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MtzSZÄSVME

Hmrau Siadi und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Strett usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aüf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr gekeistet.^Geschâstsstelle: Hammerstr.^ z Femspr. 3956,3957,3958

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat 3ÖL1.-, für den ganzen Monat IM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag LL R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 nun Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 N-Pfg.» im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R«pfg. / Qffertengebühr 50 R-Pfg.

Kv. 129

Montas den

3. Auanst

1931

ÄH»yt Tv^aH-Uvâ

* Die Reise des Reichskanzlers und des Reichs­außenministers nach Rom ist für die zweite Hälfte der Woche vorgesehen. Der Reichskanzler wird am Mittwoch oder Donnerstag von Berlin abreifen.

Während Ler 1. August in Oesterreich im allge­meinen ruhig verlaufen ist, ist es in Klagenfurt, wie erst heute bekannt wird, gestern abend zu schweren Ausschreitungen von etwa 300 Kommunisten gekom­men, in deren Verlauf ein Polizeibeamter lebens­gefährlich und zwei leichter verletzt wurden. 32 Per­sonen, darunter auch Ausländer, wurden verhaftet. Heute ist die Ruhe aber vollständig wieder her­gestellt.

Der Antikriegstag der Kommunisten in Polen hat zu zahlreichen Ausschreitungen geführt. In Warschau selbst kam es am Samstag nachmittag zu einem Zusammenstoß zwischen etwa 300 Demon­stranten und einigen Polizisten, die von der Schuß­waffe Gebrauch machten. Ein Arbeiter wurde ge­tötet, vier Arbeiter wurden verletzt. Im Kohlen­becken von Dombrowa ereigneten sich mehrere Zu­sammenstöße. In Dombrowa selbst konnten die Kundgebungen schnell unterdrückt werden. In der Arbeiterkolonie Schulno bei Dombrowa dagegen griffen ungefähr 1000 Arbeiter die Polizisten mit Steinen an. Vier Polizisten wurden durch Stein­würfe, fünf Demonstranten durch Schüsse verletzt. In Bendzin wurden von den demonstrierenden Arbeitern einer getötet und fünf verwundet, in Ostrzenieszyne einer getötet und einer verwundet.

Bei der Reichsbank macht sich ein erfreulicher Zufluß von Devisen bemerkbar. So konnte in der ab gelaufenen Woche ein Devisenzugang von unge­fähr 100 Mill. verzeichnet werden.

Der Lanüesausschuß Sachsen der Rejchsvarte:

am Sonntag einstimmig beschloßen, mit seinen Wahlkreisen, seinen Ortsgruppen, sämtlichen sächsi­schen Landtagsabgeordneten und den Reichstags- abgeordnsten Luke unib Wiener aus der Paäei auszutroten und bis zur Vereinigung mit anderen deutschen Wahlkreisen als Sächsische Wirtschafts­partei die politische Arbeit tatkräftig fortzus^en.

In dem Krefelder Lichtspieltheater „Atrium", in dem gegenwärtig der Film „Im Westen nichts Neues" läuft, hatten sich große Trupps von National- . sozialisten angesammelt. Er erschollen Rufe wie „Deutschland erwache" usw. Die Ansammlungen wurden von der Polizei zerstreut, wobei den Be­amten Widerstand entgegengesetzt wurde. Ein Be­amter wurde beim Betreten des Parteilokals der Nationalsozialisten mit Biergläsern beworfen und verletzt. Einem anderen Beamten wurde beim Ein­treten in das Lokal die Windfangtür entgegen­geworfen. Der Beamte trug durch Glassplitter er­hebliche Verletzungen davon. Ein Nationalsozialist wurde festgenommen. Das Parteilokal wurde von der Polizei für den Abend geschlossen.

