Seife 6
Montag, den 26. Oktober 1931
Nr. 251
Zeichen der Zeil: Sarusiellfahrk gegen Naturalien.
— Egelsbach, 25. Okt. Auf der hingen Kirmes kam «s häufig vor, daß die Budenbesitzer anstelle des fehlend«« Geldes sich mit Naturalien bezahlen ließen. Damit machte insbesondere ein Karussell- besitzer aus Höchst ein gutes Geschäft, da die kleinen Fahrgäste, als bekannt wurde, daß auch in Naturalien bezahlt werden könnte, alsbald mit Körben voll Kartoffeln, Obst, Gemüse oder Eier kamen, um dafür Fahrscheine in Empfang zu nehmen.
Von der Lokomotive erfaßt und gelötet
— Kreuznach, 25. Okt. Der Hilfsarbeiter 'Nikolaus Bach wurde auf der Ersenbahnstrecke Saarbrücken—Frankfurt von der Lokomotive eines Zuges erfaßt und zu JSoben gerißen. Er wurde in das Krankenhaus St Marienwörth in Kreuznach verbracht, wo er fernen schweren Verletzungen erlegen ist. Der Verunglückte stand erst im 26. Lebensjahr.
Mit Spiritus übergossen und angezündel
— Mannheim, 25. Oft In ihrer Wohnung in Käfertai hat sich eine 29 Jahre alte Ehefrau mit Spiritus übergossen und angezündet. Die Lobens- mude wurde in schwerverletztem Zustand nach dem Krankenhaus verbracht. Es besteht Lebensgefahr. Der Grund zur Tat dürfte in einem Nervenleiden zu suchen sein.
Das Deutsche Ledevmuseum reist wieder eine
Goudevschau
Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach a. M. hat sich in der verhältnismäßig kurzen Zett seines Bestehens — es wurde erst 1917 begründet — man könnte sagen in aller Stille zu einer bedeutenden Sammlung entwickelt, bis es im vorigen Jahr auf Einladung des Berliner Messeamts auf der Internationalen Lsderschau Berlin 1930 seine Schätze zum ersten Mal weiteren Kreisen der Fachwell vorführen
konnte. Es ist interessant, die Geschichte dieses jungen, ganz nach modernen Grundsätzen geplanten und aufgebauten Fachmuseums, das der Industrie seines Materialgebietes dienen will, zu verfolgen. Zunächst schien ihm das Ziel und die Grenze gefetzt, an besonders guten, lehrreichen Beispielen von Lederarbeiten vergangener Zeiten und fremder Kulturen die verschiedenen, teils unbekannten oder mit besonderer Meisterschaft geübten Techniken zu zeigen und den Fachmann mit den unerschöpflich reichen Möglichkeiten der Lederverarbeitung bekannt zu machen. In den letzten Jahren jedoch hat es sich unter der ehrenamtlichen Leitung des Architekten Prof. Hugo Eberhardt zu einer überraschend rei- chen und abgerundeten Sammlung entwickelt, die auch in kmrstgeschichtlicher, kulturhistorischer und völkerkundlicher Hinsicht wertvolles Material bietet. Das Spezialmuseum, obwohl gebunden an ein einziges Material, ist durch die Vielseitigkeit seines Sammelgebietes zu einem Museum von allgemein bilbenbem Charakter geworden. — Der Erfolg der neuen Ausstellung ist außergewöhnlich groß, die Besucherzahl innerhalb der ersten 3 Wochen betrug rund 15 000 Personen, ein Beweis dafür, daß dieses Fachmuseum, welches das Kulturgut der Vergangenheit bewahrt, in lebendiger Beziehung zur Gegenwart steht.
Ä«s aste« wett
Eine umiansreiche Aktieu- ftHftbung ausgedeckt
Berlin, 25. Off. Die Berliner Kriminalpolizei ist einer umfangreichen Fälschung von Aktien eines ausländischen Elektro werk es auf die Spur gekommen. Es sind bereits sieben Personen verhaftet worden.
Die Kriminalpolizei durchsuchte gestern überraschend eine Druckerei in der Kurfürstenstraße.
