für Tag in den Wald und schließlich wurde nun ihr Trei­ben dort entdeckt. Sie hatten zwei geräumige feste Hütten errichtet und zu diesem Zweck nicht weniger als 95 Stämmchen gefällt und übereinandergenagelt. Die Hütten waren so stark gebaut, daß sich vier erwachsene Personen darauf stellen konnten. Auf die eine der Hütten sollte noch ein zweiter Stock gebaut werden. Das Innere wies Ruhebänke und Tische auf. Die Gemeinde hat einen Schaden von über 100 Mark zu verzeichnen und will die Ellern der jugendlichen Romantiker ersatzpflichtig machen.

Die Ursache des Hauensteiner Explosionsunglücks

— Hauenstein (Bez. Pirmasens), 11. Nov. Die Untersuchung über die Ursache des schweren Explosionsunglücks im hiesigen Steinbruch, das sechs Todesopfer forderte, hat ergeben, daß das Unglück durch grobe Fahrlässigkeit (mangelhafte Absperrung

man (ich regelmäßig feine Taffe Bohnenkaffee gönnen, auch wenn gespart werden muß.

Aber KL^âb nicht ver=

geffen, damit die Bohne richtig ausgeschlossen wird und ihr gan­zes Aroma hergeben kann

DasJâSS&Sffi