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Mittwoch den 24. Juni 1931

Nr. 148

sasiung einer Gruppe von Studenten na, tionatität dem Grundgesetz über die Gleichheit aller Bundesbürger nicht widerstreite, wenn nur diese Vereinigungen mit den gleichen Rechten ausgestattet seien. Doch sei das Vereinsgesetz verletzt, da es sich um eine Zwangsorganisation handeln könne. Vor allem aber fei gesetzwidrig, daß durch ein Schieds­gericht über die Zugehörigkeit zu einer Nation zu entscheiden sei, wenn die Studenteinnation diese Zu-

der Na-

gehörigkeit eines Studenten trotz seiner Anmel­dung bestreite. Der akademische Senat habe sich auf den Standpunkt gestellt, daß die Studenten- vrdnung auf Grund des Disziplinargesetzes erlassen worden sei. Aber gerade dann dürfe er die Ent- scheidung in solchen Angelegenheiten, die er selbst zu treffen hätte, nicht an ein anderes, erst zu schaffendes Organ abgeben.

Der Entscheid des Berfassungsgerichtshofs hat wieder zu erregten Auftritten in der Universität ge­führt. Die nationalsozialistischen Studenten be« riefen eine Einspruchsversammlung ein. Die Hör­säle wurden nach Gesinnungsgenossen durchsucht. Die Anschlagkasten der jüdischen, der sozialdemo­kratischen und der demokratischen Hochschüler wur­den gertrümmert. Es kam zu Prügeleien, wobei 15 Studenten verletzt wurden, so daß die Polizei ein« schreiten mußte. Vor der Rampe der Universität auf dem Schotten ring versuchten die Kommunisten, Gegenkuirdgebungen zu veranstalten. Nur mühsam konnte die Menge abgedrängt werden. Alle sieben Hochschulen wurden daraufhin geschlossen' bis die ruhige Durchführung des Lehrbetriebs wie­der gewährleistet ist.

Fahrt des Schienenzeppelins nach Düsseldorf

Berlin, 23. Juni. Der Schienenpropellerwagen des Diplomingenieurs Krukenberg wird, wie mir hören, voraussichtlich bis Donnerstag, den 25. Juni, in Berlin bleiben. Es ist vorgesehen, daß dann der Wagen eine Fahrt nach Düsseldorf über Magde­burg unternehmen wird.

Scharfschießen ohne Warnung

Gladbach-Rheydt, 23. Juni. Wie in Köln, so haben auch in Gladbach-Rheydt die Schupobeamten die Anweisung erhalten, scharf zu schießen, so­bald sie tätlich angegriffen werden. Nirgendwo besteh« eine Vorschrift, daß die Polizei zuerst Schreck- oder Warnungsschüsse obzugeben habe. Sie werde fortan bei tätlichen Angriffen sofort scharf gezielte Schüsse abgeben, um Vorkommnisse zu vermeiden, wie sie sich in Rheydt bei den Kra­wallen zu Peginn der letzten Woche abgespielt haben, wo zwei Schupobeamte niedergeschlagen wurden und aus der aufgewiegelten Menge erst von schnell herbeieilenden Polizeikräften ' befreit werden konnten.

Ein Todesopfer der Zusammenstöße In Magdeburg

Magdeburg, 23. Juni. Zu der gestrigen Mel­dung über die Magdeburger kommunistischen Aus­schreitungen ist nachzutragen, daß der Arbeiter Kurt Große, der von der Polizei angeschossen wurde, seinen schweren Verletzungen heute vor­mittag erlegen ist.

Elf Todesopfer einer Explosion

London, 23. Juni. In einer Werkskatt der englischen Marine in Hollonheakh ereignete sich eine Explosion, bei der mehrere Arbeiter getötet wurden. Bisher werden elf Personen als vermißt gemeldet, was soviel besagen will, daß sie sämtlich tot sind. Verletzt wurden bei der Explosion 19 Arbeiter, die meisten von ihnen glücklicherweise nicht schwer.

