drf<W täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugSprelâ: Für den halben Menat 301.1.-, für den ganzen Monat NM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 1S, Samstag 12 N-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm »reife 8 N-Pfg-. im Neklametell von SS mm Breite 2L N-pfg. / Offertengebühr 50 N-Pfg.
M. 193
Mittwoch de«
WanÄtZ Stadt und Land
Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aüf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956,3951,3958
19. August
1931
M«J» ^wyk^ow
* Frankreich hat seine Kriegsschäden selbst mit 16 Milliarden Goldmark angegeben. Erhalten hat es von Deutschland mindestens 18,5 Milliarden,.
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* Die Verhandlungen in Basel über die aus- ländilschen Markguthaben sind gunt Abschluß gekommen.
* Der Zinssatz der Reichsbank für Lombard- darlchen ist mit Wirkung vom Mittwoch von 15 auf 12 Prozent herabgesetzt worden.
• Die Deckung der Reichsbanknoten ist auf 39,7 Prozent gestiegen.
* „Graf Zeppelin" ist gestern nachmittag fahrplanmäßig in London ckngètrosfen und herzlich begrüßt worden.
* In Oldenburg haben gestern die Minister der norddeutschen mittleren und kleinen Länder über die Finanzlage beraten.
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Die deutsche Fliegerin Marga von Etzdorf ist am Dienstag früh um 4.15 Uhr in ihrem Junkers- Kleinflugzeug „Kiek in die Welt" zu einem Flug über Königsberg—-Moskau und Sibirien nach Tokio wuifgesKegen.
* Nach einer aus Urga eingegangenen Mitteilung ist der Führer des seinerzeit in der äußeren Mongolei beschlagnahmten Postflugzeuges der Deutsch- Chinesischen Luftverkehrsgesellschaft „Eurâsra" wegen Spionageverdacht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.
* Auf eine Reichsbanksiliale in Berlin wurde ein Raubüberfall verübt, bei dem die Täter 20000 RM erbeuteten.
Die Südküste Englands wurde am Montag von einem schweren Sturmwetter heim gesucht, das den ganzen Tag über anhielt. In dem Badeort Winchel- sea spülten die Fluten über die Schwellen der Käufer am Strand. 500 Häuser mußten geräumt werden, da die Wassermassen die Grundmauern unterspülten auch in London und anderen Gebieten richtete der Sturm großen Schaden an.
L Ein Zyklon hat nach einer Meldung Berliner Mütter in Asunüion in Paraguay schweren Schaden 'angerichtet. In Villa Riva und in anderen Gebieten sind etwa 400 Häuser zerstört worden. Man zählt mehrere Tote und hunderte von Verletzten. Der Verkehr ist unterbrochen.
In der Nähe von Leningrad stießen infolge Unvorsichtigkeit eines Beamten zwei Züge zusammen, wobei 14 Wagen unb eine Lokomotive vollkommen zertrümmert wurden. Bei dem Unglück fanden zwei Beamte den Tod. Fünf weitere wurden mehr oder weniger schwer verletzt.
Dn den Bergen von Natal wurden die Leichen von 20 Eingeborenen gefunden, die vor sechs Wochen auf dem Heimwege von der Arbeit in den Bergwerken des Rand von einem Schneesturm überrascht wurden und dabei ums Leben kamen.
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Das Arktisunterseebot ,, Nautilus" ist aus dem Avisen von Spitzbergen ausgelaufen.
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. Die Fliegerin Marga von Etzdorf, die sich auf fmsm Fernfluge von Berlin nach Tokio befindet, heute abend um 20.35 Uhr in Moskau gelandet.
Die Zahl der Arbeitslosen in England betrug ^m 10. August 2 714 359, was eine Zunahme von gegenüber dem Stande vom 27. Juli und um yo3 622 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vor- loyres bedeutet.
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Am Montag ist bei Gostynin im nördlichen Kon- ^reßpolen ein Militärflugzeug abgestürzt. Das '^»Msug wurde zertrümmert. Die beiden Flieger, OTWidye, wurden aus der Stelle getötet.
