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(bf<W «glich mH Ausnahme her Homv und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Meaat IM.-».-, für den ganzen Monat ZM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer N0, Freitag 15, Samstag ö R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pss- im Reklameteil von ÜS mm Breite 23 R-Pfg. ✓ Qsfertengebühr 50 R-Psg.
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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usto. hat der Bezieher keinen Anspruch aüf Lieferung oder Ilmhlleferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Fürplatzvorfchnfi u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.>Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956,3931,3958
3. SM
1931
Gin englisches Dermililungsangebot
Erneute Sevtagung der svanzSsisch-amevikaniktheu Nelveechungen
Vorschlag, sofort eine Konferenz dee Soung-LNSchte einrnbeenfen
England macht den
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* Die auf gestern abend 9% Uhr angesetzten französisch-amerikanischen Verhandlungen sind auf
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Heute vertagt worden.
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Der Aeltjestenrat des Pkjeüußifchen Landtages, wird am Dienstag, 7. Juli den Beratungsplan für den Sitzungsabschnitt feststellen, der an diesem Tage beginnen und voraussichtlich bis zum 10. Juli dauern wird. Die Frage der Landtagsauflösung wird voraussichtlich am 8. Juli im Plenum zur Beratung und am 10. Juli zur Abstimmung gestellt werden.
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* Durch zusätzliche Erneuerungsarbeiten bei der Reichsbahn sollen in den fünf kommenden Monaten 50 000 Arbeiter B e» schäftigung finden.
* „Graf Zeppelin" ist heute morgen von seiner Jslandreise kommend, in Friedrichshafen glatt gelandet.
Wie die Telegraphen-Union erfährt, hat der preußische Kultusmini st er im Hinblick auf die letzten Ruhestörungen an verschiedenen Universitäten an die Rektoren sämtlicher preußischer Universitäten einen Erlaß gerichtet, in dem den Rektoren die Anwendung schärferer Maßnahmen zur Bekämpfung politischer Zusam- " »Len wird.
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Wie verlautet ist man in den Verhandlungen über eine Verkürzung der Arbeitszeit für die Angestellten der Reichsoerwallung überaingekommen, daß vorläufig von einer Einführung der 40-Stundenwoche Abstand genommen werden soll. Man hat sich damit den Einwänden der Angestelltenverbände angeschlossen, daß eine Arbeitszeitverkürzung mit entsprechender Gehaltskürzung im Augenblick für die Angestellten nicht mehr tragbar sei.
In Wimbledon siegten in der Vorschlußrunde Cilly Außem und Hilde Krahwinkel gegen die französische Meisterin Mathieu und die amerikanische Spitzenspielerin Helen Jacobs und kamen damit in die Schlußrunde der Weltmeisterschaft.
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Die Eröffnung des mündlichen Verfahrens in der Angelegenheit der deutsch- österreichischen Zollunion ist vom Ständigen Internationalen Gerichtshof auf den 20. Juli, vormittags, festgesetzt worden.
Im Verlaufe der gestrigen Debatte im englischen Oberhaus wurde ein von der Regierung bekämpfter Antrag auf das sogenannte Alternativ-Wahlrecht mit 81 gegen 39 Stimmen angenommen. Die von den Konservativen geschlagene Regierung war dagegen im Unterhaus mit 5 Stimmen in der Mehrheit. Bei der Abstimmung über den konservativen Antrag, die Gartenstädte von der allgemeinen Grundstück- besteuerung auszunehmen, wie sie in Snowdens Finanzgesetzentwurf vorgesehen ist, ist mit 265 gegen 260 Stimmen abgelehnt worden.
Der stellvertretende französische M i l t • tarattachs in Berlin, Kapitän de Mierry, der seinerzeit in den Königsberger Spionagezwischenfall verwickelt war, ist jetzt von der französischen Regierung ab berufen worden und hat Berlin bereits verlassen.
Der Warschauer Magistrat hat die fälligen Juligehälter der Beamten infolge Fehlens verfügbarer Mittel weder gestern noch heute ausgezahlt. Die Beamten erhielten lediglich Vorschüsse in Höhe von 10 bis 50 Zloty.
