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Das Ergebnis von VariS
Die «Bittlguns zwischen Svanrose« und Deutsche« - StuauzteUe Gavantte« und Lvatznabme« »ne politischen Nevnhtsuns - London hat das Vovt
Paris, 19. Juli. Um 22.45 Uhr wurde über die deutsch-französischen Verhandlungen folgendes gemeinsames Kommuniques ausgegeben:
In einer kürzlichen Botschaft hat der Reichskanzler Dr. Brüning den Wunsch zum Ausdruck gebracht, mit der französischen Regierung in direkte Fühlung zu treten, um die Mittel für eine gemeinsame Bemühung zur Besserung beider Länder zu suchen. Der Ches der französischen Regierung hat spontan erwidert, daß er mit Genugtuung einer Begegnung entgegensetze, deren Verwirklichung durch die Ereignisse, die die Wirtschafts- und Finanzlage Deutschlands und rückwirkend diejenige der übrigen Länder betroffen haben, opportuner gemacht wurde. Infolgedessen sind die Vertreter beider Regierungen am 18. und 19. Juli 1931 in Paris zusammengekommen. Sie haben übereinstimmend die Bedeutung dieser Begegnung anerkannt und betont, daß sie den Beginn einer vertrauensvollen Zusammenarbeit darstellen soll.
Der Reichskanzler hat die verschiedenen Aspekte der Krise, unter der sein Land leitet, beleuchtet. Die französischen Vertreter, die den Ernst der Krise erkennen, haben erklärt, daß vorbehaltlich gewisser finanzieller Garantien und Maßnahmen für eine politische Beschwichtigung sie bereit sein würden, später die Bedingungen für eine finanzielle Zusammenarbeit im internationalen Rahmen zu erörtern.
Bereits jetzt haben die Vertreter der beiden Regierungen Wert darauf gelegt, ihren Willen zu betonen, soweit wie möglich unter einander für eine wirksame Zusammenarbeit auf politischem und wirtschaftlichen Gebiet günstige Bedingungen zu schaffen, und sie sind übereingekommen, sich gemeinsam darum zu bemühen, daß der Kredit und das Vertrauen in einer Atmosphäre der Ruhe und Sicherheit wiederhergestellt werden könne.
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* In Paris wurde die grundsätzliche Bereitschaft zur Zusammenarbeit profiamiert. Finanzielle Garantien und Maßnahmen zur politischen Beruhigung sollen später getroffen werden.
Sonntag mittag gegen 12 Uhr fand auf der Esplanade in Wesel eine große Kundgebung der Nationalsozialisten statt, an der etwa 5 bis 6000 Personen teilnahmen. Die Wefeler Polizei, durch die Landjäger der Umgebung noch verstärkt, übcr-
M>e>,.„....„ _________________ ^WWP . ,, scheu Diskussionsredners, her früher in der SA. tätig gewesen war, kam es zu einer Schlägerei. Die Polizei griff sofort ein. Sie mußte, da sie ir.il dem Gummiknüppel allein nicht die Ordnung wic- derherstellen konnte, auch zum Revolver greifen unb Schreckschüsse abgeben. Es gab mehrere Verletzte, verschiedene Personen wurden festgenommen. Am Nachmittag kam es dann neuerlich zu einem Zu- sammMstoß, bei dem mehrere Schüsse fielen.
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In Sachen Heckendorff fand ein Haftprüfungster- min vor d^m Amtsgericht Potsdam unter Vorsitz des Amtsgerichtsrats v. Eckartsberg statt. Der Haftbefehl gegen den Kunstmaler Franz Heckendorff — sein Bruder hatte feine Einsprache eingelegt — bleibt wegen Verdunkelungsgefahr anfrechterhalten.
Bei dem Jtalienmndslug stürzte der kanadische Pilot Carew in der Nähe des Kaps Santalessio, ins Meer. Ein Fischerboot barg die Leichen Careras unb'feines Mechanikers.
Der englische Dichter und Schriftsteller Bernard Shaw ist Sonntag vormittag in .Berlin auf dem Bahnhof Friedrichstraße eingetroffen.
