Einzelbild herunterladen
 

Nr. 248

Donnerstag, den 22, Oktober 1931

Seile r

revolutionären Offiziersorganisation angehört hätte, beruht offenbar auf einer Verwechselung mit dem vorerwähnten Karl Matuschka. Silvester Matuschka Hot sich niemals an einer gegenrevolutionären Be- Eung beteiligt, dagegen werden immer mehr Zoten über seine Rolle während der kommunistischen Weherrfchaft bekannt. So war er als politischer Detektiv unter den Terroristen Corvin Klein tätig und hatte sein Amtszimmer gemeinsam mit dem spater gehenkten Terroristen Gabriel Schön im Par- lamentsgebäude. Auch stand er in lebhaftem Ver­kehr mit dem Volkskommissar für Kriegswesen Lago, da er nicht nur als politischer, sondern auch ols militärischer Rechercheur tätig war.

KamexadMaiMebe" ist keine Ehe

Lin interessantes Berliner Gerichtsurteil Die erste Gerichtsentscheidung über eine moderne An­gelegenheit. Amerikanische Bräuche werden nicht Gesetz

Zum ersten Male wurde von einem deutschen Feucht das Problem der sogenannten aus Amerika eingesührtenKameradschaftsehe" behandelt. In den letzten Jahren konnte man sehr häufig in Zei­tungsanzeigen oder bei Heiratsvermittlern den Wunsch nachKameradschaftsehen" feststellen. Frauen und Männer sehnten sich gleicherweise nach dieser neuen Art der Vereinigung, die vielen als modernste" Erscheinung willkommen war, zumal sie nicht die großen Pflichten auferlegte, wie die ge­setzliche Ehe. Es war, da keine gesetzlich vorgeschrie­benen Formen bei dieser modernenEheschließung" eingehalten wurden, ziemlich klar, daß diese Ein­richtung auch nicht den Gesetzesschug genießen kann. Trotzdem waren zahlreiche Ehepaare, die Kamerad­schaftsehen geschlossen hatten überzeugt, daß sie in einem neuen Sinne fest verbunden seien. Nun hatte vor kurzer Zeit eine junge Witwe durch eine Zei­tungsanzeige einen Partner für eine Kamerad­schaftsehe gesucht und gefunden. Das junge Glück dauerte aber nicht lange Zeit, denn schon nach wenigen Monaten verschwand der Kameradschafts­ehemann und mit ihm kostbarer Schmuck. Bei der Nachforschung nach dem Diebe kam die Kamerad­schaftsgattin zu der unliebsamen Erkenntnis, daß ihr ganz moderner Ehegatte verheiratet war. Sie erstattete gegen den einstigen Kameraden nicht eine Anzeige wegen Diebstahls, sondern auch wegen Be­trugs, da nach ihrer Anschauung das Eingehen einer Kameradschaftsehe voraussetzte, daß beide Partner ledig seien. Sie wollte zuerst sogar wegen Bigamie klagen, nahm davon aber Abstand, weil man ihr erklärt hatte, daß die Kameradschaftsehe in diesem Sinne ganz bestimmt nicht als strafbare Bigamie angesehen werde würde. Der Richter ver­urteilte den ungetreuen Kameraden aber nur wegen Diebstahls. In dem Urteil wurde ausgesprochen, daß eine Kameradschaftsehe eine Ehe in unserem Sinne nicht sei und auch als solche nicht angesehen werde. Es seien hypermoderne Einrichtungen, die keinerlei Gesetzschutz haben. Für das Eingehen einer Kameradschaftsehe ist es darum auch gleichgültig, ob die Partner verheiratet sind oder nicht. Fraglich ist es nur, ob es seiner gesetzlich angetrauten Ehe­gattin so gleichgültig sein wird, denn diese kann naürlich die Folgerungen aus dem Verhalten des Mannes ziehen, daß unter allen Umständen ehe- widrch ist. Männer und Frauen sind also gewarnt, ^. pe nicht g auven, durch Eingehen einer ÄQtll'ß'' I ladsmafrseye uwnb welche Rechte erworben ober Pflichten auf sich genommen zu haben. Das Wort Kameradschaftsehe ist nur ein Begriff ohne jede ge­setzliche Stütze.

