Sahrsaus
Land
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Bis jetzt 3 Tote und 8 Verletzte
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Die übrige Belegschaft noch eingeschlossen
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Das Luftschiff „Gras Zeppelin" befand sich um Mitternacht MEZ. auf 12,08 Grad Nord und 24,47 Grad West. Die Landung in Pernambuco wir für Dienstag früh 1 Uhr erwartet.
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• Reichsfinanzminister Dr. Dietrich sprach Sern in Darmstadt über Wirtschastsfragen. Er rte u. a. aus, daß die schweren Opfer der Beamtenschaft durch entschlossen« Preissenkung aus- geglichen werden müßten.
Der Antrag der Sozialdemokraten über die Kürzung der Pensionen und Gehälter wurde, wie alle anderen auf Abänderung der Notverordnung gerichteten Anträge, dem Haushaltsausschuß des Reichstages überwiesen. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat jetzt den Vorsitzenden des Haushaltsausschusses ersucht, die sozialdemokratische Anträge und den dazu gehörenden Gesetzentwurf der Reichsregierung als ersten Punkt für eine baldigst stattfindende Sitzung des Haushaltsausschusses in Aussicht zu nehmen.
• Der sächsische Staatsminister a. D. Dr. Weber hat sein Amt als zweiter Vorsitzender der Wirt- jchaftspartei niebergelegt^
Der Verfassungsausschuß des Bayerischen Land- taaes lehnte die Anträge auf Auflösung des Land-
und der 'Deutschnationalen ab.
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Ein deutscher Freiballon, der h Bochum aufgestiegen war, landete gestern in der Nähe von Lüttich. In der Gondel befanden sich drei Männer und eine Frau. Sie erklärten, sie seien Sportsleute und hätten geglaubt, sie seien noch über deutschem Gebiet. Die Gendarmerie unterzog die Insassen des Ballons einem Verhör.
Der Ständige Internationale Gerichtshof wird am 5. November zu seiner 23. (außerordentlichen) Sitzung zusammentreten In ihr wird der Danzigpolnische Streitfall in der Angelegenheit der umstrittenen Zulassung polnischer Kriegsschiffe im Danziger Hafen zur Behandlung kommen Der Beginn der öffentlichen Verhandlungen ist für den 9. November in Aussicht* genommen.
Der Vorsitzende des Munizipalrates, der für die Dauer eines Jahres die Funktionen eines Bürgermeisters ausübt, Francois Latour, und sein Stellvertreter, Renè Faillot, begleitet von dem Direktor seines Kabinetts, Rens Weiß, haben gestern nachmittag Paris mit dem Nordexpreß verlassen, um sich zu einem Besuch des Oberbürgermeisters Sahm und der Berliner Stadtverwallung nach Berlin zu begeben.
• Thomas Edison ist gestern früh im Wer von 84 Jahren gestorben. Die Leiche Edisons wird heute und morgen in seinem Laboratorium aufgebahrt werden. Der Beisetzung wird Präsident Hoover beiwohnen. *
Professor Nicholas M. Butler von der Co- tumbia-Umversität teilte mit, daß sich ein Ausschuß zur Prüfung der Frage gebildet habe, ob es möglich sei, „auf dem Wege über die Bereinigten Staaten" einen wirtschaftlichen Druck gegen Nationen anzuweirden, die unter Verletzung des Kelloggpaktes in den Krieg eintreten. Zu dem Ausschuß gehören der frühere amerikanische Boftchaf- ter in London Houghton, der Vizepräsident der amerikanischen Abteilung der Internationalen Handelskammer Silas Strawn und der bekannte ame- kikanische Volkswirtschaftler norman Davis.
Nach einer Agenturmeldung aus Newyork soll Bank von Frankreich sich bereit erklärt haben, bei der Federal Reserve Bank eine Goldeinlage von M0 Mill. Dollar zu machen, während die Federal Reserve Bank nach und nach ihren Diskontsatz bis ouf fünf Prozent heraufsetzen und die nicht garan- tierten Kredite für Handel und Industrie ein- y,t.u,clt|UJ,U|U:il| UU3 UUV (U;uspuu/ ww«,
V^ranten würde. Diese Regelung soll auf Grund &er Reichsrat, damit auch die territorialen und re- seit einigen Tagen von Vertretern der Bank - " " ...... ' '
Frankreich mit den leitenden Persönlichkeiten der Federal Reserve Bank in Newyork geführten Werfyanbiungen erfolgt sein.
