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HancmeMzeiger

Umuentf'W^ M^^^W^aua« 6iaW und Land

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Kv. 155

Morrtas de»

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aüf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Für Platze orschn'fi u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. /Geschäftsstelle: Hammerstr. S/ Fernspr. 3956,3957, »58

6. SuU

1931

Sachliefeeungen noch unentschieden

Einigung in wichtige» Kragen - Körkzahinns des gestundeten Kevavationsiummen in 12 Laheen

Ksichsdahnanleihs

Die fvamöMche Antwort in -SV Sachliefevunssfvage sät Amerika »»annehmbar?

fttwyt- Iw^Htw

Die französischen und amerikani­schen Unterhändler haben ein Abkommen entworfen, das noch der Billigung des Präsidenten Hoover unterliegt. Bezüglich der Sachlieferungen scheint Hoover eine ablehnende Haltung einzu­nehmen.

Der Gouverneur des Staates Maryland, Dr. Ritchie, hat in einer Rede, die durch Rundfunk ver­breitet wurde, das Ende des Youngplanes voraus gesagt. Wenn der Hoover-Plan an­genommen würde, würden die Kriegsschuldenzah­lungen niemals wieder ausgenommen werden, Man sei der Ansicht, so erklärte der Gouverneur, daß ein einziges Feierjahr keine genügend lange Atem­pause sei, und daß eine Verlängerung eintreten würde. Nach Ablauf dieser neuen Frist werde die Schuldenfrage einer endgültigen Revision unter­zogen werden.

Die Grundlagen des Ä-sommens

Paris, 5. 3ulL Die französisch-amerikanischen Verhandlungen dauern noch an. Dem optimistischen Pariser Kommunique von Freitag nacht folgten Rückfragen aus Washinolon, die schließlich Samstag mittag ein neues amerikanisches Memorandum zur Folge hakten. Dieses ist im französischen Minist errat geprüft und dann in einer Besprechung mit den Herren Mellon und Edge aufs neue beantwortet worden. Auf das amerikanische Memorandum hin sind in Paris die Grundlagen der Einigung erneut ausgearbeitet worden. Findet Hoover, daß die von Mellon und den Franzosen formulierte Einigungsformel seinem

plan entspricht, dann, so heißt es in dem französischen Kommunique,wird noch im Laufe l-j Montags die Entscheidung fallen." Unter allen Umständen findet man sich am Montag

des

um

3 Uhr nachmittags wieder zusammen.

Dev fvauzSMche §8b- vvmmeuseu-wuvf

Serschloppunsstaktik

Vierzehn Tage ist es nun her, daß Hoovers Appell erging, und noch immer läßt die Entscheidung auf sich warten. In " " geglaubt, gestern Klarheit

s waren alle Vorberei-

Berlin hatte man

* In MaiNz wurde gestern das Ehrenmal für Stresemann feierlich enthüllt.

* Das LuftschiffGraf Zeppelin" nahm gestern eine Landungsfahrt Gleiwitz.

unter« nach

Paris, 5. Juli. Die Zusammenkunft zwischen den französischen und den amerikanischen Unterhändlern hat von 21.30 bis 0.45 Uhr gedauert. Am Ende der Besprechung wurde folgende amtliche Mitteilung herausgegeben.

Im Laufe der Besprechung, die heute abend stattgefunden hat, haben die französischen Unter­händler dem amerikanischen Schatzsekretär Mellon

über für Amerika annehmbar sein werden. Die Forderung, die Frankreich zuerst stellte, daß ein Teil der deutschen unbedingten Zahlungen kleineren europäischen Nationen zur Verfügung gestellt wer­den Ilten, ist man dadurch entgeqengekommen, daß die Bundesreservebank von Newyork, die Bank von England und die Bank von Frankreich sich bereit erklärt haben, diesen Ländern, falls nötig, Kredite zu geben, Jedoch würde jede dieser Banken nicht mehr als 40 Millionen Mark, wenn geeignete Sicherheit gegeben würde, zur Verfügung

vorzufinden, und es waren alle Vorberei­tungen getroffen worden, um das Pariser Resultat nach allen Seiten hin auszuwerten. Daß die Meldungen, die den endgültigen Ab­schluß der französisch-amerikanischen Verhand­lungen erst für heute in Lsussicht stellen, nicht gerade dazu angetan sind, die in den letzten 24 Stunden erheblich gesunkene Stimmung wieder zu beleben, läßt sich unschwer vor­stellen. Die französische Verschleppungspolitik trägt ihre Früchte. Sie hat schon jetzt Deutsch­land um ein gut Teil der Hoffnungen gebracht, die man an die Wirkung des Hooversplanes .Vorwärts" läuft all-

knüpfte. Selbst dem ..

