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UZMGeneral ÄmeLgsr fito^M^W^ ^iahimsh Land

wo« Stadt und Land

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertag«. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat JUR. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer io, Freitag Samstag 12 R-Pfg. Anzeigenpreis«: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil oon 28 mm Breite 8 R-Pfg.» im ReNam«teit von 68 mm Breite 25 R-Pfg. Offertengebühr 50 R-Psg.

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Donnerstag den

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch ans Lieferung oder Nachlieferung oder au| Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u.Srscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Femspr. 3956, 395T, 3958

24. «September

1931

Neparatt-ns-DeVatte in Genf

Slandtn gegen Revision der Reparationen

Englands Standpunkt

Nie Revavatkonssvage

mutz neu geregelt werden'*

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Ein Berliner Abendblatt will wissen, daß der Kölkerbundsrai beabsichtige, demnächst in Berlin eine Tagung abzuhalten, auf der der japanisch­chinesische Konflikt bereinigt werden soll. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, ist mit einer sol­chen Tagung nicht zu rechnen. Es ist zwar möglich, daß im Laufe der Genfer Erörterungen ein solcher Plan einmal erwogen worden ist, dann dürfte er jetzt aber bereits überhott sein.

Die vereinigten Roichsratsausschüffe befaßten sich am Mittwoch mit den Durchführungsbestim­mungen zu der durch die Notverordnung vom 5. Juni 1931 der Reichsregierung verliehenen Ermächtigung zur Arbeitszellverkürzung. Nach längerer Aussprache wurde die Vorlage angenom­men. Sie wird am Donnerstag die Vollsitzung des Reichsrats beschäftigen.

In Verfolg der in letzter Zeit unter Vorsitz von Minister Schiele im Reichsministerium für Ernäh­rung und Landwirtschaft geführten Verhandlungen boten die Vertreter des Germania-Zentralverbandes deutscher Bäckerinnungen, des Verbandes deutscher Brotfabrikanten und der Konfumgenoffenschast für Berlin und Umgebung für Erwerbslose und sonstige Unterstützungsempfänger für Berlin eine Verbilli­gung des Brotes um 4 Rpfg. für ein normales 2^° Mfundbrot an. Von diesem Angebot ist der Stadt

M

^daß eine Genehmigung nach der Devisenverordnung "nicht erforderlich ist zur Ausführung laufender Ren- H tenzahlungen an Berechtigte im Auslande, die von ^den Trägern der Deutschen Unfall-, Invaliden- und Angestelltenversicherung sowie der knappschaftlichen Pensionsversicherung auf Grund der Dersicherungs- gesetze oder besonderer Staatsverträge zu leisten

Der Reichspräsident hat dem Reichsgerichts­präsidenten i. R. Professor D. Dr. Walter Simons anläßlich seines heutigen 70. Geburtstages den Adlerschild des Reiches übermittelt und diese Aus­zeichnung mit einem Glückwunschschreiben begleitet.

Der Schlichter für Südwestdeutfchland hat einen Schiedsspruch gefällt, wonach für die badischen Staatsangestellten eine Gehaltssenkung von 5 Pro­zent eintreten soll bei einer Freigrenze von 2600 Mark. Dieser Schiedsspruch ist gestern von allen Parteien angenommen worden.

Wie verlautet, hat die Oesterreichische National­bank den Banken die Anweisung erteilt, Devisen­anforderungen in unbeschränktem Maß nur nach­zukommen, wenn der Bedarf für gesetzliche Zwecke oder sonstige dringende Bedürfnisse dokumentarisch nachgewiesen wird.

In der gestrigen Vollsitzung der Dölkerbunds- »evsammlung wurde der letzte Akt der Aufnahme Mexikos in den Völkerbund vollzogen. Nach An­nahme des Berichtes des zur Prüfung der Voll­machten eingesetzten Ausschusses nahmen die Ver­treter Mexikos unter dem Beifall der Versammlung ihre Plätze in der Reche der Delegierten ein.

Wie Agenzia Stefani meftet, haben die italie- Nische Regierung uyd der Gouverneur der Bank von Italien in den letzten Tagen ihren Vertretern im Auslande mitgeteilt, daß sie nicht beabsichtigen, die vom Gesetz vom 21. Dezember 1927 festgesetzte Sta­bilisierungsziffer der Lira, die während der vier letzten Jahren das wirtschaftliche Leben der italie­nischen Nation regelte, abzuändern. Die Banknote kann also nach w' vor mit Gold oder Golddevisen getauscht werden. . *

Wie verlautet, ist Präsident Hoover darüber un­gehalten, daß Industriegesellschasten einen Lohnab­bau ankündigen, obwohl er sich vor zwei Jahren in einer Kundgebung nachdrücklichst für eine Aufrecht­erhaltung der Lohnsätze eingesetzt hat Die Arbeller- sührer erklären, daß der Lohnabbau die Depression verstärken und die Rückkehr zum Wohlstand verhin­dern werde.