Beraubung eines Geldbriefträgers.

Berlin, 21. Okt. Dem Geldbriefträger Finkeisen mm Postamt 1 in Pankow wurde heute auf der Florapromenade seine Geldtasche mit. 700 RM von unerkannt entkommenen Tätern ausgeschnitten und das Geld geraubt. Die beiden Täter kamen auf einem Motorrad dem Beamten entgegengefahren. Bei dem Versuch des Geldbriefträgers, sich zur Wehr zu setzen, wurde er von einem der Täter mit einem Messer bedroht, doch ist der Beamte nicht verletzt. Die Täter sind mit dem geraubten Gelde entkom­men. Die Nummer des Motorrades ist nicht er­kannt monben, auch fehlt noch eine Beschreibung der Täter.

Für 50 000 RM Kleider gestohlen.

. Berlin, 21. Ott. Bei einer Konfektionsfirma in vor Kronenstraße wurde durch unerkannt entkom­mene Täter vergangene Nacht ein großer Ein- bruchsdiebstahl verübt. Die Diebe verschafften sich Zugang zu den Geschäftsräumen und stahlen dort etwa 600 Seiden- und Wollkleider sowie Seiden- und Wollstoffe im Gesamtwert von etwa 50 000 Reichsmark. Höchstwahrscheinlich haben die Ein- brecher zum Fortschaffen der gestohlenen Sachen ein Auto benutzt

Ozeanflieger Johannsen legt Berufung ein

. Hamburg, 21. Okt. Der Flieger Johannsen hat,

wir hören, gegen die vom Hamburger Amts- gericht gefällte Entscheidung in der Auseinander- I$ung mit seinem Flugkameraden Rody Berufung angelegt, so Laß die unerfreuliche Angelegenheit nochmals das Gericht beschäftigen wird. Anschlie- bond an ihre Besuche in Dessau und Berlin werden Flieger heute nach Hamburg zurückkehren, um u)re Auseiandersetzungen fortzusetzsn. Am Samstag Miro Johansen zusammen mit Veiga nach Heide in YMein fliegen, um einen Vortrag über das Ozean- «benteuer zu halten. Später wird er einer Einla-

vonBerlmgske Tidende" nach Kopenhagen

Gerichkliches Nachspiel für den Streif deutscher Matrosen in russischen Häfen.

. Siel, 21. Okt. Die Rückkehr der deutschen Han- olsschifse, auf denen in russischen Häfen ein wilder ©trett ausgebrochen war, steht kurz bevor. In Hol- nau, dem ersten deutschen Hafen, den die Schiffe voruhren, ist bereits ein Schnellschöffengericht *u» ' mmen9etreten, dem alle von der Schiffsleitung b" r^ten Vesatzungsmitglleder unverzüglich vorge- luyrt werden sollen. Das Gericht wird vermutlich ?.Zmts morgen vormittag die ersten Fälle verhan- n" Die Anklage wird auf Meuterei lauten .

e-

ZobesurteU in einem Glogauer Raubmordprozeß.

^^logau, 21. Okt In dem hier verhandelten

pr°3eB gegen den 23jährigen Autoschlosser n^mund Thomas aus Beuchen in Oberschle- n wegen Ermordung des Reisenden Herbert Wal-

Kintz Deutschland Lebensmittel ans dem Ausland einkübven?

Bracucfien wir Lekansntittä^'

Unsere Darstellung veranschaulicht die Einfuhr von Nahrungsmitteln nach Deutschland, die mir selbst im Inland erzeugen können. 3m ersten Halbjahr 1931 hat Deutschland fast für eine Milliarde RM solche Lebensmittel eingeführt, eine Summe, ; die der notleidenden deutschen Landwirtschaft auf diese Weise entzogen wurde.