Die offizielle Leitung der französischen Sektion deutsch-französischen Wirtschaftskommission wwd Ministerpräsident Laval selbst übernehmen, während die praktische Leitung in den Händen von Unterstaatssekretär Gignoux liegen wird. Auf diese Weise ist eine volle Gleichheit zwischen der deut- und der französischen Sektion hergestellt.
*' Näheres siehe hn politischen Teil.
Herne, 19. Ott. Auf der Zeche „Monk Lenis* in Sodingen bei Herne hat sich heute früh ein Grubenunglück ereignet. Alle Aerzte der Nachbarschaft wurden zu Hilfe gerufen. Um 9% Uhr hatten 4 Wagen des Roten Kreuzes Verletzte oder Tote aus dem Zechengelände fortgefchaft.
Wie wir weiter erfahren, handelt es sich bei dem Unglück wahrscheinlich um eine Schlagwetterexplosion. Die Zechenverwaltung hat alle Retkungskolonnen des Ruhrbergbaues angefordert. Wie festgestellt wurde, sind bisher auf der Zeche 3 tote und 8 teils schwerer, teils leichter verletzte Bergleute geborgen worden. Die übrige Belegschaft ist noch eingeschloffen. Man kann daher noch nichts genaues über die Auswirkung der Explosion sagen.
Das große Aerbftvrosramm
Berlin. 18. Ott. Die neue Woche wird nach der Hochspannung der letzten 14 Tage in die politische Entwicklung zunächst eine Pause einschalten. Der Kanzler fährt am Montag abend zunächst bis Freitag oder Samstag nach Westdeutschland. Der Vizekanzler ist bereits nach Baden abgereist, und einige andere Mitglieder des Kabinetts werden wohl auch nach für einige Tage Berlin verlassen, um sich von den Strapazen dieser letzten Zeit wenigstens etwas zu erholen. Außer der personellen Neuregelung der Leitung des Sied- lungswerkes sind in dieser Woche keine wesentlichen Entscheidungen zu erwarten.
Am nächsten Sonntag wird das Kabinett. Die große Notverordnung,
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dem nicht nur für die deutsch-italienischen Beziehungen. sondern auch für die Lösung der großen, die ganze Welt interessierenden Probleme besondere Bedeutung zukommt Der italienische Außenminister fährt im Anschluß an seine Berliner Reise nach Amerika. Er wird bei seinem Berliner Aufenthalt über die Auffassungen der Reichsregierung ins Bild gesetzt werden und wird auch Gelegenheit haben, sich bei uns ein unmittelbares Bild von der deutschen Lage zu machen. Man braucht wohl nicht daran zu zweifeln, daß er nach Rom und dann nach Washington den Eindruck mitnehmen wird, daß es jetzt ums Ganze geht, daß wirklich etwas Durchgreifendes geschehen muß, wenn die Weltkrise, die von Deutschland ihren Anfang nahm, nicht noch erschreckendere Dimensionen annehmen soll.
Die politische Pause in dieser Woche wird weiter noch dadurch bedingt, daß das innerwirtschaftliche Programm nicht eher in Angriff genommen werden kann, als eine
Klärung der englischen RegierungsverhSltnlffe herbeigeführt worden ist. Denn da die Wahlen in England am 27. Oktober, wie man erwartet, den Konservativen maßgebenden Einfluß auf die Regierungspolitik bringen, so müssen wir mit einer Zollpolitik Englands rechnen, von der auch die deutsche Wirtschaft mitbetroffen wird. Es liegt auf der Hand, daß die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Reichsregierung sich aus diese Dinge einstellen müssen.
