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Sabvsaus

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugSpreiS: Für den halben Monat ZOt t-, für den ganzen Monat NM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 N-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 N-Pfg., im Neklameteil von 68 mm Sreite 2S N-pfg. , Osfertengebühr 50 N-Pfg.

Kv 262

Samstag de«

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder au, Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platz Vorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. ^Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956,3957,3958

S. Kovembev

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Die Arbeiten des WivtschaftSbeieates

Swel weitete Ausschüsse r Sät Seoduktiouskofteu und Preise, sowie sät Kredite und Sinsen

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* Botschafter v. Hoesch begab sich gestern nach- mUtag zum Ministerpräsidenten Laval, um auf Grund der neuen Anweisungen aus Berlin die Be­sprechungen fortzusetzen, v. Hoesch verhandelt auch mit Flandin.

Petit Paristen" weiß zu berichten, daß die gestrige Unterredung des Botschafters v. Hoesch mit Laval und Flandin die Enquete über die Zahlungs­fähigkeit Deutschlands und die Modalitäten einer solchen Enquete zum Gegenstand hatten.

Der Staatsanwalt beantragte im Helldorf­prozeß gegen diesen und Stabsleiter Ernst je 3 Jahre Gefängnis, gegen Brand 2 Jahre 6 Monate.

*

In einem Teil der Kölner Metallindustrie ruht seit gestern früh die Arbeit. Insgesamt sind 4000 Arbeiter im Streik. Die übrigen 8000 Mann strei­ken nicht, da man sich mit ihnen verständigt hat. Der Streik dreht sich vor allem um die Frage, ob Akkordlöhne noch über den Prozentsatz hinaus ge­kürzt werden können, um den der Stundenlohn bei dem letzten Schiedsspruchs gekürzt worden war.

Die Mitgliederfirmen der Vereinigten Arbeit­geberverbände der Textilindustrie von Gladbach- Rheydt und Umgebung haben gestern die Arbeits? vertrüge, die aufgrund des ab 19. Januar 1931 geltenden Lohntarifes abgeschlossen sind, gekündigt L«d mitaÄ M â ,. äxMMNS 4Lr M^i».

Vorverettungen fite das tVinterprogramm

Bettin, 6. Rov. Unser Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Brüning und unter Beteiligung des Reichsbankpräsidentea Dr. Luther befaßte sich das Reichskabinelt am Donnerstag mit der Vorbereitung der weiteren Beratungen des Wirtschaftsbeirates, nachdem die Arbeiten des zunächst allein eingesetzten Ausschusses für die Stillhalteprobleme inzwischen bereits zu Ende geführt werden konnten. Es wurde beschlossen, zwei weitere Ausschüsse zu bilden. Dem Ausschuß I für Produktionskosten und Preise wird Reichskanzler Dr. Brüning oder Reichsarbeilsminister Stegerwald, dem Ausschuß II für Kredit und Zins der Stellvertreter des Reichskanzlers, Reichsminister der Finanzen Dietrich, oder Reichswirlschaftsminisler Prof. Dr. Warmbold Vorsitzen. Sämtliche Mitglieder des Wirtschaftsbeirates sind gleich­mäßig auf diese beiden Ausschüsse verteilt worden.

Der Stillhalteausschuß wird voraus­sichtlich nicht wieder zusammentreten, da seine Auf­gabe mit der Vorbereitung der deutsch-französischen Aussprache im wesentlichen als beendet angesehen wird. Die beiden für nächsten Dienstag einbe­rufenen anderen Ausschüsse werden knapp zwei Wochen tagen. Nach Beendigung der Arbeiten die- ex beiden Ausschüsse soll noch eine formelle Ab- chlußsitzung des Wirtschaftsbeirates unter dem Vor- itz des Reichspräsidenten von Hindenburg stattfin­den. Im Anschluß daran wird das Ra'chskabinett

alle unsoliden privaten Wirtschaftsbetviebe ausge­schieden werden sollen. Ein weiterer Weg zum Wiederaufbau der. Privatwirtschaft soll durch die Umstellung der Bank- und Kreditpolitik von über­großen auf kleine und mittlere Unternehmen ge­funden werden. Ein außerordentlich wichtiger Punkt des geplanten Wirtschaftsprogramms wird die innere Stillhaltung" sein. Alle Kredite und An­leihen sollen langfristig gesichert werden, wodurch eine Senkung der Zinssätze zu erreichen sein dürfte Die Zölle auf Lebensmittel sollen der Kaufkraft der

gungs vèrhäl

t ein Angebot zur s ffës bekanntgegeben

Am morgigen Sonntag sollte im Zirkus Krone in München eine nationalsozialistische Totengedenk­feier unter Aufmarsch der SA.- und SS.-Leute in Parteiuniform stattfinden. Diese Veranstaltung ist von der Polizei verboten, worden.