Sie fand Beweise, daß dort die gefälschten Aktien hergestellt worden sind. Der Fälschungsaffäre kam man auf folgende Weise auf die Spur: Eine Frau aus Berlin erhielt als Darlehen bei einem Makler in Schöneberg 100 Aktien einer ausländischen Elektrizitätsgesellschaft. Sie wollte die Papiere bei einer kleinen Bank im Zentrum der Stadt beleihen. Diese ließ bei einer Großbank die Aktien mit einer Quarzlampe prüfen. Es wurde festgestellt, daß die Aktien gefälscht waren. Es wurde eine Rundfrage bei den Banken veranstaltet, ob Aktien der betreffenden Elektrizitätsgesellschaft in ihren Depots lägen. Eine Bank hatte 191 Stück dieser gefälschten Aktien, auf die sie 12 000 RM ausgezahlt hatte. Der Drucker hatte eine Papierrnenge gekauft, die für mindestens 500 Aktien ausreicht. Diese Anzahl ist wahrscheinlich auch angefertigt worden. Da ausländische Aktien nur in Verbindung mit einer Steuererklärung gehandelt werden dürfen, hatten die Fälscher auch für nach- geahmte Steuererklärungen gesorgt.
VevKnee MMN baut ein Modell des alten Olympio
So sah die griechische Stadt Olympia, der Schauplatz der griechischen Sportspiele, aus.
Der Berliner Architekt Hans Schleif, der an den Ausgrabungen in Griechenland persönlich beteiligt war, hat jetzt zwei Kopien des alten Oli schungen hergestellt. Ein Modell hat Exkaiser das andere findet in dem Newyorker
■bes alten Olympia nach den genauesten archäologischen For- hat Exkaiser Wilhelm für seine Sammlung in Doorn bestellt, ein Newyorker Metro polita n-Museum Aufstellung.
ICC Sahre Fortschritt
Trotz Weltkrise: die Weltausstellung von 1933 im Bau! — Chicago als Ausstellungsort — Präsident Rufue Dawes — Der Bau ohne Fenster —Was man von der Riesenschau erwartet
Die zweite Weltausstellung, die im Jahre 1933 Chicago veranstaltet, führt den offiziellen Titel „Ein Jahrhundert des Fortschritts". Ihre Organisatoren haben den Ehrgeiz, diese Ausstellung zu der lebendigsten, übersichtlichsten, lehrreichsten und eindringlichsten und pomphaftesten Schau ihrer Art zu gestalten, wie man sie noch nie gesehen hat. Daneben träumt man auch davon, durch die Ausstellung Chicago von dem Makel der „unsichersten Stadt der Welt" zu befreien. Vox allem handelt es sich aber darum, den Besuchern ein Bild vor Augen zu führen, das ihnen den Beweis liefert, mit welch berechtigtem Stolz die Menschheit auf das Vollbrachte zurückblicken darf. Wird sich doch in dieser Ausstellung das menschliche Genie im Lauf seiner Entwicklung von den ersten primitiven Aeußerungen an enthüllen.
Natürlich nimmt die Entwicklung der Völker des amerikanischen Kontinents den Hauptplatz ein. Dom Feuerland an bis M Maska Amerika des Sehenswerten genug! Die Indianer sind durch ihre Mannigfaltigkeit und das Alter ihrer Kultur besonders bemerkenswert. Das gilt vor allem für die Mayas von Nucatan, die die Ausstellung um ein Wunderwerk bereichern werden; den Wiederaufbau des Mayaklosters von Uxmal. Auf einer ungeheuren Terrasse soll sich dieses Kloster mit seinen vier Bauwerken um einen majestätischen Tempel gruppieren. Ein ganzes Heer von Ingenieuren, Architekten, Bildhauern und Photographen hat sich unter Führung eines Archäologen bereits nach Pucatan begeben, um das für eine naturgetreue Reproduktion notwendige Material nach Chicago zu schaffen. Natürlich wird auf der Ausstellung von Chicago auch die Wissenschaft in all ihren Aeußerungen und Anwendungsmöglich-
Äntevsuchuns des «chuttbeiSSSandais
Berlin, 25. Okt. Der neue große Skandal des Schultheih-Potzenhofer-Konzerns ist jetzt, wie die „Well am Montag" zu wissen galubt, soweit geklärt, daß. ein Eingreifen der Staatsanwaltschaft unmittelbar bevorsteht. Bei der Transaktion des Aktienauskaufs der Ostwerke durch die Danatbank und die Commerz- und Privatbank seien nicht nur Verstöße .zivilrechtlicher Natur, sondern auch Verstöße strafrechtlicher 2trt erfolgt, die ein sofortiges Eingreifen der Staatsanwaltschaft unbedingt notwendig machten. Die Untersuchung werde sich aber nicht nur auf Herrn K atzenellenbogen, den Generaldirektor der Ostwerke, erstrecken, es sei vielmehr zu erwarten, daß auch leitende Perfönlichkei-
ten der beteiligten Banken zur Verantwortung zogen würden.