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. ^"e erst jetzt bekannt wird, ist am Sonntagvor- ?"uag gegen 10 Uhr unweit Fitzbek bei Kelling- e*n französischer Freiballon mit zwei In» ?^""det. Der Ballon war tags zuvor in Lille ^N'v sl^Mm Er hat nach den Auszeichnungen der v '"Ummte eine Höhe von 5300 Metern erreicht.
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ungarisch-tschechischen Handelsvertragsver- anüiungen sind in Lillafüred zwischen den beiden Negationen wieder ausgenommen worden. Nach ; allgemeinen Aussprache ist gleich in die ®e» dtt noch offenen Fragen eingetreten wor- g; Die Verhandlungen, die in freundschaftlichem -- ine geführt werdeck, werden täglich fortgesetzt.
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ml,®' der sozialistische „Robotnit" aus Warschau vom 1. Oktober d. 3. an in den poli- imen Gefängnissen die politischen Gefangenen wie behandelt werden. Das Blatt erklärt, in« -«^ dsese Verordnung in den polnischen Ge- ^"gnissen ein unerhörter Zustand geschaffen werde.
•) Näheres siehe im politischen Teil.
GittSsutts in Naiel
Basel, 19. Aug. Die bis in die späten Nachtstunden fortgesetzten Verhandlungen des internationalen Sachverständigenausschusses und des sogenannten Stillhaltekonsorliums wurden kurz vor 1 Uhr zu Ende geführt. In sämtlichen Punkten gelangte man nach langwierigen, oft unterbrochenen Verhandlungen zu einer Einigung. Dies gilt auch für die so heiß umstrittene Frage der ausländischen Markguthaben in Deutschland.
Dieses Problem, dem von deutscher Seite erheb- Sicherheit für die beteiligten Gläubigerregierungen; einmal soll die Haftung der Schuldnerbank durch eine unmittelbare Verpflichtung des letzten Kreditinhabers ergänzt werden, andererseits wird vorgeschlagen, daß die Deutsche Goiddiskontbank in gewissen Grenzen die Kredite der ausländischen Gläubiger über-
liche Bedenken beigemessen wurden, ist, wie man Hörl, in der Weise gelöst worden, daß 20 Prozent dieser Guthaben sofort und der Rest allmählich abgezogen werden können. Das Abkommen über diese Frage sieht jedoch einen Vorbehalt vor insofern als die Reichsbank gewisse Maßnahmen treffen kann für den Fall, daß sich durch den Abzug dieser Markguthaben eine Gefährdung der Devisenlage der Reichsbank ergeben könnte. Der Bericht des Stillhalteausschusses wird erst am Mittwoch hier unterzeichnet und zur Veröffentlichung kommen.
Slusrns aus dem VevZcht Latzions
Basel, 19. Aug. Der gestern bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel unterfertigte, von Sir Walther Layton abgefaßte Bericht ist nach Abschluß der hiesigen Finanzverhandlungsn der Oeffentlichkeit übergeben worden. Der Bericht umfaßt 21 Seiten Text und acht Anlagen und kommt in seinem Schlußwort zu folgender Bemerkung:
„Wir schließen basier mit der ernsten Mahnung an alle beteiligten Regierungen, in der Ergreifung der notwendigen Maßnahmen keine Zeit zu verlieren und unverzüglich eine Lage zu schaffen, die es ermöglicht, Finanztransaktionen durchzuführen, um Deutschland und damit der Welk die so dringend benötigte Hilfe zu bringen."
