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Dienstas de»
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3. Kovembee
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Gin deutscher Iahlungsvorschlag
Die âonsokidkevuns dev kuvrkvifüse» Schulde»
Dee dem Gespräch Laval-Hoesch
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* Botschafter v. Hoesch wird Laval einen Plan zur Tilgung der kurzfristigen Kredite unterbreiten. In zehn Jahren sollen sieben Milliarden zurückgezahlt werden.
Bremen unterhält, wie die anderen deutschen Länder, in Berlin eine Vertretung beim Reichs rat. Der Vertreter Bi
beim Reich und
______ cremens, Senator Dr. Nöbelthau, ist seit 1921 auch bremischer Gesandter bei Preußen. Nachdem Preußen die letzte feiner Gesandschaften in München aufgelöst hat, regte es im Sommer gleichzeitig an, daß auch die anderen deutschen Länder ihl-e Vertretun-g in Berlin des diplomatischen Charakters entkleiden möchten. Nachdem im Laufe des letzten Monats die meisten Länder zu dieser Anregung Stellung genommen haben, hat der bremische Senat in Uebereinstimmung mit diesen Regierungen der preußischen Regieruna miitgeteilt, daß er der Anregung nachkommen und mit Schluß des Rechnungsjahles 1931, also bis zum 31. März 1932, seine Gesandjchast bei Preußen aufgebe. Die Vertretung beim Reich und im Reichsrat wird dadurch nicht berührt.
Änleiheverziniung und Tilgung
Berlin, 2. Nov. Der Stillhalkeausschußdes Wirkschaftsbeirates Hak am Sonntag seine Verhandlungen fortgesetzt. Es wurden noch einmal das Schulden- und das Tributproblem eingehend erörtert. Botschafter von Hoesch hat an diesen Beratungen teilgenommen und ist dann am Sonntag abend nach Paris abgereist. Morgen dürfte er die angekündigte Aussprache mit dem französischen Ministerpräsidenten Laval haben. Reichsfinanzministerium und die Reichsbank find jetzt damit beschäftigt. Vorschläge für die weitere Behandlung der Schuldenfrage auszuarbeiten. Es handelt sich dabei darum, einen Plan für die Verzinsung und Tilgung der deutschen Ausländsanleihen im einzelnen aufzustellen. Botschafter v. Hoesch wird morgen Laval über die Kreditbedürfnisse Deutschlands und die Zahlungsmöglichkeiten für die Privakschulden Aufklärung geben.
Das Rüsiungsseievkahv
Berlin, 2. Nov. Die Rsichsregierung hat nachstehendes Schreiben, das vom Reichskanzler Dr. Brüning in Wahrnehmung der Geschäfte Les Reichsaußenministers gezeichnet ist, an den Generalsekretär des Völkerbundes gerichtet:
„Herr Generalsekretär! Auf Ihr Schreiben vom 2. Oktober 1931 beehre ich mich. Ihnen namens der deutschen Regierung folgendes mitzuteilèn:
In dem Bestreben jede Maßnahme zu unter- stützen, welche die Arbeiten der Abrüstungskonferenz erleichtern könnte, erklärt sich die deutsche Regierung bereit, den am 29. September 1931 von der Völker, bundsversammlung vorgeschlagenen einjährigen Rü- stungsstillstaud anznuehmen.
Sie tut dies in der Annahme, daß die Antwor»
* Die Wirtschaftspartei beteiligt sich nicht an den hessischen Landtagswwhlen. Durch Meinungsverschiedenheiten ihrer Führer gehalten, hatte sie zwei Wahlvorschlägs eingereicht, den einen zu spät
und den anderen ohne die erforderliche Zahl gül- Ogsr Nnierfchristen. . Die Auseinandersetzungen
W>rjchen den Bertre.erp der beidM .Gruppeu Oliven auch, in der DejfentlidjEeit vor dem Wahlprü- ti
Die weiter gemeldet wird, hat der Dirt- schafksbeirak einen Zahlungsplan ausgestellt, der die Rückzahlung über 10 Jahre verteilen würde und von einer Jahresrate von 700 Millionen im Zusammenhang mit einer Klassifizierung der Schulden nach Bonität und nach der Natur der Kredite ausgehl. Rechnet man zu diesen 700 Millionen, die wir dann jedes Jahr pünktlich zu leisten hätten, noch die Verzinsung der langfristigen Kredite. so kommt man aus eine Devisenbelastung von jährlich rund 2^ Milliarden allein für die Privat- schulden.