Die spanische Regierung hat eine Verordnung unterzeichnet, durch welche für Spanien der Achtstundonarbeitstag in genauer Ablehnung an das Washingtoner Abkommen eingeführt wird.
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Die Sowjetregierung verhandelt in England wegen Ankaufs von Schiffen zur Bildung einer russischen Handelsflotte. Da es den Sowjetunterhändlern nicht gelungen ist, die von ihnen geforderten großzügigen Kreditbedingungen von den britischen Reedern zu erlangen, haben sie sich jetzt an die britische Regierung gewandt, um sie zu veranlassen, die russischen Aufkäufe mit Hilfe des britt» scher; Exportkreditsystems zu ermöglichen.
k *} Näheres siehe im politischen Teil.
Dev englische ânßevenz- vorschlag
Mv den Fall- -atz in pavks keine LSsnns gefunden wird
London, 2. 3uiL Line amtliche Mitteilung besagt: Die Regierung Seiner Majestät hat die ernstliche Hoffnung, daß die bezüglich des Vorschlages des Präsidenten Hoover in Paris stattfindenden Erörterungen erfolgreich sein werden. Für den Fall, daß eine baldige Lösung nicht gefunden werden sollte, hat sie ihre Bereitwilligkeit ausgedrückt, eine Zusammenkunft von Vertretern der hauptsächlich interessierten Mächte zu einem baldigen Datum abzuhalten, um mit einem Mindestmaß von Verzögerung zu einer Vereinbarung zu gelangen.
Tatsächlich hat der britische Botschafter in Paris, Lord Tyrrell, Briand gestern abend eine Einladung von Maodonald und Henderson zu Siner möglichst baldigen Besprechung in London übermittelt, an der die Vertreter Amerikas. Frankreichs, Italiens und Englands teilnehmen sollen. Ob auch an eine Teilnahme Dsutchlands gedacht war, läßt sich nicht bestimmt feststellön. Der Schritt Englands ist natürlich nicht ohne Wissen der Vereinigten Staaten erfolgt; aber von amerikanischer Seite wird betont, daß der Vorschlag einer solchen Konferenz nicht von Amerika ausgehe. Die britische Anregung hat, worauf auch das lange Schweigen der hiesigen
men. Falls die französisch-amerikanischen Besprechungen mit einer Vereinbarung enden, dann sei die Einladung hinfällig, sollten die Verhandlungen aber zusammenbrechen, dann müsse die Einladung w i« d e r h o l t werden und die Zusammenkunft könne dann nächste Woche stattfinden. — Die „Morningpo st" sagt, es herrsche der Eindruck, daß in London eine bessere Atmosphäre für eine Poungplankonferenz herrsche als in Paris.
Paris, 3. Juli. Sie gesamte Pariser Presse zeigt Optimismus und tritt für eine Zusammenkunft der Poung-
liebsten gesehen, wenn die ganze Sache nicht bekannt geworden wäre. Nunmehr stellt man die Sache so dar, als ob nur eine allgemein gehaltene Einladung erfolgt sei, die noch osfenstohe.
Ablehnende Kattun« SeankveithS?
£ o n b on, 2. 3utl. Reuter meldet aus Paris: Wir verlautet, hat Frankreich den Vorschlag der britischen Regierung, eine Konferenz der Signatare des Doungplanes nach London einzuberufen, ab- gelehnt und eine Konferenz in Paris statt in London vorgeschlagen. Begründet wird die Ablehnung damit, daß die Pariser Verhandlungen mit Schatz- sekretär Mellon und die parlamentarischen Arbeiten es sowohl Briand als auch Laval verbieten, Paris zu verlassen.