Der Bericht nimmt Bezug auf die seit Freitag WWMWMWWWMx«... einen Plan zur Verlängerung der kurzfristigen Kredite Deutschlands geführt haben. Dieser Plan sieht die Durchhaltung der dem deutschen Schuldner gegebenen Kredite in ihrer augenblicklichen Höhe für die Dauer von sechs Monaten vom Zeitpunkt der Unterzeichnung an vor. Der Bericht bringt hier also eine Bestätigung der bereits gemeldeten diesbezüglichen Stellungnahme des Ausschusses. Unmittelbar zwischen dem deutschen Schuldner und dem ausländischen Gläubiger wird jedesmal ein Einzelvertrag vorgeschlagen. Der Vertrag ist so formuliert, daß er keinesfalls mit den zwischen den Parteien früher bestehenden normalen Beziehungen in Widerspruch ist. In voller Würdigung der Tatsache, daß es im eigenen Interesse liegt, die Stabilität der Reichsbank auf jede Weise zu wahren, haben sich die ausländischen Gläubiger mit dem deutschen Schuldner dahin geeinigt, daß nur ein Teil ihrer Markguthaben sofort, der Rest dagegen erst nach und nach während der Laufzeit des Vertrages freigegeben werden soll. Vorgesehen sind auch zwei Formeln von zusätzlicher
LAzWSiiE-âMMMMZ im vorderen Ddenwaid
Darmstadt, 18. Aug. Dienstag nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr ging über Darmstadt und den vorderen Odenwald ein schweres Unwetter nieder. Besonders die Täler des vorderen Odenwaldes wurden durch die niedergehenden Wassermassen in fürchterlicher Weise heimgesucht. Das Unglück ist für einige Gemeinden so schlimm wie die Frühjahrs- kalastrophe von 1919. — Bereits gegen 18 Uhr wurden aus dem oberen Blodau-Tal Meldungen über bevorstehendes Hochwasser an die unteren Gebiete weilergegeben. Gegen 18 Uhr war die Modau an der ersten Niedecungsstufe bei Niederramstadt schon über die Ufer getreten und der Bach zu einem reißenden Fluß angeschwollen. Er führte bereits Fruchtgarben, Feldfrüchte, Hausgeräte usw. aus den höher gelegenen Gegenden mit sich. Die Häuser der Salbend standen bald unter Wasser und die Wohnungen und Ställe wurden geräumt sowie alles hab und Gut soweit wie möglich in Sicherheit gebracht.
In Niederramstadt wurde der Verkehr über die Hauptstraße gesperrt, da die Gefahr eines Einsturzes der Brücke bestand. Auch in Eberstadt hat die Modau, die hier noch durch die Zuflüsse aus dem Waschenbachtal verstärkt wurde, größeren Schaden angerichtet.
Die Autostraße Darmstadt— Heidelberg ist unpassierbar
der Verkehr mußte umgeleitet werden. Ueberall mußte die Feuerwehr und freiwillige Hilfskräfte eingesetzt werden; auch die Polizei in Darmstadt ist zur Unterstützung aufgefordert worden. Menschenleben sind — soweit bisher feststellbar — nicht zu Schaden gekommen. Auch das Vieh konnte größtenteils gerettet werden, da das Unwetter lange vor Einbruch der Dunkelheit, niederging.
Der schwere Hagelschlag hat das auf den Feldern noch lagernde
Getreide völlig vernichtet,
das Obst von den Bäumen geschlagen und Aeste und Zweige geknickt. Teilweise wurden die Kartoffeln aus dem Boden gewaschen. Gegen 20.30
nimmt oder garantiert.
Was den Bedarf an langfristigen Krediten anlangt, so kommt der Ausschuß zu dem endgültigen Schluß, daß es im allgemeinen Interesse sowohl als auch im Interesse Deutschlands notwendig ist:
1. das jetzige Volumen der deutschen Auslandskredite aufrecht zu erhalten,
2. auf alle Fälle einen Teil der zurückgezogenen Mittel aus ausländischen Quellen zu ersehen.
Hinsichtlich der Umwandlung eines Teils der kurzfristigen Kredite in langfristige sagt der Bericht, daß in Anbetracht der politischen Gesamtlage und der auf Deutschland ruhenden Lasten es zur Zeit und auch späterhin, wie schon auf der Londoner Konferenz zum Ausdruck kam, unmöglich ist, eine langfristige Anleihe für Deutschland aufzunehmen. Es bleiben dann noch zwei grundlegende Schwierigkeiten, die offen aufgezeigt werden müssen. Die erste ist das damit verbundene politische Risiko. So lange die Beziehungen zwischen Deutschland und anderen europäischen Mächten nicht auf der Grundlage freundschaftlicher Zusammenarbeit und gegenseitigen Vertrauens beruhen und dadurch nicht eine wesentliche Ursache der inneren politischen Schwierigkeiten
vorhanden.
