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Die deutsch-fvanrSs. Aussprache gesichert

Dev Termin dev Änievvedung noch nicht veveinbavt Evft Mavhekt übev die Hoovev-Älktion nötig

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Staatssekretär Stimson schifft sich morgen auf derConte Grande" nach Europa ein.

* In Paris ist ein auffallender Stim­mungswechsel eingetreten. Man beginnt sich für die Aktion Hoovers zu erwärmen. Auch die Einladung an Brüning wird sympathisch begrüßt. Botschafter von Hoesch ist beauftragt, für das fran­zösische Chequers ein Datum nach Erledigung der Hoover'schen Aktion vorzuschlagen.

Im englischen Unterhause teilte gestern Unter- staatssekretär Clynes mit, daß Premierminister Macdonald und Außenminister Henderson I die Einladungdes deutschen Reichs - tangiere zu einem Besuch in Deutschland mit großer Freude angenommen hätten und am 17. Juli in Berlin eintreffen würden, wo sie bis zum 20. Juli zu verbleiben gedächten.

Agenzia Stefani meldet: Die italienische Re­gierung teilte der englischen, der französischen und der deutschen Regierung offiziell mit, daß Italien den Hpover-Vorschlag annimmt. Auf Veranlassung des Regierungschefs fand heute mor­gen im Ministerium des Auswärtigen eine Zu­sammenkunft der Minister des Auswärtigen, der Finanzen und des Gouverneurs der Bank von Italien statt mit dem Zweck, die notwendigen M Maßnahmen zu ergreifen, uni eine rasche und ge- li *'WiW^*,-i^ "Wl^ö-SsÄ^^

Jm Reichstag fand aus Anlaß des 100. Todes- I tages eine Freiherr-vom-Stein-Feier statt, an der auch Reichskanzler Brüning teil­nahm.

* In Berliner Regierungskreisen verlautet, daß an eine Reichsreform durch Notverord­nung nicht gedacht ist.

Aus Airlaß des 75jährigen Bestehens der Marinewerft in Wilhelmshaven weilte der Chef der Marine in Wilhelmshaven, das auf allen Marinegebäuden geflaggt hatte.

Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, haben die zuständigen Behörden in Berlin beschlossen, keinem ausländischen Teilnehmer an der Spar­takiade die Einreise zu genehmigen.

In einer Besprechung der Präsidenten der Lan- desarbeitsämter in der Reichsanstalt für Arbeits­vermittlung und Arbeitslosenver­sicherung wurde über die Durchführung der Pe­stimmungen der Notverordnung beraten. Um nach Möglichkeit eine einheitliche Durchführung zu ge­währleisten, kam man überein, vom 1 3. Juli an die neuen B c st i mm u n g en der Notver- ordung in Kraft treten zu lassen.

In den am 25. Juni im Reichsarbeitsministerium stattgefundenen Nachoerhandlungen über den Lohnschiedsspruch im Ruhrbergbau vom 20. 6. 31 war eine Einigung der Par­teien nicht zu erzielen. Die Entscheidung über den Antrag auf Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches liegt nunmehr beim Reichsarbeits- Minister.

210 reichsdeutsche S ch ü l e r, und zwar 60 aus Mainz, 100 aus Berlin und so, aus Pots­dam, sind gestern in Budapest eiNgetroffen, wo sie einen Teil ihrer Ferien verbringen werden. Zu aleiebon SpU nahmen 260 unaarische Schüler von

gleicher Zeit nahmen 260 ungari, , Budapest Abschied, um im Rahmen -der Schuler- austauschaktion ihre Ferien in verschiedenen deut­schen Städten zu verbringen. Für die nächste Zeit werden in Budapest noch größere Gruppen deut­scher Schulkinder aus Dresden und Nürnberg er-

wartet.

Unter außerordentlich starker Beteiligung von Trauergästen, darunter Reichstagsprästdent Lobe, der frühere thüringische Lan-tagspräsident Bar­tels, der Alterspräsident des thüringischen Landtags/ Leber, die früheren. "Siaateminifter. Baudert und Frölich sowie Vertreter der Sozialdemokratischen Partei und der Reichsbannerleitung war am Don­nerstag die Beisetzung des ehemaligen sozial­demokratischen Reichstagsäbgeordneton und Alters­präsidenten des Reichstags, Wilhelm Bock in Gotha.