In Hamborn kam es gestern im Stadtteil Ober- marxloh wiederum zu Ausschreitungen. Mehrere Trupps Jugendlicher drangen in Lebensmittelge­schäfte ein und raubten Brot und Fleischwaren. Als die Polizei einschritt, wurde sie mit Steinen beworfen. Die Polizeibeamten gaben Schreckschüsse ab. Ms die jugendlichen Demonstranten versuch­ten, in einer Straße Verkehrsverhindermsse aus Mülltonnen zu errichten, wurden sie von der Po­lizei überrascht und mußten die Hindernisse selbst wieder forträumen. *

Die gestrigen Verhandlungen im Lohnkonflikt der mitteldeutschen Metallindustrie sind ergebnislos verlaufen. Nunmehr wird der mitteldeutsche Schlich­ter eingreifen.

Der in Landau vorgestern notgelandete fran­zösische Militärflieger, Unterleutnant Brimaec, wurde durch Strafbefehl wegen Paßvergchens und wegen Verstoßes gegen die flugpolizeilichen Vor­schriften zu einer Haststrafe von acht Tagen ver­urteilt.

Kreisen erwartet man, daß die Notverordnung, die dieses Winterprogramm enthält, im letzten Drittel des Monats November, vielleicht um den 25. herum, fertiggestellt und veröffentlicht wird.

Die Grundzüge des Winterprogramms der Reichsregierung lassen sich aus den Reden des Reichskanzlers und des Reichsarbeitsministers vor dem Reichsausschutz des Zentrums entnehmen. Die Reichsregierung beabsichtigt, den privatwirtschaft- lichen Reinigüngsprozeß dadurch einzuleiten, daß

In den Ausschuß des Wirtschaftsbeirats für Preis- und Lohn fragen werden voraus­sichtlich aus den Kreisen der Gewerkschaften die Beiratsmitglieder Graßmann (Freie Gewerk­schaften), Otte (Christliche Gewerkschaften) und Rö­ßiger Gewerkschaftsring) eintreten, in den Aus­schuß für die Zins-, Währungs- und A r- beitsbeschaffumgsfragen Eggert (Freie Gewerkschaften), Hegewald (Christliche Gewerk­schaften) und Suhr (Asa-Bund). Eine Verschiebung im einzelnen ist aber nicht ausgeschlossen.

Die Vorgänge am NonnMuS IwärM DarstMusrgen Die Lapanev wsttev vorgerüM

Genf, 6. Nov. Eine japanische und eine chinesische Kote an den Völkerbundsrak, die heute abend hier veröffentlicht werden, gebenzwei verschiedene Darstellungen der Ereignisse

Wie wir erfahren, wird die französische Regie- mng mit Wirkung vom 10. November d. J. ab Kontingente für die Einfuhr von Hammelfleisch, Geflügel Tauben, Kaninchen und Eiern festsetzen, die für die Monate November und Dezember nach dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre berechnet M ,

Der französische Staatsrat hat die Wahl der Autonomisten Dr. Ricklin und Rosse zu General­ratsmitgliedern im Departement Oberrhein an­nulliert.

*

Der Iahreskongreß der stanzösischen Radikalen Partei hat auf Vorschlag des scheidenden bisherigen Vorsitzenden Daladier durch Zuruf Edouard Herriot zum Vorsitzenden gewählt. Herriot hat die Wahl angenommen.

Der Gesetzentwurf, durch den der Händel mit den wichtigsten Einfuhrartikeln, wie Getreide, Salz Zucker, Petroleum, Steinkohle, zum Staatsmonopal erklärt wird, ist gestern vom estländischen Par­lament endgültig angenommen worden.