Der Mann, der in Trance alle

Sprachen beherrscht

Die Welt ist um ein medizinisches Phänomen reicher, das mit Recht als das größte der Welt ange­sprochen wird. Der Fall, von dem hier die Rede ist, dürfte noch lange Zeit unaufklärbar bleiben, oder die Gelehrten müßten in der Lage sein, das Geheimnis der Kräfte im Unterbewußtsein des Menschen und das Rätsel der übersinnlichen magischen Kräfte zu lösen. In der Czernowitzer Klinik lag vor noch nicht allzu langer Zeit der 43jährige Lehrer Josef Schmidt. Anläßlich eines Rundganges der Aerzte verfiel der Patient plötzlich in einen schlafartigen Zustand. Ganz langsam dämmerte er dahin, bis sich ganz unerwartet im Beisein der Aerzte sein Mund auftat

und er die Geburtsdaten aller Aerzte nannte.

Wenige Minuten später berichtete er über die Krankheilsarken aller

Patienten, die in einem anderen Saal lagen, den er nie betreten hatte .

Er nannte sogar für die Krankheiten die lateinischen Namen, obwohl er diese Sprache nie gelernt hatte. Später stellte ei sich auch selbst genau wie in den vor­hergehenden Fällen

die richtige Diagnose.

lung wie Schmidt lagen, staunten natürlich. Die Aerzte standen vor einem Rätsel und konnten Josef Schmidt nur mühselig aus seinem traumartigen Zu­stand wecken. Dann fragte man ihn, ob er wisse, was er soeben erzählt habe worauf Schmidt versicherte, daß er keine Ahnung habe, was mit ihm geschehen sei und was er gesprochen habe.

Von diesem Tage ab verfiel der Patient wieder­holt in Dämmerschläfe. In solchem Zustand

enthüllte er einmal eine Eheaffäre, obwohl er die Betreffenden nie gesehen und auch nicht ge- gekannt hatte.

Als er aus der Klinik entlassen wurde, inter­essierten sich namhafte Nervenärzte aus aller Welt für das Phänomen. Man bemühte sich zwar, die eigenartigen Fähigkeiten Schmidts nicht der Oeffent- lichkeit preiszugeben, aber bald wußte man doch, daß Schmidt eine besondere Begabung oder Veranlagung hatte.

Der Wundermensch erregt in Czernowitz größtes Aufsehen und wird ständig von Forschern und Neugierigen ausgesucht.

Als er wieder einmal in einen hypnotischen Zu­stand kam,

klärte er sogar einen Mord auf.

ter aus Oels verurteilte das Schwurgericht heute nachmittag nach zweitägiger Verhandlung den An­geklagten zum Tode und zum Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte auf Lebensdauer. Thomas hatte am 24. April d. J. das Auto des Reisenden Walter auf der Chaussee zwischen Quaritz und Klovschen angehalten und Walter gebeten, ihn nach Glogau mitzunehmen. Während der Fahrt hatte Thomas den Reisenden erschossen und beraubt. Mit dem geraubten Geld war er nach Glogau gefahren und hatte sich dort neu eingekleidet. Zwei Tage später war er in Beuchen in Oberschlesien verhaftet wor­den. Thomas hatte in der Verhandlung zwar zu­gegeben, auf Walter vier Schüsse abgegeben zu haben, hatte aber bestritten, die Tat aus Ueber» legung begangen zu haben. Er habe vielmehr mit Walter einen politischen Streit gehabt und im Laufe dieses- Streits nach den WortenDann sind wir beide Blutsfeinde" die Schüsse abgegeben. Der Ober­staatsanwalt hatte auf Todesstrafe plädiert, da nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme unzweifelhaft Raubmord vorliege.

Wettersturz im Riesengebirge.

Hirschberg, 21. Okt. Im Riesengebirge ist ein Wettersturz eingetreten, der Schnee und Kälte ge­bracht hat. Im Hochgebirge schneit es bei 7 Grad Kälte und auch im Tal hat es bet 0 Grad mehrfach aefchneit. Im Hochgebirge liegt 7 Zentimeter, in den Vorbergen 78 Zentimeter Schnee.

Lebensmittelgeschäft in Essen-Borbeck geplündert.