In Victoria (Spanien) kam es gestern wegen eines Maulesels zu einer regel­rechten Schlacht zwischen zwei Zigeunerfamilien. 'Es gab 4 Tote und 16 Verletzte, darunter ein Schwerverletzter.

** Näheres siehe im politischen Teil.

Das ßvanzSMOe Lheauevs

Berlin, 25. Ium. Die vertraulichen Besprechungen über eine Einladung des Reichs­kanzlers und Außenministers, evtl, auch des Reichsbankpräsidenlen nach Paris haben in den letzten 24 Stunden eingesetzt und sind in raschem Tempo soweit gefördert, daß man jetzt wohl eine Aussprache zwischen den deutschen und französischen Staatsmännern als gesichert

ansehen kann.

3n der Unterhaltung zwischen Briand und dem deutschen Botschafter ist über die Anregung des Kanzlers sehr eingehend gesprochen worden. Die französische Regierung hat den Gesandten sehr freundlich ausgenommen. Ihr ist daran gelegen, daß der Besuch recht bald erfolgt. Die Abwesenheit des Kanzlers und des Außenministers von Berlin ist aber unmöglich in dieser Situation, die jeden Augenblick neue Ueberraschungen erfahren kann. Es ist deshalb notwendig, zunächst zu warten, bis eine Klärung über die Durchführung des Hoover- schen Planes erzielt worden ist. Erst dann wird Frankreich offiziell anfragen, ob eine Einladung er­wünscht ist, und darauf wird man sich über den Zeitpunkt des Besuches verständigen.

Die Zusammenkunft gilt aber schon jetzt als sicher. Der früheste Zeitpunkt für die Reise wäre also entweder der 4. oder 11. 3uli, weil auch die Franzosen offenbar Wert darauf legen, diese Aus­sprache stattfinden zu lassen vor dem Gegenbesuch der englischen Minister in Berlin.

breitete Gerüchte, wonach bereits das Datum für die Reife des Reichskanzlers und des Reichsaußen- ministers nach Paris festgesetzt worden sei, nicht den Tatsachen entsprechen. Ebenso unrichtig sind die Meldungen einiger Pariser Morgenblätter, daß der französische Außenminister in seiner Un­terredung mit dem deutschen Botschafter die deutsch­französische Ministerzusammenkunft von vorherigen politischen Zugeständ­nissen Verzicht auf die deutsch-österreichische Zollunion, auf die Revision der Friedensverträge und auf einen Feldzug für die Rüstungsgleichheit abhängig gemacht habe. Bei seinem gestri­gen Besuch 'im^Quai d'Orsay wurde dem deutschen Botschafter lediglich versichert, daß die Rundfunk­rede des Reichskanzlers einen äußerst günstigen Eindruck in Frankreich gemacht habe, und daß der Besuch der deutschen Minister hier aufrichtig be­grüßt werden würde. Man hält es kaum für mög­lich, daß die Ministerreise erfolgen könne, bevor nicht in Deutschland eine gewisse finanzielle Be­ruhigung eingetreten sein werde. Dies dürfte je-

weitvoiktiichev Um­schwung ?

Immer deutlicher zeigt es sich, wie uner­meßlich die Möglichkeiten sind, die der Vorstoß Hoovers auf dem Gebiete der Weltpolitik und der Weltwirtschaft eröffnet hat. Es scheint, daß die deutsch-französischen Beziehungen nunmehr an einen Wendepunkt gelangt sind, und daß eine Entspannung der außenpolitischen Lage Deutschlands sich anbahnt, die ihresgleichen in der Geschichte der Nachkriegszeit sucht. Wird in den nächsten Tagen und Wochen sowohl deutscher- wie französischerseits klug und ge­schickt manövriert, so werden vielleicht doch die Optimisten manche ihrer Erwartungen in Er-

füllung gehen sehen.

Das französische Chequers steht augenblick­lich an der Tagesordnung, Reichskanzler Dr. Brüning hat in feiner geschichtlich gewordenen Rundfunkrede in so überzeugender Weise ...... ' ...... rsönlichen Aus-

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die Berliner Besprechungen mit Macdonald, Hen­derson und Stimson eingeschaltet werden soll, be- Paris, 25. Juni. An zuständiger deutscher Stelle trachet man als eine Frage obn untergeordneter wird uns erklärt, daß gewisse in Deutschland ver-1 Bedeutung.

