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General LvyrLger für

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R«pfg.. im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. > Offertengebühr 50 R-Psg.

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Hauau Stadt und Land

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. * Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder au, Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplahvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.>Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3956, 3957,3958

1931

Brüning noch ohne Gvfolg

Dr. Schmitz von der L. G-Favbe« lehnt ab. - Dv. Getzlev erbittet sich Bedenkzeit - Auch andeve Besprechungen ergebnislos verlaufen - Vortrag bei chindenbuvs - Sluslbsungsvollmacht?

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* In der Donnerstag-sitzung des Hauptausschusses des Deutschen Industrie- und Handelstages sprach Reichsbankprästüent Dr. Luther über Reichsreform und Wirtschaft, wobei er ein erneutes nachdrückliches Bekenntnis zur stabilen Währung ablegte.

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Der Reichsrat stimmte gestern den drei inter­nationalen Abkommen für Vereinheitlichung des Wechselrechtes zu. Es ist das erstemal, daß selb­ständige Staaten sich auf einen vollständigen Ge­setzentwurf geeinigt haben. Ferner bestimmte der Reichsrat einer Ausführungsverordnung zur Not- verordnunq vom 5. 6. zu, Lie die Möglichkeit schaf­fen soll, Wirtschaftsprüfer, auch soweit sie nicht selb­ständige Gewerbetreibende sind. 3. B. Vertreter von Treuhand- und Revisionsgesellschaften, anzustellen. Das Abteufoerbot für Kalischächte verlängerte der Reichsrat um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 1936.

Reichsminister Dr. Curtius ist, nachdem er die laufenden Geschäfte seines bisherigen Amtes abge­wickelt- hat, gestern abend mit seiner Gattin nach Badenweiler gefahren, um zunächst einen Erholungs­urlaub anzutreten.

Der Parteivorstand der Deutschen Dolkspartei wird heute zusammentreten. Der Reichsausschuß der Partei, dem außer den Mitgliedern des Pär- ses auch die Vorsitzenden und die Hauptgeschäfts- | sichrer der Wahlkreisverbände angchören, ist zu Samstag einberufen worden.

Die sozialdemokratische Landtagsfraktion und der Ländesausschuß der S. P. D. in Bayern haben sich gegen Neuwahlen noch in diesem Jahre ausgespro­chen. Im gleichen Sinne ist sich, wie verlautet, auch der bayrische Bauernbund in seiner letzten Frak­tionssitzung schlüssig geworden. Da auch die Bay­rische Volkspartei keine Neuwahlen in diesem Jahre wünscht, ist eine ausreichende Majorität für die Ab­lehnung der Anträge auf Landtagsauflösung ge­sichert.

Der amerikanische Staatssekretär Stimson teilte in der Pressekonferenz mit, daß die französische Re­gierung diesmal von den Schritten, die Hoover in der Reparationsfrage vorhabe, vor der Bekannt­gabe informiert worden sei.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist heutè 8.05 Uhr unter Führung von Kapitän Lehmann zu einer 8- stündigen Schweizer Fahrt, die in das Gebiet von Genf führen soll, mit 40 Passagieren an Bord, bei klarem sonnigen Herbstwetter ausgestiegen.

. Nach in Rio de Janeiro umlaufenden Gerüchten sollen zwischen Brasilien und dem Deutschen Reich Verbandlungen über einen Warenaustausch auf gro­ßer Grundlage gepflogen werden. Angeblich bandelt es sich um die Lieferung von einer Million Tonnen Ruhrkohle an Brasilien, das im Austausch hierfür Kaffee nach Deutschland senden soll. Eine Bestäti- gung dieser Gerüchte war bisher an maßgebender Stelle nicht zu erhalten.

Wiener Blätter kündigen dm Erlaß einer östsr- r eidlichen Devifenordnuna an, deren besonderer Zweck die Erfassung der Exportdevisen sei. Sie be­tonen die Notwendigkeit, das Publikum vor den Nachteilen zu schöben, die ihm durch Devisenerwerb im aesebwidrigen Verkehr erwachsen, da die illegalen Devisenkurse in der valutarilchen Position der Na- tionalbank nicht begründet seien.

Ein Teil der englischen Atlantikflotte hat den Hafen von Portsmouth verlassen, um die Herbst- übunoen wieder aufzunehmen, die durch die Zwischenfälle weaen der Lohnherabsetzung in der Marine unterbrochen worden waren.