MNgsausfchuß ihre Fortsetzung, ohne daß dadurch etwas an der Selbstcmss Haltung der Wivtschast-- ■ Partei geändert worden wäre.
Der Ortsverein Ratingen (Rheinlands der Sozialdemokratischen Partei und die Mitglieder der Stadtratsfraktion der SPD. erklärten ihren Ueber« tritt zur neugegründeten Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP). Damit ist die SPD. im Stadtrat nicht mehr vertreten. Partei- und Fraktionsvorstand sind in derselben Zusammenstellung geblieben, wie in der alten Partei.
:en, ob es glaubt, unseren Export soweit ausdehnen zu können, daß über Liese 2% Milliarden hinaus noch Möglichkeiten zur Zahlung irgendwelcher politischen Schulden bleiben — eine Frage, die Herr Laval eigentlich nicht positiv beantworten kann. Ein Blick auf die letzten Reichsbankausweise zeigt unsere enge Devisenbasis. Wir haben zwar am 15. Oktober die fälligen 15 Prozent zur Ablösung der Mark-Guthaben noch aufbringen kön-
denken der Republik, Doumer, über tHe Washingtoner Besprechungen Bericht erstattet und auch bereits mit einigen seiner Ministerkollegen Fühlung Alles weitere bleibt dem morgen vormittag zusammentretenden Ministerrat vorbehalten, der sich wahrscheinlich auch mit dem Zeitpunkt für den Wiederzusammentrilk des Parlaments beschäftigen wird, für den Laval den 12. November vorzuschlagen gedenkt. Morgen nachmittag wird Ministerpräsident Laval, wie Havas ankündigk, Botschafter v. Hoesch empfangen. Aebrigens läßt der Ministerpräsident durch die Agentur Havas die mm ‘ ‘ Blättern wiedergegedene Meldung einer Nachrichtenagentur, er wolle eine Konferenz der Gläubiger Deutschlands nach Biarritz einberufen, dementieren.
genommen.
ten der anderen Regierungen, deren Mitteilung sie entsprechend dem vom Rat am 30. September d. I. angenommenen Bericht entgsgenstcht, ebenfalls eine Zustimmung ohne wesentliche Vorbehalte enthalten.
Als Vertreter eines Landes, das bereits auf Grund vertraglicher Bindungen seine Rüstungen auf ein Minimum hat herabsetzen müssen, lege ich Wert darauf, bei dieser Gelegenheit darauf hinzu- meifen, daß die durch den einjährigen Rüstungs- sMstarch sich ergebende Begrenzung der Rüstungen
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ES mutz gehandelt werden
auf den gegenwärtigen Stand nur als vorbereitender Schritt zur Erleichterung der Verhandlungen der kommenden Abrüstungskonferenz, nicht als eine Maßnahme zur Erfüllung der hier ihr gesetzten Aufgabe angesehen werden kann. Denn diese besteht nicht in einer Sta» dilisierung des gegenwärtigen Rüstungsstandes, sie umfaßt vielmehr vor allem eine" wirksame Rüstungsverminderung bei den hochgerüsteten Staaten, die von dem Grundgedanken der Gleichberechtigung und des gleichen Rechtes auf nationale Sicherheft für alle Signatarstaaten au-gehen muß."
Jn Freiburg wurden von der politischen Polizei sechs Funktionäre der K. P. D., darunter die Stadtverordneten Engel und Treffeisen, festgenommen. Es besteht gegen sie Verdacht der Vorbereitung hochverräterischer Handlungen. Die polizeiliche Untersuchung soll belastendes Drucksachenmaterial zutage gefördert haben.
Mit Rücksicht auf die Kassenkage der Stadt Berlin kann die Zahlung des Restes der Novemberbezüge für Beamte, Festangestellte und sämtliche Versorgungsempfänger (ehemalige Beamte, Fest" Angestellte und Arbeiter sowie deren Hinterblie- bene) erst am 17. November 1931 erfolgen. Aus dem gleichen Grunde müssen die Teilbezüge der Angestellten nicht am 15., sondern am 17. Novem
ber gezahlt werden. *
Die Friedenshütte und die Baildonhütte in Kattowitz haben am vergangenen Samstag ihren Angestellten und Arbeitern die fälligen Gehälter und Löhne nicht auszahlen können. Auf der Baildon-Hütte fand gestern eine Belegschaftsversammlung statt, in der ein Vertreter der Direktion erklärte, daß augenblicklich kein Geld vorhanden sei, daß man aber alles daran setzen werde, am Montag wenigstens Vorschußzählungm leisten zu können.
nen. Die nächste Rate ist am 15. November fällig, und es ist keineswegs sicher, ob wir dafür rund 100 Millionen Devisen so glatt hergeben können und sollen. Ein Beweis jedenfalls, wie klein die deutschen Möglichkeiten sind.