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SKmson wrvd nach Europa iw Marsch gesetzt

Washington, 25. Juni. Am Donnerstag früh setzten Hoover, Stimson und Wills ihre Verhandlungen fort. Die von dem amerikanischen Botschafter aus Paris eingegangenen Nachrichten lauteten so ermutigend, daß Staatssekretär Stimson sich entschlossen hat, an seinem urspünglichen Reiseplan festzuhalten.

Er wird daher am Samstag nachmittag mit demCente Grande" nach Neapel abfahren. Er wird sich kurze Zeit in Rom aufhalten und von dort ungefähr am 17. Juli nach Paris weit-erfahren. In Berlin wird er am 21. Juli sintreffen. Von Berlin wird er sich nach London begeben und nach längerem Erholungsaufenhalt in Schottland An­fang September nach Amerika zurückkehren.

Im Staatsdepartement wurde betont, daß man die gegenwärtige Lage als in Uebereinstimmung mit -er von Hoover angestrebten Entwicklung für so­weit geklärt hatte, daß Stimson es wagen könne, eine zwölftögige Seereise anzutreten. In Europa werde Stimson durch persönliche Fühlungnahme und durch das Gewicht feinest hohen Stellung viel dazu beitragen können, die Einigung über Lie not­wendigen Details der einjährigen Zahlungspause durchzufetzen.

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Paris, 25. 3uni. Havas verbreitet am späten Abend folgende Auslassung: Die französische Re­gierung hat noch keine Antwort von der amerika­nischen Regierung auf die Abänderungsvorschläge erhalten, die sie gestern auf den Vorschlag Hoovers hat machen lassen. Jedoch hat die amerikanische Re­gierung nähere Angaben betreffend die technische Durchführung über den von Frankreich gemachten Vorschlag der ungeschützten Annuität (Jncondition- nel) durch Deutschland und zu der Gewährung einer Anleihe an Deutschland durch Vermittlung der in­ternationalen Zahlungsbank erbitten lassen. Man folgert daraus, daß die amerikanische Regierung die französische Antwort nicht zurückweist, sondern eine methodische Prüfung ihres Inhalts vornimmt.

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Paris, 25. Juni. In den Wandelgängen der Kammer rechnet man damit, daß die morgige Jn- terpellationsdebatte über den Vorschlag Hoovers in die wieder der Abgeordnete Franklin-Bouillon eingreifen wird, bis spät in die Nacht dauern wird. Man bezeichnet diese Debatte als die wichtigste außenpolitische Aussprache der letzten Jahre, gerade im Hinblick darauf, daß im Laufe des heutigen Tages innerhalb verschiedener Fraktionen der Re­gierungsmehrheit und der Opposition sowie zwischen Vertretern der einzelnen Fraktionen Verhandlun­gen stattgefunden haben. Man behauptet, daß man versucht habe, eine Umgruppierung sämtlicher par­lamentarischer Kräfte um die Regierung Laval her­beizuführen und daß entsprechende Bemühungen morgen fortgesetzt werden würden. Die Vertreter ver­schiedener Fraktionen, u. a. Herriot als Vorsitzender der Radikalen Fraktion, Sybille, Vorsitzender der Linksrepublikaner und Laurent-Eynac, Vorsitzender der Radikalen Linken (Fraktion Loucheur) haben einmütig die Ansicht vertreten, daß die morgige De­batte Personen- oder Parteifragen, überhaupt jede innenpolitischen Erwägungen ausschalten müßte. In diesem Geiste soll auch die Tagesordnung, die von der Regierung als Abschluß der Diskussion an­genommen werden wird, ausgearbeitet werden. Der äefL dieser Tagesordnung werde, so erklärt man, die Antwort der französischen Regierung auf Hoovers Vorschlag billigen und dem amerikanischen Angebot im Hinblick auf eine europäische Zusam­menarbeit zuzustimmen, jedoch nicht verfehlen, auf die Unantastbarkeit des Poungplanes und der da­rin enthaltenen Grundsätze anzuspielen.