Der Wirlschaftsbelral
wird also erst arbeiten können, wenn hierüber Klarheit besteht. Er wird Anfang der nächsten Woche zwischen dem 26. und 29. Oktober zu seiner ersten großen Sitzung unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten zusammentreten. Diese Beratungen werden mehrere Tage in Anspruch nehmen, bis die Grenzen der zu behandelnden Pro- bleme abgesteckt sind. Dann werden mehrere Ausschüsse gebildet werden, die die positive Arbeit zu leisten haben. Sie werden nach den Ar- bsitsgebieten eingesetzt, und zwar je ein Ausschuß für die Gold- und Zinsfrage, für das Problem der Lohntarife, für das Kartellwesen und die Preisbildung sowie die Fragen, die den gewerblichen Mittelstand besonders angehen. Diese Ausschüsse dürften schon deshalb nötig sein, weil die unumgängliche Berücksichtigung aller beteiligten Kreise den Wirtschastsboirot umfangreicher gestalten wird als es wünschenswert erscheinen mag. So wird vertreten sein die Landwirtschaft, die Industrie, die Gewerkschaften, das Handwerk und schließlich auch
gionalen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Wenn man sich allein vergegenwärtigt, daß drei Gewerk- schaftsrichtungen zu beachten sind und dazu noch die Angestelltenoerbände kommen, wenn man ferner die Verschiedenheit der Industrieverhä l-tn isse in Rechnung stellt, so ergibt sich ohne weiteres, daß der Wirtschaftsbeirat etwa zwei Dutzend Mitglieder umfassen wird. Natürlich muß unter diesen Umständen der Weg der kleineren Fachausschüsse gewählt werden. Man rechnet damit, daß die Ausschußarbeiten etwa 14 Tage in Anspruch nehmen werden, so daß unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten in ungefähr drei Wochen die Scklußoerhand- lungen der Vollkonserenz stattfinden können.
sang bl5 M 7 lte Dezember zu erwarten In interessierten Kreisen erhofft man von diesen Maßnahmen wesentliche Fortschritte, in der Behandlung der wirtschaftlichen Lage, zumal dann etwa gleichzeitig die außenpolitischen Abmachungen in die Entscheidung hineingreifen dürften. i
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Berlin, 18. Okt. Wie von gewerkschaftlicher Seite berichtet wird, sind die Arbeitnehmerorganisationen aufgefordert worden, aus ihrem Kreise Vorschläge für die Berufung in den W i r t s ch a f t s b e i r a t zu machen. Die freien Gewerkschaften haben Eggert und Graßmann vorgeschlagen. Der Vorschlag des Afa-Bundes steht noch nicht fest. Der Deutsche Gewerschaftsbund schlägt Otte vom Gesamtoerband der christlichen Gewerkschaften und1
Der kapanikch-WneMche ânSMt
Lava» genügen dke bisherigen Erklärungen der chine- fischen Regierung nicht - Es fordert Garantien
Genf 18. Okt.- Die japanische Delegation veröffentlicht am Vorabend der wieder beginnenden öffentlichen Verhandlung des Völkerbundes eine ausführliche Darstellung der Auffassung Japans über den Konflikt in der Mandschurei.
Daraus geht hervor, daß Japan an seinem bisherigen Standpunkt festhält, daß nämlich japanische Truppen erst dann zurückgezogen werden könnten, wenn die Sicherheit des Lebens und des Eigentums der Japaner in der Südmandschurei gewährleistet sei. Wiederum wird betont, daß mehr in direkten Verhandlungen zwischen China und Japan die grundsätzlichen Fragen, die die Beziehungen der beiden Länder betreffen, geklärt werden müßten. Es wird bestritten, daß die antijapanische Bewegung in China ein elementarer Ausdruck der Volksstimmung gegen die japanische Besetzung sei und erklärt, daß diese Bewegung von den chinesischen Behörden hervorgerufen und systematisch geschürt werde. Um zu einer Lösung des Konfliktes zu kommen, fei es vor allen Dingen erforderlich, daß die chinesischen Truppen sich aller Feindseligkeiten gegen die zum Schutze der japanischen Interessen entsandten japanischen Truppen enthielten. Ferner müßten die chinesische Regierung und die lokalen Behörden fest entschlossen sein, die den Japanern in den Verträgen zuerkannten Rechte zu achten, und sie müßten Garantien geben für den Schutz der japanischen Staat sa naehörigen. Nur dann sei eine vollständige Zurückzic^n.^, der Truppen möglich. Die bisherige Erklärung der chinesischen Regierung, daß sie die Verantwortung hierfür übernehmen wolle, genüge nicht. Japan hege Zweifel, ob China überhaupt
Hegewald vom Gesamtverband der deutschen Angestelltengewerkschaften vor. Auf den Gewerk- schaftsring soll nach den Absichten den Reichsregierung nur ein Mitglied entfallen. Damit wären dann die Arbeitnehmer mit sechs Vertretern zu der Arbeft des Wirtschaftsbeirates herangezogen.