Lavals Älttkurrst ht Vavls
Paris, 2. Nov. Ministerpräsident Laval ist programmäßig um 15,06 Uhr MEZ. in Paris eingetroffen. Sowohl im Bahnhofsgebäude selbst wie vor dem Bahnhof hatte sich, eine große Menschenmenge angesammelt, die den Ministerpräsidenten freundlich, jedoch ohne Begeisterung begrüßte. Da die scharfe polizeiliche Absperrung und das Gedränge auf dem Bahnsteig die ganz kurze Begrüßungszeremonie kaum beobachten ließ, werden nur vereinzelte Hochrufe laut. Unter den Anwesenden bemerkte man die Mitglieder des Kabinetts mit Ausnahme des sich noch auf seinem Landsitz befindlichen Außenministers Briand sowie einige Mitglieder des diplomatischen Korps. Vom Bahnhof aus begab sich Laval ins Innenministerium, wo eine Besprechung mit den in Paris anwesenden Ministern stattfand. Um 17 Uhr wurde Laval vom Staatspräsidenten empfangen.
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Paris, 2. Nov. Ministerpräsident Laval hak, wie bereits berichtet, heute nachmittag dem Präst-
Englische Einsicht.
London, 2 Nov. In einer Besprechung der Washingtoner Verhandlung Hoovers mit Laval weist der „E c c o n o m i st e", dessen Herausgeber der bekannte englische Wirtschaftssachverständige Layton ist, darauf hin, daß gehandelt werden müsse. Nur wenige Monte verblieben, bis das Stillhalteabkommen ab laufe, das den größten Teil von Deutschlands kurzfristigen Krediten regele. Die neuerliche deutsche Nachprüfung gebe ein Bild über die Höhe der deutschen kurzftistigen Verschuldung und bestätige die bisher verschwiegene Tatsache, daß die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Stillhalteabkommen zu Ende Februar eine Aufgabe sei, die Deutschlands Zähln n g s f ä hü gkeit bei weitem übersteige. Da ■eine einfache Bankerott-Erklärung weitreichende Rückwirkungen auf die Banken der Gläubigerländer haben würde, müsse ein neues Abkommen für dis Zukunft getroffen werden. Die heroischen Anstrengungen, die Deutschland während der Krise gemacht habe, um sein den Gläubigern gegebenes Wort zu halten, fei ein Beweis für Deutschlands Willen, an jedem durchführ-
baren Uebereinkommen mitzuarbeiten. Eine Lösung dieser Frage sei aber nur möglich, wenn ein Teil der kurzfristigen Schulden „fundiert" werde. Das aber sei völlig unmöglich, solange die Tributzahlungen nur vorübergehend eingestellt seien.
Der Kassierer der Genevaldirektion der Königs- 7 Hütte,. Dan Pollok aus Laurahütte, ist gestern unter dem Verdacht der Veruntreuung verhaftet worden. Pollok soll Wechsel in Höhe von mehr als 100 000 Zloty einkassiert und die Beträge für sich verwendet Haben.
und Laura!
An Bord des „Isle de France" sind gestern in Frankreich 202 Barren Gold im Werte von 8,5 Millionen Dollar angekommen.
Spannung zwischen Sapan und SowieteuStand
Etzlnestsch-vukttschev Geheimvevkvas?
London, 2. Nov. Aus der Mandschurei werden japanische Truppenbewegungen ge. meldet, die nach einigen Berichten möglicherweise zu einer Spannung zwischen Japan und Sowjetruhland führen werden.
♦ Reuter meldet aus Tokio: In Tschangtschun wer-
Da sich die Einwohner von Belfast geweigert Len, wie es heißt, Vorbereitungenzuein em haben, den mit Beginn der kalten Jahreszeit von Vormarsch in Richtung auf Charb-n ------------ t.xi.---w^i. ™< n o t r n f f e n. Im japanischen Außenmmrstermm
wird erklärt, diese Meldung sei unglaubwürdig. Etwa 600 japanische Soldaten sind aus Krin in Tschangtschun eingetroffen und sollen nach Taonan vorrücken. Der chinesische General Mar-
Da sich die Einwohner von Belfast geweigert
yuuCH, ucn Illit -v^y‘IIH vVl iwttvu vHy‘v-11“! ' ' 1 , E£
den Milchlieferanten geforderten höheren Preis zu . g e tröffe n. bezahlen, haben die Bauern von Ulster beschlossen, > allerdings wu
keine Milch mehr auf den Belfaster Markt zu bringen. Die Milch muß nun aus Schottlands herbeigeschafft werden. Die Transporte werden von Poli- -eimannschaften begleitet.