London, 3. Juli. „Daily Herold" schreibt der britische Vorschlag schließe nicht nur Amerika und die Gläubiger Deutschlands ein, sondern auch Deutschland selbst. Die französische Regierung habe gestern auf den Vorschlag geantwortet, daß sie ihn grundsätzlich mit Freude annehme, es sei aber für Briand und Laval unmöglich Ende dieser Woche nach London zu kom-
Äon Äevtasung zu Devtagung
.Paris, 2. Juli. Die mit ungeheurer Spannung erwartete Konferenz der französischen Minister mit Mellon ist wenige Minuten vor 9 Uhr abends ohne jede nähere Angabe des Grundes abgesagt worden. Mellon erschien um 8.30 Uhr im Ministerium des Innern, wo er sich mit Laval unterhielt. Briand kam nicht zu der Konferenz. Als Mellon das Ministerium verließ, sagte er den Journalisten: „Wir haben es für besser gehalten die Konferenz auf Freitag zu verschieben. Es müssen noch Instruktionen aus Washington abgewartet werden." Laval wird heute abend mit dem amerikanischen Botschafter zusammenkommen. Es handelt sich um die Frage des Garantiefonds.
Paris, 2. Juli. Havas veröffentlicht folgendes Kommuniquè: Finanzminister Flandin hat heute nachmittag mit dem amerikanischen Schatzsekretär Mellon eine lange Besprechung gehabt. Ueber das Ergebnis dieser Besprechungen wird von eingeweihten Kreisen das engste Stillschweigen bewahrt. Man hat jedoch den Eindruck, daß im Laufe dieser direkten Besprechung die Verhandlungen sich relativ befriedigend entwickelt hätten und daß es möglich sei, daß das Zustandekommen einer Einigung dadurch erleichtert werde. Die französischamerikanischen Verhandlungen werden morgen vormittag 10 Uhr im Laufe der Vollkonferenz wieder ausgenommen."
Im übrigen berichtet Havas, ein Mitglied der französischen Regierung, das an den Verhandlungen teilnehme, habe in den Wandelgängen der Kammer erklärt, die französischen Minister würden morgen Freitag abend 21.30 Uhr eine Zusammenkunft mit dèm amerikanischen Botschafter Edge haben.
VeuvieNnng -ev Lage kn washknsion
Washington, 2. Juli. Im Weißen Hause fand heute nachmittag eine längere Besprechung im
nicht wehren würde. Auch „Petit Journal" weist auf die Möglichkeit einer Konferenz der Unterzeichner des Youngplanes hin und kündigt ein Moratorium für die genannten Zahlungen Deutschlands während des Feierjahres an,
Der englische Vermittlungsvorschlag mag recht gut gemeint sein, doch er löst bei uNs starke Bedenken aus. Wie lange will man noch verhandeln? Die ganze Welt weiß, daß wir am Ende unserer Kraft angelangt sind, daß in Deutschland die Situation von Tag zu Tag schwieriger wird. Wird uns nicht in den allernächsten Tagen geholfen, gibt es keine Rettung mehr. Eine internationale Konferenz aber kann nicht so schnell arbeitest, ihr Apparat ist viel zu schwerfällig, um rasch in Funktion zu treten und Hilfe zu bringen. Eine solche Konferenz würde vielmehr eine Verzögerung der Inkraftsetzung des Hooverschen Planes über den 15. Juli hinaus bringen, und das wäre gleichbedeutend mit der Unwirksamkeit dieses Planes und mit der Katastrophe für Deutschland. Rein auf diesem Wege geht es nicht — Amerika und England sollen endlich das entscheidende Wort sprechen.
Büro des Unterstaatssekretärs Castle statt. Dabei wurde mitgeteilt, daß die Verhandlungen in Paris andauerten, und in einer ausgezeichneten Atmosphäre gepflogen würden, so daß Optimismus auf einen günstigen Ausgang dieser Verhandlungen am Platze sei. Stellvertretender Schatzsekretär Mills und Senator Dwight Morrow nahmen an Ler Konferenz ebenfalls teil und erklärten nach der Beendigung ihrer Unterredung mit Castle, daß die Diskussionen morgen festgesetzt würden.
