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11. November

1631

Der Irrsinn der Neparationen

Thronrede und Aussprache im englischen Hinterhaus

Der Friede und die dem Frieden

aufevlegte« fina«»iellen Laste« find km Geiste der Rache geschlossen «nd beschlossen worden* Macdonald erklärt: »Dieke Art von Wirtschaft ist verrückt*

Dotfchafter o. Hoesch hatte gestern eine Unter­redung mit Außenminister Briand, in deren Verlaus außer den Fragen, mit den sich ber am 16. Novem­ber in Paris zusammentretende Völkerbundsrat zu beschäftigen haben wird, die Verhandlungen fort« gesetzt wurden, die seit der Rückkehr des fron« zöftlchen MinisterprSsDenten Laval eingeleitet wor­den sind Es wurden also die Fragen erörtert, die sich auf die Wiederausnahme der Reparationszahlun­gen nach Beendigung des Hoover-Feierjabres be­ziehen. Denn man den französischen Mattern Glauben schenken darf, wird setzt in der Hauptsache die Frage der Kompetenz des Sarfnurtänbigenaus« fchusses behandelt, der nach den Beitinnnungen des Voung-Planes erneut die Zahlungsfähigkeit Deutsch­lands zu prüfen hat.

Die engiikche Thronrede

London, 10. Koo. Der König begab sich heute oormittig in Begleitung der Königin in der goldenen Staalskutsch« von dem Buckingham-Palast nach Westminster, um bas Parlament zu eröffnen. Dies ist das erste Parlament, das nach dem Krieg durch den König eröffnet wird, bei der Eröffnung des Parlamentes nach den letzten Neuwahlen im 3nfi 1929 war der König infolge seiner Krankheit nugt FUgegen, und dj« Thronrede wurde damals von dem Lordkanzler verlesen.

Vorräte von einer Nation an die andere über­tragen werde. Diese Art von Wirtschaft ist verrückt. Sie müßte notwendigerweise mit ber Verarmung der Nation enden, die da, Gold zu bezahlen hat, müßte aber letzten Ende» auch die Nation treffen, die do, Gold erhält.

Was getan hätte werden können, und man fei schon dabei, es ja tun, fei, zunächst einmal mit den unmittelbar betroffenen Nationen in Kontakt zu treten, um Vereinbarungen zu treffen, durch die man selbst aus dieser absurden wirtschaftlichen Geistesverwirrung gelöst werden könne. Er fügte

Zu den Gerüchten über angebliche Zwangskon- nertierungspläne für deutsche Werte wird mitgete.lt, daß niemals von irgendwelcher Seite auch nur er« mögen worden ist, Aulandsanlechen zu konvertieren. Ueber die der Regierung von privater Seite nahe «Krachten Gedanken, Inlandsanleihen zu konver- Heren, haben in der Reichsregientng keinerlei Er- Merungen ftaügsfunden.

Jn seiner Thronrede erflärte der König: Mems Bejiehungen zu den auswärtigen Mächten sind nach wie vor freunbubaftlid). Meine Regierung beabsichtigt, sich weiterhin der Förderung des Friedens und ber Verständigung zu widmen und tätigen Antest an den Arbeiten des Völker­bundes zu nehmen. Insbesondere schenkt meine Regierung den Vorbereitungen für die bevor­stehende Abrüstungskonferenz große Auf- merksamkeft und ich bin überzeugt, daß ein glück- liches Ergebnis der Konferenz großen Nutzen für die ganze Well stiften würde.

Die ernste Finanz- und Wirt, schaff slage der Delk bildet eine schwere Sorge meiner Regierung, die ihr mögliches hin wird, um mit den anderen Regie-

ßkschen Staatsministeriums beglückwünschte der preußische Mftnsterprâsideitt Dr. Braun den Mi- nister für Volkswohlfahrt Dr. Hirtstefer herzlich, her in ununterbrochener Folge zehn Jahr« hin­durch das Volkswohlfahrtsministerium verwaltet hatte. Auch der Reichskanzler hat in einem beson­deren Schreiben dem Minister Hirtsiefer seine Glückwünsche ausgesprochen.

früheren Umfanges des inlernattonalen Handels Zu finden

Die indische Konferenz am Runden Tisch setzt ihre Arbeiten fort und die Konferenz mit den Vertretern von Birma wird demnächst zu. fammentreten. Es ist mein sehnlichster Wunsch, daß die Beratungen dieser zwei Konferenzen von Erfolg gekrönt »erden. Entsprechend dem den Vertretern meiner Dominions im Jahre 1930 ge-

erenzen von

Im Reichsinnenministerium findet am 17. No­vember eine Konferenz der Innenminister der Länder statt. Eine besondere Tagesordnung ist ebenso wie bei den früheren Jnnenministertanfe- renzen nicht restgesetzt. Die Minister werden alle wichtigen und attuellen Fragen, die ihr Ressort be« treffen, erörtern.

