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Sonnfc^ Ser Jugend

nahm, feste eiserne Haken ange- bracht. Die Kugeln klebten derart fest aneinander, daß es acht Pferden die mit aller Kraft an beiden Seiten der so entstandenen Hohlkugel zogen, nicht gelang, die beiden Schalen zu trennen.

Ein Riese aus vergangener Zeit

Eicher habt ihr schon von den sogenannten Meeresschildkröten ge­hen, die besonders in den Ee- wässern der Antillen und an der Westküste von Südamerika, nahe den Galapagos-Jnseln, vorkommen. Eine bestimmte Art unter ihnen, die „Euppenschildkröte", die man sogar lebend nach Europa bringt, wo sie dann, ihres feinen Fleisches wegen als Delikateste verkauft wird, kann eine Größe von über zwei Meter und ein Gewicht über 500 Kilogramm erreichen. Die in den Gewässern von Bra­silien und Guayana vorkommende

erreicht eben-

Matamataschildkröte

Der ansgegrabene Panzer einer Schildkröte.

falls eine Gesamtlänge von un­gefähr 2,25 Meter und ein Ee- wickr bis zu 600 Kilogramm. Ja, selbst in Europa gibt es solch ge- walttge Panzertiere! Die euro­päische Seeschildkröte, die man an

Der sichtbare Pulsschlag

Um den Pulsschlag Achtbar zu mache», gab es schon seit langer

Zeit sogenannte Sphvgmvgraphe«. Seite durch jene Schleife steckt. Das sind aber febr verzwickte und

aber auf w MenfchâmtâeWeiräch- hingen nicht ankommt, tut uns eine ganz einfache Vorrichtung, die keinerlei Vorbereitungen bedarf, ebenso gute Dienste.

Wie er unser Bild zeigt, wird da« ein Stückchen Spiegel mit einem feste« Gummiring jo am Unterarm befestigt, daß er ans der großen Ader ausliegt, an der He lerere den Puls fühlen. Durch eine Spalte in der Fensterjaloulie aber einen LichlfpaU aus einer künstliche, Lichrourlle läßt man bann einen bannen Lichtstr-hl enf den Spiegel falle«. Der Spiegel wird nun Hefen Strahl

test t stieren und »«rgrößeft

dt«

sonst säum sichtbaren Bewegungen °" Puluader in so hohem Maße, eir nun die Bewegungen de« uulfes deutlich an der StuHnbede «et .»anb beobachten können.

Wie man einen Bindfaden leicht entzwei reifst

. E» geschieht sehr oft, daß man einen Bindfaden teilen muß: sei nun, um ein Paket zu wr. klären, oder um ibn anderweitig ^ verwenden Wenn der Faden

86t zu fest ist gelingt es .Jonberlitbf Mühe ihn zu ^kkktnen. wenn man zuerst bas 2» Ende um Den Daumen der «aun hand wickelt, den Faden

den Küsten des Mittelländischen Meeres finden kann, erreicht eine Länge bis zu ungefähr andetthalb Metern und ein Gewicht bis zu 200 Kilogramm! Wenn ihr

Abbildungen oder ausgeftophe Exemplare von überseeischen

Riesenschildkröten in Museen oder Büchern seht, werden es viele unter euch für unmöglich halten, daß es noch größere Schildkröten als diese gezeigten, gegeben haben soll. Aber unsere Abbildung zeigt doch ein noch viel größeres Kröten­schild? Ja, hier handelt es sich um das Rückenschild einer vor- geschichllichen Landschildkröte, das man in Indien aus»

grub. Gerade in Indien müssen vor vielen tausend Jah­ren ungeheure Schild­kröten gelebt Haberr, denn immer wieder liest man in Expe­ditionsberichten von Ausgrabungen solch riesiger RückenschU- der. Allerdings ge­lingt es nur selten, diese Schilder bestän­dig zu erhalten. Meist zerfallen ' sie schon,

Kiesen- wenn die Sonne dar­auf scheint. Durch das Jahftausende lange Lagern in der feuchten Erde wurde die Schild- patttnasse brüchig, und deshalb gelingt es nur selten, diese Zeichen eines längst versunkenen Lebens zu erhalten.

darauf als Schleife nach der inne* ren Handfläche legt, ihn über den

Handrücken hinwegführt. und zum Schluß von der entgegengesetzten

Das freie End« faßt man nun mit btt reckten Herab und zieht hâftig n. Durch bis so entstehe«-« Rei­bung reißt der gaben ander Pe- rührungsstell« leicht anseinanbet.