Nach einem voraufgegangenen Streit in einem Café im Norden Berlins wurde der 23jährige Tisch­ler Schröder von zwei unbekannt gebliebenen Tätern auf der Straße niedergeschlagen. Der Ueber- sallene wurde dem Krankenhaus zugeführt, wo der Arzt jedoch nur noch den inzwischen eingetretenen Tod feststellen konnte.

Vor dem Hotel Ealumbia in Genua explodierte heute nacht um 1.20 Uhr eine Bombe, wodurch ge­ringer Schäden verursacht wurde. Menschen sind richt zuschaden gekommen.

*

Bei einer Bergbesteigung ist der 21jährrge Neffe des Kardinals Piffl tödlich verunglückt. Er wurde N dem Grund eines 300 Meter tiefen Kamins von einer Rettungskolonne zerschmettert auf ge­sunden.

Nach einer Mitteilung der Associtad Preß ist Thomas Edison in seinem Heim in Llewellyn-Park schwer erkrankt. Selin Befinden gibt zu Besorgnis Anlaß.

Der von Przemysl nach Bircza unterwegs be- imdliche Postwagen wurde von mehreren bewaff­neten Räubern überfallen. Der Postkutscher wurde durch einen Revalvevschuß an der linken Hand ver- W während der zum Schutz beigegebene Pou- w durch drei Schüsse getöttet wurde, ehe es ihm möglich war, von seiner Waffe Gebrauch zu wachen. Den Räubern Men 18 000 Zloty in die Hände

. Die wissenschaftlichen Organisationen der Sow- l'tunion haben bei der Regierung angeregt, die Professoren Samoilowitsch und Moltschanoff wegen Mer wissenschaftlichen Verdienste bei der Polar- lahrt des Graf „Zeppelin" mit dem „Lenin-Orden" "uszuzeichnen.

*) Näheres siehe im politischen Teil.

MvmmnniMche Änsßchvssütnsen in Verttn Vottzerveamie nkedevgeschlasen - Gtvatzenschlacht zwischen LraiivnattvziaSisten und âvmmnnisien - 2 Tote

Berlin» 1. Aug. Anläßlich des kommunistischen Antikriegskages kam es in Berlin zu mehreren blutigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Kommunisten. An dec Ecke dec Mainzer Straße und der Frankfurter Allee an der Lichtenberger Grenze unweit der Stelle, an der vor vier Wochen der Polizeioberwachtmeister Kuhfeld das Opfer einer möderifchcn Kugel wurde, wollten fünf polizeibeamte einer mehrhundertköpfigen Menge von „Kriegs- tags"-Demonstranten entgegentreken, um den Zug aufzulösen. Insbesondere handelte es sich um eian Mann, der vor dem Lokal „Mainzer Ecke" Hetzreden hielt. Kaum waren die Be­amten auf die Menge zugegangen, als plötzlich von allen Seiten Schüsse fielen. Zwei Schützen hatten sich in der Mitte der Straßenkreuzung ausgestellt, ein Schütze hatte sich hinter einem Zeitungskiosk verschanzt. Innerhalb weniger Minuten wurden etwa 20 Schüsse auf die Beamten, die von dec Menge eingekreist waren, abgegeben. Der Poli­zeiwachtmeister Viebig, verheiratet und Vater mehrerer Kinder, sank blutüberströmt zu Bo­den. Seine vier Kameraden wurden von der Menge mit Steinen beworfen und niederge­schlagen. Sie konnten sich schließlich unter Abgabe von Schüssen befreien. Als einer von ihnen Verstärkung heranholen wollte, setzte plötzlich der elektrische Strom aus. Ein unbek annter Täter hatte sich in das Lokal geschlichen und die Fernsprechleitung d urchgeschnitten.