Nach einer Meldung aus Santiago de Chile hat Chile mit Rücksicht auf den Stand der Arbeitslosig­keit jede Einwanderung untersagt.

Das amerikanische RiesenluftschiffAkron" hat gestern seine erste Fahrt unternommen, die ohne Zwischenfall verlief. An Bord befanden sich 111 Paffagiere.

) Näheres Nebe toi poNtischen Teil.

FrauzöMch - englische Gegen sähe in Gens

G e n f, 23. Sept. Der heute aus Paris zurückgekehrte französische Finanzminifler Flandln hielt in der Völkerbuudskommission für technische Organisationsfragen einen Vor­trag über internationale Zusammenarbeit aus finanziellem Gebiet. Alandin wich sehr ge­schickt allen akuten Problemen aus. Er sprach, um einen Vergleich zu wählen, von der höhe des französischen Goldturms herab. Stolz und Zynismus prägten seiner Rede den Stempel auf. 3m schroffen Gegensatz zu Flaudin stellte der Vertreter der englischen Regie­rung in einer grob angelegten Rede das Reparaliousproblem in den Mittelpunkt der ge- samten internationalen Finanzkrise.

Der französische Finanzmmister F land in führte u. a. aus, die internationale Krise sei in igen Schärfe und Ausdehnung in Vollversammlung noch nicht vor-

ihrer gegenwärtigen Schärfe und Ausdehnung in der vorjährigen Vollversammlung noch nicht vor- herzusehen gewesen. Seit dem Zusammentritt der diesjährigen Völkerbunds-Versammlung sei eines der mächtigsten und reichsten Länder der Well von der Krisis erfaßt worden. Er habe jedoch volles Vertrauen, daß dieses Land die Krisis überwinden werde. Wichtig sei, jetzt klar zu sehen. Das ganze Wirtschaftssystem der Nachkriegszeit sei auf Lüge und Demagogie auf gebaut. Die Inflation der Haushalte und der einzelnen Individuen seien ins

4/1* 4*1/ 4^4*4 V VUljJVUlHVWiWVt I WtVlt vi.4'M*k.V|WW/l vervierfacht worden. Ms kein Gold mehr vorhan­den gewesen fei, habe man Hypotheken für die Zu­kunft ausgenommen. Kredite seien in einem Aus­maß ausgenommen worden, die in keiner Weise mit den tatsächlichen Interessen und Bedürfnissen in Einklang gestanden habe. Niemals sei soviel von der Notwendigkeit der Solidarität zwischen den Regierungen und Völkern geredet worden, niemals feien jedoch auch in einer Krise so egoistisch die Lö­sungen unabhängig von dem Wohlergehen der anderen gesucht worden.Wenn von Sicherholl geredet wurde, so dachte jeder nur an sich, wenn von Abrüstung gerodet wurde, so dachte jeder nur an die anderen."

Es habe die Auffassung bestanden, daß ein Verschwinden der interalliierten Schulden und der Reparationen eine wesentliche Erleichte­rung der internationalen Lage herbeiführen würde. Er glaube nicht daran. Der Bericht der Baseler Sachverständigen zeige vielmehr, daß die Krise in Deutschland ihre Ursache nicht in den Reparationszahlungen, sondern in der plötzlichen Zurückziehung ^ der kurzfristigen Es sei behauptet worden, daß die plötzliche Zurück­ziehung der kurzfristigen Kredite ungerecht­fertigt gewesen sei, da die Arbeitgeber mit der Anlage dieser Kredite auf lange Sicht hätten rechnen müssen. Diese Aufsassung sei völlig falsch. Man könne unmöglich den Banken, die kurzfristige Kredite gegeben hätten, Vorwürfe wogen der Zurückziehung der Kredite machen, wenn sie diese Kredite selbst benötigten.