0

Nach der amtlichen Zählung haben bei der Prä­sidentenwahl in Chile der gewählte Kandidat Juan Esteban Montero 183 428, Alessandri 100 000, Las­ierte 2442 und Hidalgo 1343 Stimmen erhalten. Alessandri hat erklärt, daß er seine Niederlage an­erkennt und annimmt. Seit dieser Erklärung herrscht im ganzen Lande vollständige Ruhe.

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. In Cascia (Italien) ist in der vergangenen Nacht ein starkes Erdbeben verspürt worden. Die Be­völkerung hat panikartig die Häuser verlassen und den Rest der Nacht im Freien zugebracht. Men- schmleben sind nicht zu beklagen, jedoch sind ver­schiedene Häuser stark ebschädigt worden.

1 Nöberes stehe kn politischen Test.

Vvüninss Schwierigkeiten

B e r H n, 8. Oft Reichskanzler Dr. Brüning erstattete heute nachmittag dem Reichspräsidenten einen Zwischenbericht über den Stand der von ihm mit Kandidaten für das neue Kabinett geführten Verhandlungen. Bisher ist es Dr. Brüning noch nicht gelungen, über die Zusage von Professor Warmbold hinaus eine weitere

Zustimmungserklärung einer der in halten.

Die Verhandlungen, die mit Geheimrat Schmitz von den 3. G. Farben als Kandidaten für das Ver- kehrsminisierium geführt worden sind, können als abgeschlossen angesehen werden. Beide Teile sind im Verlauf der Verhandlungen zu der Austastung gelangt, daß Geheimrat Schmitz für eine Teilnahme am Kabinett nicht in Frage komme. Eine mit Dr. Silverberg aufgenommene Fühlung hat zu keinem Erfolg geführt. Auch die Ver­handlungen mit dem Essener Oberbürgermeister Dr. Bracht, dem das Ministerium des Innern übergeben werden sollte, dürften endgültig geschei­tert sein, da Dr. Bracht erklärte, aus seinem Essener Posten unabkömmlich zu sein.

Verhandelt wird zurzeit noch mit Dr. Geßler über das Ministerium des Innern. Geh­ler hat keine sonderliche Neigung, diesen oder einen anderen Posten im Kabinett Brüning anzunehMen. 3m übrigen würde, wenn Dr. Brüning mit einer schwerlich verbessern, da von der Sozialdemo­kratie immer wieder versichert wird, ein Mi­nister des Innern Dr. Geßler müsse von ihr ab- gelehnt werden. Weiter hat der Reichskanzler Fühlung ausgenommen mit Generaldirektor Vög- ler, dem wohl das Verkehrsministerium angeboten werden soll. Eine Aussprache mit dem Volksparteiler Dr. Scholz über das Justiz. Ministerium scheint ergebnislos verlaufen zu fein. Angesichts dieses Stands der Verhand- langen glaubt man, daß die Kabinettsbildung nicht vor Freitagnachmittag gelingen werde.

Ueber das Ergebnis der Konferenz beim Reichs­präsidenten ist man bislang nur aus Vermutungen angewiesen.

Der Schluß liegt nahe, daß es sich dabei auch um die Vollmachten gehandelt haben wird, mit denen der Kanzler vor den Reichstag treten soll. Mit der Auflösungsorder in der Tasche würde Dr. Brüning immerhin seine Aufgabe leich­ter bewältigen können, denn es liegt auf der Hand, daß das Zögern der Ministeranwärter auf die Be­sorgnis zurückzuführen ist. daß diesem zweiten Ka­binett Brüning nur eine kurze L e b ensdauer beichieden sein könnte, sie sich also »nötig exponieren würden.

Wenn übrigens in einigen Berliner Abend­blättern angedeutet wird, daß es auch die Mög­lichkeit einer Auflösung unter Verschiebung der Neuwahlen geben würde, so können wir demgegenüber feststellen, daß der Reichspräsident eine solche Lösung aus verfassungsrechtlichen Grün­den und seiner ganzen Mentalität entsprechend unter gar keinen Umständen zulassen würde.

Die Sozraldemokvatle wavtet ab

Berlin, 8. Okt. In der heutigen Sitzung des V 0 r st a n d s der sozialdemokratischen Reichs­tagsfraktion erstattete der geschäftsführende Vorsitzende Dr. Breitscheid einen Bericht über die

Doch ein neuer Schritt Coovers!