Se
Meiieve ^oSieuauev GchueUsevrchLsuvteAe
Kiel, 25. Okt. Von den 12 Angeklagten
des
Hamburger Dampfers „Anita Ruß" wurden der Koch und der Messejunge freigesprochen, da sie die Arbeit erst unter dem Druck der Rollkommandos
niedergelegt hatten. Ein Heizer wurde zu 4 Monaten, drei Angeklagte zu je drei Monaten und die übrigen 6 zu je einem Monat Gefängnis ver» urteilt. — Von dem Hamburger Dampfer „Ilse Ruß wurde ein Mann zu drei Monaten, zwei Mann zu je zwei Monaten und drei zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. Die Verurteilungen erfolgten, wie in den anderen Fällen auch, wegen Vergehens gegen § 101 der Seemannsordnung. Die Verhafteten wurden sofort dem Gefängnis zuge- führt.
SvduungSstvakeu her 3 mutigen
Eine Verordnung des Beichswirkschaflsminisiers
Berlin, 23. Okt. Der neue Reichswirtschaftsminister Dr. W arm b old, hat eine Verordnung über das Ordnungsstrafrecht der Innungen erlassen, in der es u. a. heißt:
Die Vorstände von Innungen und Zwangsinnungen haben bis aus weiteres der Innungs-
der Leiter des Heims dem Hausmeister die Erlaubnis, das Bild zu verschenken. Aber es blieb nun nicht bei diesem einen Bilde. Ohne Wissen des Heimleiters verschwanden auch die anderen Bilder bis auf eines vom Dachboden. Die Burschen setzten sich mit einem Kunsthändler ins Benehmen, durch dessen Vermittlung der Verkauf an einen anderen Händler zustandekam, und zwar für einen Preis von 800 RM für die zwölf Bilder. Während dieser Verkaufsverhandlungen bei dem Kunsthändler war ein Fabrikant im Laden zugegen. Dieser I nahm nun die Gelegenheit wahr, an dem Geschäft 'sich zu beteiligen, und schickte zu dem Hausmeister
ketten verherrlicht werden. Das gilt für die Medizin und Chirurgie wie für das gesamte Transport- und Verkehrswesen und die Technologie. Man will die ganze Geschichte des Werdens und Wachsens der Großindustrien während der letzten hundert Jahre, die Entwicklung der Maschine mit einer Vollständigkeit zu bildlicher Anschauung bringen, die das Recht der Ausstellung auf den'stolzen Titel „Ein Jahrhundert des Fortschritts" rechtfertigt.
Von den Bauen sind bisher schon drei fertig- gestellt. Da ist zunächst das alte Fort Dearborn, das vor hundert Jahren die einzige von Weißen bewohnte Ansiedlung in Chicago war, und das man genau nach dem Original hat Wiedererstehen lassen. Da ist endlich das moderne Gebäude der Reisen und Transporte, ein fensterloser Bau, dessen
40 Meter hohes Gerüst durch starke Kabel an einem aus Stahlsäulen bestehenden Block hängt. Rufus Dawes, der Bruder des Schöpfers des Dawesplanes, T MW^r Evrichi?
if Industrie und
sich von ihr starke Rückwirkungen auf Industrie und Handel der Vereinigten Staaten. Die Dollar- Millionen, die von der Ausstellung aufgesogen werden, und die andern, die die ungezählten Besucher ausgeben werden, bilden ja an sich schon eine
starke Kapitalsbewegung. Man erwartet aber auch von der Schaustellung so vieler Reichtümer und Fortschritten auf allen Gebieten einen Aufschwung, dessen Rückwirkung sich dann wieder im Börsengeschäft zum Ausdruck bringen dürfte. Man glaubt auch, daß die Ausstellung eine Umwälzung auf dem Gebiete der Architektur herbeiführen wird, weil sie die neuen Methoden der Verwendung von fabrikmäßig hergestelltem Baumaterial vor Augen führen wird.
aufsichtsbehörde unter Mitteilung des Sachverhalts jede Ordnungsstrafe anzuzeigen, die sie gegen Innungsmitglieder wegen Wettbewerbshandlungen verhängen, auch wenn diese Handlungen sich als Verstöße gegen den Gemeingeist oder als Verletzung der Standesehre dar- tellen.