Verhaftung eines gefährlichen Querulanten

Bukarest, 23. .Juni. Ein Kriegsinvalide namens Niculescu, der während des Krieges in der deutschen Gefangenschaft an Schwindsucht erkrankt war, hat die Bukarester deutsche Gesandtschaft mehrmals um Schadenersatz ersucht. In einem zuletzt an den deutschen Geschäftsträger Dr. Kirchholtes gerichteten Briefe bedrohte er denselben mit dem Tode, falls er keinen Schadenersatz erhalten sollte. Die Polizei, die auf die Drohbrief« Niculescus aufmerksam ge­macht wurde, ertappte gestern Niculescu, als er sich durch einen Seiteneingâng in die deutsche Gesandt - schast einschleichen wollte, und verhaftete ihn. Bei der Durchsuchung fand man bei ihm mehrere Droh­briefe und einen geladenen Revolver. Bei seiner Verhaftung erklärte er, daß er Dr. Kirchholtes

töten wollte, da er keinen Schadenersatz bekommen an dem Symtome von Irrsinn

sollte. Niculescu, festgestellt wurden, haus gebracht.

Vier Todesopfer

Rio de Janeiro,

wurüe vorläufig

in ein Jrran-

eines Tornados 23. Juni. Nach ist die Stadt

in Brasilien

einer Meldung Sao Luiz de

aus Porto Alegre Caceres von einem

Tornado heimgesucht worden.

Vier Personen wurden getötet und 25 verletzt. Im ganzen wurden 30 Häuser zerstört, unter deren Trümmern nach weiteren Opfern gesucht wird.

Die RresenavNavate dev menschliche« Airnung

Die 350 Millionen Alemkammern der Lunge. Die Gesamtfläche der Lunge beträgt 150 Quadrat­meter. Die Fläche der roten Blutkörperchen hat die Höhe des Mont Blancs bei einem Meter Breite Einlaufendes Band" von 1 Meter Breite und mehr als 4000 Meter Länge

Der menschliche Körper bedient sich zur At­mung bekanntlich der Lunge und der roten Blut­körperchen die den Transport des Sauerstofses von den Lungen zu den Geweben vermitteln. Sie die­nen auch dazu, die verbrauchten Massen sortzu- befördern. Von der ungeheuren Größe dieser Apparate, die der menschlichen Atmung dienen, kann sich der Mensch keine Vorstellung machen. Das bißchen Blut, das wir in uns haben, und das ungefähr vier Liter beträgt, würde nicht dazu aus­reichen,, den menschlichen Körper mit dem notwen­digen Sauerstoff zu versorgen, ebenso wenig wie die menschliche Lunge, die nur einen verhältnis­mäßig kleinen Teil der Eingeweide des Menschen einnimmt. Aber die Lunge besteht aus ungefähr 350 Millionen Atemkammern, die die verhältnis­mäßig kleine Fläche der Lunge ungeheuer groß gestalten, denn durch diese Atemkanimern hat die atmende Oberfläche der Lunge eine Ausdehnung von 150 Quadratmetern. Durch diese weise Einrich­tung ist dasür gesorgt, daß auf einem verhältnis­mäßig Leinen Raum eine Riesenwerkstatt errichtet

So schützt eine Großbank ihre Tresors

Die Signalanlage in der DD-Bank-Ueberwachungszentrale x

Links daselektrische Ohr" in einem Tresorraum

Die 70 Berliner Filialen der DD-Bank wurden mit elektrischen Abhörvorrichtungen versehen, die das leiseste Geräusch aufnehmen und durch Lautsprecher in der Zentrale verstärken. .Die Ueber- wachungsbeamten sind so imstande, genau zuhören, was in den Tresorräumen vorgeht.