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Das Todesurteil an dem Major im polnischen Eeneralstab Peter Demkowski, das am Freitag gefällt wurde, ist Samstatz abend um 7% Uhr vollstreckt worden.
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Der „Montagmorgen" stellt, wie er in einem heute verbreiteten Flugblatt mitteilt, sein Erscheinen ein.
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Sonntag früh 4 Uhr wurde in Wilna der wegen Spionage für Litauen zum Tode verurteilte Korporal Szymkolas hingerichtet. Ihm wurde vorgewor- fen, gewisse militärische Dokumente an einen gleichzeitig verhafteten Agenten des litauischen ^Nachrichtendienstes verkalkst zu haben.
Der Eisbrecher „Malygin" hat feine Fahrt in die Arktis angetreten. An Bord befanden sich, ausländische Reisende und Merreter der ausländischen und der Sowjetpresse. Der Eisbrecher trägt 12 000 Briefe mit sich, die dem Graf Zeppelin in der Polarzone üb ergeben werden sollen. Genau um Mitternacht verließ der „Malygin" das Weiße Meer.
Der Ehrenbürger der Gemeinde Schreiderhau, der bekannte Maler Professor Hermann Hendrich, wurde am Samstag nachmittag beim Ueberschreitcn des Bahnüberganges vom Zuge erfaßt; er wurde zur Seite geschleudert und erlitt durch den Sturz ;o schwere Verletzungen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Professor Hendrich hat ein Alter von 77 Jahren erreicht.
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* Im Großen Preis von Deutschland siegte Caracciola vor Chiron, Varzi, Nuvolari und Merz. Caracciola hatte einen Vorsprung von einer Minute 18 Sekunden. In der kleinen Klasse siegte Dudley Froy vor Graf Arco-Zinnerbeg und Scaron.
I *)-Näheres stehe sin-politischen Teil.
Dv. Guvtius
Über die Veehaudittttge«
• Die AttAmachs mH den KVattzOsen fand im ÄheaueBs-Osifi fiaii
Paris, 19. 3uli. Reichsaußenminister Dr. Curtius empfing Heuke abend im Anschluß e Besprechung, die nach dem vom Außenminister Briand ge- „_______________ ______ . / werden soll, die Vertreter der deutschen und der fran
zösischen Presse. Dr. Curtius ging in seinen Erklärungen von der Rundfunkrede des Reichskanzlers aus, entwickelte den Werdegang der Pariser Reise und betonte, daß der Gedanke einer Begegnung mit den französischen Winistern in Paris auf glücklichen Boden gefallen sei und Früchte getragen habe.
Es habe den deutschen Ministern vor allem daran gelegen, vor der Londoner Konferenz mit den offiziellen Vertretern Frankreichs eine offene und freundschaftliche Aussprache über alle Probleme zu haben, die beide Länder für die europäische Zusammenarbeit für den Frieden interessieren und daneben auch über die Notwendigkeit der Maßnahmen zur Behebung der deutschen Krise, übrigens eine AllgemeinerschÄnung, zu beraten. Beide Gedankenreihen: Maßnahmen zur Behebung der Weltkrise und andererseits die deutsch- französische Zusammenarbeit auf eine neue Basis zu stellen, seien Gegenstand der Beratungen von heute und gestern gewesen.
Reichsaußenminister Dr. Curtius ging dann auf das Kommunique ein, das heute nachmittag über die allgemeine Ministerkonferenz ausgegeben worden ist. Von allen Seiten ist, so erklärte der Reichsaußenminister, heute morgen der feste Entschluß zum Ausdruck gebracht worden, für die deutsche Krise und ihre Behebung und darüber hinaus für die Beseitigung der europäischen Krise alles zu tun, was nach Lage der Verhältnisse überhaupt getan werden kann. Sämtliche Beteiligte sind von der tiefen Ueberzeugung beherrscht gewesen, daß durch die Kraftanstrengung aller beteiligten Nationen der Versuch unternommen werden muß, die europäische und besonders die deutsche- Krise zu beheben. Wir sind aber heute morgen nicht dahin gelangt, die einzelnen Maßnahmen fest- zülegen, die auf der Londoner Konferenz für eine derartige Aktion erörtert werden sollen. Infolgedessen sind heute vormittag die Fragen nur problematisch besprochen worden. Man ist entschlossen, die Beratungen über das, was praktisch nach diesen Ueberlegungen geschehen soll, auf die Londoner Konferenz zu übertragen.