Unterläßt der Vorstand eftner Innung oder Zwangsinnung wiederholt die vorge'fchriebene Anzeige oder wird durch Handhabung des Ordnungsstraftrechts die wirtschaftliche Bewegungsfreiheit der Innungsmitglieder unbillig eingeschränkt, so kann die Innungsaufsichtsbehörde die Verhängung jeder weiteren Ordnungsstrafe von ihrer Einwilligung abhängig machen.
M« 18-20000 KM Bilde« gestohlen
Nürnberg, 24. Okt. Auf dem Dachboden eines Hennes im Norden der Stadt, das sich früher im — Pistung befand, lagerte bis vor etwa / Oelgemälden, denen man feine weitere Beachtung schenkte, da die derzeitigen SBefitjer sich ihres Wertes nicht bewußt waren. In Wirklichkett stellten sie aber einen ganz erheblichen Wert dar. Es ha-ndett sich um einen Zyklus von 13 Bildern des bekannten Kunstmalers Ferdinand Keller, die in den Jahren 1883—1886 entstanden sind und Darstellungen aus Wagners „Nibelungen" zeigen. Sie repräsentieren einen Liebhaberwert von 15—20 000 RM.
Vor etwa drei Wochen nun lieferten zwei Burschen in dem Heim Kartoffeln an. Der eine der beiden zeigte Interesse für eines der Bilder. Er wollte es gern in seinem Gartenhaus aufhängen, wie er sagte. Da man sich über den Wert der verstaubten Bilder im unklaren war, erteilte
Besitz einer Stifh drei Wochen eine
ll von
des Heimes, wo er, angebli* im Auftrag« her bei. den Burschen, das letzte Bild, ein Bildnis Richard Wagners, holen und in feine Wohnung schaffen ließ. Die anderen Bilder sollen einer hiesigen Sammlung und einem Antiquitätenhändler ange- boten worden sein, wobei angegeben wurde, sie stammten aus dem Besitze einer Botschaft in Paris — In der Angelegenheit wurden gestern verschied bene Personen von der Kriminalpolizei vernom. men. Die weitere Untersuchung ist im Gang«.
Die angebliche Zarentochter wiedev in DentMiand
Hannover, 25. Okt. Die viel umstrittene angebliche Zarentochter Anastasia Tschaikowsky, die nach ihrem Aufenthalt in Amerika seit August vorigen Jahres für verschwunden galt, befindet sich seit dem 28. August in der Kuranstalt Ilten bei Hannover.
Die Leitung der Anstalt gab einem Pressevertreter eine eingehende Schilderung, wie die Dame nach Ilten kam. Danach hatte zunächst ein ameri» kanischer Arzt, der sich studienhalber in Berlin auf- hielt, die Iltener Anstalt des Sanitätsrates Dr. Warendorf ausgesucht. Nach Zwischenverhandlun- g-en, an denen auch das deutsche Generalkonsulat in Newyork beteiligt war, traf die Dame am 28. August in Ilten ein. Ihr Paß, von dem deutschen Generalkonsulat in Newyork ausgestellt, lautete auf den Namen Anna Anderson und bestätigt eine halbjährige Aufenthaltserl aubn is zu Besuchszwecken in Deutschland. Frl. Anderson wurde begleitet von einer Finnländerin, die sich als Krankenschwester ausgab und Frl. Anderson etwa ein halbes Jahr lang in einer Privatirrenanstalt bei Newyork gepflegt haben wollte.
Frl. Anderson, die bei der Ankunft einen schr verschüchterten Eindruck machte, erklärte am zweiten Tage, sie sei Frau Tschaikowsky, geborene Großfürstin Anastasia Nikolewna Romanow. Aus ihren Erzählungen, die sie mit zahlreichen vorläufig von der Direktion der Anstalt in Obhut genommenen Dokumenten belegen kann, geht hervor, daß sie im letzten Jahr in den Vereinigten Staaten gegen ihren Willen in einer Prwatirrenanstalt und zuvor ein Bierteljahr in einem Privathaus von aller Welt abgeschlossen annähernd wie eine Gefangene gehalten wurde und auch vorher anscheinend viel Unrecht zu erleiden gehabt hat.