mählich die Galle über.Mit welchem hart­näckigem Widerstand", meint das sozialdemo­kratische Hauptorgan, böser Ahnungen voll, wird erst ein deutsches Revisionsoerlangen zu

Der gestrige Sonntag, für den die Kommunisten ihre große, in den letzten Tagen verbotene Spar­takiade angekündigt hatten, ist ruhig verlaufen. Die Polizei hatte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Schon während der Nacht durchfuhren starke Bolizeistreisen in Kraftwagen die Arbeiter- viortel. Zu größeren Zwischenfällen ist es nicht Fe kommen.

Der Oberprcrsrdent der Rhein Provinz hat für das Gebiet der Rheinprovinz das Tragen der Spartakiade-Abzeichen verboten.

Den Großen Preis von Deutschland für Motorrräder auf dem Nürburgring ^ge­wann der Engländer Woods. Runtsch auf N.S.U. wurde Klassensieger.

Deutschland gewann in Paris den Schwimm- länüerkämpf gegen Frankreich 2:0.

Der Ring deutscher Flieger bringt erstmalig im Jahre 1931 einen Wanderpreis, den Richthofen-Pokal, zur Ausschreibung. Der Preis soll die Erinnerung an die Taten der deutschen Flieger im großen Kriege lebendig erhalten. Mit ihm wird die beste Leistung eines Sportfliegers ausgezeichnet, der durch wagemutige und ent­sagungsvolle Kleinarbeit für die Erhaltung flieger­ischen Geistes hervorragt. Für die Ausschreibung als Einzelwettbewerb hat der Deutsche Luftrat seine Genehmigung erteilt.

tagen einer Verständigung 8 6 e rg - - b e n, die heute nachmittag vom französischen Mi­nisterrat gebilligt worden war. Dieser Text, der auf Grund der Elemente der französischen Note ausgearbeitet worden ist, wird heute nach Washington telegraphiert, und zwar mit den ge­meinsam verabredeten Aenderungen. Die Regie­rung der Vereinigten Staaten wird am Montag vormittag mitteilen, ob sie glaubt, daß dieser Text mit den Grundsätzen des Hoover-Vorschlages üher- einstimmt. Sollte dies der Fall sein, wird die end­gültige Entcheidung noch am Montag erfolgen. Eine neue französisch-amerikanische Besprechung wird am Montag nachmittag stattfinden.

Die ErnZgtMSsfovmel

Washington, 5. Juli. Nach einer telephonischen Unterredung mit dem in Paris weilenden Staats­sekretär Mellon gab ein hochstehendes Mitglied der Bundesregierung einen Ueberblick über den augen­blicklichen Stand der französisch-amerikanischen Verhandlungen.

Frankreich werde zugestehen, die Periode für die Rückzahlung der aufgeschobenen Reparatio­nen von fünf auf zwölf Jahre zu erhöhen. Die Vereinigten Staaten wären aufaeforbert worden, dem französischen Vorschlag über die Durchrührung der Sachlieferungen zuzustimmen. In amtlichen amerikanischen Kreisen ist man jedoch nicht sicher, ob die französischen Vorschläge hier-

reicht worden über die Befreiung Deutschlands von der unbedingten Reparationsrate, während gleichzeitig der Youngsche Plan in seiner jetzigen Form erhalten geblieben wäre. Hierfür hätte man den Modus gefunden,

daß die Deutsche Reichsbahn die Re­parationssumme der BIZ. einzuzahlen hätte unter der Bedingung, daß das Geld der Deut- schen Reichsbahn wieder als Anleihe zur Ver­fügung gestellt würde. Die Deutsche Reichs­bahn ihrerseits könnte dann das Geld der deutschen Reichsregierung als Anleihe weitergeben. Die Frage der Befreiung Frank­reichs üo nder Einzahlung eines Garantie­fonds von 500 Millionen RM an die BIZ. ist aus den französisch-amerikanischen Besprechun­gen herausgenommen und dahin feskgelegl worden, daß Frankreich, falls es aufgesordert würde, die Garantiesumme zu zahlen, dies ratenweise tun könne. Jedoch ist diese Verein­barung der Zustimmung aller Länder vorbehal- len die den Poungschen Plan unterzeichnet haben.

