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Nr. 140

Donnerstag den 18. 3unl 1931

Selke 7

See Stampf «m den Mt 10 Millionen Pfund Kaffeebohnen ins Meer versenkt!

Ueber Erzeugung, Absatz, Preise und Nachteile des Kaffees ist schon viel geschrieben worden. Und doch handelt es sich hier um ein unerschöpfliches Thema, denn kein Jahr vergeht, wo nicht neue wirtschaftliche oder wissenschaftliche Erkenntnisse zu abermaligen Erörterungen anregen. Auch in Deutschland ist die Zahl derer, die sich hierfür interessieren, ungemein groß.

Im allgemeinen wird das Kaffeetrinken wie so mancher andere Genuß als eine angenehme Gewohnheit empfunden; besonders die Frauen trinken den Bohnenkaffee meistens bedenkenlos, zuweilen sogar in großen Mengen. Der berühmte Frauenarzt Dr. Leszinsky nannte deshalb den Kaffee den Whisky des schwachen Geschlechts, dessen regelmäßiger Genuß wachsende nervöse Be­schwerden und Verdauungsstörungen hervorrufe. Sobald jedoch der Coffeingehalt dem Kaffee ent­zogen wird, was übrigens ohne Einfluß auf seinen Wohlgeschmack geschieht, ist er bekömmlich. Daher hat der Kaffee Hag, was lediglich aus gesundbeit- lichen Gründen erwähnt fei, in der ganzen Welt Verbreitung gefunden. Doch an dieser Stelle kommt es gar nicht auf Einzelerörterungen an, zumal sich jeder selber davon überzeugen kann, ob ihm beispielsweise vor dem Schlafengehen Bohnenkaffee besser als coffeinfreier Kaffee be­kommen wird. Wie auf so vielen Gebieten, so hat auch hier unser nervöses Zeitalter zu Selbst­beobachtungen geführt. Das ist ein erfreulicher Fortschritt; denn wichtiger als die Duldung ge­wisser Gewohnheiten ist die Pflege der Gesundheit. Namentlich beruflich überarbeitete und geistig tätige Menschen achten immer mehr darauf, welche Getränke und Speisen ihnen am bekömmlichsten sind. Das gilt auch für den Kaffeegenuß.

Uebrigens ist der Kampf um den Kaffee ange­sichts der neuzeitlichen wissenschaftlichen Erkennt­nisse und der Aufklärung über die Coffeinschäden in medizinischer Hinsicht längst nicht mehr so rege wie vor etwa einem Jahrzehnt. Um so schärfer entbrannte der wirtschaftliche Kampf, der gegen­wärtig sogar seinen Höhepunkt erreichte. Denn die verhältnismäßig guten Kaffee-Ernten und im Gegensatz hierzu die geschwächte Kaufkraft der Kasfeeverbraucher haben zu einer Absatzstockung geführt, die geradezu bedenklich wurde. Am fühl­barsten leidet hierunter Brasilien, das sich kürzlich sogar zu einem Verzweiflungsakt verleiten ließ: Die brasilianische Regierung erhob auf jeden Sack Kaffeebohnen eine Sondersteuer, kaufte von deren Erlös 5000 Tonnen Kaffee und versenkte am 6. Juni diese zehn Millionen Pfund ins Meer! Solche Vernichtungspolitik ähnelt den wiederholten Gewaltmaßnahmen amerikanischer Weizenkönige, die bei zu starkem Getrerdeangebot einen großen Teil des vorhandenen Weizens einfach verbrennen lassen. Und das alles nur, um eine Preissenkung zu verhüten ohne Rücksicht auf Millionen hun­gernde Mitmenschen! Brasilien erstrebt jetzt eine Einigung aller Kaffee erzeugender Länder, damit die Erzeugung überall begrenzt und der Preis reguliert werden kann. Falls dieser Plan fehl­schlägt, will die brasilianische Regierung, die unter der ' eingetretenen Uebererzeugung und den zu aNftMfcMâmaeipa^

Das Ende des »Llauttlus" ?

Wenn das Unglück unter dem Polareis eingelreken wäre . . .

Das Polar-U-BootNautilus", mit dem bekannt­lich Sir Hubert Wilkins fein großes Polar-Aben- teuer durführen will, ist auf 46 Grad nördlicher Breite gezwungen gewesen, SOS-Rufe auszusen­den, da es hilflos mitten im Ozean mit schweren Schäden lag. Unter anderem ist nach telegraphischen Meldungen die große Akkumulatorenbatterie zer­brochen. Wilkins kann von großem Glück sprechen, daß ihm die Katastrophe zustieß, als er noch im Bereich helfender Schiffe war. Wenn sein U-Boöt diese Havarie im Polareis erlitten hätte, dann wäre aller Wahrscheinlichkeit nach die Zahl der Opfer des Nordpols um mehrere wertvolle Menschenleben ver­mehrt worden. Die Akkumulatorenbatterie, um die es sich hier handelt, ist offenbar die 60 000 Kilo­gramm schwere 120 Zellenbatterie, die berufen war, die beiden elektrischen Motore desNautilus" mit Kraft zu versorgen. Sie ist also bei der langen Un­terwasser- oder Untereisfahrt, mit der Wilkins rech­nen muß, von größter Bedeutung für das Polar­boot, denn die zwei elektrische Motors zu je 200 PS sollen dazu dienen, bei den Fahrten im Tauch­zustande das U-Boot mit Energie zu versorgen. Es wäre von unabsehbaren Folgen begleitet gewesen, wenn dieser Unglücksfall, dessen Ursache noch nicht bekannt wurde, sich auf der großen Polarfahrt er­eignet hätte. Das schlimmste Ereignis im Atlanti­schen Ozean war ein Warnungssignal. Es ist durch­aus nicht gesagt, daß deswegen der Plan fallen gelassen werden muß, den Pol mit einem U-Boot zu erreichen. Wilkins ist auch nicht der Mann, sich durch ein solches Unglück ins Bockshorn jagen zu lassen. Er hat gezeigt, daß er eiserne Nerven besitzt, und eine Polarfahrt unter Wasser und Eis ist allen als ein gefahrvolles Unternehmen bekannt. Schon in weniger gefährlichen Gegenden sind U-Boote mo­dernster Bauart schon oft versackt und konnten trotz sofort einsetzender Hilfsmaßnahmen nicht gerettet werden. Erst jüngst wurde bekanntlich die englische Marine in der Nähe von Wei Hei Wei von einer furchtbaren U-Boots-Katastrophe betroffen, die einer großen Zahl der Besatzungsmannschaften das Leben kostete. Die Gefahrenmomente sind also be­kannt, und werden auch von Wilkins und seinen Leuten nicht unterschätzt. Aber sie dürfen auch nicht verachtet oder gar nur gering geschätzt werden. Der Nautilus" ist das frühere amerikanische U-Boot O 12", das noch nicht zu den veralteten Bauten