Essen, 21. Okt. Im Stadtteil Borbeck drang gestern abend eine etwa 40 Mann starke Horde in eine Verkaufsstelle des KonsumvereinsSelbsthilfe" ein, nachdem sie die Eingangstür zertrümmert hatte. Sie entwendete Lebensmittel aller Art. Was die Plünderer nicht mitnehmen konnten, wurde von ihnen vernichtet. Sie warfen Eier gegen die Wand,

Eine greise Gutsbesitzerswitwe lebte mit ihrer ledi­gen Tochter allein in einem Haufe. Die Wohnung wurde von Räubern überfallen, die Tochter der Grei­sin wurde geknebelt, in den Keller geworfen und dann schließlich erschossen. Mit der Greisin verfuhren die Banditen Humaner. Sie wurde betäubt und wachte erst nach einer Stunde auf. Als dies die Räuber merkten, ergriffen sie panikartig die Flucht. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf, die jedoch zu keinem Ergebnis führten. Der Lehrer Schmidt schlief plötzlich in einer Gesellschaft, zu der er eingeladen war, ein.

Er verlangte einen Bleistift und Briefpapier und schrieb in diesem Zustand in Spiegelschrift ein Wort in k>ebräischer Sprache auf. Schmidt beherrscht natürlich die hebräische Sprache nicht.

Als er aufwachte, wußte er nicht, was er getan hatte. Das Blatt Papier brachte ma,n zu einem Ju­den, der im Spiegel aus den Schriftzügen einen Na­men las. Dieser Name war der des Raubmörders, der die Tochter der Greisin ermordet hatte und das Haus ausplündern wollte. Schmidt beschrieb aber außerdem noch, wo sich der Mörder aufhielt. Sämt-

Das medizinische Phänomen wurde nach dieser Mordenträtselung von allen möglichen Leuten förm­lich belagert. Schmidt hat im Traumzustand sogar den Regierungswechsel mit genauen Daten voraus­gesagt, obwohl zu jener Zeit dieses Thema in Ru­mänien noch nicht erörtert wurde. Der Privatdozent an der Bukarester Universität Dr. Piticarin befaßte sich eingehend mit dem Wundermenschen und erzählte einem Journalisten, daß sich Schmidt im hypnotischen Schlaf aufs Sofa legt oder aber herumgeht.

Auch spricht er alle modernen Sprachen. Nennt man Schmidt den Namen eines ihm unbekannten verstorbenen Menschen, so antwortet er sofort, wann dieser Mann gestorben ist. Er erzählt jedem genau [eine Vergangenheit.

Er spricht auch davon, was sich vor Millionen Jahren auf der Erde abgespielt hat.

Er antwortet in der Sprache, in der er gefragt wird. Keine Sprache der Welt ist ihm im Schlaf­zustand fremd. Die Aerzte können diesen Fall nicht in eine Kategorie von Nervenkrankheiten einreihen. Es handelt sich um einen Fall, der vorläufig nicht geklärt werden kann.

zertraten Lebensmittel und flüchteten dann unter dem RufeHeil Hitler". Es ist einwandfrei festge­stellt, daß es sich um Leute handelt, die vorher an einer kommunistischen Demonstration teilgenommen hatten und durch das UeberfallkommanLo in eine Nebenstraße abgedrängt worden waren.

Raubüberfall auf eine Konsumanstall.

Herne, 22 Okt. Am Mittwoch abend gegen 19 Uhr drangen mehrere maskierte Räuber in die Ge­schäftsräume der Konsumanstalt -er ZecheMont Cenis" ein. Sie forderten die Verkäuferin und eine Kundin aus, sich ruhig zu verhalten und bemächtig­ten sich der Ladenkasse mit 250 Mark Inhalt. Hier­auf ergriffen sie die Flucht und entkamen unerkannt.

Winker im Erzgebirge.

