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9.

Wollt ihr dieses Bild fertigzeichnen, braucht ihr nur die Zahlen in ihrer richtigen Reihen­folge miteinander zu verbinden.

der Abbildung. Dann klebt ihr die länglichen Ovalstreifen, die ihr erhaltet, so zusammen, daß eine geschlossene Hülle entsteht. Das ist allerdings nicht ganz einfach. Ein Freund wird euch sicherlich gern dabei behilflich sein; dann geht es noch mal so schnell.

Die Oefsnung, die oben bleibt, wird mit einem kreisrunden

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Papierstück verklebt. Nun gehts an die „Füllung" des Ballons. Wasserstoff und Leuchtgas können wir nicht gebrauchen. Wir t.

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treiben unseren Ballon wie ersten Ballonfahrer mit Heißluft. Zu diesem Zweck müssen wir an der unten gebliebenen großen Oeffnung einen Pappring anbrin­gen und daran wiederum ein kleines Drahtgestell. Auf das Kreuz in der Mitte legt ihr einen Wattebausch, der vorher mit Spi­ritus getränkt wird.

Beim Steigenlassen des Ballons — Vorsicht! Nur auf freiem Feld, damit es kein Feuer gibt! — müßt ihr noch besondere Start­regeln beobachten. Ein Helfer hebt den Ballon etwas an. unten wird der Wattebausch entzündet. Nun bläht sich der angehobene Teil des Ballons durch die Er-

Hitzung und die damit verbundene

Ausdehnung der Luft, Bald ist

et ganz prall und tritt seine Reise in die Lüfte an. Er schwebt so­lange, wie der Wattebausch brennt. Dann fällt er langsam, und wenn

ihr Glück habt, könnt ihr den Ausreißer einfangen und wieder steigen lassen.

Bumerang und Schleuder

Noch heute bedienen sich die Urbewohner Australiens auf der Jagd und im Kriege eines selt­samen Wurfgeschosses, welches sie nach dem Geräusch, das es beim Fluge hervorbringt, Bumerang nennen. Es besteht aus einem knieförmig gebogenen, an der

ekne unnachahmliche Sicherheit Sie schleudern es in waagerechter und senkrechter Richtung derart geschickt, daß es im Fluge Bogen und Winkel beschreibt und, wenn es sein Ziel nicht trifft zum Werfenden zurückkehrt. Auf unse­rer Abbildung find zwei ver­schiedene Formen von Bumerangs zu sehen. Es dürfte nicht schwer sein, nach diesen Musterabbildun­gen selbst solche Wurfgeschosie zu bauen. Allerdings darf man nur auf freien Flächen, und stets nur gegen den Wind werfen, weil die Bumerangs ganz beträchtliche Strecken zurücklegen und man deshalb Sorge tragen muß, keine anderen Personen zu treffen.

In früheren Jahrhunderten bildeten die Gruppen der Schien- derer besondere Abteilungen in Kriegen und spielten, besonders bei Belagerungen von Städten, eine große Rolle. Aber auch wir können uns solche Schleudern in verschiede­ner Größe für Wurfgeschosse von Haselnußgröße bis zum Umfang einer Billardkugel Herstellen. Das Mittelstück muß aus Leder be- stehen. Beim Schleudern faßt man mit dem Zeigefinger in die Schlaufe des einen Bindfaden- endes und faßt das andere Ende in derselben Hand, jedoch ziemlich lose. Dann dreht man den Arm heftig in kreisförmiger Bewegung und läßt plötzlich das eine Ende der Schleuder fahren. Das Wurf­geschoß saust in pfeilschneller, parabelförmiger Bewegung in die Lust. Nach und nach bekommt man bei einiger Uebung eine er­staunliche Treffsicherheit und trifft sogar verhältnismäßig kleine und weit entfernte Ziele mühelos. Aber seid vorsichtig dabei, damit

einen Seite etwas zugeschärftem

Stück Holz. Die Australier haben . , , „ .

beim Werfen dieses Wurfgeschosses ihr kein Unheil annchtet!