Als wichtig erscheint mir die heute van allen Seiten zum Ausdruck gebrachte Ueberzeugung, daß die deutsch-französische Zusammenarbeit nicht nur für die deutsch-französischen Bedingungen sondern darüber hinaus für Europa und die ganze Welt von entscheidender Bedeutung sei. Reichskanzler Dr. Brüning hat Veranlassung genommen, für diese zum Ausdruck gekommene Ueberzeugung sowie für die Erklärung der Bereitschaft, an der Behebung der deutschen Krise Mitwirken zu wollen, seinen Ieb= haften Dank aiuszufprechen. Weniger • bedeutsam, aber doch wichtig ist ferner, daß immer wieder die Ansicht geäußert wurde, welch starke gegenseitige Abhängigkeit bei finanziellen Fragen in Europa und in der ganzen Welt bei dieser Krise zu beobachten sind. Alle Beteiligten sind der Ausassung gewesen, daß, wenn es nicht gelingen würde, die deutsche Krise abzustellen, sie schwerste Folgewirkungen selbst bis in die solidesten Volkswirtschaften hinein haben würde. Auch das scheint mir eine Gewähr dafür zu sein, daß bei den Londoner Beratungen wirklich entscheidende Maßnahmen getroffen werden dürften, um die deutsche und allgemeine Krise ..,..„. ... ___________v_,. ... ____,_,_.. _______, _
zu beheben. Ueber die heute nachmittag zwischen Paris und ihre Unterredungen mit den französischen rben deutschen und französischen Ministern geführ-Mnislern einflößen.
ten Verhandlungen, so fuhr der Reichsaußenminister fort, kann ich mich nicht so ausführlich auslassen, weil das offizielle Kommunique darüber noch nicht vorliegt. Dieses soll erst nach Abschluß der Verhandlungen der Presse übergeben werden. Ich glaube aber, für mich das Recht in Anspruch nehmen zu können, bereits einige Andeutungen zu machen, ohne damit die Pflicht der Loyalität gegenmeinen französischen Kollegen zu verletzen. Rücksicht auf die heute vormittag getroffene
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Su London sott nur -der die deut-Oe âEe geSveochen werden Dev Wunsch Lavals
Berlin, 19. Juli. Ueber die Besprechung der in Paris weilenden Vertreter der an den aktuellen Problemen interessierten Wächte, die um 10 Uhr begann und 12.30 Uhr zu Ende ging, wurde vom französischen Ministerpräsidenten ein Kommunique ausgegeben, das besagt:
Ministerpräsident Laval, umgeben von Außen- tfiiniffer Briand, Finanzminister Flandin, Budget- minister Pietry, Unlerstaakssekretär Frangois- Poncet und dem Generalsekretär des Quai d'Orsay Philippe Berthelot, hat in seinem Kabinett die ausländischen Staatsmänner empfangen.
Ministerpräsident Laval
dankte den Ministern und auswärtigen Delegierten, daß sie seinem Ausrufe gefolgt sind, um gemeinsam die Bedingungen festzulegen, unter denen die Londoner Konferenz anheben soll. Er unterrichtete sie über die Unterhandlungen, die in den letzten Tagen mit Staatssekretär Henderson und Staatssekretär Stimson slakkgefunden haben und namentlich über die gestrigen Besprechungen mit Reichskanzler Dr. Curtius.