Laval über Hoovers Absichten informiert

Washington, 8. Ott Staatssekretär Stimson teilte in der heutigen Pressekon­

ferenz mit, daß die französische Regier in der Reparationsfrage vorhabe, vor

Lr habe am Dienstag, sobald er in der Kabi- neklssihung von Hoovers Plänen erfuhr, den Washingtoner französischen Geschäftsträger davon in Kenntnis gesetzt und auch den amerikanischen Bot­schafter in Paris Edge, telephonisch angewiesen, Laval zu benachrichtigen, daß Hoover mit dem fran­zösischen Ministerpräsidenten bei dessen Besuch in Amerika die internationale Schulden­srage besprechen möchte. Edge habe gemel-

Aussicht genommenen Persönlichkeiten zu er-

politische Lage. Es wurde beschlossen, zunächst ein­mal für Montag nachmittag 3 Uhr die Fraktion einzu berufen.

Dieser Beschluß erklärt sich daraus, daß man sich bei den Sozialdemokraten offensichtlich ab- w artend verhält, mit der Begründung, die Ministerliste sei noch nicht endgültig fertig, bon der für das Verhallen der Fraktion sehr viel ab- Hänge. Weiter will man die Klärung der Laze bei der nationalen Opposition und bei der Volks­partei abwarten, ehe man endgültige Beschlüsse faßt.

Me Kechtsovvosition

setzt ihre Bemühungen zur Zusammenfassung kleinerer, noch fernstchender Gruppen fort und hofft am Sonntag in Harzburg so stark dazustehen, daß sich ihr die bürgerliche Mitte nicht mehr fern- jJtoUen kann. 2ètGl nur aus oem Oanovoit werden eiche Vertreter erwartet, auch einzelne Persön­lichkeiten der Dolkspartei werden genannt, u. a. General v. Seeckt und der bremische Abg. Hintzmann, die ihre Beteiligung zugesagt haben sollen. Gewiß ohne ihre Partei zu binden, aber die Volkspartei ist doch stark in Bedräng- nis geraten, daß sie vor der Gefahr einer Spaltung steht, wenn sie ein in seiner Ziel­setzung verwaschenes und unentschlossenes Kabinett unterstützen würde. Der Kanzler muß also damit rechnen, daß diese Absage, die der volksparteiliche Führer, Dingeldey, ihm erteilt hat, sehr ernst ge­meint ist, und daß er von der Seite her keinerlei Unterstützung mehr zu erwarten hat, wenn er nicht reinen Tisch macht. Aehnlich liegen die Dinge beim S ah b D 0 11 und wahrscheinlich auch bei der Wirtschaftspartei. Dazu kommen uner­wartete Schwierigkeiten bei der Baye­rischen Volkspartei, die ihre Ansprüche bereits sehr deutlich angemeldet hat und ihre Stim­men dem neuen Kabinett wohl nur zur Verfügung stellt, wenn wesentliche Teile der letzten Notver­ordnung geopfert werden. Bleibt die "Sozialdemo­kratie, deren Parteivorstand am Donnerstag jeder Entischeidung ausgewichen ist, weil er sehr vorsich­tig operieren muß und sehen will, inwieweit die Absvlitterung von links her sich am Montag in der Fraktion auswirkt.

SolkSvavier und ^Germania"

Zu dem Vorwurf derGermania", welche die Haltung der Deutschen Volkspartei als eine Pression bezeichnet hatte, bemerkt die National­liberale Correspondenz:

Die Deutsche Volkspartei hat sich niemand auf- gedrängt, auch nicht dem Kanzler Dr. Brüning. Er mag sein neues Kabinett zu bilden versuchen, wie er es für richtig Hall. Nur darf er nach unserm Dafürhalten nicht annehmen, daß er die Unter­stützung der DVp. für ein solches Kabinett findet, das an denselben Halbheiten leiden muß wie das frühere. Das sollte klar ausgesprochen werden.

ung diesmal von den Schritten, die H00ver der Bekanntgabe informiert worden sei.

del, daß Laval sich sowohl mit der Form der Be­nachrichtigung, wie mit der Tatsache einer Diskus­sion über die Schuldenfrage vollkommen ein- verstanden erklärt habe.