Schließlich konnten sich die Beamten, nachdem ihnen in dem Parteilokal „Gasthaus zum Kronprin- sie eine Reche von Schüßen abgegeben hatten, Luft gen“, um von da aus geschlossen den Versammlungs­

machen. Zwei Demonstranten sind von den Kugeln getroffen worden. Einer hatte einen Brustschuß und einen Handschuß, ein anderer einen Kopfschuß er­halten. Die Polizei hat die gefilmte Gegend abge­sperrt und in allen benachbarten Häusern Durch- iudmnatiytoraennnunei^È^iy

werden sollte, aber von der Menge mitgerißen wurde, festzustellen und zu verhaften. Ferner ist eine Reihe weiterer Personen festgenommen wor­den. Ein Revolver, aus dem gerade noch geschossen worden war, wurde in einem Hausflur gefunden.

Bei der Abführung von zwangsgestellten Per­sonen wurden um 1.15 Uhr an der Ecke Frank­furter Allee—Mainzer Straße die Polizeibeamten aus der Menge mit Steinen beworfen und aus Pistolen beschoßen. Der Polizeiwachtmeister Fiebig wurde schwer verletzt, ebenso eine Zivilperson, de­ren Personalien noch nicht festgestellt sind. Die An- sammlunng wurde zerstreut, zwei weitere Personen zwangsgestellt.

Nev KollâvLK-ent m do« SusammenstSSe«

Berlin, 2. Aug. Der Berliner Polizeipräsident nimmt zu den gestrigen Zusammenstößen zwischen Anhängern der K. P. D. und der Polizei in der Frankfurter Allee in einem Kommunique Stel­lung, dessen Schilderung der Vorfälle sich im we­sentlichen mit der bereits gemeldeten Darstellung des „Tempo" deckt. Diesem' Kommunique zufolge bei denen der

zeigen die gestrigen Vorgänge, Hauptwachtmeister Fiebig schwer

bedeutsame Aehnlichkeit mit der Hauptwachtmeisters Kuhfeld am

verletzt wurde, Erschießung des 30. Juni *1931.

die in dem

Besonders bemerkenswert ist .

Kommunique enthaltene Behauptung, die Demonstranten seien „vorheriger Anwei­sung gemäß" nicht in der üblichen Kommu- nistenlracht" sondern in besserer bürgerlicher Kleidung erschienen. Um besser zielen zu können, seien die Täter in „Kniestellung" gegangen und hätten Fiebig, wie seinerzeit Kuhfeld, regelrecht abgeschössen. Daß der Ueberfall planmäßig vorbereitet gewesen sei, zeige auch die Störung der Telephonleitung in der Gastwirtschaft, von der aus die Poli­zisten Verstärkung herbeirufen wollten.

Das Kommunique schließt mit der Feststellung, daß unweit der Ueberfatlstelle kommunistische Posten aufgestellt gewesen seien, die hm- und her- patrouillierten und den Demonstranten Anweisung erteilten. Dies lasse die bei den Kommunisten be­triebene militärische Ausbildung erkennen.

SivaHenMlachi zwischen äommsrEe« und Marrs

Zwei Tote

B e r l i n, 3. Aug. In Wittstock a. d. Dosse kam es laut „Moutagspost" am Sonntag zu einem blu­tigen Straßenfampf zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten. Dabei wurden zwei Personen, ein Nationalsozialist und ein Unbeteiligter, durch Kopf- und Brustschüsse getötet; drei Personen erlitten Verletzungen. Der Polizei von Wittstock gelang es nur, einen Beteiligten an der Stratzenschlacht festzu- nehmen.

Die Nationatsozialisten wollten am Sonntag eine Versammlung zum Volksentscheid abhalten. Gegen 18 Uhr versammelte sich ein größerer Trupp von

zen , um von da aus geschlossen den Versammlungs­saal aufzusuchen. Gleich nach dem Abmarsch begeg-

neken sie einem größeren Trupp Kommunisten. Es kam sofort zu Anrempeleien, gleich daraus war eine heftige Prügelei im Gange. plötzlich fielen mehrere Schüsse, die unter allen Beteiligten große

dem Skraßenpflaster blieben zwei Personen, der Chauffeur Schröder aus Kehrberg bei Pritzwalk, Mitglied der 31. S. D. A. P., und der unbeteiligte Runzur aus Wittstock tot liegen. Drei Verletzte konnten sich bis in nahegelegene Häuser retten, wo sie dann zusammenbrachen. Sie haben Arm- und Beinschüsse davongekragen. Bei dem Verhafteten, einem Kommunisten, wurden keine Waffey gefun­den. Wie die Vernehmung zahlreicher Zeugen er­geben hat, ist sowohl von den Kommunisten wie von den Nationalsozialisten geschossen worden.