Die Magdeburger

Halbkugeln

Zu diesem sehr hühfchen anb lehrreichem Versuch benötigt man joei Wassergläser, deren 15aber genau aufelnauderpanen. Das ehre Glas wird auf ben loben gestellt and ein Stumpf(ben Wachs» hr j« in ihm befestigt, wie bas aus unserer Abbildung leicht er­sichtlich ist. Darauf entzündet man Die Kerze unb bedeckt bas Glas mit einem Stück mittelstarkem an> gefeuchtetem Papier. Zum Echluiz wird bae zweit« Glas umgekehrt auf da» erste gestellt, unb zwar so, daß He beiden länber genau miteinander abschlleßen.

Der Kerzenrest wird nun halb erlösten, aber durch sein Brennen hat er ben Sauerstoff im unteren Glas verbraucht Die Cuft ist nun verdünnt. Der äußere atmospha. rische Druck preßt jetzt die beide« Gläser derart fest aneinander, wie in dem klassischen (Experiment mit den beide« Magdeburger Halb, kuaein. Bei diesem Versuch han. freite es sich allerbings um größer« Körper. Der Durchmener der kupfernen Hohlkugeln betrug um gejähr einen Meter. An den

Außenrändern hatte Otto von Guericke, der im Jahre 1650 die­sen Versuch zum erstenmal unter-

Run zum Spiel: Die Schnur mit der Kugel wird in Eefichts-

Die Berichte aus allen Revie- ren des Landes klagen über die große Zunahme der Kaninchen. An einigen Orten scheinen sich die geschickten kleinen Nager schon rein zur Landplage ausgebildet zu haben. Sie schädigen nicht nur den Landwirt und den Forst, sie ruinieren auch die Bahndämme durch ihre Wühlereien, und er ist unbedingt notwendig, sie in den Grenzen zu haften.

Eich auf Karnickel anzusetzen, um sie einzeln wegzuschießen — das hat gar keinen Zweck und trieb manchen unerfahrenen Jäger

daß der SL-ke höchstens ein bis zwei Leichtsinnigere vor die Flint« bekommen wird. Die übrigen war­ten mit bewunderungswürdiger Geduld, bis die Luft rein ist, und es zeigt Ach keine Spur mehr von ihnen. Also kommt diese Art von 3cgb gar »icht in Betracht, wenn es sich darum handelt, einen klei- nen Vernichtungskrieg anzufangen.

Dafür jage man mit dem Frettchen. Drese kleine Marder- art ist der ärgste Feind des Kaninchens, und fein Erscheine« allein genügt I±cn, um He Kaninchen zur wilden Flucht aus de« Rohren zu veranlagen Gerade am diese Zett bis ungefähr zum März ist die Gelegenbdt günstig sur Frettchen jagd. Bei mâ feig kaltem, trockene« Wetter laßt man tu de« Morgenstunden durch Menschen, Haude aber Lieh die

Dm Frettchen mit seiner Beute.

Umgebung btt Kaninchen bau« ge­hörig beunruhigen, damit Die Karnickel zahlreich zu Bau fahren. Dann Deritopft man alle erreich» baren Rebearähren und umstellt bae Ganz« mit Garne«. Wenn man da» Frettchen einfahren

Im

läßt, wirb sofort hinter ihm die Hauptröhr, mit einem Netz ver­sichert Das Frettchen muß natür­lich vollkommen gesund unb frisch sein. E» darf nicht gerade aus« ([«hungert sein aber auch nicht so att, daß es ben Appetit auf Kaninchendraten verliert. 3m ersten Fall würbe es nur bas erste Kaninchen würgen, sich an dessen Blut berauschen unb dann ein. schlafen. Im anderen Fall mürbe es bas Schlafen zuerst besorgen und Die 3äger brauRtn warten lasse«, bis es ausgerubt genug wäre, um sich seiner Mordluft

hinzugeb««.

Das Wurfkegelspiel

Zu diesem Spiel braucht man sehr wenig Raum: ein kleiner, ebener und sandiger Platz hinten auf dem Hof oder im Gatten ge­nügt durchaus. Auf diesem Platz wird ein Pfosten von ungefähr 15 Zentimeter Breite und einer Höhe von 2—3 3Jletern eingeschla­gen. An diesem Längsbalken wird darauf ein Ouerarm, der eine Länge von ungefähr 1,25 Meter besitzen muß, angebracht. Am Ende des Ouerarms befestigt man eine starke Schnur und daran'eine hölzerne Kugel mit einem Durch­messer von 10 bis 12 Zentimeter. Senkrecht unter dieser Kugel stellt man neun gewöhnliche Holzkegel, gegebenenfalls auf einem Holz­brett, auf.

Ist das Frettchen eingefahren, dann bauert es nickt lange, so kommen die Kaninchen heraus­gepoltert, fahren in die Garne und werden abgenickt. Wer die Freude am Schießen haben will, der lasse die Garne fort stelle sich mit genügendem Abstand auf und halte am besten mehrere Flinten im geladenem Zustande bereit. Es ist dringend davon abzuraten, dem Frettchen ein Halsband anzulegen, oder es gar mit einer Glocke um den Hals einfahren zu lassen. Eine hervorstehende Wurzel kann leicht verhängnisvoll werden und den kleinen Räuber abwürgen. Für den Fall, daß ein besonders leich­ter Boden bei der aufgeregten Jagd das Frettchen verschüttet, ist es natürlich nicht zu unterlassen, Spaten und Hacke mitzuführe«.

und Tobias.