Die Änstaltsleitung selbst enthält sich jeder Urteils über die Jdmtität der Persönlichkeit ihres Gastes, teilt aber mit, daß die Dame noch bei ihr weile und mit den Nerven sehr herunter sei.
SKlkksmsammsnstoS tot Sinnliche« Meerbusen
Helsingfors, 25. Ost. Im Finnischen Meerbusen ereignete sich am Samstag 35 Seemeilen westlich von Leningrad in der Nähe des Leuchtschiffes „Priemny" ein Zusammenstoß. Ein dort manövrierendes rusiisches Unterseeboot tauchte zur Wasseroberfläche auf und kollidierte mit dem gerade die Stelle passierenden deutschen Dampfer „Gratia", der mit Holzfracht von Leningrad abgefahren war. D« I deutsche Dampfer gehört der Eider-Werft 21.4
Tönina und ist 1905 erbaut Helsingfors, 25. Okt. Di
erhielt um 13 Uhr von russischer
Meldung, wonach die ganze Besatzung des mit bfl» deutschen Dampfer „Gratia" zusammengestoßene» U-Boots gerettet und der deutsche Dampfer in KE stadt eingetroffen ist. Er hat infolge des Lecks, er bei dem Zusammenstoß davongetragen hat,«'"
Wasser im Vorderschiff.
Moskau, 25. Okt. Die die Telegraph agenfur der Sowjetunion mitleilt, entsprechen Nachrichten von dem Untergang des sowjetrussiW Unterseebootes nicht den Tatsachen. Durch den 3«‘ sammensloß des U-Dooles mit dem deutsch^ Dampfer „Gratia" im finnischen Meerbusen wE das U-Boot nur unbedeutend beschädigt, währet der Dampfer ein kleines Deck erhielt. Das ist mit eigener Kraft nach Kronstadt zurückaek««^ und auch der deutsche Dampfer hat ohne Hilfe Leningrad erreichen können.
Schmuggler zu 7 000 000 RM Geldstrafe verurteil'
Köln, 24. Ott. Das Große Schöffengericht sprach heule das Urteil gegen 10 Personen, wegen Bandenschmuggels und SleuerhinlerzieyuW angeklagt waren. Das Urteil lautete insgesamt™ 7 Millionen UM Geldstrafe und auf zusähM Gefängnisstrafen; die Hauptbekeiliglen haben 1e y Monate Gefängnis erhallen. — Der Vorsitzende zeichnete den verhandelten Fall als einen der ken Schmuggelprozesse, die je vor einem demscy.n Gericht zur Verhandlung gekommen sind. Fünf Angeklagten hatten allein innerhalb von 5 UW? fast 3 Millionen Zigaretten aus Velaien Deutschland gebracht. Während der Plädoyersde Staatsanwaltes hatte einer der Angeklagten versucht. sich die Pulsader zu durchschneiden, un mußte mit einer stark blutenden Wunde aus oe Verhandlungssaal gebracht werden.
Eine warenhausangestellte 50 000 RM veruntreut . Dortmund, 26. Ost. Bei einer Kassenrevision "N Warenhaus Althoff wurden große Veruntreuung aufgedeckt. Eine an der Kaffe beschäftigte Ang stellte hat sich durch falsche Rechnungen und sai!^ Buchungen 50 000 RM auf unrechtmäßige | angeeignet.
Zusammenstoß zwischen Auto und Zechenbahn
Dortmund, 24. Okt. In der vergangenen stieß aus der Aplorbecker Straße in der Nähe Promn.yalheilanstalt ein Personenkraftwagen ' Bochum-Gerthe mit einem Zechenzug äusamm Der Wagen wurde von dem Zuge etwa 100 weit mitgeschleift und geriet in Brand. -6roe> fassen kamen ums Leben. Durch die Bvandwiu ' Die sie davontrugen, wurden ihre Leichen m < stummelt, daß die Identität der beiden Toten nicht festgestellt werden konnte. Zwei PeN . die ebenfalls schwere Brandwunden erlitten, m D ten ins Luisenhospitat gebracht werden.
Familientragödie
Waldshut (Baden), 24. Okt. In dem. benaNf barten Lottstetten ereignete sich gestern e>re milientragödie. Der 43 jährige gabrrtory Danzeisen lebte mit seiner Frau und deren aus erster Ehe dauernd in Streit. Aus Verzw^ hing über die unaufhörlichen Zänkereien er sich mit seinem zehnjährigen eigenen «ohn , Wald.