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He. 146

Do««evstas de«

25. Mi

1931

Um das Wettmoratorimn

Sov einem französischen Eheauevs - Svankveèchs Antwort an Amerika überreicht macht weiter Sovbehatte

Svankveich

Ätwyt^knytSj^WH'

Im Weißen Haufe wurde mitgeteilt, daß die Antworten auf den Vorschlag Hoovers zahlreich eingehen. Der Widerspruch gegen den Vorschlag sei sehr gering. Frankreich macht weiter­hin Vorbehalte.

* England stu ndet den Dominions auf ein Jahr die Zahlung von Kriegsschuld- zinsen.

* Musso lini teilte Hoover seine prinzipielle Zustimmung zum Moratorium mit. Er behielt sich spätere Anregungen vor.

* Die jugendlichen Erwerbslosen erhalten auch weiterhin, nach vorhergehender Be­dürftigkeitsprüfung, die vollen Sätze der Ar­beitslosenversicherung.

Gestern mittag unterzeichneten Botschafter von Dircksen und der stellvertretende AußeNkommissar

Günstige Ausnahme der deutschen Anregung

Paris, 24. Juni. Wie der Pariser Korrespondent des WTB. erfährt, ist im laufe des heutigen Ministerrates über die Anregung einer offiziellen Zusammenkunft des Reichskanzlers Dr. Brüning und des Reichsaußenministers Dr. Curtius mit dem französi­schen Ministerpräsidenten Laval und dem sranzösischen Außenminister Briand gesprochen worden. Der Vorschlag habe eine günstige Aufnahme gefunden und werde demnächst praktische Gestalt annchmen, die noch präzisiert werde.

Der-

Krestinski im Moskauer

Protokoll, durch das der

das

. ... . trag

von 1926 verlängert wird. Dabei ist dies­mal die übliche Kündigungsformel in den Vertrag ausgenommen worden. Er ist mit einjähriger Frist kündbar, erstmalig zum Juli 1933. Das jetzige Protokoll verlängert zugleich das Schlichtungsab-

fiziert werden.

. Im Reichsarbeitsministerium haben gestern Be­sprechungen mit den Spitzenorgamsationen der Mapiererzeugungs- und Papievoevarbeitungs- Bnbuftrie stattgefunden zwecks Durchführung der in ber Notverordnung der Reichsregierung erteilten Ermächtigung der Kürzung der Arbeits­zeit. Arbeitnehmer und Arbeitgeber erklärten sich zum Zusammenwirken bereit, um durch Kür­zung der Arbeitszeit eine möglichst große Zahl von Arbeitslosen der Arbeit wieder zuzuführen.

Die sieben Stahlhelmer, die am letzten Sonntag bei Liessau aus Unkenntnis die pol-

Nische GreNze am Dirschauer Brücken­kopf überschritten haben und von den Polen verhaftet und nach Dirschau geschleppt wor­den waren, sind vor dem Dirschauer Gericht wegen unerlaubter Überschreitung der Grenze zu j e einem Monat Gefängnis verurteilt wor­den. Diese Verurteilung ist um so unglaublicher, als die Grenzziehung an dieser Stelle außerordent­lich unübersichtlich ist.

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Die Ausgab e derOstdeutschen Morgen- Po st" vom 24. Juni ist in Polen beschlag­nahmt worden. Das Blatt hatte die polnische Forderung nach einem Ost-Locarno als Entgelt für die Annahme des Hoover-Manes mit der Begrün- dumg zurückgewiesen, daß Polen nächst Deutschland an diesem Plane am meisten interessiert sei, da ein wirtschaftlicher und politischer Zusammenbruch Deutschlands den Zusammenbruch Polens zwangs- läufig sofort nach sich ziehen müßte. Dabei war insbesondere auch auf den engen Zusammenhang der polnischen Finanzschwierigkeiten mit den Kri- lentagm an den deutschen Börsen und auf, die sozialen Unruhen in Ost-Oberschlesien hingewiesen worden. *