Der Verband Berliner Metallindustrieller wird den vorgestern gefönten Schiedsspruch, ber das bis­herige Lohnabkommen für die Berliner Metall- irtbuitrie bis Mitte De^mber verlängert, abkehnen. Da der Deutsche MetallarbeiteiDsrband daraufhin Berbindlichkeitserklärung beantragen dürfte, wer- den die Rachverhandlungen in bleiern Lohnkonrlckt voraussichtlich Anfang nächster Woche stattfinden.

gebenen Versprechen werden dem Parlament Maß­nahmen zur gesetzlichen Verankerung gewisser Er­klärungen und Entschließungen der Reichskonfe­renzen von 1926 und 1930 vorgeschlagen werden. Diese Maßnahmen sollen

die Befugnisse der Parlamente der Dominion,

klären und den Geist der freien Husam- menarbeit unter den Mitgliedern des bri­tischen Gemeinwesens der Rationen fördern.

Meine Regierung hat von der kanadischen Re- gierung den Vorschlag enfgegengenommen, daß die im Jahre 1930 oertagte Dirtschaftskonferenz so« bald wie möglich nach Ottawa einberufen wer­den soll. Diese Einladung ist von meinen Ministern begrüßt worden und wird mit dem größten Wohl- wollen und dem bringenden Wumche zur Herb«,- führung einer gegenseitigen vorteilhaften Verstän­digung mit den Regierungen der Dominions ge­prüft werden.

Zu den inner politischen Fragen übergehend er­klärte der König ITC seiner Thronrede:

Die Ration hat bei den allgemeinen Wahlen die Maßnahmen vnlerstühl, die getroffen wur­den. um Ersparnisse zu erzielen und bas Bub- ^iMHMWM^'- bei der Lösung der wirtschaftlichen und finanziellen Probleme, die sich bar dem Lande erhoben. Die Nation ist auch von den Ministern aufgefordert worden, ihnen Vollmacht zur Fortsetzung einer Politik zu erteilen, deren Ziel es ist, das Vertrauen auf unsere finanjleüe Stabilität auf, neue und vollkommen herzustellen und Pläne zur Sicherung einer günstigen Handels­bilanz auszuarbeiten.

Meine Minister haben jetzt ein klares positives Mandat in dieser Hinsicht erhalten. Die in Be­tracht kommenden Probleme werden bereits von der Regierung eingehend geprüft und es werden in kürzester Frist Beschlüsse gefaßt und durchae- führt werden. Jnsbs'ondere werden dem Parla­ment zu gegebener Zeit alle «forderlichen Vor­lagen unterbreitet werden.

Geistesverwirrung gel hinzu: Wir müssen

Hinzu: Wir müssen aber sehr behutsam Vorgehen, da doch der Erfolg von der Sorgfalt ber Vorberei­tungen abhängt. Macdonald kam dann auch auf den Besuch des französischen Premierministers in Amerika }u sprechen und er starte, er messe diesem Besuch größte Bedeutung bei und hoffe, er werde ein Einvernehmen zwischen Frankreich unb Deutsch­land im Gefolge haben. Dazu gehöre es aber, daß jede Nation an bi es er Verständigung teilhabe, um sie zu einer wirklichen, endgültigen zu machen.

Im weiteren Verlaufe feiner Rede erklärte Macdonald zur Frage der an,letzenden Preise der Rohsto'fe. daß diese nicht einen Heller über die wirtschaftliche Grenze hinausgehen dürften, die jur Wiederbelebung des Welthandels notwendig sei. Die Frage des Dumpings wèrde die NW erung prüfen und, W!s fie das Be»

Bas Ermittlungsverfahren der Staatsanwalt- 'chcht I in Berlin wegen der Vorgänge un -chul- che ß-Vatzenhofer-Zlon^rn r -::: nch m erster Linie gegen den ehemaligen Generchdrrektvr Katzen- edenb igen und die übrigen Mitglieder der bisyrn- oen Seneraibirehoriums. Gleichzerng wird grgru... ob der Verdacht strafbarer na-Lunaen auch gegen weitere Perionen begründet ist Das Errmrr^na-- veriahren liegt kn den Händen des Oberftaais- amoaltes Sturm und des c ia aiscnwalnchairsrats Grüneberg. e

Der Rat der Stadt Dresden hat MWJ* den

Die Aussprache im -Unterhaus

Die Opposition und Macdonald kritisieren de« Lrrsin« der rrepaeatioueu

aus um prechende Vollmachten noch vor her eihnachtsvertogung ersuchen. Zur Lage in der _ja nb (thu re i äußerte der Premierminister sich nicht, kündigte jedoch an, daß er morgen die letzten Informationen mitteilen werde. Zum Schluß sagte Macdonald, daß England eine Atempause gebrauche, um sich der neuen Lage anzupassen, der es sich seit 1913 gegenübersehe und deren Ur- fachen teils Tocheft, teils Glauben und teils Weich­heft seien. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß das Unterhaus sich wie eine Partei zusammenschließen und die Grundlage zur nationalen Stärke, zur Achtung unb zur Größe wiederhechellen werbe.