Ehemnih, 21. Okt Mittwoch früh wütete über Chemnitz ein heftiges Wintergewitter, verbunden mit einem eisigen Schneesturm, der verschiedentlich schweren Schaden anrichtete. Die Temperatur ist von 12 Grad Wärme am Dienstag auf den Gefrier­punkt am Mittwoch früh gesunken. Besonders heftig trat das Gewitter in Annâberg auf, das in eine dicke Schneedecke gehüllt ist. Aus Beierfeld wird gemel­det, daß der Erzgebirgkamm bis tief in die Täler hinein eine regelrechte Winterlandschaft ist. Ober- wiesenthal mit Lem Fichtelberg meldet eine Schnee­decke von 10 Zentimeter, bei 5 Grad Kälte.

Einschränkung des tschechoslowakischen postgeld- verkehrs nach Deutschland.

Prag, 21 Okt. Das tschechoslowakische Post­ministerium hat angeorbnet: Vom 21. Oktober ab können aus der Tschechoslowakei nach Deutschland Nachnahmesendungen nur bis zum Höchstbetrag von 200 RM gesendet werden. Für Nachnahmen unb Postausträge, deren eingezogene Beträge auf ein

Postscheckkonto in Deutschland überwiesen werden sollen, gilt der bisherige Höchstbetrag von 600 RM.

Absturz eines Amaleurfliegers.

Bern, 21. Okt Bei Dietikon zwischen Baden und Zürich stürzte aus ca. 80 Meter Höhe ein Sport­flugzeug infolge Flügelbruches ab. Der Pilot, der 36jährige Ingenieur Hugo Schmidt aus Zürich, der das Flugzeug selbst konstruiert hatte, wurde getötet.

Ottawa-Mexiko in knapp 13 Stunden

Mexiko, 21. Okt. Der amerikanische Flieger Major Doolittle startete gestern früh 4.30 Uhr in Ottava (Kanada) und traf nach einer Zwischenlan­dung in Washington um 17.15 Uhr in der Stadt Mexiko ein. Die zurückgelegte Strecke beträgt 4000 Kilometer.

RentnevhNke

Monatliche Beiträge für September 1931

W. C. Heraeus, Dunlop Co. je 100 Mk.; Dr. Heraeus fen., Quarzlampen-Gefellschaft je 50 Mk.; C. A. Traxel, G. Siebert G. m. b. H. je 25 Mk.; Dr. Canthal, Mainzer u. Bruchfeld, L. A. Pelissier je 10 Mk.; Tietz, Wronker, Dr. Heip, Apotheker Krug je 5 Mark.

Vierteljährliche Beiträge

Latscha A.-G. (Lebensmittelscheine) 26 Mark; Berlizheimer Söhne 20 Mk.; Louis Ditter, H. Zwerne- mann je 5 Mk.; W. Wörner, Jakob Koch, Bilgen je3 Mk.; Chr. Fuchs, Bruno Clauß, Klenk, Lambert, Breitenbücher, Joh. Kost je 2 Mk; Kaufhold, Frau Ewald je 1 Mk.; Friedrich Rumpf, A. Glaab, Fr. Beilstein, Klaus, Leop. Kretzler je 10 Brote; Johann Reußwig, Joh. Jünger je 6 Brote; K. Halin, H. Schneider, K. Meier je 5 Brote; Reuhl 3 Brote; Joh. Siegm. Deibel, M. Kneisel Nachf.. Iulius Müller je Lebensmittel; L. Hein 1 Ztr. Briketts;

Seb. Schwind 3 Ztr. Briketts,

srundfunkpvogvamm

Donnerstag den 22. Oktober

6.15: Wetterdienst Anschließend Morgengym- gymnastik. 7.20: Frühkonzert. 99.40: Von Ham­burg: Schulfunk. 2lus dem Leben in Staat und Wirtschaft. 12.05: Schallplattenkonzert. 14: Werbe­konzert. 15.30: Stunde der Jugend. 17.05: Nach­mittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: Zettl fragen. 19.05:Die politische Situation", Vortrag. 19.45:Musikalische Grundbegriffe", Vortrag. 20.15: Atlungarische Lieder. 20.50: Fischzug in Freilingen, Mikrophonbericht. 21.10: Eine stunde Unterhaltung. 22.10: Nachrichten.