Die ersten Lohnverhandlungen für die Eisen- und Stahlindustrie Gruppe Nordwest sollen unter dem Vorsitz des Schlichters für Westfalen, Professor Brahn, in Dortmund am 14. Juli stattfinden. Die Arbeits- Zeitfrage soll wahrscheinlich in diesen Verhandlun­gen besprochen werden. Ebenfalls haben die Me- iallarbeitergewerkschaften in einem , Schreiben an die Nordwestgruppe darauf hingewiesen, daß sie das Abkommen zum 1. August kündigen werden, halb die Arbeitszeitfrage nicht in die Lohnver­handlungen mit einbezogen werde.

. * Die amerikanischen Transozean- l i e g e r Post und Gatty sind gestern um 20.30 W auf dem Flughafen Tempelhof glücklich ge= wndet. Heute morgen sind sie nach Moskau ge­startet.

Das amerikanische Marinsamt erhielt von Commandor Dresel im Lakehurst (New Jersey) die telephonische Mitteilung, daß ein unbedeutender Arand an Bord des MarineluftschiffesLos Angeles" in der L-uftichiffhall« von Lakehurst an der Außenhülle des Luftschiffes geringfügigen Schaden angerichtet hat. Als Brandursache wird ^'rzschluß vermutet, da gegenwärtig eine neue * nirische Anlage installiert wird.

*) Näheres siehe im politischen Teil.

Paris, 24. Juni. Die Nachricht des Pariser Vertreters des WTB. über die Aufnahme der An­regung des Reichskanzlers in den hiesigen offiziel­len Kreisen wird durch folgende offenbar offiziöse Meldung der Havasagentur bestätigt:

In den politischen Kreisen hat man die gestern in der Rundfunkrede des Reichskanzlers Dr. Brü­ning enthaltene Anregung einer offiziellen Begeg­nung zwischen den Regierungschefs und den Außen- Ministern beider Länder besprochen. Diese Even­tualität ist wahrscheinlich auch im Verlaufe des

heute vormittag abgehaltenen Ministerrates ins Auge gefaßt worden. Die Anregung des Reichs­kanzlers wird, wenn sie präzisiert werden sollte, keine ungünstige Aufnahme auf französischer Seite finden.

*

Wir verstehen nicht recht, was unter näheren Präzisierungen gemeint ist. Reichskanzler Dr. Brüning hat doch eindeutig genug gesprochen, und es wäre nun eigentlich Sache der Franzosen, darauf eine Einladung ergehen zu lassen.

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Es muß eine rasche Methode gefunden werden, um den Vorschlag der amerikanischen Regierung für die sofortige Suspendierung der deutschen Zalungen an die Gläubigerregierungen ins Werk zu setzen. Ein Verfahren, das mir bevorzugen würden, wäre, daß die Glaubigerregierungen umgehend der Bank für internationale Zahlungen mitteilen, daß si mit de'" Vorschlag einer Suspendierung aller deutschen Zah­lungen für ein Jahr einverstanden sind. Die Ent­scheidung können wir natürlich nicht allein fällen, und mir erwarten die Erklärungen der anderen Gläubigerregierungen. Wir hoffen aber, daß es möglich sein wird, ein Uebereinkommen auf dieser Grundlage so bald wie möglich zu treffen.

Hootw Vorschlag bezieht sich jedoch auf alle Schulden der Regierungen auf Repara- tions- und Reliefschulden. Die englische Re­gierung ihrerseits nimmt diesen Vorschlag so­wohl dem Geiste wie auch dem Buchstaben nach an.