Lords Doppelgänger gestorben

Eine Lebenskomödie der Innungen

Vor wenigen Tagen starb der Photograph Walter James Edwards, der als Doppelgänger von dem weltbekannten Automobilfabrikanten Ford eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Der Photo­graph zählte zu den populärsten Männern Ameri­kas. Ueberall, wo er hinkam, wurde er gefeiert, glaubte man doch stets, es mit Ford zu tun zu haben. Die Aehnlichkeit zwischen diesen Beiden war auch wirklich frappant, sie glichen sich wie Zwillingsbrüder. Dabei hat Edwards nie etwas mit Automobilen zu tun gehabt. Vielmehr liegt hinter ihm eine abenteuerliche Laufbahn, die zu verschiedenen vielbewunderten Höhen führte.

Edwards wurde vom Büroburschen zum Presse- photographen.

Er rief die erste illustrierte englische Nachrich­tenkorrespondenz ins Leben, die glänzend florierte, da die Photos und Meldungen Edwards einzig­artig waren. Ein Meisterstück, das ihm viel Re­nommee einbrachte, war, als er am Hochzeitstage des spanischen Königs Alfons im Jahre 1906 vor der Madrider Kachedrale Stellung nahm, um das Brautpaar zu photographieren. Bekanntlich hatte bamaTseTnlnianf^^

gerade explodierte, als Edwards seine Aufnahme machte. Das Lichtbild ist dadurch zum historischen Dokument geworden und wurde mit phantastischen Summen honoriert. Aber auch andere Glanzstücke kennzeichnen die Karriere des Doppelgängers von Ford. Als der Kampf um die Boxweltmeisterschast zwischen Jack Dempsey und George Charpentier tattfand, war es Photographen verboten, Auf­nahmen zu machen, da eine bestimmte Firma das Privileg hierfür erworben hatte. Edwards wollte

Mo bleiben die Gisdeeger

Angewöhnliche meteorologische

Der Eisbergdienst der Vereinigten Staaten, der in jedem Jahre die von Grönland kommenden wei­zen Riesen überwacht und der Schiffahrt meldet, teht in diesem Jahre vor einem Rätsel: Seine Schutzbefohlenen" bleiben aus. Dabei ist dieEis­bergzeit" so gut wie vorbei, denn nach jahrelanger Beobachtung läuft sie etwa vom 1. April bis zum 1. Juli, wenn auch Ausnahmen vorkommen. So e-r- chienen 1914 die ersten Eisberge bereits am 17. Februar, die letzten verschwanden erst im August.

Nach sachverständiger Ansicht ist angunehmen, daß es in diesem Jahre überhaupt keine geben wird, wenn sie nicht inzwischen schon von den grön­ländischen Gletschern sich gelöst haben. Das ist aber kaum anzunehmen, da im hohen Norden, wie Wetterkundige festgestellt haben, schon seit einiger Zeit eigenartige meteorologische Zustände herrschen. So wurden in der See östlich von Grünland und im Norden Europas anfallend mildes Wetter und weniger Eis als je zuvor beobachtet. Verschiedene Robbenfänger und Forschungsreisende meldeten beispielsweise aus Spitzbergen und den Inseln öst­lich davon, daß ganze Gletscher verschwunden und weite Landstrecken, die man nur mit Eis bedeckt kannte, plötzlich frei zu Tag« traten. Im nördlichen Amerika und der Beringsee dagegen fand unge­wöhnlich starkes Eis, allerdings von der Art, die nicht leicht schmilzt und als Eisberg nach Süden abtreibt.