Sevichkedene Auffassungen
Paris, 3. Juli. Im Gegensatz zu den optimistischen Aeußerrungen der französischen Blätter meldet der französische Korrespondent des legraph" aus Paris: Entgegen mehreren Presseberichten scheinen gestern keine wirklichen Fortschritte in den Verhandlungen gemacht toorben sein. Die Frage über Garantiefonds und die Priorität des französischen Anteils an den ungeschützten Annuitäten bieten anscheinend noch immer unüberwindliche Schwierigkeiten. Die französischen Minister beharren fest auf dem Standpunkt, daß sie in dieser Frage keinerlei Zugestand - nisse machen sönnen. In den anderen Punkten sind sie bereit, die Möglichkeit von Kompro-
(Fortsetzung auf Seite 2)
Nev Streit «m de« Gavantiesonds
In den Auseinandersetzungen zwischen dem Präsidenten Hoover und der französischen Regierung spielt u. a. auch der Garantiefonds eine große Rolle, der unter bestimmten Voraussetzungen zur Sicherung des Doungplanes bei der Internationalen Tributbank in Basel singezahlt werden muß. Der amerikanische Präsident hat gerade in diesem Punkte starken Widerstand geleistet weil die französische Forderung den beiden Grundsätzen widerstreitet, die Hoover unter allen Umständen bei der Durchführung seines Vorschlages nicht antasten lassen will: dem Grundsatz der gleichmäßigen Beteiligung sämtlicher Gläubigerstaaten an dem gemeinsamen Opfer und dem Grundsatz der unverkürzten Uebertragung sämtlicher Erleichterungen des Hoover-Planes auf Deutschland. Diese Grundsätze waren auch dafür maßgebend, daß Hoover jede Kontrolle der deutschen Regierung bei der Verwendung der gestundeten oder als Anleihe zur Verfügung gestellten Beträge zurückwies. Frankreich nahm noch in den Mittwochs-Verhandlungen das Recht für sich in Anspruch, die 500 Mil
an die deutsche Industrie als Darlehen weiter zu leiten, um die Verwendung dieser Mittel kontrollieren zu können. Die Amerikaner gingen aber nicht von dem Grundsatz ab, daß die Erleichterungen der deutschen Regierung zugute kommen sollen, die deshalb auch allein darüber befinden soll, wie sie die ihr zufallenden Beträge verwenden will. Aus demselben Grunde ehnte Hoover es ab, aus dem Kreditbetrag von 500 Millionen RM die Oststaaten nach dem französischen Vorschlag durch Kreditgewährung zu speisen.
Am schärfsten begegneten sich die Gegensätze in dem Punkte des Garantiefonds. Hier bedeuten die Forderungen Frankreichs nichts anderes, als daß die französische Regierung sich einen Sondervorteil verschaffen und gleichzeitig Deutschland mit einer neuen Bürde belasten will, was, wie gesagt, in zweifacher Hinsicht dem Sinn und Geist des amerikanischen Vorschlages widerstreitet. Der Garantiefunds nimmt in dem Doungplan eine klar umrissens Stellung ein. Bekanntlich ist Frankreich durch die Haager Vereinbarung der Vorteil eingeräumt worden, daß ihm unter allen Umständen ein Betrag von 500 Millionen RM als ungeschützter Teil der Jahresleistung Deutschlands gesichert sein soll. Dieser Betrag soll auch durch die Erklärung eines Transfermoratoriums nicht in Frage gestellt werden. Als Gegenleistung hat Frankreich im Haag die Verpflichtung übernommen, im Falle der Erklärung eines Transfermoratoriums durch Deutschland der Internationalen Tributbank einen Betrag von 500 Millionen RM zur Verfügung zu stellen, an dem sich die anderen Gläubiger schadlos halten können.
Dieser Garantiefonds ist also eine Angelegenheit, die nur die Gläubigerländer in ihren gegenseitigen Beziehungen betrifft. Erklärt Deutschland ein Transfermoratorium, so-tr« halten die Empfänger der geschützten deutscvett Zahlungen von Deutschland kein Geld, so lange das Moratorium in Kraft bleibt. Sie, sind also in dieser Zeit als die Schuldner der Vereinigten Staaten auf die eigene Tasche angewiesen. Frankreich dagegen würde als Nutznießer des ungeschützten Teils der Jahresleistung, der nach der Haager Vereinbarung unter allen Umständen gezahlt werden soll, den Betrag von 500 Millionen RM weiter zu seiner Verfügung haben. Um diesen Sondervorteil nicht ganz allein für sich zu genießen, hat es sich im Haag mit der Bildung eines Garantiefonds einverstanden erklärt, der auch den anderen Gläubigerländern die Möglichkeit gewährt, an der ungeschützten Leistung
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