Das Memorandum, das, wie gemeldet, der französischen Regierung am Samstag übergeben wurde, beginnt mit den Worten:

rechnen haben?"

Der tiefe Ernst der Lage wird durch die plötzliche Einberufung des Gene­ralrats der Reichsbank blitzlichta^tig beleuchtet. Am Sonntag abend, also zu höchst ungewöhnlicher Stunde, hat er sich in Berlin versammeln müssen. Es ist das erste Mal seit Schaffung dieses Instituts im Jahre 1924, daß über Nacht eine solche Sondersitzung ange­ordnet wurde. Der Generalrat, der seit dem

Inkrafttreten des Poungplans nur noch deutschen Mitgliedern besteht, und zwar dem Reichsbankpräsidenten Dr. Luther

aus mit als hat alle

Vorsitzenden aus zehn Persönlichkeiten, nach dem Reichsbankgesetz Beschluß über Vorschläge zu fassen, die ihm von dem Präsi­denten und dem Notenkommissar gemacht wer-

Die Vereinigten Staaten freuen sich, sesl- stellen zu können, daß mit der französischen Re- eine

gierung jetzt in allen wichtigen Fragen grundsätzliche Einigung erzielt worden

ist.

Bei den amerikanischen Unabhän­gig k e its f e i ern kamen nahezu 200 Perso­nen ums Leben. Viele verunglückten beim Ab­brennen von Feuerwerkskörpern, die meisten wur­den jedoch bei Kraftwagenunfällen getötet. Andere ertranken.

Nachdem 60 Textilfabriken den französi­schen Textilstreik beendet haben, haben weitere 34 sich mit der Annahme des Lavalschen Vorschlages einverstanden erklärt, so daß am Mon­tag in 94 Fabriken die Arbeit wieder ausgenommen wird.

Reue GchwèevigLeiien

Hoovev verlangt -ezügttrh dev Sathliefevungen Onischerdnns nur im Sinne seines Dovschlages

Rach einer havasmeldung ist der Konflikt über die Sachlieferungen noch nicht geregelt. Frankreich verlange die Fortsetzung der Sachlieferungen, die für das Jahr 1930/31 nur 125 Mill. Goldmark ausmachken. Rach französischer Ansicht würde die deutsche Wirtschaft unter der Aufrechterhaltung der Sachlieferungen nicht zu leiden haben, während die Einstellung der Sachlieferungen die Arbeitslosenkrise noch verschlimmern würde, die in Deutschland herrsche. Die amerikanische Regierung sei, wie es scheine, durchaus dagegen, von Deutschland während des Moratoriums irgendeine Zahlung zu verlangen, weder in Geld noch in Sach­lieferungen.

Nach Meldungen aus P e r u hat sich e i n Ba­taillon Infanterie geweigert, eine Ab­teilung meuternder Soldaten anzu­greifen. Die Offiziere des Bataillons wurden darauf verhaftet und andere Truppen zur Bekämp­fung der Insurgenten herangezogen.

Im Hochwasser des East River und des North River (in Kanton) sind etwa 100 Personen ertrunken. Die Straßen der niedergelegenen Stadtteile Kantons stehen ganz unter Wasser.

Der amerikanische Staatssekretär Stim- fon ist in Gibraltar eingetroffen und nach Rom weitergereist.

i *) Näheres siehe im politischen Test.

