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18. Gevtembev

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. > Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aüf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrist u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr Mrleistet.^ Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3956,3951,3956

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Gandetsvottüsche Aussprache in Gens

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*Graf Zeppelin" ist in der vergangenen Nacht zu seiner zweiten Südamerikafahrt gestartet.

Der Völkerbundsrat wird voraussichtlich am Samstag eine Sitzung abhalten, in der wahrschein­lich die noch unerledigten Beschwerden der deut­schen Minderheit in Ostoberschlesien und der Be­richt des Völkerbundskommissars Gravina in Dan­zig zur Erörterung stehen werden. Ueber die Be­handlung dieser Fragen haben in den letzten Tagen fortgesetzt Besprechungen zwischen den Beteiligten stattgefunden.

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Gestern vormittag fand in Genf eine Be­sprechung zwischen dem deutschen Reichsaußenmini­ster Dr. Curtius und dem schweizerischen Bundes­rat Motta, der auch Leiter des eidgenössischen poli­tischen Departements ist, statt. Wie verlautet, soll sich die Besprechung auch auf die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz bezogen haben.

Die Verhandlungen des Gesamtverbandes mit dem Reichsverband kommunaler und anderer

öffentlicher Arb eitgeb eroerbä nde Deutschlands den, demVorwärts" zufolge, das Ergebnis habt, daß die Reichsmanteltarifverträge der ^meindearbeiter und Straßenbahner bis zum März -

ha- ge- Ge- 31.

Die Parteileitung der Wivtfchaftspartei trat am Donnerstag zusammen, um zu den schwebenden politischen und wirtschaftlichen Fragen Stellung zu nehmen. Der Reichskanzler wird Freitag vormittag den Fraktionsvorstand, den Vorsitzenden Abg. Mollath und den Abgeordneten Freidel zu einer politischen Aussprache empfangen.

Für das Bäckereigewerbe Rheinland-Westfalen wurde ein Schiedsspruch gefällt, der mit Wirkung ab 18. September eine Lohnkürzung von 5 Prozent bringt. Die Neuregelung gilt bis Ende März n. I.

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In Mittelschweden ist ein deutsches Flugzeug dbgestürzt. Dabei wurden vier Personen getötet.

Gestern abend lief das argentinische Schulschiff »Presidente Sarmiento" zu einem mehrtägigen Be­such in den Bremer Hafen ein. Nach verschiedenen Empfängen und Veranstaltungen wird am Montag eine Abordnung von Offizieren und Kadetten als Gäste der Reichsmarine Wilhelmshaven besuchen. Ferner ist eine Fahrt nach Berlin geplant.

Zum ersten Male seit 1926 ist die Handelsbilanz der Vereinigten Staaten im Monat August mit J. Million Dollar passiv.

Wie aus Linz gemeldet wirb, sind der Landes­führer des oberösterreichischen Heimatschutzverban­des Ernst Rüdiger Starhemberg und Generalmajor a. D. Franz Puchmayer, die am Montag im Zu­sammenhang mit dem Pfriemer-Putsch verhaftet worden waren, gestern abend aus der Haft ent­lassen worden.

Havas meldet aus Madrid: Die vorgestern auf sozialistischen Antrag von der Kammer angenom­mene Formel, Spanien als eine demokratisch, liberale Arbeiterrepublik zu bezeichnen, sei wieder fallengelassen worden. Die liberale Partei habe er­klärt, daß man zugunsten der Sozialdemokraten für eine Arbeiterrepublik gestimmt habe, die Fassung könnte aber im Ausland gefährlich ausge­logt werden, so daß eine neue Fassung von Zomorra vorgeschlagen sei. Die angenommene Abstimmung könne als noch nicht endgültig ange­sehen werden. Wahrscheinlich werde man sich auf folgender Grundlage einigen: Spanien ist eine liberale demokratische Republik, deren Grundlage die Arbeit bildet.

Unter dem Vorsitz des Präsidenten der fran­zösischen Republik fand gestern ein Ministerrat statt, in dem Ministerpräsident Laval feine Kollegen über die bevorstehende Berliner Reise unterrichtete. Außenminister Briand erstattete einen Bericht über die Tätigkeit der französischen Delegation in Genf. Budgetminister Piëtri brachte zur Kenntnis, daß der Budgetentwurf 1932/33 der Kammer zur üblichen Zeit zugehen werde Aus seinem Bericht ergab sich, daß die Staatseinnahmen für die ersten fünf Mo­nate des laufenden Etatsjahres den Voranschlag von 200 Millionen Franken überschritten haben.

i *) Näheres siehe im politischen Teil.