Sie wird dementsprechend bereit sein, für ein Jahr die Zahlung aller Regierungsschulden, die ihr zustehen, auszusetzen, sobald Hoovers Vorschlag all­gemein angenommen ist. In der Zwischenzeit, d. h. vom 1. Juli wird sie auf die fällig werdenden Teil­zahlungen verzichten. Was die Reliefschulden anbetrifft, wird die Regierung sofort Schritte unter­nehmen, die andern europäischen Regierungen, in deren Besitz sich Relièfbonds befinden, von ihrer

.... . â Èlân,

empfangen, da man noch auf seöDsees GntsegenZommen fettens FvanKeetths vechnet

Washington, 24. Juni. Der französische Botschafter Claudel überreichte heute Staats­sekretär Stimson den Text der Antwort der französischen Regierung auf den Vorschlag Hoo­vers einer einjährigen Aussetzung der internationalen Schuldenzahlungen und der Repa­rationszahlungen.

Washington, 25. Juni. Die Mitteilung, daß der französische Botschafter Claudel Staats­sekretär Stimson die französische Antwortnote über- reicht habe, wurde später von höherer Stelle dahin richtig gestellt, daß Botschafter Claudel lediglich vom Referenten für Westeuropa empfangen wor­den sei. Man fügt hinzu, daß man eine Auskunft darüber, ob die Rote übergeben wurde, strikte ab­lehne. Stimson hatte heute eine lange Konferenz mit Hoover, dem stellvertretenden Staatssekretär Mills und dem Führer der republikanischen Frak­tion Senator Watson. In der Presse wird daraus gefolgert, daß man wahrscheinlich die fran-

fische Antwort als nicht empfangen betrachten wolle warlung, die französische Regierung größeren Entgegenkommen bewegen

formell in der Er- zu einem zu können.

In Regierungskreisen vertritt man die Ansicht, daß bei der kritischen Lage Deutschlands eine Teil­lösung Deutschland nicht die nötige Hilfe bringe.

, obwos chlag unmittelbar die

overs Dor-

Verpflichtungen der

Dominions und Indiens gegenüber Großbritannien berührt dies ist eine Angelegenheit, die von den betreffenden britischen Regierungen besprochen und erledigt werden muß, der Ansicht, daß es den Wünschen der Nationen entsprechen würde, wenn mir uns dazu entschließen, den Dominions und Indien dasselbe Entgegenkommen, das den

âe!tt BevZiM auf d. So««svla«

Paris, 25. Juni. Die gesamte Morgenpresse be­schäftigt sich mit der französischen Antwortnote. Ueber den Inhalt äußert sich keine Zeitung ein­gehend, jedoch erklärt man allgemein, man nehme an, daß Präsident Hoover Verständnis für die Vorbehalte Frankreichs haben werde, die nur dahin hinauslaufen, die Grundsätzlich­keit des Doungplanes aufrecht zu er­halten. Uebrigens wird angekündigt, daß Staats­sekretär Mellon heute in Paris eintrifft. Man vermutet, daß Verhandlungen zwischen Washington und Paris schon heute eingeleitet werden können.

DerExcelsior" will berichten können, daß innerhalb der ftanzösischen Regierungen Verhand­lungen geführt werden und zwar dahingehend, durch Vermittlung der BIZ. den Zentralnoten­banken die Möglichkeit zu geben, möglichst rasch einen gemeinsamen Kreditfond zu schaffen, der der Reichsbank zur Verfügung stehen könne. Man könne versichert sein, daß Frankreich mehr als ihm zukomme an der Rettung Deutschlands mitarbeiten werde.

aus'andischen Regierungen angeboten denselben Bedingungen anbieten.

Dementsprechend haben wir, als

wird, unter

wir die die der

Zustimmung der Dominions und indischen Regierung einhalten, mitleilen lassen, daß wir gleicherweise bereit wären, ihnen das Recht zu geben, die gesamte Summe ihrer Kriegsschuldenzahlungen an uns vom 1. Juli

an auf die Dauer von zwölf Monaten zu verschieben, falls sie dazu willens wären.

Dieser Vorschlag wird im laufenden Haushalt einen Ausfall zur Folge haben, der sich ungefähr auf elf Millionen Pfund beläuft. Das ist ein schwe­res Opfer für die Steuerzahler dieses Landes, die ohnehin schon zu schweren Opfern aufgerufen mürben. Wir hoffen aber, daß dieser Schritt, den wir zusammen mit den Vereinigten Staaten planen mehr als gerechtfertigt wird durch die Hilfsaktion für die Leleoung des Vertrauens und des wirt­schaftlichen Gedeihens.