Reichskanzler Dr. Brüning
erstattete ein kurzes Expose über die gegenwärtigen Stand der deutschen Wirtschafts- und Finanzkrise und legte die Maßnahmen internationaler Art dar, die wünschenswert erscheinen, um diese Krisis zu lösen. Nacheinander haben hierauf Staatssekretär Stimson, Staatssekretär Henderson, Austenminister Grandi, der japanische Botschafter u. Außenminister ster Hymans zum Ausdruck gebracht, wie sehr sie sich dazu beglückwünschen, dieser so wichtigen Vorbesprechung beiwohnen zu können. Sie haben sämtlich die Versicherung gegeben, daß ihre Regierungen Mit größter Sorgfalt und gröhler Sympathie prüfen würden, was zu tun möglich wäre, um Deutschland. dessen Schwierigkeiten die Stabalität der europäischen Wirtschaft angehe, zu Hilfe zu kommen. Sie haben gleichfalls einmütig die Genugtuung und Hoffnung zum Ausdruck gebracht, die ihnen die Anwesenheit der deutschen Minister in
Vereinbarung haben auch wir im engeren deutsch- französischen'Kreise die Fragen unsererseits nicht abschließend regeln können. Dagegen haben wir uns in Verfolg der Besprechungen des gestrigen Tages weiter in dem „C h e q u e r s g e i st e", wie ich ohne Uebertreibung sagen kann, freundschaftlich und offen über die politische Lage zwischen unseren beiden Ländern zu verständigen versucht. Wir werden heute ein Kommunique herausgeben, über das wir uns in großen Zügen schon einig geworden sind. In ihm werden keine Detailfragen erörtert, aber aufs deutlichste wird darin unterstrichen, daß, nach dem glücklichen Anfang durch die Rundfunkrede des Reichskanzlers, durch die freundschaftliche Einladung der französischen Regierung, durch den freundliche»! Empfang, den die französische Devölkung den deutschen Ministern bereitete, und durch die freundschaftliche Aussprache von gestern mir davon überzeugt sind, daß wir eine weitgehende Verstän - digung zwischen Deutschland und Frankreich auf neuer Basis in Singriff nehmen. Diesen „Chequerserfolg" möchte ich schon jetzt festhalten. Ich glaube, daß es weniger auf Ausdrücke des Kommuniques ankommt, obwohl dieses vollkommen unzweideutig abgefaßt sein muß, aber das Entscheidende ist, daß wir uns über die politischen Fragen so ausgesprochen haben, daß man sagen kann, ein neuer Anfang in den deutsch-französischen Beziehungen im „Chequersgeiste" ist gemacht worden.
Auf Ersuchen von Winisterpräsidenk Laval wurde in gemeinsamem Einvernehmen festgelegk, daß die Londoner Konferenz auf die Prüfung der deutschen Finanz- und Wirtschaftskrise strikt begrenzt sein würde. Winisterpräsidenk Laval qab zum Schluß dem Wunsche Ausdruck, daß die Unterredung, die die französischen Winistec Heuke nachmittag mit den deutschen Ministern haben, den Erfolg der Londoner Konferenz erleichtern möge.
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Paris, 20. Juli. Die Stellungnahme der Pariser Morgenpresse, die in einer großen Mehrheit die deutsch-französische Aussprache mit großer Sympathie verfolgte, zeigt sich nunmehr, da konkrete Erklärungen während der kurzen Pariser Verhand- fungen nicht erzielt wurden, zurückhaltend. Der offiziöse „Petit P a r i s i e n" erklärt: Der Besuch Dr. Brünings und Dr. Curtius behalte trotz des Fehlens positiver Ergebnisse seine hohe Bedeutung. „Journal" erklärt: Im Grunde genommen kommt unzweideutig in der gemeinsamen Erklärung zum Ausdruck, daß man die Hoffnung ausrecht erhält, aber man verheimliche nicht, daß keine Schwierigkeiten gelöst worden sind. „O e u v r e" betont, daß die Pariser Konferenz nicht die Hoffnungen gerechtfertigt habe, die man auf sie setzte und fragt, ob die Londoner Konferenz eine Losung der Schwierigkeiten bringen werde. Das sei zu wünschen, aber man dürfe nicht allzu sehr darauf rechnen. Das gestern veröffentlichte gemeinsame Kommunique bringe den guten Willen der deutschen und französischen Delegierten, ihren Glauben an bie Möglichkeit einer verantwortungsvollen Zusam- menarbeit zum Ausdruck, aber man müsse doch erklären, „die. Sache sei nicht gegangen".
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