Äwei vemerSsnswevte Reden

Genf, 17. Sept. In der 2. Kommission begann heute die allgemeine handelspolitische Aussprache, in der die Reden des Vertreters Frankreichs und Deutschlands von beson­derem Interesse waren. Für Frankreich sprach der französische Handelsminister Rollin.

Der französische Handelsminister behauptete, daß Frankreich nicht daran denke, sich zu isolieren, daß es nicht den Willen habe, Europa zu beherr­schen, sondern entschlossen sei, so rasch wie möglich tatkräftig an der Linderung der europäischen Krise mitzuarbeiten. Der Grundgedanke der Ausführun­gen des französischen Handelsministers war folgen­der: Es hat keinen Sinn, die Wahrheit zu ver­tuschen. Europa befindet sich in größter Gefahr. Wir können nicht mehr warten.

Menn wir zögern, wird es zu spät sein. Ueberall lauert das Gespenst der Revolution, überall sehen wir zunehmende Beschäftigungslosig­keit und chaotische Zustände. Wir müssen darauf hinwirken, daß die Ordnung wieder hergestellt wird. Für den Augenblick können wir nur Mittel anwenden, die dazu dienen, eine allmähliche Sta­bilisierung der Verhältnisse zu schaffen. Dazu ge­hört vor allem, daß wir die zentral- und osteuro­päischen Staaten in die Lage versetzen, ihre Kauf­kraft zu steigern, ihre Ackerprodukte abzusetzen und dafür industrielle Erzeugnisse einzuführen. Nur

ertreter, an «örtlichen Männer Euro pas, sich so rasch wie möglich dafür einzusetzen,

das Dorzugszollsystem, für dessen praktische Durchführung Frankreich jetzt einkrilt, in die Tak umzusehen.

Ich begrüße es als Mitglied der französischen Re­gierung ganz besonders, daß Deutschland auf diesem Wege schon vorangegangen ist. Der deutsch­rumänische und der deutsch-ungarische Handelsver­trag sind aus diesem Geiste entstanden. Frankreich wird auf diesem Wege gleichfalls weiterschreiten, nachdem der Handelsvertrag zwischen Ungarn und Frankreich mit den Bestrebungen Deutschlands parallel verläuft". Nachdem Rollin die Notwendig­keit einer raschen Durchfühdung von Präverenzzoll- verträgen und tarifmäßigen Begünstigungen not­leidender Staaten hervorgehoben hatte, kam er weiter auf die

Frage von industriellenEntenten"

zu sprechen. Er betonte, daß die Ueberproduktion gleichfalls eine Gefährdung der europäischen Wirt­schaft bedeute. Eine Stabilisierung der Produktion und eine Anpassung an die Konfumverhättüiffe müsse unverzüglich durchgeführt werden. Aus die­sen Erwägungen heraus befürworte Frankreich den Abschluß von industriellen Abkommen, die be­reits auf verschiedenen Gebieten (Zucker) hervor­ragende Resultate gezeitigt hätten. Außerdem wür­den durch den Abschluß von Industrie-Ententen die Dumpingbestrebungen ausgeschaltet werden. Schließlich entwickelte RoMn die bereits bekannten Gedanken über die

gemeinsame Durchführung großer öffentlicher Arbeiten vom allgemeinen Interesse.

Er versprach die finanzielle Mitwirkung Frank­reichs und brachte diesen Vorschlag in engen Zu­sammenhang mit dem Abschluß von industriellen Vereinbarungen. Die Darlegungen des französischen Handelsministers gipfelten in den Worten:Frank­reich weiß, daß ès durch eine Verschärfung der europäischen Wirtschaftskrise schwer getroffen würde. Frankreich gibt sich nicht der Wahnvorstellung hin, daß es durch den Zusammenbruch der europäischen Wirtschaft verschont bleiben könnte. Ohne den Wiederaufstieg der notleidenden Staaten würde

Anleihe gegen Monleelle SGweve Bedingungen fite Seftevverrh

Genf, 17. Sep. Das Finanzkomitee des Völkerbundes hat sich drei Tage lang mit dem österreichischen Ersuchen an den Völkerbund, bei der Auflegung neuer Anleihen seine Hilfe zu gewähren, befaßt. Zu den Besprechungen im Finanzkomitee war der öfter- reichische Ananzminister Dr. Redlich erschienen, und auch der Bundeskanzler Dr. Buresch war hinzugerufen worden, damit er Auskünfte erteile, vor allem darüber, ob innerpolikisch gewisse Sparmaßnahmen durchführbar wären.