Das türkisch-rusiijche Freundschaftsabkommen ist anläßlich eines Besuches Vitwinosfs in Angora für fünf Jahre verlängert worden. Die Sowjets haben Ismet Pascha, den türkischen Ministerpräsidenten, zu einem Gegenbesuch in Moskau ringelnden.
•) Näheres stehe im politischen Teil.
schanfchan zieht in der Umgebung von Tsitsikar Truppen zusammen Er soll von den Sowjetbehörden Unterstützung erhalten.
Der Korrespondent des „Daily Telegraph" in Mukden meldet: Der chinesische General in Taonan, der das wohlwollende Interesse der Japaner genießt, hat versucht, Tatsikor einzunehmen, aber er ist von General Matschanschan zurückgeschlagen worden, dessen unerwartet starker Widerstand auf die Be
Nutzung russischen Kriegsmaterials zurückgeführt wird. Wenn die Japaner Tsisikar in Besitz hätten, würden sie die chinesische Ostbahn beherrschen, Chardin dem russischen Einfluß entziehen und den Weg nach Blagowestschensk sperren. Es ist anzunehmen, daß die Japaner bei ihrer Bemühung um die Kontrolle der Eisenbahn Thaonan—Tsitsikar nur ihre finanziellen Interesse schützen, aber Rußland sieht darin naturgemäß eine Bedrohung seiner Einflußsphäre.
Der Korrespondent der „Daily Mail" in Tokio meldet: Die Befehlshaber der japanischen Armee in der Mandschurei drohen mit einem Vormarsch aus der Provinz Lirin nach Norden in die Provinz Heilungkiang. Ganz Japan. weiß, daß dies zu einem Zusammenstoß mit der Sowjet» (Fortsetzung auf Seite 2)
Man wird sich darüber klar zu sein haben — und auch die Reichsregierung gibt sich hierin kaum einer Täuschung hin — daß der militärische Effekt dieser Aktion sehr gering ist Ungefähr die einzige Bindung, die die Mächte sich auferlegen, die dem Vorschlag zustimmen, geht dahin, daß die sogenannten gegenwärtigen Anstrengungen auf dem Gebiet der Ru
stungen nicht vermehrt werden dürfen. Zu deutsch also: die Ausgaben für militärische Zwecke sollen im neuen Etat nicht höher sein als im alten. Das ist, wie gesagt, im Grunde alles. Selbst die für das kommende Jahr bereits aufgestellten Rüstungsprogramme dürfen durchgeführt werden, wenn dadurch keine Erhöhung der allgemeinen Rüstungsausgaben bedingt wird. Daß laufende Jnstandsetzungs- arbeiten, programmäßige Erneuerungsarbeiten und ähnliches nicht unterbrochen zu werden brauchen, erwähnten wir schon.
Der ursprüngliche italienische Vorschlag ging um einiges weiter. Die dritte Kommission des Völkerbundes, der man das Projekt anoertraute, hat indes alle Festlegungen in irgend einer bestimmten Richtung sorgsam herausgestrichen. Dafür konnte dann auch die Zustimmung des zuerst strikt ablehnenden Frankreich eingehandelt werden. Aber, so meint man in den Kreisen der Reichsregierung, der eigentliche Wert des Planes liege auch gar nicht auf militärischem, sondern auf politischem Gebiet, und gerade um der politischen Wirkung willen sei auch der französische Widerstand so heftig und so zäh gewesen. Ihn zu brechen, hätte es erheblicher Anstrengungen vor allem des englischen Vertreters und des amerikanischen Beraters in der Kommission bedurft. Es ergebe sich nun der immerhin nicht zu unterschätzende Vorteil, daß gewissermaßen auf indirektem Wege das Arbeitsprogramm der Abrüstungskonferenz festgelegt worden ist.
Nachdem der Rüstungsstillstand schon durch den Feier-Vorschlag stipuliert worden ist, wird die unter französischem Einfluß stehende Staatengruppe nicht mehr wie bisher jetzt den Rüstungsstillstand als Aufgabe der Abrüstungskonferenz hinzustellen vermögen; es kann nun nicht mehr um die Erhaltung des Status quo, sondern allein um die H e r a b- setzung der Rüstungen gehen. Aus
Die heutige Kumu-p^ - mfMt
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