Snowden wurde an verschiedenen Stellen feiner Erklärungen durch lebhaften Beifall von allen Seiten des Hauses unterbrochen, und zum Schluß gaben der konservative Führer Baldwin und der liberale Führer Lloyd George ihre Zustimmung dazu ab.

Kuch Statten FiM zu

Gngöands freudige Iustimmung

Onstand stundet auch den Dominions

London, 24. Juni. England blickt mit großer Spannung nach Frankreich und er­wartet von der Stellungnahme dieses Landes zu dem Vorschläge des Präsidenten Hoover die Inkraftsetzung oder das Scheitern der Aktion, von der es ftch die Möglichkeiten besserer Zeiten verspricht. Der Schahkanzler Mr. Snowden sagte heute Frankreich im Unlerhause einige Worte, die in ihrem beschwörenden Tone und Geiste deutlich an die Adresse Frank­reichs gerichtet waren und in die Hoffnung ausklangen, daß die einzelnen Mächte Europa sich unterschiedslos einig finden möchten, um dem großzügigen Plane Mr. Hoovers sofor­tiges Leben zu verleihen.

Snowden führte im Unterhaus aus: Ich nehme die Gelegenheit wahr, um die Schritte zu erläutern, die wir in dieser Richtung zu tun uns entschlossen haben. Je genauer wir die Aktion des Präsidenten Hoover betrachtet haben, um so deutlicher wurde es uns, daß mir uns in ihr eigentliches Wesen zu ver­tiefen hätten, welches darin besteht, daß

diese Deklaration des amerikanischen Präsiden- ten eine außerordentlich großzügige Geste der Vereinigten Staaten darstellt, auf die eine Ant­wort im gleichen Geist schuldig zu bleiben jammerschade für Europa wäre.

Die Wohltaten, die sie bringen kann, müßten oevlorengehen, wenn die durch sie betroffenen Staaten nicht Maßnahmen ergreifen würden, um ihr zur sofortigen Wirksamkeit zu verhelfen. Das ist besonders der Fall, soweit es sich um Deutsch­land handelt, und hierin liegt alles in allem die Hauptschwierigkeit.

Wir haben der von der amerikanischen Regie­rung geäußerten Ansicht zugestimmt, daß keine Zeit mit der Einberufung einer Konferenz zu verlieren ist.

Rom, 24. Juni. Mussolini hat heute früh an den italienischen Botschafter in Washington das folgende Telegramm gerichtet:

Ich bitte Ew. Exzellenz, die Regierung der Vereinigten Staaten davon zu unterrichten, daß ich den Vorschlag des Präsidenten Hoover für eine totale Unterbrechung der Zahlungen der Re­gierungsschulden während eines Jahres geprüft babe. Dieser Vorschlag schließt für Italien fühlbare Opfer ein. Ich habe aber nach sorgfältiger Prüfung mich entschlossen, dem Vorschlag meine aufrichtige prinzipielle Zustimmung zuteil wer­den zu lassen. Ich behalte mir vor, der ameri­kanischen Regierung in der Folge einige Anregun­gen zukommen zu lassen, um eine gerechte und praktische Verwirklichung der glücklichen Initiative der amerifanifdjen Regierung zu gewährleisten, wie dies sicher in der Absicht des Präsidenten ge­legen hat. Ich spreche die Hoffnung aus, daß die Initiative des Präsidenten Hoover, deren hohe moralische Bedeutung vom italienischen Volk durch­aus verstanden worden ist, eine Periode wirksamer Zusammenarbeit zwischen den Völkern eröfffnen wird, die in diesem Augenblick allgemeiner Schwie­rigkeiten und am Vorabend der Entwaffnungs­konferenz besonders notwendig erscheint.

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Mussolini.

Die heutige Kummer umfaßt 14 Setten