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Sahrsaus

Land

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 1L, Samstag 12 R-Psg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg-, im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. , Offertengebühr 50 R-Psg.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Lezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aui Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplahvorschrist wErscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.--Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956, 3957,3958

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Montag den

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Bis jetzt 3 Tote und 8 Verletzte

geboesen

Die übrige Belegschaft noch eingeschlossen

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Das LuftschiffGras Zeppelin" befand sich um Mitternacht MEZ. auf 12,08 Grad Nord und 24,47 Grad West. Die Landung in Pernambuco wir für Dienstag früh 1 Uhr erwartet.

Reichsfinanzminister Dr. Dietrich sprach Sern in Darmstadt über Wirtschastsfragen. Er rte u. a. aus, daß die schweren Opfer der Be­amtenschaft durch entschlossen« Preissenkung aus- geglichen werden müßten.

Der Antrag der Sozialdemokraten über die Kürzung der Pensionen und Gehälter wurde, wie alle anderen auf Abänderung der Notverordnung gerichteten Anträge, dem Haushaltsausschuß des Reichstages überwiesen. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat jetzt den Vorsitzenden des Haushaltsausschusses ersucht, die sozialdemokratische Anträge und den dazu gehörenden Gesetzentwurf der Reichsregierung als ersten Punkt für eine bal­digst stattfindende Sitzung des Haushaltsausschusses in Aussicht zu nehmen.

Der sächsische Staatsminister a. D. Dr. Weber hat sein Amt als zweiter Vorsitzender der Wirt- jchaftspartei niebergelegt^

Der Verfassungsausschuß des Bayerischen Land- taaes lehnte die Anträge auf Auflösung des Land-

und der 'Deutschnationalen ab.

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Ein deutscher Freiballon, der h Bochum auf­gestiegen war, landete gestern in der Nähe von Lüttich. In der Gondel befanden sich drei Männer und eine Frau. Sie erklärten, sie seien Sportsleute und hätten geglaubt, sie seien noch über deutschem Gebiet. Die Gendarmerie unterzog die Insassen des Ballons einem Verhör.

Der Ständige Internationale Gerichtshof wird am 5. November zu seiner 23. (außerordentlichen) Sitzung zusammentreten In ihr wird der Danzig­polnische Streitfall in der Angelegenheit der um­strittenen Zulassung polnischer Kriegsschiffe im Danziger Hafen zur Behandlung kommen Der Beginn der öffentlichen Verhandlungen ist für den 9. November in Aussicht* genommen.

Der Vorsitzende des Munizipalrates, der für die Dauer eines Jahres die Funktionen eines Bürger­meisters ausübt, Francois Latour, und sein Stell­vertreter, Renè Faillot, begleitet von dem Direktor seines Kabinetts, Rens Weiß, haben gestern nach­mittag Paris mit dem Nordexpreß verlassen, um sich zu einem Besuch des Oberbürgermeisters Sahm und der Berliner Stadtverwallung nach Berlin zu begeben.

Thomas Edison ist gestern früh im Wer von 84 Jahren gestorben. Die Leiche Edisons wird heute und morgen in seinem Laboratorium aufge­bahrt werden. Der Beisetzung wird Präsident Hoover beiwohnen. *

Professor Nicholas M. Butler von der Co- tumbia-Umversität teilte mit, daß sich ein Aus­schuß zur Prüfung der Frage gebildet habe, ob es möglich sei,auf dem Wege über die Bereinigten Staaten" einen wirtschaftlichen Druck gegen Nationen anzuweirden, die unter Verletzung des Kelloggpaktes in den Krieg eintreten. Zu dem Aus­schuß gehören der frühere amerikanische Boftchaf- ter in London Houghton, der Vizepräsident der amerikanischen Abteilung der Internationalen Han­delskammer Silas Strawn und der bekannte ame- kikanische Volkswirtschaftler norman Davis.

Nach einer Agenturmeldung aus Newyork soll Bank von Frankreich sich bereit erklärt haben, bei der Federal Reserve Bank eine Goldeinlage von M0 Mill. Dollar zu machen, während die Federal Reserve Bank nach und nach ihren Diskontsatz bis ouf fünf Prozent heraufsetzen und die nicht garan- tierten Kredite für Handel und Industrie ein- y,t.u,clt|UJ,U|U:il| UU3 UUV (U;uspuu/ ww«,

V^ranten würde. Diese Regelung soll auf Grund &er Reichsrat, damit auch die territorialen und re- seit einigen Tagen von Vertretern der Bank - " " ...... ' '

Frankreich mit den leitenden Persönlichkeiten der Federal Reserve Bank in Newyork geführten Werfyanbiungen erfolgt sein.