Die zweite grundlegende Schwierigkeit ist die Tatsache, daß die Welt in den vergangenen Jahren versucht hat, zwei verschiedene sich widersprechende politische Prinzipien zu verfolgen, indem sie die Entwicklung eines internationalen finanziellen Systems zuließ, welches die jährliche Zahlung großer Summen von Schuldnerländern an Gläubigerländer mit sich brachte, und gleichzeitig der freien Güterbewegung Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Der Ausschuß hält es daher für seine Pflicht, die Gründe aus- einanderzusetzen, die es zur Zeit unmöglich machen, endgültige Maßnahmen zu empfehlen, um für Deutschland langfristige Kredite zu sichern. Wenn der Ausschuß davon absieht, in Einzelheiten gehende Vorschläge zu machen, so geschieht dies nur in der Ueberzeugung, daß man sich erst zu Maßnahmen, auf deren Ergreifung er keinen Einfluß hat, entschließen muß, ehe irgendwelcke langfristigen deutschen Anleihen, wie gut sie auch gedeckt sein mögen, untergebracht werden können.
Uhr wurde aus Niederramstadt noch ein Steigen des Wassers gemeldet.
Unwellerkatastrophe im Odenwald
Darmstadt, 19. Aug. Das am Dienstag abend über den vorderen Odenwald niedergegangene Unwetter hat in vielen Gemeinden schweren Schaden angerichtet, der für die bäuerliche Bevölkerung umso schwerer zu ertragen ist, als gerade hier schon einmal im Frühjahr das Unwetter auf den Feldern Verheerungen angerichtet hat. Von einer nächtlichen Fahrt in das hauptsächlich von dem Unwetter betroffene Modautal berichtet unser Sonderberichterstatter:
Die Spuren des Unwetters zeigen sich schon in Darmstadt, wo zahlreiche Keller überschwemmt wurden und der Rückstaudamm der Abwasser- leitung brach. Gegen 5 Uhr hatte das Unwetter seinen Höhepunkt erreicht. Besonders in der Gegend von Eberstadt, Niederramstadt und Obermodau entlud sich die Last der Wolken, und
bald bildete die sonst liebliche Modau einen reißenden Strom
der die angrenzenden Felder überschwemmte, aufgestellte Fruchtgarben mit sich riß und Bäume ent« wurzelte. Am Oberlauf der Modau überspülten die Wassermassen ein Sägewerk und rissen Baumstämme und Bretter mit sich, so daß die alte, steinerne Brücke bei Niedermodau gefährdet wurde und die angrenzenden Wassermassen das angrenzende Gelände weit überschwemmten. Einem von Darmstadt herbeigerufenen Kommando der Schutzpolizei und den Anstrengungen der Ortseinwohner gelang es schließlich, dem Wasser einen Abfluß zu schaffen und die Brücke zu retten, die man sonst hätte sprengen müssen.
Im weiteren Lauf der Modau hat diese ihre Ufer weit überschritten und
große Gelände an Wiesen und Feldern übet- schwemmt.
In Niederramstadt wurden die tiefer gelegenen Ortsteile unter Wasser gesetzt, teilweise stand das Wasser über die Erdgeschoßwohnungen hinaus. Auch hier mußte wegen Gefahr des Brückeneinsturzes die Hauptverkehrsader in den Odenwald unterbrochen werden, da die Brücke von den Wassermassen überspült wurde und die von den Fluten mitgeführten Baumstämme usw. gegen die Brücke drückten.
Soweit bisher bekannt, ist es durch die aus dem oberen Modautal rechtzeitig eingegangenen Alarmnachrichten den Einwohnern möglich gewesen, ihre Habe und das Vieh zu retten.