Austritte aus der tvirt- schattsvavtei
Berlin, 17. Okt. Die schwankende Haltung der Wirtschaftspartei vor der entscheidenden Abstimmung im Reichstag scheint innerhalb der Partei Folgen zu haben, die unter Umständen das ganz« Parteigefüge erschüttern können. So wird aus Dresden gemeldet, daß Staatsminister a. D. D r. Weber sein Amt als zweiter Vorsitzender der Wirtschaftspartei niedergelegt habe. Der Schritt Dr. Webers wird mit der Abstimmung im Reichstag begründet, bei der die Wirtschaftspartei eine Haltung eingenommen hat, die Dr. Weber nicht mit feinem Namen decken will.
Auch in den Unterorganisationen im Reich macht sich erhebliche Unzufriedenheit geltend. So hat infolge der Vorgänge im Reichstag die Ortsgruppe Unterweser der Wirtschaftspartei ihre Auflösung beschlossen. In einer Versammlung der Ortsgruppe Duisburg der Wirtschaftspartei wurde der Anschluß der Ortsgruppe an die am 20. September in Frankfurt gegründete Radikale Mittelstandspartei nach einer Rede des ersten Vor- jiticirbën A^uinmers ixoll^o^cn.
Der Vertreter der Hamborn«r Wirtschafts- Partei erklärte in der Aussprache, daß die Ortsgruppe Hamborn zwar nicht mehr der Wirtschaftspartei angehöre, im übrigen aber „Gewehr bei Fuß" stehe.
Der Gesamtvorstand der Wirtschaftspartei i m Wahlkreis Thüringen trat in Altenburg unter Teilnahme der thüringischen Landtagsfraktion und der Vertreter der sächsischen und preußischen Wahlkreise zusammen. Nach eingehender Aussprache, bei der auch der Reichstagsfraktion Gelegenheit gegeben war, ihren Standpunkt zu vertreten, erhob der chüringische Gefamtvorstand scharfen P r o t e st dagegen, daß die Reichslagsfraktion für die Regierung Brüning gestimmt habe. Die chüringische Wahl- kreiskonferenz der Wirtschaftspartei soll einberufen und ihr die Frage der weiteren Haltung zu Partei und Reichstagsfraktion vorgelegt werden.
in der Lage sei, solche Zusicherungen durchzuführen. Man sage, der Völkerbund sei bereit, die Sicherheit der japanischen Staatsangehörigen in der Mandschurei zu garantieren. Es werde zweifel
los geprüft werden, wenn der Völkerbund
ein
wirksames Mittel finden werde. Das Leben der
japanischen Staatsangehörigen sei aber für
die
japanische Regierung zu kostbar, als daß sie sich hier irgend welchem Risiko aussetzen könne. Zum Schluß wird der Völkerbund gewarnt, die Lebens- interessen Japans, die hier auf dem Spiele ständen, zu verkennen. Die japanische Delegation erwarte, daß der Völkerbund durch eine ruhige und abwartende Haltung eine wirkliche Befriedigung herbeizuführen helfe.
Savaus Einwand »ege« Amevika
Genf, 18. DEL Die japanische Regierung hat heute erneut zu der Frage der Einladung der amerikanischen Regierung in einem Memorandum Stellung genommen, das der Vertreter Japans im Völkerbundsrat, Yoshifawa, Briand überreicht hat. Die japanische Regierung besteht darauf, daß ihre juristischen Einwände gegen die Zulässigkeit
Die heutrae Summe« ^mfaSi
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