Washington, 5. Juli. Hoover kehrte schon frühzeitig am Sonntag nachmittag zurück und kon­ferierte mit Mellon per Radiotelephon über den in- zwischen eingegangenen Text des französischen Vor­schlages über die Regelung der Sachlieferungen während des Aufschubjahres. Von hoher Regie­rungsseite wurde uns mitgekeilt, Hoover habe Mellon instruiert, der französischen Regierung zu erklären, daß man, nachdem alle anderen Punkte befriedigend geregelt seien, nicht plötzlich bei diesem einen Punkt das ganze Prinzip des hoover-Planes über Bord werfen könne. Es gehe nicht an, den Experten freie hand darüber zu lassen, wie diese Sachlieferungen fortgesetzt und bezahlt werden sollen, sondern die wesentliche Instruktion für diese Delegierten der diesbezüglichen Finanzministerien der beteiligten Länder müsse die sein, daß sie nur technische Details ausarbeilen, nicht aber irgend eine Regelung be­schließen, die dem Geist des Hoover- Planes wider­spreche, d. h. das deutsche Budget irgendwie belaste.

Washington, 6. Juli. Von hoher amtlicher Stelle wurde dem Vertreter des W. T. B. folgende Er­klärung über den gegenwärtigen Stand der fran­zösisch-amerikanischen ' Verhandlungen" gegeben. Wir sind im Begriff, das französische Me­morandum zu studieren und neue Wei­sungen zu geben, von denen wir hoffen, daß sie von der französischen Regierung angenommen wer­den. Die Hauptschwierigkeit liegt darin, daß wir in Vorschlag brachten, die noch nicht er­ledigten technischen Einzelfragen einem Sachver- stänoigen-Ausschuß der Schatzämter zu übergeben, der die einzelnen Fragen im Geiste des Vorschlages des Präsidenten Hoover bearbeiten soll. Das ist nun der Punkt, dem die Franzosen nicht zu­stimmen wollen. Sie wünschen, daß den Sachver­ständigen volle Freiheit gegeben wird. Wir können gegenwärtig nicht von unseren Forderungen ab­gehen, weil sonst die Gefahr besteht, daß der durch

(Fortsetzung auf Seite 2)

den, als der zurzeit Dr. Sämisch, der Vor­sitzende des Rechnungshofes des Deutschen Reiches, fungiert. Die Einberufung des Gene­ralrats ist zunächst wohl unter der Voraus­setzung erfolgt, daß bis zum Zeitpunkt feines Zusammentritts das Pariser Ergebnis vorläge. Aber das ist nicht der einzige Grund, der den Reichsbankpräsidenten zu seiner außerordent­lichen Maßnahme veranlaßt hat. Offenbar steht die sonntägliche Beratung im Zusammen­hang mit der Entwicklung am Geld- und De­visenmarkt, die nach vorübergehender Besse­rung sich wieder bedenklich zugespitzt hat, weil der Verlauf der Pariser Verhandlungen schwere Besorgnisse wach ruft. Der Deoisen­abfluß dauert an. Am Freitag und Samstag sind uns weitere 90 Millionen Mark Kredite vom Ausland gekündigt worden, und da die Devisen einen wesentlichen Bestandteil der Notendeckung darstellen, besteht die Möglich­keit, daß eines Tages die Devisen der Reichs­bank einschließlich des Goldbestandes nicht mehr ausreichen, um die vorschriftsmäßige 40prozen- tige Deckung des deutschen Zahlungsmittelum­laufs zu gewährleisten. Die Reichsbank wird sich daher vielleicht genötigt sehen, um eine vorübergehende Unterschreitung dieser Deckungsgrenze zu verhüten, Vorkehrungen zu treffen; sei es durch eine schärfere Handhabung der Restriktionspolitik oder aber durch erneute Inanspruchnahme ausländischer Kredithilfe. Der bereits aufgenommene Rediskont-Kredit im Betrag von 100 Millionen Dollar ist am 16. Juli fällig; man nimmt indes an, daß einer Verlängerung über diesen Termin hinaus keine Schwierigkeiten im Weg stehen, und es ist auch wohl damit zu rechnen, daß die großen Noten­banken der Welt mit Rücksicht auf den Hoover- plan neue Summen zur Verfügung stellen. Der Berliner Börsen-Curier" erinnert weiter an die Möglichkeit, auf den Rediskont-Kredit der Golddiskontbank in Höhe von 50 Mil­lionen Dollar zurückzugreifen, der für diesen Zweck vor Jähret: eingeräumt, aber niemals in Anspruch genommen wurde. Mit Hilfe die-

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