* Japan und China geben dem Völkerbund sich widersprechende Berichte über die Kämpfe am Nonnifluß. Jedenfalls sind die Japanerweiter vorgerückt".

ovm 4. und 5. November an der Brücke über

Nach der japanischen Darstellung gemäß Informationen aus militärischer Quelle hätten die chinesischen Truppen schon in der Nacht zum 2. November japanische Truppenabteilungen beschossen. Als der japanische Konsul von Tsit- s i k a r und der japanische Major Hayaski mit einem chinesischen Parlamentär zusammenkamen, erklärte dieser, daß chinesischekseits kein Wider­stand gegen das Vorgehen der Japaner geleistet werden würde. Darauf entsandten die Japaner

Die Woche

Wie in der Vorwoche, wurde in der Presse auch in der abgelaufenen Woche die Frage einer Annäherung zwischen Hitler und Brü­ning ausgiebig erörtert. Gewiß liehen die letzten Aeußerungen der Zentrums- und Na­tionalsozialistischen Blätter den Schluß zu, daß hinsichtlich derkoalitionspolitischen Bin­dungen" zwischen Zentrum und National­sozialisten noch Schwierigkeiten bestunden, doch andererseits konnte man aus der Stellung­nahme verschiedener Zentrumsblätter, bzw. Zentrumspolitiker schließen, daß diese Schwie­rigkeiten nicht so groß seien,'daß sie nicht zu überwinden wären. Mit großer Spannung wurde deshalb der Tagung des Reichsaus- fchusfes der Zentrumspartei, bzw. der Stel­lungnahme zu diesen Koalitionsgesprächen, entgegengesehen. Vor allem erwartete man eine fest umrissene Erklärung des Reichskanz­lers. Diese Erklärung ist ausgeblieben. Der Kanzler hat in einer groß angelegten Rede alle großen Probleme der deutschen Innen­politik behandelt, doch die Koalitionsgesprächs der letzten Wochen hat er. mit keinem Wort be­rührt. Soll man daraus schließen, daß diese Frage noch nicht völlig geklärt ist, daß der Kanzler mit Absicht geschwiegen hat, um die gesponnenen Fäden m^i z zerstören? Wir neigen zu dieser Annahme, v'enn wäre zwischen ihm und Hitler alles aus, dann hätte er diese Tatsache sicher festgestellt- Nun hat zwar der Parteiführer Prälat Kaas, erklärt, daßjetzt" nicht die Zeit sei für solche Koalitionsredereien und ihm nichts bekannt sei, daß Tatsachen ein­getreten wären, die geeignet seien, die sach­lichen Voraussetzungen des kurz von den letz­ten Reichstagsverhandlungen gefaßten Be­schlusses der Zentrumsfraktion,keine Rechts­regierung zu unterstützen", zu ändern oder zu mindern, doch wenige Minuten spä­ter hat der Generalsekretär der Rhei­nischen Zentrumspartei, Ruffini, be­tont, daß dieZusammenfassung aller positiv schaffenden Kräfte, wo immer sie stehen mögen, eine unbedingte Notwendigkeit ist, um die tiefe nationale Not zu bannen . Nach die- ser Erklärung und aus demjetzt" des Prä­lat Kaas, also aus der Begrenzung nach der zeitlichen Seite hin, kann man schließen, daß noch nicht alle Brücken abgebrochen sind und daß dasPalaver" mit den Nationalsozialisten eines Tages wieder auftauchen wird.

der Reparaturarbeiten

nach Tachin zum Schutz der Reparatui an der Brücke eine Patrouille, diemit ei

remit einer gro­ßen japanischen Fahne vorweg und jeder Soldat mit einem kleinen Fähnchen in der Hand" vor­stießen. Diese Patrouille sei von Chinesen, die sich

nicht, wie verabredet, zehn Kilometer zurückgezogen hätten, angegriffen worden, wobei zehn Japa­ner gefallen seien. Die Angriffe hätten fort« gedauert und eine Abteilung, die am 5. November einenwichtigen Punkt im Osten von Tachin" besetzte. Habe zahlreiche Verluste ge­habt.

Die chinesische Darstellung behauptet dagegen, daß die Truppen des Generals Ma, des Präsidenten der Provinzialrerierung von Heilung, Kiang, sich wohl zehn Kilometer jenseits des Flusses zurückgezogen hät­ten, weil die chinesische Regierung die Verpflichtung übernommen habe, nichts zu tun, was zu einer Verschlimmerung der Situation führen könnte. Aber das einzige Ergebnis sei gewesen, daß dies

japanischen Truppen, als sie keinen Widerstand fanden, die Chinesen beschossen und eine große Anzahl töteten und verwundeten. Unter

Mussolini empflng gestern im Palazzo Venezia Außenminister Grandi, mit dem er sich längere Zeit über den bevorstehenden Besuch in Washington von Neapel aus auf

unterhielt. Grandi wird sich demConte Grande" nach Amerika begeben.