werden konnte, die der Erhaltung des mensch-1 Körper sehr viel von diesem Sauerstoff braucht, so lichen Lebens dient. Noch gewaltiger ist die Aus-1 müssen die Beförderungswagen auch eine große

dehnung des Atmungsapparates, den die roten Blutkörperchen darstellen. Ein Kubikmillimeter Menschenblut enthält ungefähr 5 Millionen rote Blutkörperchen. Jedes dieser Blutkörperchen hat eine Ausdehnung von ungefähr 0,00012 Quadrat- millimeter. Bei der verhältnismäßig großen Menge

von 4500 Kubikzentimeter enthält also das Blut rund 2530 Billionen derartiger roter Blutplätt­chen, denen die schwierige Aufgabe der Beförderung des Sauerstoffes von den Lungen zu den Ge­weben obliegt. Diese vielen Billionen rote Blut­körperchen sind unausgesetzt damit beschäftigt, die Atmung zu unterstützen, gleichgültig, ob der Mensch wacht oder schläft, denn diese Atmung geht un­unterbrochen vor sich, sie haben also eine beträcht­liche Arbeit zu leisten. Sie stellen gewissermaßen die Wagen dar, auf denen der Transport des Sauerstoffes vor sich gehr. Da der menschliche

sich aber das gute Geschäft nicht entgehen lasten und mietete sich kurz entschlossen ein Flugzeug, mit dem er während des ganzen aufregenden Kampfes in geringer Höhe die Arena überflog und von dem er den ganzen Verlauf des Matches auf die photo­graphische Platte bannte. Diese verwegene jour­nalistische Tat brachte Edwards eine ansehnliche Summe ein.

Im großen und ganzen war das Leben des Photographen nichts anderes als eine köstlich amüsante Komödie der Irrungen. Immer hielt man ihn für Henry Ford, was zu ergötzlichen Szenen führte. Als Edwards einmal in Newyork eine Theaterpremiere besuchte, wurde er von einem reichen Bankier angesprochen, selbstverständlich mit Mr. Ford" begrüßt, und zu einem Festbankett eingeladen. Da die ganze Angelegenheit den Photo­graphen amüsierte, spielte er seine Rolle als Doppelgänger weiter und sagte zu. Von einer aus­erwählten Gesellschaft wurde er mit allen Ehren begrüßt. Der Bankier unterhielt sich fortgesetzt mit seinem hohen Gast und versuchte, diesen für eine neue Methode der Kautschukgewinnung zu inter- dachte nicht daran, sich in sein richtiges Dasein zu flüchten. Erst beim Abschied reichte er dem Bankier lächelnd die Hand, bedankt« sich für die Gastfreund­schaft und klärte den ganzen Irrtum auf. Ford wußte von seinem Doppelgänger und amüsierte sich ebenfalls über die mannigfaltigen Verwechselungen, die ihm ebenfalls unterlaufen sind. Er wurde auch oft genug für den Photographen gehalten und spielte ebenfalls stets bei solchen Anlässen die Rolle seines Doppelgängers.

Verhältnisse im hohen Rorden

Man will die Ursache dieser Erscheinung in der Richtungsänderung des Golfstromes sehen, der ja mit Vorliebe zum Sündenbock gemacht wird, wenn nicht zu lösende Rätsel im nördlichen Atlantik und seinen Randgebieten auftreten. In welcher Weise der Golfstrom indessen das Ausbleiben der Eis­berge verschulden soll, weiß richtig niemand zu er­klären. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei gewissermaßen um eine Reaktion auf das unge­wöhnlich starke Auftreten der treibenden Eismassen im vergangenen Jahre. Seit 1903 hat man be­obachtet, daß im Frühjahr in den Meeresteilen nördlich der Neufundland-Bänke die Eisberge in einem neunjährigen Zyklus besonders häufig er­scheinen So war es in dem genannten Jahre und dann wieder 1912, als die Titanic einem solchen zum Opfer fiel. Große und zahlreiche Eisberge wurden auch 1921 und dann wieder im vergange­nen Jahre beobachtet.

Das Ausbleiben der Eisberge mürbe von der Schiffahrt, zu deren gefürchtetstsn Feinden sie zäh­len, mit Freuden begrüßt werden. Sind die großen Dampferlinien doch in jedem Sommer genötigt, ihre Fahrtstrecken zwischen Europa und Pewyork südlicher zu verlegen, wodurch die Reisen wesent­lich verlängert und natürlich schon wegen des größeren Kohlenverbrauches verteuert werden.