Washington Herold" behauptet, daß die Ban­kiers, mit denen Präsident Hoover in der letzten Woche konferiert hatte, sich mit der Schaffung eines Konsortiums mit einem Kapital von 500 Millionen (Fortsetzung auf Seite 2)

Bedeut««- der <«s- Mche« Neu wähle«

Die Würfel sind in dem englischen Kabinett nach langem Zögern endlich gefallen. Das gegenwärtige Unterhaus macht einem neuen Platz. Die Neuwahlen finden am 27. Oktober statt und das neugewählte Parlament wird am 10. November zu seiner ersten Sitzung zu­sammentreten. Macdonald hat diese Mittei­lung dem Unterhause selbst in einer Sitzung gemacht, die schon sichtlich unter dem Schatten der Auflösung stand. Auf den Bänken der Opposition saßen nur einige wenige Vertreter der Arbeiterpartei. Die anderen nahmen ent­weder an den Verhandlungen des Parteitages der Arbeiterpartei teil oder befanden sich schon in ihrem Wahlkreis, um die Wahl vorzu­bereiten. Auch auf den Bänken der Regie­rung waren gerade soviel Abgeordnete an­wesend, daß die Vorlagen der Regierung einer Mehrheit sicher sein konnten. Im übrigen auch hier leere Sitze. Auch die englischen Re­gierungsparteien sind bereits eifrig im Lande tätig, um ihre Wahlkreise zu bearbeiten.

Maodonald hat vom König die Ermâch- und erhalten, weil er Klarheit darüber hsrbet- führen will, wie sich das Land zu der na­tionalen Regierung und ihren Aufgaben stellt. Wirtschaftlich und finanziell ist England in den letzten Jahren in Schwierigkeiten geraten, mit denen bei der letzten Parlamentswahl noch niemand gerechnet hat. Infolgedessen hält man es in England für nötig, die Wählerschaft zu befragen. Darin offenbart sich immer noch ein großes Zutrauen zum parlamentarischen System. Denn dieselbe Wählerschaft, die dem neuen Kabinett Macdonald ihr Vertrauen vo­tieren fofl, ist von der nationalen Regierung mit einigen recht fühlbaren Steuerlasten be­dacht worden. Die Regierung hat ferner einen sehr kühnen Währungsschritt getan und es ist auch hier die Frage, ob die Wählerschaft die Folgen dieses Schrittes nicht bereits sehr emp­findlich spürt. Gleichwohl ruft man sie jetzt zum Richter über das Schicksal der Regierung auf.

Macdonald kann diesen Schritt wagen, denn er hat alle Aussicht, die Wahlschlacht zu gewinnen. Es werden diesmal keineKupon- Wahlen" sein, wie man in England die Koali- tionswahlen unter Lloyd George getauft hat. Damals erhielten die anerkannten Koalitions­kandidaten einenRegierungs-Kupon". Inner­halb der Koalition wurde ihnen kein Gegen­kandidat gegenübergestellt. In dem bevor­stehenden Wahlkampf ist jeder Partei Be­wegungsfreiheit gegeben. Sie kann den Wahlkampf nach eigenem Ermessen führen. Es besteht aber eineGentlemans-Uebersinkun wonach sich die Konservativen, die Liberalen und die Regierungsanhänger unter den Ar­beiterparteilern gegenseitig keine Schwierig­keiten machen werden. Nur Lloyd George, der bisher an das Krankenzimmer gefesselt war, wird sich wohl von diesem Abkommen ausschließen, ohne daß davon große Rück­wirkungen auf die Haltung der Liberalen zu befürchten wären. Er ist ein absoluter Gegner von Neuwahlen im gegenwärtigen Augenblick und es wird von ihm erzählt, er habe die libe­ralen Minister, die im Kabinett verblieben sind und die Neuwahl mitmachen, Verräter an der liberalen Partei genannt.

Aber die Opposition des liberalen Führers Lloyd George bedeutet in der gegenwärtigen Lage nicht allzu viel. Die liberalen Minister gehen mit Macdonald und denselben Kurs ver­folgen die Liberalen, die sich unter Sir John Simon von der offiziellen Parteiführung ge­trennt haben. Lloyd George wird sich wohl darauf beschränken, an seine Wähler in Carna- von einen Aufruf zu richten, da er seines Ge­sundheitszustandes wegen kaum persönlich in

Die beotioe Nummer umso 6t 13 Setten