Von dev rMnsbübne.

Lentraltheater. Im Film ist bekanntlich nichts unmöglich, warum sollte also nicht auch einmal ein simpler Buchhalter mit dem seltenen Namen Meyer Liebe und Hand eines reizenden Bankmagnaten- töchterleins gewinnen. Wie das auf allen erdenk­lichen Umwegen zu geschehen hat, zeigt uns Harald Paulsen und noch viel besser Liane Haid in dem köstlichen Ton-Lustspiel2 X Hochzei t", bei dem man aus einem anhaltenden vergnüglichen Schmunzeln nicht herauskommt. Dabei ist der Weg bis zum ersehnten Ziel unendlich weit und mit Hindernissen geradezu gepflastert, die aber |amt= lich spielend von der schönen Liane aus dem Wege geräumt werden. Der in jeder Beziehung gewich­tige, dafür aber umso unmöglichere Freier (K. Huszar-Puffy) wird von ihr schließlich derart zer­mürbt, daß er freiwillig vom Verlöbnis zurücktritt und zur Geliebten des Schwiegervaters in fpe (Lucie Englisch) flüchtet. Vorher hat er aber den rettenden Vertrag für die in allen Fugen kra­chende Großbank unterschrieben, so daß schließlich eitel Freude auf. der ganzen Linie herrscht. Szöke Szakall als ewig quasselnder Onkel und R. A. Roberts als gehorsamer Vater seiner Tochter, zwei glänzend karrikierte Figuren, können sich nun un­besorgt bis in alle Ewigkeit über das alte Thema meine Tochter deine Nichte" oder nach Be­lieben auch umgekehrt streiten. Das Publikum amüsiert sich derweilen und auf alle Fälle köstlich über den bunten Wirbel der Geschehnisse. Im Beiprogramm gibt es u. a. einen Tonfilmsketsch vom gehörnten Ehemann und eine kleine Revue der bekanntesten Nelson'schen Schlager.

Veverne- Vevsammlunse«

Fußballklub Viktoria 30. Freitag, den 23. Ok­tober, abends 8 Uhr, Vierteljahresversammlung kn Parkrestaurant. Pünktliches Erscheinen aller Mit­glieder Pflicht. 1287

Turn- und Sportvereinigung 1860 (Wanderab- teilung). Am Sonntag, den 25. Oktober, findet unsere 8. Wanderung statt. Abmarsch 1 Uhr Eigen­heim. 1298

Evang. Kasino (Gesangsabteilung). Heute abend 8 Uhr Probe für die Reformationsseier im Ver­einshaus. Dortselbst wichtige Besprechung. Voll­zähliges Erscheinen unbedingt erforderlich. 1296

Turn- u. Fechtklub (Ski-Abteilung). Ab Anfang November Vorträge^ Trockenübungen, Ski-Gym­nastik. Gäste und Freunde willkommen. Näheres an dieser Stelle. 1297

GtädttWe VerarmtmaOuns eu

Bekanntmachung

Aus Ersparnisgründen wird die Fernsprech­zentrale des Wohlfahrtsamts Anschluß Nr 3441 mit dem heutigen Tage aufgehoben. Die bisher fei dieser Zentrale angeschlosfenen städt. Dienst­tellen sind nunmehr sämtlich durch Vermittlung der Zentrale des Rathauses Anschluß Nr. 3941 zu erreichen. 143

Hanau, den 21. Oktober 1931.

Der Magistrat, gez. Dr. Müller

Vertnssdfrrktion: Paal Nack. Hauptsvliriftlciter: Richard Hultsch.

Verantwortlich für Politik and allgemeinen Teik Richard Hultsch, für Lokales and Feuilleton: Werner Rühle, ni a n n . für Sport end Provint: Hans 0 e b i.

eh lager für Anzeigen and Reklamen Fr Sieben, h ü h n r r, sämtlich in Hanau. Rotationsdrnek der Waiseuhansbnehdrnckcrel Hanau Fern- sprecha 11 Schluß Nr. 3956, 8937. 3938.