Fläche aufweisen, um die ganze Menge von <5ouer=

stoff aufzunehmen. Nun sind die Blutgefäße aber nicht sehr groß und es ist nicht angängig, daß Be­förderungsmittel von erheblicher Ausdehnung verwendet werden. Der menschliche Körper

sich darum auf eine sinnreiche Weise, die menschlichen Hilfsmittel der Jngenieurkunst in den Schotten stellen. Es werden nämlich

dazu hilft alle weit

, zahl­lose kleine Wagen dazu benutzt, die nebeneinander

gestellt eine ungeheure Fläche ergeben, obwohl sie selbst so klein sind, daß sie nur mit dem Mikroskop wahrgenommen werden können. Aber 25 Billionen einzelne Beförderungsmittel stellen auch dann eine gewaltige Fläche dar, wenn sie selbst sehr klein und nicht viel mehr als den hunderttausendsten Teil eines Quadratmillimeters betragen. Tatsächlich ist die gesamte Fläche der roten Blutkörper, die für diese Atmungszwecke zum Transport des Sauer-

stosfes von der Natur im menschlichen Körper be. reit gestellt wurde, ungefähr so hoch wie der Mont Blanc, wenn sie eine Breite von ungefähr einem Meter aufweist. Man stelle sich also vor, daß nz, im menschlichen Körper ein Band befindet, das ein Meter breit ist und mehr als 4000 Meter lang ja Dieses Band ist unausgesetzt in Bewegung und führt eine lebenserhaltende Arbeit aus. Es ist also einlaufendes Band" in des Wortes reinster Be­deutung, das hier am Merke ist, und das die Na­tur vor Millionen von Jahren schon als Vorbild für die menschliche Technik geschaffen hat. Wir haben es erst seit einigen Jahren in unserer In­dustrie in Gebrauch und halten es für eine unge­wöhnliche Errungenschaft des menschlichen Geistes. Wie plump aber die menschlichen Maßnahmen fin^ kann man daraus erkennen, daß in dem verhältnis­mäßig kleinen menschlichen Körper bzw. in den kleinen Gefäßen, durch die dieseslaufende Band" der roten Blutkörperchen geht, durch die Wunder­welt des Allerkleinsten eine Vorrichtung geschaffen wurde, die selbst in der größten Fabrik nicht Unter kommen finden könnte. Diese roten Blutkörperchen oder Blutscheiben, die im Jahre 1658 von Swam- merdam entdeckt worden sind, haben beim Menschen wie bei fast allen Säugetieren eine ziemlich kreis­runde Form und ähneln in gewissem Sinne in der nötigen Vergrößerung unseren Geldstücken. Im mikroskopischen Präparat sind sie oft auch an­einandergeklebt und sehen dann völlig aus wie unsere Geldrollen, die wir von den Banken bezie­hen. Außerdem enthält aber das Blut auch noch weiße Blutkörperchen, die allerdings in viel ge­ringerem Maße vorhanden sind, als die roten. Mag rechnet, daß auf ein weißes Blutkörperchen unge­fähr 600 bis 700 rote kommen. Auch hierin zeigt die Natur wieder ihre Weisheit, denn die weißen Blutkörperchen werden nicht so nötig und nicht so städig gebraucht wie die roten. Sie dienen als Schutzvorrichtung und spielen eine ihrer Haupt­rollen bei Verwundungen, wo sie der Blutgerin­nung und Heilung Lienen. Die roten Blutkörper- che aber gehören zu den wichtigsten Stoffen des menschlichen Körpers, denn abgesehen von allen oberen Aufgaben sind sie die Transportautos der Atemfabrik.

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Politischev Buvskviede duvch Apfelsine«

Warum die spanischen Monarchisten einen Führer der Republikaner wählen.