Dee Wut nach

Bereden und Deeftöndigima

Dsv Weg AouvensSs

Paris, 2. August. Der Senator Henri de Jou- venel gehört zu den französischen Partioten, die zu der Erkenntnis gelangt sind, daß, um Frieden zu haben, auch dem Selbstgefühl und den Lebens­bedürfnissen einer anderen, besonders einer benach­barten Nation, Rechnung getragen werden müsse. Heute hielt er auf einer Tagung des Vereins ehe­maliger Frontkämpfer und Kriegsverletzten vom Departement Pas-de-Ealais in Voulogne-fur-Mer eine Rede, worin er darauf hinwies, daß es Pflicht der ehemaligen Frontkämpfer fei, zu einer einheit­lichen Auffassung der Lage zu kommen, zu einer Auffassung, die als gemeinsame Lehre aller Kriegsgenerationen bleiben müsse:

Eure Sache ist es, eine Weltanschauung festzu­legen, die vor euch nicht vorhanden >war, daß näm­lich der Friede nicht eine Angelegenheit des gu­ten Willens ist, ja nicht einmal eine Angelegenheit guter internationaler Beziehungen, sondern daß dafür eine Gesamtorganisation der mensch­lichen Gesellschaft notwendig ist. Das ganze Problem besteht darin, Schluß zu machen mit dem Zeialler, das feine Politik auf die Ge­bietsaufteilung gründete, und das Zeitalter der Wirtschaftspolitik zu eröffnen. Weder die Regierungen noch die Bankiers werden von sich aus imstande sein, das Heil für die europäische Wirtschaft zu finden. Notwendig ist eine von den Regierungen überwachte Verständigung zwischen den Leitern der deutschen Erzeugung und denen der französischen. Das wird die Grundlage sein nicht nur für die Rückkehr zur Wohlfahrt, sondern auch für einen tandsicheren Aufbau des Friedens.

Könne nicht eine Verständigung über das Luft- ahrtwesen den Anfang für die inter­nationale Streitmacht bilden, deren Bil­dung Frankreich seit Lèon Bourgeois unaufhörlich gefordert hat? Wäre eine gemeinsame Organl- ierung des Eisenbahnwesens nicht das sicherste Hindernis für die Mobilisierung irgendeines Lan­des gegen ein anderes?

Es ist dies ein altes Steckenpferd Henri de Iouvenels, der seinerzeit zum Einspruch gegen die von ihr verfolgte Politik aus der französischen Ab­ordnung für den Völkerbund ausgeschieden ist, zu

3« Hatte wuvdeu

12 OsWeibeamie verletzt

Halle a. d. 5., 2. Aug. Zu kommunistischen Ausschreitungen am Samstag teilt das Polizei­präsidium u. a. mit: Die KPD. hatte für Samstag zu einer Antikriegskundgebung aufgerufen. Gegen 19.15 Uhr hatten sich auf dem Paradeplatz ein« 1000 Demonstranten sowie eine größere Anzahl Zuschauer angesammelt. Für die Demonstranten waren polizeilicherseits Sprechchöre sowie das Aus­bringen lauter Rufe durch die Teilnehmer ver­boten worden. Der erste Redner verstieß bereits gegen die polizeiliche Verordnung. Als der zweite Redner trotz Verwarnung weitere Rufe ausbringen ließ, erfolgte

die Auflösung der Kundgebung.