Die offizielle Leitung der französischen Sektion deutsch-französischen Wirtschaftskommission wwd Ministerpräsident Laval selbst übernehmen, während die praktische Leitung in den Händen von Unterstaatssekretär Gignoux liegen wird. Auf diese Weise ist eine volle Gleichheit zwischen der deut- und der französischen Sektion hergestellt.

*' Näheres siehe hn politischen Teil.

Herne, 19. Ott. Auf der ZecheMonk Lenis* in Sodingen bei Herne hat sich heute früh ein Grubenunglück ereignet. Alle Aerzte der Nachbarschaft wurden zu Hilfe gerufen. Um 9% Uhr hatten 4 Wagen des Roten Kreuzes Verletzte oder Tote aus dem Zechengelände fortgefchaft.

Wie wir weiter erfahren, handelt es sich bei dem Unglück wahrscheinlich um eine Schlagwetterexplosion. Die Zechenverwaltung hat alle Retkungskolonnen des Ruhrbergbaues angefordert. Wie festgestellt wurde, sind bisher auf der Zeche 3 tote und 8 teils schwerer, teils leichter verletzte Bergleute geborgen worden. Die übrige Beleg­schaft ist noch eingeschloffen. Man kann daher noch nichts genaues über die Auswirkung der Explosion sagen.

Das große Aerbftvrosramm

Berlin. 18. Ott. Die neue Woche wird nach der Hochspannung der letzten 14 Tage in die politische Entwicklung zunächst eine Pause einschalten. Der Kanzler fährt am Mon­tag abend zunächst bis Freitag oder Samstag nach Westdeutschland. Der Vizekanzler ist bereits nach Baden abgereist, und einige andere Mitglieder des Kabinetts werden wohl auch nach für einige Tage Berlin verlassen, um sich von den Strapazen dieser letzten Zeit wenigstens etwas zu erholen. Außer der personellen Neuregelung der Leitung des Sied- lungswerkes sind in dieser Woche keine wesentlichen Entscheidungen zu erwarten.

Am nächsten Sonntag wird das Kabinett. Die große Notverordnung,

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dem nicht nur für die deutsch-italienischen Beziehun­gen. sondern auch für die Lösung der großen, die ganze Welt interessierenden Probleme besondere Bedeutung zukommt Der italienische Außen­minister fährt im Anschluß an seine Berliner Reise nach Amerika. Er wird bei seinem Berliner Aufent­halt über die Auffassungen der Reichsregierung ins Bild gesetzt werden und wird auch Gelegenheit haben, sich bei uns ein unmittelbares Bild von der deutschen Lage zu machen. Man braucht wohl nicht daran zu zweifeln, daß er nach Rom und dann nach Washington den Eindruck mitnehmen wird, daß es jetzt ums Ganze geht, daß wirklich etwas Durchgreifendes geschehen muß, wenn die Weltkrise, die von Deutschland ihren Anfang nahm, nicht noch erschreckendere Dimensionen an­nehmen soll.

Die politische Pause in dieser Woche wird weiter noch dadurch bedingt, daß das innerwirtschaftliche Programm nicht eher in Angriff genommen werden kann, als eine

Klärung der englischen RegierungsverhSltnlffe herbeigeführt worden ist. Denn da die Wahlen in England am 27. Oktober, wie man erwartet, den Konservativen maßgebenden Einfluß auf die Re­gierungspolitik bringen, so müssen wir mit einer Zollpolitik Englands rechnen, von der auch die deutsche Wirtschaft mitbetroffen wird. Es liegt auf der Hand, daß die wirtschaftspolitischen Maßnah­men der Reichsregierung sich aus diese Dinge ein­stellen müssen.