Valencia die Hauptstadt der gleichnamigst Provinz, die auch derGarten Spaniens" genannt wird, ist die Hochburg des spanischen Liberalismus. Trotzdem erscheint dort das führende Blatt der Partei der spanischen Monarchisten, und gerade dieses Blatt hat soeben einen Vorschlag gemacht, der nicht nur in der Provinz, sondern in ganz Spanien begreifliches Aufsehen erregt hat. Das Blatt hat nämlich die Forderung ausgestellt, daß auf die Liste der Kandidaten für die gesetzgebend^ Versammlung auch der Name des Dr. Maranon aus Madrid' gesetzt werde, mit dem Versprechen, daß alle Monarchisten der Stadt und Provinz diesem Kandidaten ihre Stimme âsM würden. 'Dieser Wahlvörschlag erscheint

ger wenn man hört, daß Dr. Maranon nicht nur ein im ganzen Lande angesehener Arzt, sondern auch ein leidenschaftlicher Parteigänger der Re­publik ist, die sozusagen in seinem Hause geboren wurde. Welche Gründe können dazu geführt haben, seine ausgesprochenen Gegner in begeisterte Anhänger zu verwandeln? Das Wunder ist auf die goldschimmernden Apfelsinen Valencias zuruck­zuführen, die wegen ihrer Vortrefflichkeit allgemein geschätzt sind. Dr. Maranon hat dieser saftigen Frucht ein kleins Buch gewidmet, in dem er ihre Eigenschaften enthusiastisch preist und auseinander setzt, daß er diesen Valencia-Apfelsinen Gesundheit und Willenskraft zu danken habe. Er schützt diese Behauptung durch soziale, kulturelle, historische, wirtschaftliche und hygienische Gründe, und sein Loblied gipfelte in der Prophezeiung, daß die Apfelsine bestimmt sei, das Obst der Zukunft zu werden. Da sich nun - Maranon als Gelehrter Weltrufs erfreut, nimmt man an, daß sein be­geistertes Eintreten für die Apfelsine nicht nur bei der Ernährungswissenschaft Spaniens, sondern auch im Auslande lebhaften Widerhall wecken und st geeignet sein wird, den Absatz der Frucht, der die Provinz ihren Wohlstand verdankt, günstig zu be­einflussen. Es ist deshalb natürlich, daß Mara- nons Buch dort, wo der Apfelsinenhandel Spaniens feinen Mittelpunkt hat, begeisterte Aufnahme fin­den mußte. Daraus erklärt es sich ohne Weiteres, daß Republikaner und Monarchisten desGarten Spaniens" für den Gelehrten schwärmen. Man hat auch ihm zu Ehren eine öffentliche Sammlung veranstaltet, um ihm ein schönes Landhaus mit einem großen Apfelsinengarten zum Geschenk zu machen.

GnsNMe Mlserrfahvt «ach dev MoBmandie

Englische Pilgerfahrt nach der Normandie

Eine Anzahl von Engländern, deren Vorfahren mit Wilhelm dem Eroberer nach England gekommen sind, hat zur Feier der Heldentat ihrer Ahnen eine Pilgerfahrt nach der Normandie angetreten. Bei die­ser Gelegenheit soll auf dem Schloß von Falaise, einer der Hochburgen der normanischen Herzöge, eine Gedenktafel mit den Namen der Gefolgschaft des Eroberers enthüllt werden. Von diesem Schloß aus erblickte ja auch Robert der Teufel Arlette, die Tochter eines schlichten Gerbers von Falaise, wie sie ihre Wäsche in dem kleinen Fluß wusch, und in Falaise brachte Arlette später auch den größten der Großen der normannischen Rasse, den späteren Wil­helm den Eroberer, zur Welt.

Tanz im Freien im Café Ifliquel

Frankfurt s M., Miquelstr. 52

Eine Sehenswürdigkeit! 5459

Täglich 8 Uhr, Sonntags ab 4 Uhr:

Vornehmer Gesellschaftstanz

Bei schlechtem Wetter im Casino