Es sei durchaus irrtümlich, anzunehmen, daß die Aufhebung der Reparationszahlungen zu einer Gesamklösung führen werde. Es fei höchst fraglich, ob durch eine disziplinierte Finanz- gebahrung eine Rückkehr der zurückgezogenen Kapitalien erfolgen werde. Rach feiner Auf­fassung werde jedoch die Rückkehr der Kapitalien erst slalksinden, wenn eine allgemeine Befrie­dung aus allen Gebieten eingefreten sei. Floridin befaßte sich sodann eingehend mit, dem internationalen G o l d p r o b l e m. Er verteidigte hierbei energisch die französische Regierung gegen die vielfach erhobenen Vorwürfe, unberechtigt Goldvorräte angehäuft zu haben. Es treffe durch­aus zu, daß gegenwärtig die Vereinigten Staaten über 40 v. H. und Frankreich über 20 v. H. des Goldvorrats der Minzen Welt verfügten.

Völlig unzutreffend fei es, als ob Frankreich bewußt die Goldfonds angesammelt hätte. Ebenso unwahr sei, daß die Goldanhäufung in Frankreich auf den deutschen Reparationszah­lungen beruhe. Die starke Anhäufung von Goldvorrâlen fei nur der allgemeine Ausdruck des Vertrauens, das Frankreich entgegen- gebracht werde. (??)

Tatsächlich seien die Goldvorräte Frankreichs wäh­rend der ganzen Dauer des Voungplanes weit stärker gestiegen, als während der Geltung des Dawesplanes. Deutschland habe tatsächlich während der Geltung des Aoungplanes seine Repamtions- zahlungen an Frankreich teilweise durch Sachliefe­rungen gedeckt. Die Handelsbilanz Deutschlands gegenüber Frankreich habe sich während der letzten Zeit so günstig für Deutschland entwickelt, daß Deutschland durch den Ueberschuß seiner Ausfuhr nach Frankreich feine Reparationszahlungen habe

decken können. Es bestehe jetzt die Frage, wie man überhaupt zu einer neuen Verteilung der Gold- oorrät« gelangen könne. Es wäre doch unmöglich, auf der Grundlage des Goldes zu einem verstärkten Notenumlauf zu schreiten, da dies nur zu einer Verteuerung des Lebensstandards führen würde. Die Bank von Fwnkreich und die Federal Referve- bank hätten in der letzten Zeit der Reichsbank und der Bank von England alle nur mögliche Hilfe geleistet.

Solche Srediloperationen feien jedoch unmög­lich vorauszusehen, insbesondere nicht in Zei­len, in denen eine allgemeine Vertrauenskrise

luenS überrouni

Frankreich werde auch weiterhin Helsen und feine Pflicht tun. Die Schudlnerländer könnten un­möglich die Gläubigerländer zu größeren Krediten veranlassen, wenn bei diesen selbst die notwendige Atmosphäre des Vertrauens fehle. Unmöglich fei es, daß die Staatsangehörigen des einen Landes den Staatsangehörigen des anderen Landes grö­ßere Kredite einräumten, wenn im Innern des krsditfuchenden Landes die notwendigen Voraus­setzungen für die Aufnahme einer Anleihe fehlten. Ebenso sei es unmöglich, auf der einen Solle Kre­dite zu verlangen, auf der anderen Selle jodoch die Ausfuhr aus den Ländern zu beschränken, von denen man Kredite fordere.

Gttgland gegen KSandkn

Ganz im Gegensatz zu Flandin rückte der eng» lösche Finanzdelegierte Sir Arthur Salter die Ursachen der schwierigen Finanzkrise in den Vor­dergrund. Er betonte, daß

die heutige Krise im wesentlichen auf dem feh­lenden Gleichgewicht der Zahlungen zwischen

Gläubiger- und Schuldnerländern beruhe.

Der sionftikt in der Mandschurei

EAna beschuldigt Lava« der Sevletzuus des SöMev- vechts - Lava« lehnt die Eèttsehuug e!uev Ätttev-uchuugs-

Kommission ab?

Genf, 23. Sept. Die Sitzung des Völkerbundrats über den chinesisch-japa­nischen Streit, die auf heute abend angeseht war, wurde nach einer halbstündigen Verzöge­rung überhaupt abgesagt. Die Verhandlungen in dem engeren 2t u s s ch u h des Völker- bundrals, unter Leitung des Ratspräsidenten Lerroux, mit dem chinesischen und dem japanischen Vertreter, die während des ganzen Rachmiltags angedauert und, wie verlautet, zu k e i n e m Ergebnis geführt hatten, wurden noch in den Abendstunden fortgesetzt und dauerten bis 9 Uhr. Sie wollen morgen weiter verhandeln.