Ueber die Verhandlungen wurde folgende amtliche Mitteilung herausgegeben:

Das Finanzkomitee ist durch den Völkerbundrat mit dem von der österreichischen Regierung aus­gesprochenen Wunsch befaßt worden, der ficfjjbarauf bezog, die wirtschaftlichen und finanziellen Schwie­rigkeiten Oesterreichs unb die Mittel zur Abhilfe

auch Frankrsich schließlich niederbrechen müssen. Es gibt also auch für uns keine Isolierung, keinen Egoismus und keine Autarkie."

Volle warnt vor Sott- evhdhungen

Nach dem französischen Handelsminister Rollin ergriff als deutscher Vertreter Ministerialrat Dr. Posse das Wort. Er leitete seine Ausführungen mit der Bemerkung ein, die Notlage Deutschlands gebe ihm das Recht zu einem offenen Wort.

Der Ausblick in das kommende Jahr sei nicht günstig. Die Wirtschaftspolitik der verschiedenen Staaten lasse erkennen, daß Zoll-Erhöhungen vorbereitet würden und daß sogar in den Ländern, die bisher als Festungen des Freihandels bezeichnet werden kön­nen, der Schutzzoll-Gedanke zu spielen beginne.

Schlimmer noch sei das Wiederaufleben

des Ge-

dankens an Einfuhrverbote zum Schutze der hei­mischen Industrie und noch schlimmer der Rückfall in Methoden, die mit den Handelsverträgen nicht englischen t kontinen­talen ändern suche, bei ihren Verhandlungen jede mögliche Hilfe angedeihen zu lassen, denn eine Aen­derung des handelspolitischen Systems in England

müsse für Deutschland und für ganz Europa die unglücklichsten Folgen haben.

Er hoffe, daß es gelingen werde, in dieser Frage zu einem Ausgleich zu kommen; aber man müsse sich doch fragen, was angesichts der gesamten un­günstigen Richtung in der Handelspolitik der europä­ischen Länder getan werden könne, um der Not zu steuern, wie groß die Not noch werden möge, bis sich die Erkenntnis durchsetze, daß der Pfeil, den man handelspolitisch gegen den Nachbar abschieße, auf den Schwachen selbst zurückfalle.

Mit egoistischen Schutzmaßnahmen könne man wohl eine gewisse Zeit dem Uebel ausweichen, aber zum Schluß werde man doch in den Strudel gezogen werden.

In den vom Kriege am härtesten betroffenen Län­dern in Europa lasse sich leicht feststellen, daß die Erde bebe. Die Verhältnisse dort müsse man ins Auge fassen, und dann werde es dort hoffentlich mög­lich fein, etwas zu tun, um der Not zu steuern. In der Durchführung internationaler öffentlicher Arbei­ten liege vielleicht ein Mittel, der Arbeitslosigkeit in gewissem Maße abzuhelfen. Der internationalen in­dustriellen Zusammenarbeit seien Grenzen gezogen, da nur kartellreife Industrien dafür in Frage kämen. Einen Druck auszuüben, sei nicht zweck­mäßig; man müsse versuchen, unter Mitarbeit der außereuropäischen Staaten zu einer Bereinigung der landwirtschaftlichen Absatzfragen zu gelangen. Der Sachverständigenbericht enthalte nach feiner Ansicht die einzigen Vorschläge, die in diesem Augenblick zweckmäßig und durchführbar seien. Die Regierun­gen sollten diesen Bericht aufmerksam prüfen.

Unter Beziehung auf den Francqurschen Plan einer internationalen Export-Kreditbank erklärte Dr. Poffe, es erscheine ihm angebracht, der internatio­nalen Landwirtschaft eine gleiche Einrichtung für industrielle Zwecke an die Seite zu stellen. "Posse schloß mit den Worten, es sei jetzt keine Zeit zur Er­örterung theoretischer Probleme, die Nottage erfor­dere vielmehr dringend baldigste und durchgreifende Arbeit.

zu untersuchen. Das Komitee hat soeben die ihm aufgetragenen Arbeiten beendet und wird ohne Verzug einen Bericht an den Rat erstatten.