Als ich vor Jahren in Afrika auf dem Blauen Flusse reiste, kaufte ich eine Meerkatze und taufte den Affen aus den Namen Coco. Er wurde an der Reeling fest- ?gebunden und sah bald ein, daß eine Fesseln unlösbar waren. Aber deshalb saß er nicht.lange traurig, sondern gewöhnte sich schnell daran, Durrahkörner und anderes Futter aus menschlicher Hand zu fressen. Trotzdem war er gegen uns Menschen garstig, biß bei jeder Gelegenheit, und doch

Er

Monatelang

sehnte er sich nach einem Ge­lahrten. Aber er wählte sich den sonderbarsten Kauz zum Freund: einen Nashornvogel, den wir aus dem Innern des Landes mit­gebracht hatten. Coco behandelte lernen Auserwählten mit ziem- "cher Frechheit, aber der gut­mütige Vogel ließ sich alles ge­fallen. Obwohl der Vogel frei war und überall hingehen konnte, 3lng er immer wieder zum Affen saß friedlich neben ihm. Zwar « ihm von Zeit zu Zeit "âs Brot aber dafür ließ er sich kluch an den Flügeln ziehen und ^rren. Daß der Nashornvogel Zedern statt Haare besaß, störte r-oco nicht im geringsten. Schon, sie sich das erste Mal trafen, wurde das Gefieder von dem

Affen so durchsucht, als wäre es ein Fell, und der gutmütige Nas­hornvogel gewöhnte sich so sehr an dieses Durchsuchen, daß er später immer schon mit gesträubtem Ge­fieder ankam, um Coco die Arbeit zu erleichtern.

zum ersten Male wirklich traurig, saß stumm und bewegungslos

zankten

Monatelang' lebten sie in engster Gemeinschaft, und als der Vogel eines Tages starb, sahen wir Coco

an der Reeling und nahm erst nach mehre­ren Tagen wieder Nah­rung zu sich. Nach und nach versuchte er dann, mit den Katzen, die aus Bord herumliefen, an­zubändeln. Aber statt Freundschaftsbeweisen bekam er derbe Ohr­feigen und ließ bald von diesen Versuchen ab. Die Freundschaft mit dem Vogel war das

große Ereignis und Erlebnis seines Lebens gewesen. Er wurde nie mehr richtig lustig. ,,

Ein richtiger Luftballon

Wir zeigen euch hier, wie ihr euch leicht einen richtigen Luft­ballon bauen könnt, eine so­genannte Montgolfiere. Genau so war der erste richtige Ballon ge­baut, natürlich nicht aus Papier und viel größer. Aber unser Ballon steigt genau so schön.

Ihr braucht sechs größere Bogen Seidenpavier; Löcher dür­fen beileibe nicht drin sein. Ihr könnt es in verschiedenen Farben wählen, ganz nach eurem Ge­schmack. Aus den Vogen schneidet ihr nun sechs Abschnitte, in Form

Wozu bat das Eickbörncken W seiner Überlegenheit die er zum Krähengeschlecht ungefähr Hunde kujonierte? Kann man es den Standpunkt ein wie Schopen« seinen Schwanz ? ihm verdenken, wenn er in seine Hauer zur Menschheit, E. Sch.

Euch allen ist doch schon mal Schönheit verliebt war und sich auf einem Spazier vo^en^vieae^reht^n^-

Er war so zahm, daß wir ihn draußen frei fliegen ließen, und er mißbrauchte seine Freiheit höchstens zu Ueberfällen in offen- tehende Fenster, wo er dann einen Uebermut an Zeitungen,

begegnet, und sicherlich sein langer, buschiger aufgefallen. Habt ihr schon einmal darüber

Hörnchen ist euch Schwanz aber auch

nachgedacht, wozu er eigentlich dient? Keineswegs soll er die Schönheit dieses kleinen, flinken Tieres erhöhen, sondern er dient zum--Steuern! Wenn das Eichhörnchen nämlich von Baum zu Baum springt, benützt es wäh­rend seiner weiteren Sprünge den Schwanz gleichzeitig als Fall­schirm und als Steuer. Er för­dert die Weite des Sprunges, be­wahrt dem Körper das Gleich­gewicht, und durch geschickte Be­wegungen vermag das Eichhörn­chen tatsächlich während seines „Fluges" die Richtung zu ändern.

lebten die Tiere in engster Gemein­schaft zusammen.

Ein sonderbares Haustier.