Die ^onseevaüve« m rNacdonaldö Dumpina- erklâeunseu

London, 10. Nov Die vorsichtige Bebe, die Mae- danach heute hn Unterhaus hielt, hat bei den Kon­servativen geteilte Ausnahme gefunden. 200 Konser­vativ« traten heute abend im Unterhaus zu einer Sitzung Pi sammen. In einer Ansprache betonte BaDwin die Notwendiakeft der Gopalität gegenüber Vern Einpeitscher der Partck. Die Anhänger bes SchutzMe» in her «onservattoen Partei oerfam* melirn sich in einem besonderen Baum, um die Rede des Premierministers zu besprechen. Sie schei­nen mit Macdonalds Erklärungen über die Zekanw-

bei den Stadtverordneten zur E

Der engltftbe König lchloß^^eme ^Tbronr^e mH der Forderung auf baldige Stab -'ifieruiia Pfandes. Die Äusforach« über bie r^ronreoe führte zu eitler Erfrierung bes Reparauons» Probleme.

am » Ro-ember 2710 944. was eine Ldnrswr um 15 148 gegenüber der Laemoche «ab um U3a38 seit des W- Bepteiber bebertet

London, 10. Nov. Die Aussprache über bie Thronrede wurde im Unterhaus durch ben Abge­ordneten Geoffrey Lloyd emgeieitec, ber »o- ?ort den Wunsch der engiiichen Jndusrrè« nach Schutzzöllen pm Ausdruck bradpte.

Dann folgte der Führ» der Oppofmon. der alte Lansbury Für ihn war dies vor allem die erste Seltenheit, mit dem chm gegrn- übersitzenden Macdonald unb dem nicht mehr an­wesenden Snowden abjnredwen. Er beklagte nch bitter über die Propagandamechode des nationalen Mocks und verglich den von MacdonaDmit natio­nalen Schlagworten" und unter Vorspiegelung des sofortiger, wirtschaftlichen Zusammenbruchs Eng­lands geführten Sahls ampf mit den .«tzakiwahlen im Jahre 1918, die Aoqd George mit Schlagworten wie «Hängt den Saifer! gewann, die aber seine eigene liberale Partei dezimierten. Damals habe Macdonald die Politik der Arbeiterpartei für einen anständig«» Frieden und ge­rechte Behandlung her Kriegsgegner im Wahlkampf tapfer Datreten und sei dafür im ganzen Lande entfernt worden Auch damals habe man geglaubt, die Wahl sei ein großer Sieg der nationalen Sache. Und doch wird heu« niemand, auch nicht MrcdanaD leugnen. Laß die Welt, und ix düfer Wett England nützt in die ftrrchrbare Lage gekonuneu wäre, wenn bk damals unterlegene Ps- litis der Stbeirerparrei gelegt und sich für die Fne- denÄDWererrz durchZefeFt h-Me.

lrachtungen über die 5rage, was hinsichtlich der Reparationen und Wiedergutmachung ge­schehen soüte, in diesem Sinne zu lösen, wie es van der internationalen Arbeiterbewegung gefordert wird, nämlich, jedes Andenken an den Krieg dadurch auszulöschen, daß alle Wie­dergutmachungen und Reparationen in der ganzen Welt ausgeftrichen würden? Lansbury meinte, daß ein solcher Schritt, heute getan, rasch zur Gesundung der Dell beitragen müßten bann werde die well ernten, was sie qciaf habe wie sie jetzt ernte, was sie 1919 unb 1920 geiât habe.

Lansbury erklärte weiter: Der Triebe von 1918 war ein Frieden, der dem deutschen Volke die Schuld an dem großen Kriege anfbürbefe. Die aber jedermann wußte, ist das deutsche Polk sicht mehr verantwortlich als jeder andere, was ja klar aus den jetzt erschlossenen Tagebüchern der Staatsmänner, die den Krieg

ausgesprochen wirb, daß in Èer Thronrede seine be­sonderen Maßnahmen zur Schaffung eines allge­meinen Zolltarif» erwähnt worden sind.

Aus dem Ton der Rede Macdonalds Wreßt man daß der Premierminister sich der chrmerigen Aufgabe voll bewußt ist, daß er sich jedoch durch

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und Reichsrat um eine ««d-

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Gründer und wegen der Einspruchs des R^L-rars mch: möglich petoeien, das d»2mals wen Rerwrag betroffene Ge eF in Kraft zu >G-m In dreiem Jahre hatte das Rerchs-: c:smhRf:erium einen EesrtzenWMf ousgearbettti, der dann vom ^lchs- rat Lahm geändert wurde, daß der Sad«nchèsß»n DeiEger. Abend auf 17,30 l» M*^y merben

Regierung der äeitpnnff gekommen, ihre Be-

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