Ueber den Verlauf der Verhandlungen wird noch bekannt, daß der Bundeskanzler erklärt habe, die österreichische Regierung sei ent»

(Fortsetzung auf Sette 2)

Macdonald - SizekSnis in Lndien?

Macdonald soll Vizekönig in Indien wer­den. So wollen es einige Londoner Blätter wissen. Nach der Meinung anderer soll Mac­donald als britischer Botschafter nach Washing­ton gehen. Aus jeden Fall glaubt man fast übereinstimmend in England, daß die Tage Macdonalds als englischer Ministerpräsident gezählt seien. Man wird im Inselreich nicht verwundert sein, wenn die nationale Regie­rung bald zurücktritt. Vielleicht noch in dieser Woche. Eine Reihe einflußreicher Führer der konservativen Partei mit Nevil Chamberlain, dem jüngeren Bruder des Sir Austen, an der Spitze, vertreten die Ansicht, daß die nationale Regierung mit der Herausbringung des Not­programms ihre Aufgabe erfüllt habe und daß nunmehr die Neuwahlen stattzufinden haben. Diese Neuwahlen sollen bereits im Laufe weniger Wochen stattfinden. Zwar hat der offizielle Chef der konservativen Partei, Stanley Baldwin, noch kürzlich erklärt, er denke vorderhand nicht an Neuwahlen, doch erscheint es immer wahrscheinlicher, daß die jüngeren und aktiveren unter den Konser»

der Verwirrung profitieren, welche in der Ar» beiterpartei durch die Spaltung in der Führer-Gruppe und dem Eintritt Macdonalds, Snowdens und Thomas in die nationale Re­gierung entstanden ist. Die Konservativen rechnen mit einem entscheidenden Sieg, falls die Neuwahlen bald stattfinden.

Es fiel allgemein auf, daß Winston Chur» chill, einer der leidenschaftlichsten Scharß macher unter den Konservativen, seine für Anfang Oktober geplante Ankunft nach

Amerika telegraphisch abgemeldet hat. Dies gilt als ein Zeichen dafür, daß die Konser­vativen den Wahlkampf als unmittelbar be­vorstehend betrachten und für ihn energisch rüsten. Daß die Gemäßigten unter den Konser­vativen den Neuwahlen mit gemischten Ge­fühlen entgegensetzen, ist durchaus begreiflich. Das Notprogramm, das die nationale Regie­rung sich zu eigen gemacht hat, ist, wie jedes Programm, das der Bevölkerung große Opfer zumutet, alles andere als populär. Es wurde noch von der Arbeiter-Regierung ausge­arbeitet, aber gerade seinetwegen entstanden im Labour-Kabinett Meinungsverschiedenhei­ten, die zum Uebergang der Arbeiterpartei in d.ie Opposition und zum Ausschluß Mac­donalds, Snowdens und Thomas führten. Die Arbeiterpartei wird also in dem Wahl­kampf mit einer klaren und gewichtigen Parole gegen das Notprogramm auftreten können.' Sie ist jedoch, wenigstens zum Teil, dadurch kompromittiert, daß sich unter ihrer Regierung die Zustände in England verschlim­merten, sodaß das englische Pfund in Gefahr geriet. Die Labour-Partei hat, als sie noch Regierungspartei war, gezeigt, daß sie eben­sowenig imstande ist, die Arbeitslosigkeit zu bezwingen wie vor ihr die konservative Par­tei. Die Konservativen ihrerseits haben durch die Uebernahme des Notprogramms sich chwer belastet. So ergibt es sich, daß die leiden großen politischen Parteien Englands mit dem Gefühl der größten Unsicherheit in )en Wahlkampf eintreten werden. Wie der llusgang der Wahlen auch sein mag Mac- wnald dürfte auf jeden Fall als Ministerprä­ident für absehbare Zeit nicht mehr in Frage kommen.

Und doch klingt die Nachricht etwas phan­tastisch, daß der jetzige Ministerpräsident bald als Vizekönig nach Indien gehen soll. Es sind erst wenige Monate her, seit Lord Willington n dem Palast von Neu-Delhi seinen Vorgän- er Lord Irwin ersetzt hat. Ein neuer Wechsel würde in Indien nur überflüssige Aufregung verursachen. Die Gesetze schreiben außerdem

Die heutige Stamms umfaßt 12 Setten