Der Wirlschaftsbelral

wird also erst arbeiten können, wenn hierüber Klarheit besteht. Er wird Anfang der nächsten Woche zwischen dem 26. und 29. Oktober zu seiner ersten großen Sitzung unter dem Vorsitz des Reichspräsidenten zusammentreten. Diese Be­ratungen werden mehrere Tage in Anspruch neh­men, bis die Grenzen der zu behandelnden Pro- bleme abgesteckt sind. Dann werden mehrere Ausschüsse gebildet werden, die die positive Arbeit zu leisten haben. Sie werden nach den Ar- bsitsgebieten eingesetzt, und zwar je ein Ausschuß für die Gold- und Zinsfrage, für das Problem der Lohntarife, für das Kartellwesen und die Preis­bildung sowie die Fragen, die den gewerblichen Mittelstand besonders angehen. Diese Ausschüsse dürften schon deshalb nötig sein, weil die unum­gängliche Berücksichtigung aller beteiligten Kreise den Wirtschastsboirot umfangreicher gestalten wird als es wünschenswert erscheinen mag. So wird vertreten sein die Landwirtschaft, die Industrie, die Gewerkschaften, das Handwerk und schließlich auch

gionalen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Wenn man sich allein vergegenwärtigt, daß drei Gewerk- schaftsrichtungen zu beachten sind und dazu noch die Angestelltenoerbände kommen, wenn man ferner die Verschiedenheit der Industrieverhä l-tn isse in Rechnung stellt, so ergibt sich ohne weiteres, daß der Wirtschaftsbeirat etwa zwei Dutzend Mitglieder umfassen wird. Natürlich muß unter diesen Um­ständen der Weg der kleineren Fachausschüsse ge­wählt werden. Man rechnet damit, daß die Aus­schußarbeiten etwa 14 Tage in Anspruch nehmen werden, so daß unter dem Vorsitz des Reichspräsi­denten in ungefähr drei Wochen die Scklußoerhand- lungen der Vollkonserenz stattfinden können.

sang bl5 M 7 lte Dezember zu erwarten In interessierten Kreisen erhofft man von diesen Maßnahmen wesentliche Fortschritte, in der Be­handlung der wirtschaftlichen Lage, zumal dann etwa gleichzeitig die außenpolitischen Abmachungen in die Entscheidung hineingreifen dürften. i

6 Arbeitnehmer km LVlvt- Matsbewat

Berlin, 18. Okt. Wie von gewerkschaftlicher Seite berichtet wird, sind die Arbeitnehmerorganisationen aufgefordert worden, aus ihrem Kreise Vorschläge für die Berufung in den W i r t s ch a f t s b e i r a t zu machen. Die freien Gewerkschaften haben Eggert und Graßmann vorgeschlagen. Der Vorschlag des Afa-Bundes steht noch nicht fest. Der Deutsche Gewerschaftsbund schlägt Otte vom Ge­samtoerband der christlichen Gewerkschaften und1

Der kapanikch-WneMche ânSMt

Lava» genügen dke bisherigen Erklärungen der chine- fischen Regierung nicht - Es fordert Garantien

Genf 18. Okt.- Die japanische Delegation veröffentlicht am Vorabend der wieder be­ginnenden öffentlichen Verhandlung des Völkerbundes eine ausführliche Darstellung der Auffassung Japans über den Konflikt in der Mandschurei.

Daraus geht hervor, daß Japan an seinem bis­herigen Standpunkt festhält, daß nämlich japanische Truppen erst dann zurückgezogen werden könnten, wenn die Sicherheit des Lebens und des Eigentums der Japaner in der Südmandschurei gewährleistet sei. Wiederum wird betont, daß mehr in direk­ten Verhandlungen zwischen China und Japan die grundsätzlichen Fragen, die die Bezie­hungen der beiden Länder betreffen, geklärt wer­den müßten. Es wird bestritten, daß die anti­japanische Bewegung in China ein elementarer Ausdruck der Volksstimmung gegen die japanische Besetzung sei und erklärt, daß diese Bewegung von den chinesischen Behörden hervorgerufen und syste­matisch geschürt werde. Um zu einer Lösung des Konfliktes zu kommen, fei es vor allen Dingen er­forderlich, daß die chinesischen Truppen sich aller Feindseligkeiten gegen die zum Schutze der ja­panischen Interessen entsandten japanischen Trup­pen enthielten. Ferner müßten die chinesische Regierung und die lokalen Behörden fest entschlossen sein, die den Japanern in den Ver­trägen zuerkannten Rechte zu achten, und sie müß­ten Garantien geben für den Schutz der japanischen Staat sa naehörigen. Nur dann sei eine vollständige Zurückzic^n.^, der Truppen möglich. Die bisherige Erklä­rung der chinesischen Regierung, daß sie die Ver­antwortung hierfür übernehmen wolle, genüge nicht. Japan hege Zweifel, ob China überhaupt