Die Sitzung war grösstenteils ausgefüllt mit Er­klärungen und Gegenerklärungen der Parteien, aus denen der Rat ein Bild der tatsächlichen Lage und der im Augenblick möglichen praktischen Maß­nahmen ZU gewinnen suchte. Von chinesischer Seite wird nach wie vor die sofortige glatte Zurückziehung der japanischen Truppen verlangt, die bei der Gegenseite auf erhebliche Schwierlgkeitten und Ve- denken stößt. Dagegen hat sich der japanische Ver­treter nach langem Drängen der übrigen Ratsmit- glieder bereit erklärt, feiner Regierung telegraphisch die Zustimmung zu Entsendung einer Kommission neutraler Beobachter in die Mandschurei vorzuschla­gen. Mag die besonders heikle Frage der Beteili­gung der außerhalb de» Völkerbundes stehenden Rlächle an der Lösung des gegenwärtigen Konflik­tes betrifft, so hat die Regierung der Vereinig­ten Staaten heute mit teilen lassen, daß sie sich an einer Untersuchung des Sachverhaltes in der Mandschurei im Augenblick nicht beteiligen

Die Schuldnerländer seien durch die politischen Schuldenabkommen gezwungen, ihre Ausfuhr mit allen Mitteln zu erhöhen Salter berichtete weiter über die gegenwärtige Finanzlage Englands und betonte, daß England nach wie vor in dem bis­herigen Lauf der Geschichte ein Hauptkreditgeber bleiben werde, da die Einkünfte Englands weit grö» her seien, als seine Verpflichtungen.

Die heutige Krise beruhe zum größten Teil dar- auf, daß die Reparationszahlungen ohne pro­duktive Gegenleistungen erfolgten. Der Preis- skurz habe die Reparationslaslea noch weiter erhöht. Bei der Regelung der Reparationen hätte der Grundsatz des Preisniveaus mit be­rücksichtigt werden müssen. Die Politik der kurzfristigen Anleihen sei außerordentlich ge­fährlich, da diese Kredite stets dann zurückgezogen wurden, wenn man sie am meisten benötige. Das Gold habe, statt in normaler Weise regulierend zu wirken, in der letzten Zell durch die außerordentliche Anhäu­fung an einzelnen Stellen gegensätzliche Wirkungen ausgeübt.

Salter fordert sodann mit großem Rachdruck vorläufige Hilfsmaßnahmen zur Ueberwindung der Krise durch Herabsetzung der Reparationen und der internationalen Zahlungen und durch sofortige Prüfung der Lage, die nach Ablauf des Hoovermoratoriums eintreten würde. Sal­ter verlangte ferner, daß neue Bedingungen für eine neue AnleibeValttik geschaffen würden

Baseler Sachverständigenberlchkes. Die Repa­rationsfrage müsse neu geregelt werden.

Die den Gläubigerländern zur Verfügung stehenden Mittel müßten als Garantien für die Schuldner- ländern zu gewährenden Kredite verwendet werden. Ueber die Schwierigkeiten eines solchen Planes sei er sich im Klaren Neue finanzielle Direktiven für die nach dem Ablauf des Moratoriums eintretende Lage, neue politische Direktiven für die Zusammen­arbeit der Großmächte auf der Grundlage des Döl- kerbundspaktes und des Kellogpaktes seien notwen­dig. Der Völkerbund müsse in die Aktion zur Ueber­windung der Finanzkrise mit eingeschaltet werden.

Snvtius von Senf abgeveist

Genf, 23. Sept Rsichsaußenminister Dr. Cur­tius verließ heute um 11 Uhr im Auto, begleitet von dem deutschen Gesandten in Bern, Dr. Müller, Genf. Dr. Curtius reist nach Basel, um von dort den Zug nach Berlin zu nehmen. Die führenden Mitglieder der deutschen Delegation werden im Laufe des Don­nerstag und Freitag größtenteils Genf verlaffen.

würde. Dagegen verlautet, daß Der Präsident des völkerbundsrales beabsichtige, morgen in irgend­einer Form die Völkerbundsversammlung mit der Angelegenheit zu befassen.

Lreue thiuLftsche Kioto an Lavan

Ranking, 23. Sept. Der Minister de» Kus- wärtigen richtete an die japanische Regierung ein drittes energisches Protestschreiben, in dem er die Zurückziehung der Besetzung chinesischen Gebiete» erneut fordert. Das Schreiben weist auf die Er­weiterung der japanischen Rliiitärokfton hin und stellt fest, daß die japanischen Truppe« sich an Le-

Die beuttse ««mmev ttmFößi 12 Setten