Die Karpfenteiche des Gutes mären ausgefischr worden, und einige besonders lecker« Patrone wurden ausgesucht, um das jähr­liche große EAen zu kröne«. Allerlei Lastdarkeite« scklosie» ' 5 an, und der Hausberr gab einiges von seinen Erfahrungen zum Besten. Er war früher leidenschaftlicher Sportangler ge. wesen, reiste zum äa^ang nach Norwegen und versuchte sein Petri- hell im Bodensee beim Felchen- fang. Nun war er durch zuneh­mendes Alter und Rhesmattsmus ans Haus ^fesselt, und seine ganze Freud« waren seine Fisch- Kicke. Da er keine Forr-endockr in bet Nähe batte, »nute er Kch an der Bestedelung einiger Mühl» wehre mit Eisvögel«. Rach dem

Essen macht«« wir im legten Son« a«nsch«i« einen Spaziergang durch He Selber, hin zum Flußch-m, das sich am W«hr brausend staute Hinter einigen Büsch«« blieben mit Reben und sonnten nun beob« achten, wie He blink-nden und blitze US.'!, H^'lctKn bin unb her übers Wasser schossen. Obwohl He Vögel zweifellos unser gewahr mürben, waren sie doch nicht schenk Sie hatten noch feine schleckten Er- fabrungen mit den Menschen ge­macht E» mag übrigens seltsam klingen, daß der Hausherr einen Fischotter als Haustier hielt. Was ber Edelmarder für da» Ge­flügel. da» bedeutet der Fischotter den Fischen Nur selten noch ist dieser schöne elegante Räuber bei uns zu finden Seine allzu offen* bare Schädlichkeit hat ihn zum Husfterben verurteilt. Trotzdem gibt es noch Gegenden, in denen

höhe gefaßt, während man mit ihr auf die untenstehenden Kegel zielt. Läßt man sie nun los, wird je nachdem eine bestimmte Anzahl Kegel fallen. Nur die beim Vor­wärtstreffen der Kugel gefallenen Kegel zählen. Fällt der König, werden acht Punkte zugezählt. Fallen alle Kegel, werden 24 Punkte gutgeschrieben. Trifft man keinen Kegel, wird ein Punkt abgezogen. Die Reihenfolge des Spiels bestimmen die Aelteften unter der Gruppe.

man bei ruhigem Ansitz sogar tagsüber den aalgeschwinden und aalglatten Raubritter im Master beobachten kann. Das Beste ist ihm gerade gut genug. Nicht nur den Fischen tut er Abbruch, auch dem Wassergeflügel geht er z» Leibe. Die erbitterten Fricher und Entenjäger rotteten ihn mit Schrot, Selbstschüssen und Fang­eisen aus. Hier war nun ein jung eingefangenes Exemplar gezähmt

worden und hing an seinem Herrn so treu wie ein Hund. Mit den Hunde« des Hofe» verstand sich übrigens Tobias — so hieß der Otter — ausgezeichnet. Er hielt sie in Respekt, und das ist auf alle Fälle eine gesunde Bast» für ein gutes Auskommen.

Die einzige, d.e etwas gegen ihn einruw enden hatte, war die

immer wieder an ihre« Hühnern vergriff. Do er aber sonst fast frei von Fehlern war und mit stârmiich- -artlicher Siebe an seinem Herr» hing, >o ist dessen Liebe |i - Tobias völlig begreiflich an» wurde auch van allen Haus­bewohner» refpeftiert Tobias hatte Den Platz auf der Eeffel- lehne beim Elle», Tobias lag abeubsbeiber Zeituags- lektür « malerisch um Herrchens ^ala c r_\: t. Tobias tonnte apportieren un­schön machen Tobias konnte — natürlich — schwimmen, daß Rera, btt Reufuuvländer merklich heller würbe vor Reid Tobias konnt« je gehorchen daß et bem Jüngsten und reichlich verzogenen Spröß­ling als Master hingestellt wurde. Es ging Tobias so wohl wie Gott iy Frankreich — und doch war er nicht zufrieden. Eines Tage» war er verschwunden — niemand weiß zu sagen, wo er geblieben ist. Nur eilige Jahre spater erzählte der Förster bei einem Besuch, er hatt« mehrere Fischotter oben an ben Seen f«stg«ftellt Früher waren keine da gewesen. Aber — w«nn Tobias bei dieser Vermehrung beteiligt war — wo in aller Welt hatte er eine Frau her bekommen?