1 Nähere- stehe im volNÜiben Test

diesen Umständen sei dann den chinesischen Truppen schließlich nichts anderes übrig geblieben, als das japanische Feuer zu erwidern. Darauf hätten mehrere hundert japanische Soldaten in Begleitung von irregulären Truppen des Generals Tschang-Hai-Peng den Bahnhof Tachin besetzt und einen heftigen Angriff auf die Chinesen unter­nommen. Die chinesische Note schließt mit den Worten:Die japanischen Kräfte verstärken sich immer mehr und es ist dringend nötig, daß der

den Nonni-Fluß.

Völkerbund interveniert, um ernste Verwicklungen zu verhindern."

Die Japaner geben also durchaus zu, daß sie weiter vorgerückt sind, was für die Beurteilung der Situation durch den Völkerbund wohl der entscheidende Punkt sein dürfte. Wo zu­erst die Gewehre losgegangen sind, wird natürlich schwer zu ermitteln sein. Die Situation im allge­meinen wird hier ziemlich pessimistisch beurteilt, wenn auch die aus Washington eingetroffenen Nach­richten, daß die amerikanische Regierung sich dem Ratsbeschluß vom 24. Oktober abgeschlossen hat, die Hoffnung auf einen schließlichen Erfolg der Aktion des Völkerbundes wieder etwas belebt hat.

Lavankkche Offenste

Mukden, 6. Roo. Japanische Verstärkungen sind am Ronni-Fluß angelangt. Sofort nach Ein­treffen dieser Verstärkungen gingen die Japaner zur Offensive über und zwangen die chinesischen Trup­pen. sich in der Richtung nach Angatschi zurück­zuziehen. Allem Anschein nach haben die Japaner die Oberhand erlangt. Schätzungsweise werden die Toten bei den Chinesen mit 200 und bei den Japanern mit 130 angegeben.

Raistaouns in Nav'S

Genf, 6. Nov. Es scheint jetzt festzustehen, daß die nächste Sitzung des Völkerbunds- r at e s, die der erneuten Behandlung des chinesisch- japanischen Konfliktes gewidmet sein wird, nicht in Genf, sondern in Paris ftattfinben wird. Wie verlautet, hat der französische Außenminister Briand, der zurzeit die Geschäfte des Ratspräsi­denten führt, um die Verlegung der Sitzung nach Paris gebeten, und der Generalsekretär des Völker­bundes hat sich daraufhin mit den übrigen Mit­gliedern des Rates entsprechend in Verbindung gesetzt. Die Frage ist noch nicht endgültig entschie­den. An maßgebender Stelle im Völkerbundssekre-

tFortfetzung auf Seite 2)

Dre großangelegte Rede des Reichskanzlers auf der Zentrumstagung enthält Gedanken grundsätzlicher Bedeutung. So hat er er»

Don L . _ , klärt:Viele Leute meinten, als bat vom Goldstandard herunterging, nun wir die Mark gleichfalls vom Golde abhängen. Ich werde mich bis zum letzten dagegen wehren, irgendeine inflatorische Maßnahme irgendeiner Art zu treffen." Eine erneute Versicherung des Kanzlers, die man nur be­grüßen kann und die hoffentlich auch zur Be­ruhigung in unserem Volke beiträgt. Wir kön­nen und dürfen keine künstliche Markentwer­tung herbeiführen. Ein solcher Versuch müßte für Deutschland tödlich wirken. Haben wir, wenn wir die Goldbasis verlassen, die fou»

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veräne Macht, bei irgendeinem Prozentsatz der Abwertung eine neue Festigung aus eigener Kraft durchzusetzen? Niemand wird diese Fähigkeit in unserem Zustand mit Sicherheit bejahen wollen. Einen neuen Währungsver­fall aber kann das deutsche Volk weder wirt­schaftlich noch seelisch ertragen. Zudem würde eine Abwertung der Mark uns nicht die Er- eichterung bringen, wie England. Die beut» chen ausländischen Kredite sind sämtlich in ausländischer Währung, zum größten Teil in Dollar und Schweizer Franken, abgeschlossen, während England seine ausländischen Ver­pflichtungen ausschließlich in Pfunden einge­fangen ist. Die englische Abwertung des Pfundes bedeutete also für England selbst eine erhebliche Erleichterung seines Schulden-

Die heutkse Stummer umfaßt 28 Sekte«