Auch bei Eberstadt wurde die Brücke im Zuge der Bergstraße von den Wassermassen der Modau überflutet; nach der ersten Flutwelle stieg hier der Wasserspiegel in wenigen Augenblicken um über 2% Meter. Hier wurde man durch das rasche Ansteigen des Wassers überrascht, so daß der Sachschaden z. T. beträchtlich ist.
Noch schlimmer sieht es in der Gemeinde Eschollbrücken aus, die bereits im Oktober vergangenen Jahres durch einen Dammbruch der Sandbach in große Bedrängnis geraten ist. Leider hat der Land- lag in J£in$r Mhjahsjitzuug &LUWau des Bachbettes und die Verbreiterung nicht m Angriff genommen, sondern zunächst vertagt. Unweit der vorjährigen Stelle ist jetzt
der Damm erneut gebrochen,
und an der ersteren Stelle haben die Fluten, die vielfach den hohen Damm überspülen, mit ungeheurer Gewalt ein Loch gerissen, das um Mitternacht bereits 20 Meter breit klaffte. Da auch an dieser Stelle ein neuer Bruch zu befürchten war, mußte man die Arbeiten daran schließlich einstellen. Einige hundert Meter unterhalb der ersten Stelle hat der Damm einen zweiten Bruch erlitten. Die ausgetretenen Wassermassen haben, soweit man im weißen Licht der Scheinwerfer sehen kann, das Gelände überschwemmt, die Feldfrüchte aus dem Boden gespült und fortgeschwemmt. Die Schupo, die zunächst mit einem kleinen Kommando zur Dammwacht ausgerückt war, wurde gegen 21 Uhr verstärkt, doch gelang es auch dem großen Kom- mando unter Oberleutnant Knappe nicht, die Bruchstelle im Damm zu stopfen, denn die
Gewalt des Wasserdruckes war so ungeheuer, das menschliche straft versagen mußte .
Zwei Zentner schwere Sandsäcke wurden wie Flocken fortgeschwcmmt. Man mußte sich zunächst damit begnügen, die anderen gefährdeten Stellen zu verstärken. Erst bei Einbruch des Tages soll gemeinsam mit den Einwohnern versucht werden, den Wassermassen einen Abfluß in den Alten Landgraben zu schaffen. — Auch die an Eschollbrücken angrenzenden Gemeinden wurden diesmal in Mitleidenschaft gezogen.
Auch im Hinteren Odenwald hat das Unwetter noch schweren Schaden angerichtet. Die Gersprez hat vielfach die Ufer überstiegen und die Landstraße und Eisenlahnlinie überschwemmt. Die Bergstraße selbst in der Gegend von Bensheim und Zwingenberg wurde diesmal weniger betroffen. *
Neunkirchen (Odenwald), 18. Aug. Montag nachmittag wurde das obere Fischbachtal und die ganze Neunkirchner Gegend von einem schweren Unwetter heimgesucht. Das Gewitter war vor starkem Hagelschlag begleitet. Die Hagelstücke, die zum Teil die Größe eines Vogeleies hatten, zerschmetterten das noch auf den Feldern stehende Getreide, so daß eine Ernte kaum noch lohnt. Auch in den Obstanlagen sah es nach dem Unwetter aus, als hätten eifrige Leute die Bäume fast kahl geschüttelt.
Die Lândevkonseven, iM Stdsnbuvs
Oldenburg, 18. Aug. An der Länderkonferenz in Oldenburg, die heute nachmittag zusommentrat, nahmen Vertreter folgender Länder teil: Thüringen, Mecklenburg-Schwerin, Oldenburg, Braunschweig, Anhalt Lübeck, Mecklenburg-StreNtz. Lippe und Schaumburg-Lippe. Den Vorsitz führte der oldenburgische Ministerpräsident Cassebohm.
Ueber die Verhandlungen, die bis gegen 20 Uhr dauerten, wurde ein Kommuniques herausgegeben,
Die b««N«« Mummes umfoW 16 Seiten