3m Rathaufe von Drense (Spanien) hielten am Bau der Eisenbahnlinie ZumoraOrense inter­essierte Kreise eine. Versammlung ab, in deren Verlauf sie eine Depesche an die Regierung sandten, um gegen die Stillegung des Bahnbaues Ver­wahrung einzulegen. Als die Antwortdepesche mit. der Begründung der Arbeitseinstellung emtvaf, stürmte die Volksmenge das Rathaus und die Tolephonze-ntrale und zwang das Personal, der

Regierung in Madrid telegraphisch die Protla- mierung der Provinz Galicia mtzutrAènl Zur Wiederherstellung der Ordnung wurde Polizei nach Drente beordert.

Die gestern im Vatikan überreichte italienische Rote hat auf den Papst den allcrungünftigsten Eindruck gemuckst. Sie wird wahrscheinlich nicht beantwortet werden, da nach Ansicht der vati­kanischen Kreise jede Verhandlungsgruudlage fehlt.

seiner Bereitschaft zu einer pe:.

spräche mit den leitenden Männern Frank­reichs Ausdruck gegeben, daß es für die fran­zösische Regierung, selbst wenn sie es wollte was nicht der Fall war kein Zurück mehr gab. Der deutsche Botschafter in Paris, von Hoesch, hat jetzt eine ebenso verwortungsvolle delikate Mission zu erfüllen, Lärnlich die letzten Vorbereitungen für eine deutsch-fran­zösische Zusammenkunft zu treffen. Biel Zeit gibt es da nicht zu verlieren. Die Ereignisse entwickeln sich mit einer fast noch nie dage-

wesenen Schnelligkeit. Die Staatsmänner der ganzen Welt mit Ausnahme der Frankreichs setzen ihren Ehrgeiz daran, es in Resolutheit mit dem Präsidenten Hoover aufzunehmen. Die prompte Antwort Englands, Italiens, Japans und der Mehrzahl anderer, am Weltmora­torium unmittelbar interessierten Länder lie­fert ebenso einen Beweis dafür, wie die über­raschend schnell angesetzte und ihrem Inhalt nach sensationelle Erklärung Brünings. Es darf bei dieser Gelengenhert heroorgehoben werden, daß der Rundfunk noch nie so aktiv und so rückhaltlos in den Dienst einer groß­angelegten volitischen Aktion gestellt wurde, wie diesmal.

Es kommt der günstigen Entwicklung der außenpolitischen Situation zugute, daß der amerikanische Schatzsekretär Andrew Mellon von London in Paris eingetroffen ist und direkte Fühlung mit Laval und Briand ge­nommen hat. Die Rolle, die Mellon in der Vorbereitung der Hoover-Aktion spielte, bietet eine Gewähr dafür, daß der amerikanische Staatsmann seinen ganzen Einfluß in Paris für die Sache Des endgültigen Ausgleichs ein- fetzt. Die Amerikanerarbeiten" mit äußerster Geschicklichkeit und Spannkraft. Während der Außenminister Stimson seine Europareise ver­schoben hat, um Hoover zur Seite zu stehen und von Washington aus zu handeln, reist Mellon in Europa herum und dirigiert das europäische Konzert aus unmittelbarer Nähe. Werden die ungeheuren Chancen, die diesmal in die Wag- schale der Weltpolitik geworfen sind, ungenutzt bleiben oder gar verdorben werden? Es wäre mehr als schade es wäre für alle Beteiligten verhängnisvoll.

Worüber sollen sich nun Dr. Brüning und Dr. Curtius mit Laval und Briand unter- salten? Sicherlich über das wichtigste Thema, Das es augenblicklich gibt: über das weitere Schicksal des Poung-Plans. Sollte das Welt­moratorium, wie Hoover es vorgeschlagen hat, am 1. Juli in Kraft treten, so würde die fran­zösische Oeffenlichkeit sich damit nur in dem Fall aussöhnen, daß unmittelbar darauf die endgültige Klarheit über die künftige Gestal- ' hing der Voungzahlungen geschaffen wird. Es ist bekannt, daß die Franzosen den Hoover- Vorschlag als einen Vorstoß gegen den Poung- plan empfunden haben. Sie wurden nicht müde zu betonen, daß das Hooversche Mora­torium nur dann für sie in Frage käme, wenn es den Doungplan nicht berühre. Die gesamte

Dke Keniige «ummee umfeSi 12 Seiten

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