Die Menge, die bereits bei der Verwarnung eine drohende Haltung eingenommen hatte, setzte den polizeilichen Anordnungen Widerstand entgegen, so daß die Polizeiknüppel zur Anwendung gebracht werden mußten. Während dieser Vorgänge hatte sich ein Teil der Demonstranten in Bewegung gesetzt und war bereits bis zur Wilhelmsstraße, Ecke

Hier wurde der Zug auf­

Friedrichstraße, gelangt, gelöst. Da die Beamten nen beworfen wurden, Polizeiknüppel Gebrauch Auflösung dieses Zuges

angegriffen und mit Stei- mußte auch hier vom gemacht werden. Bei der ist

von einer Zivilperson ein Schutz abgegeben worden.

Die Gegend um den Parodeplatz und den ihr« versitätsring mußte wiederholt von Ansammlungen geräumt werden. Die Polizeibeamten wurden bei ihrem Einschreiten wiederholt tätlich angegriffen, insbesondere mit Steinen beworfen und geschlagen. Gegen 9 Uhr abends wurden vier der mutmaßlichen Täter festgenommen. In der Salzstraße wurden '

polizeibeamte aus den Fenstern mit Steinen beworfen.

Da der Aufforderung zum Schließen der Fenster nicht nächgèkommcn wurde, wurden einige Schreck­schüsse abgegeben. Gegen 23 Uhr wurden in der Hackebornstraße auf Polizeibeamte mehrere Schüsse abgegeben. Die Täter flüchteten und konnten nicht ergriffen werden.

Lin polizeibeamter ist durch einen Messerstich in den Rücken, 16 andere Beamte durch Steinwürfe und Schläge leicht verletzt worden.

In sieben Fällen mußten die Polizeibeamten zur Abwehr von Angriffen von ihrer Schußwaffe Ge­brauch machen. Es sind 15 Festnahmen erfolgt.

fordern, daß den einzelnen Mächten verboten wer­den sollte, Luftstreitkräfte zu halten und nur dem Völkerbund für die Durchführung seiner Entschei­dungen eine internationale Luftstreitmacht zur Ver­fügung zu stellen. Das mag alles phantastisch klingen: wertvoll an diesem Gedanken bleibt jedoch die ihnen innewohnende Erkenntnis von der Not­wendigkeit der Gleichberechtigung zwischen den großen Kulturnationen Europas.

GoziaMische Kundgebung gegen den âvkes

Für Verständigung mit Frankreich

Berlin, 2. August. Der Bezirksvorstand Berlin der Sozialdemokratischen Partei und die Sozialistische Orbeiterjugend Groß-Berlins veranstalteten heute nachmittag im Stadion Neukölln eine Kundgebung gegen den Krieg, die zugleich dem Gedanken der deutsch-französischen Verständigung gelten sollte. Etwa 25- bis 30 000 Teilnehmer hatten sich dazu eingefunden. Als Vertreter der französischen So­zialisten nahm der Abgeordnete Grumbach (Paris) teil.

Die Hauptrede hielt der Reichstagsabgeordnete A u f h ä u s e r. Die diesmalige Kundgebung gegen den Krieg, so betonte er, bedeute mehr als eine Propagandaveranstaltung, denn jetzt sei die V ö l - kerverständigung zur Lebensfrage für Deutschland geworden. Nur wenn das deutsche Volk den Bekennèrmut aufbringe, den anderen Völkern zu zeigen, daß das neue Deutschland einen rein» lieben Trennungsstrich zu den Gewalten des alten absolutistischen Systems mache, könne die Solidari­tät der sozialistischen Parteien in den anderen Ländern wirksam werden. Deshalb müsse der Krieg gegen die Kriegshetzer im eigenen Lande rücksichts­los geführt werden. Aufhäuser ging dann auf die gegenwärtige Krise ein und wandte sich besonders dagegen, daß Reichsgelder an die Großbanken ge«

Die heuilae ânmmee «m-avi 10 Seiten