Puuz war im kindlichen Alter zu uns gekommen. Als Krähen­junges von vier Wochen wurde er als einzig überlebendes von drei Geschwistern aus dem Horst geholt, nachdem seine Mutter ab­geschossen und der Vater ander­weitig beschäftigt war. Er wurde im Umsehen zahm und kom­mandierte die ganze Familie. Aeußerlich war er eine Schön­heit, aber innerlich litt er an verschiedenen Untugenden, die jedoch — nach dem Urteil der Familie — nur die Febler seiner Tugenden waren. Was konnte er dafür, daß er in Ein­

Blumentöpfen oder Decken aus­ließ, und sich überhaupt wie ein Vandale benahm

Sonderbarerweise lernte er bei seiner Klugheit die einfachste Kunstfertigkeit nicht — er begriff nie in seinem Leben, wie man ißt. Stets mußte man ihm seine Nah­rung in den aufgerisienen Schna­bel stecken, s

Der Herr des Hauses geriet manchmal in äußerste Wut über Puuz. Da lagen allerlei wichtige Papiere auf dem Schreibtisch — im Umsehen hatte sich Puuz darauf gesetzt, den Fuß vor­gestemmt, mit dem Schnabel zu­gepackt und ritsch — ratsch riß er Bogen auf Bogen in Fetzen. Stürzte dann der Hausherr auf­gebracht hinzu, dann entfleuchte Puuz mit gellendem Hohngeschrei auf den Ofen oder durch die offene Tür. Ueberhaupt suchte sich Puuz den Hausherrn gern zum Opfer aus. Pflanzte der Unglückliche im Früh­jahr sorgsam seinen Blumenkohl, dann beob­achtete Puuz ihn scharf aus der Ferne, kam un­gesehen herbei und zog im Vier-Meter-Abstand heimlich und voll Freude alle kleinen Pflänzchen mit gewandtem Ruck heraus. Kann man dabei geduldig bleiben?

Seit drei Jahren beglückt uns Puuz mit seiner Anwesen­heit. Er ist ein etwas grilliger Hagestolz geworden und gegen Fremde recht abstoßend. Oft genug versuchten wir, ihm zu einer Ehe zu verhelfen, aber alle Bemühun­gen schlugen fehl. Eine Hochzeits­reise in die Freiheit lehnte er strikte ab, und eine Krähenmaid für ihn zu besorgen, ist uns nicht gelungen. Oft sitzt er mit schiefem Kopf am Fenster und beobachtet seine Artgenossen. Er hat dabei eine etwas verächtliche Miene, und es kommt uns vor, als nähme

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Winterhilfe.

Wer hätte nicht schon einmal die Winterschläfer beneidet, die, ohne Sorge um Heizung, Nah­rung und Licht, die kalten dunklen

Tage ruhig im Bau verbringen und erst wieder zum Vorschein kommen, wenn die Frühlingssonne die Erde wärmt und den Lang­schläfern einen reichlichen Tisch gedeckt hat?

Nicht jeder Winterschläfer frei« x lich hält Monate im Bau aus. Es gibt verschiedene, die Ge­fallen an einem frischen, klaren Frosttage finden und sich die Welt auch einmal im Januar oder Februar besehen mögen. Zu den geschicktesten Winterschläfern ge­hört der Hamster. Während er tm Sommer einen höchstens 70 Zen­timeter tiefen Bau bewohnt, legt er sich für den Winter ein be­wunderungswürdiges Winterhaus an. Ein bis zwei Meter unter der Erde liegt dann seine Wohn­kammer, die dicht mit weichem

Murmeltiere kennen keine Winternot.

trockenen Grase belegt ist. Zu ihr führen zwei Röhren: die eine schräg nach oben geleitete dient als Ausgang, die andere geht ein Stück geradeaus und dann senk­recht in die Höhe. Mehrere Vor­ratskammern münden ins Wohn­zimmer, und in ihnen speichert er bis zu einem Zentner an Lebens­mitteln auf.

Winzige mollige Nester be­wohnen die kleinen Haselmäuse und der Obstdieb Siebenschläfer. Hoch oben in den Bergen begibt sich das Murmeltier zur Ruhe und fährt sein „selbstgemähtes Heu"ein. Auch Igel, Eichhörnchen und Maul­wurf sind Feinde des Winters,