Hegewald vom Gesamtverband der deutschen Angestelltengewerkschaften vor. Auf den Gewerk- schaftsring soll nach den Absichten den Reichs­regierung nur ein Mitglied entfallen. Damit wären dann die Arbeitnehmer mit sechs Vertretern zu der Arbeft des Wirtschaftsbeirates herangezogen.

Austritte aus der tvirt- schattsvavtei

Berlin, 17. Okt. Die schwankende Haltung der Wirtschaftspartei vor der entscheidenden Abstim­mung im Reichstag scheint innerhalb der Partei Folgen zu haben, die unter Umständen das ganz« Parteigefüge erschüttern können. So wird aus Dresden gemeldet, daß Staatsminister a. D. D r. Weber sein Amt als zweiter Vorsitzender der Wirtschaftspartei niedergelegt habe. Der Schritt Dr. Webers wird mit der Abstimmung im Reichs­tag begründet, bei der die Wirtschaftspartei eine Haltung eingenommen hat, die Dr. Weber nicht mit feinem Namen decken will.

Auch in den Unterorganisationen im Reich macht sich erhebliche Unzufriedenheit geltend. So hat in­folge der Vorgänge im Reichstag die Ortsgruppe Unterweser der Wirtschaftspartei ihre Auf­lösung beschlossen. In einer Versammlung der Ortsgruppe Duisburg der Wirtschaftspartei wurde der Anschluß der Ortsgruppe an die am 20. September in Frankfurt gegründete Radikale Mittelstandspartei nach einer Rede des ersten Vor- jiticirbën A^uinmers ixoll^o^cn.

Der Vertreter der Hamborn«r Wirtschafts- Partei erklärte in der Aussprache, daß die Orts­gruppe Hamborn zwar nicht mehr der Wirtschafts­partei angehöre, im übrigen aberGewehr bei Fuß" stehe.

Der Gesamtvorstand der Wirt­schaftspartei i m Wahlkreis Thürin­gen trat in Altenburg unter Teilnahme der thü­ringischen Landtagsfraktion und der Vertreter der sächsischen und preußischen Wahlkreise zusammen. Nach eingehender Aussprache, bei der auch der Reichstagsfraktion Gelegenheit gegeben war, ihren Standpunkt zu vertreten, erhob der chüringische Gefamtvorstand scharfen P r o t e st dagegen, daß die Reichslagsfraktion für die Regierung Brüning gestimmt habe. Die chüringische Wahl- kreiskonferenz der Wirtschaftspartei soll einberufen und ihr die Frage der weiteren Haltung zu Partei und Reichstagsfraktion vorgelegt werden.

in der Lage sei, solche Zusicherungen durchzuführen. Man sage, der Völkerbund sei bereit, die Sicherheit der japanischen Staatsangehörigen in der Mandschurei zu garantieren. Es werde zweifel­

los geprüft werden, wenn der Völkerbund

ein

wirksames Mittel finden werde. Das Leben der

japanischen Staatsangehörigen sei aber für

die

japanische Regierung zu kostbar, als daß sie sich hier irgend welchem Risiko aussetzen könne. Zum Schluß wird der Völkerbund gewarnt, die Lebens- interessen Japans, die hier auf dem Spiele stän­den, zu verkennen. Die japanische Delegation er­warte, daß der Völkerbund durch eine ruhige und abwartende Haltung eine wirkliche Befriedigung herbeizuführen helfe.

Savaus Einwand »ege« Amevika

Genf, 18. DEL Die japanische Regierung hat heute erneut zu der Frage der Einladung der amerikanischen Regierung in einem Memorandum Stellung genommen, das der Vertreter Japans im Völkerbundsrat, Yoshifawa, Briand überreicht hat. Die japanische Regierung besteht darauf, daß ihre juristischen Einwände gegen die Zulässigkeit

Die heutrae Summe« ^mfaSi

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