gehörte, aber auch dricht den modernsten Anforde­rungen der U-Boot-Technik entsprach. Zwar hat es Wilkins von dem amerikanischen U-Boot-Konstruk» teur Hale in Newyork aufs modernste umbauen und überholen lassen. Aber der Bruch lebenswichttger Apparate hat gezeigt, daß dieser Umbau offenbar nicht mit der notwendigen Gediegenheit vorgenom­men wurde. Die Maschinen hätten zum mindesten auf ihre größte Leistungsfähigkeit bei schwerster Be­lastung geprüft werden müssen. Zwar ist anzuneh­men, daß dies sicher erfolgt ist, umso seltsamer be­rührt dieses Unglück, denn es zeigt, daß man mit Umständen und Unglücksfällen rechnen muß, die nicht vorhergesehen werden können oder offenbar mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht ausgeschlossen werden können. Dies ist die aller­schlimmste Lehre, die Wilkins aus dem Unglück im Atlantischen Ozean ziehen muß. Die Maschinen lassen sich selbstverständlich in kurzer Zeit erneuern. Aber die Gewähr muß geboten sein, daß ähnliche Ereignisse ausgeschlossen finb, sonst ist derNau­tilus" nicht viel mehr als ein Sarg, der im Glücks­falle fein Ziel erreichen kann. Es drohen Gefahren genug, daß unglückliche Zufälle, die durch das Versagen des Materials entstehen, ausgeschlossen bleiben müssen. DemNautilus", der eine Länge von 60 Meter hat, und eine Wasserverdrängung von ungefähr 625 Tonnen, stehen für die Ueber- wasserfahrt zwei Dieselmotoren von je 500 PS zur Verfügung, wenn die andere Apparatur brauchbar bleibt. Aber auch der Zylinder soll gebrochen sein. Die anderen Apparate, die dazu dienen sollen, die Sicherheit der Fahrt unter Eis zu gewährleisten, wie Eisbohrer, Stoßstangen usw. werden gewiß in Ornung sein. Wenigstens ist es im Interesse der Forscher zu hoffen. In jedem Falle aber ist jetzt zu erwarten, daß derNautilus" vor Antritt seiner großen Abenteurerfahrt noch aufs genaueste auf Herz und Nieren geprüft wird, damit er seine Leistungsfähigkeit unter schwierigsten Umständen und bei größter Beanspruchung erweist. Dann kann man mit einem glücklichen Ausgang dieses Aben­teuers rechnen, denn die Männer, die die Fahrt machen, sind z. T. erprobte Polarfahrer. Nur gegen das Versagen der Maschinen und des Materials sind sie am Nordpol noch hilfloser als im Atlanti­schen Ozean.

Fords »Deutsches Museum

Die neueste Schöpfung des Aulomobilkönigs.

Humov des Tages

^o&t^scA^ StnUtoOpAä*^

Die Ablehnung der Anträge auf Ein­berufung des Reichstags und Haushal- tungsausschusses hat die politische Krise für einige Zeit beigelegt, so daß Brü­ning Ruhe hat, sich den außenpolitischen Aufgaben zuzu wenden.

Brüning:Hier sind wir durch. Hoffentlich haben wir die politische Stratosphäre erreicht, in der keine Stürme mehr toben."

herausgeschnitten und der Rahmen zurückgelassen. Im Dezember 1913 wurde dann dieMona Lisa" in Florenz wiedergesunden. Der Dieb war ein Jtalieiner namens Dmcenzo Perugia, der im Louvre gearbeitet hatte. Er gestand, daß er den Diebstahl ausgeführt hatte, um sein Vaterland für die Kunstplünderungen zu entschädigen, die Napo­leon im Verlaufe seines italienischen Feldzuges be­gangen hatte.

leidet)" noch in diesem Jahre etwa hundert Mil­lionen Pfund Kaffeebohnen vernichten lassen.

Dieser Kampf um den Kaffee ist übrigens ein Musterbeispiel für den weltwirtschaftlichen Wirr­warr unserer Zeit, den man mit solchen und ähn­lichen Machtmitteln zu Lasten der Allgemeinheit niemals zu lösen vermag. So wie der Körper des einzelnen Menschen nur gesunden kann, wenn er entsprechend behandelt wird, so läßt sich auch der Weltwirtschaftskörper nur durch Maßnahmen, die alle feine Glieder berücksichtigen, verbessern. Denn im Großen wie im Kleinen führt jede falsche Ge­wohnheit und jede törichte Handlung zu verhäng­nisvollen Nachteilen!

Line Elfjährige fchreibl Kriminalromane

Aus dem letzten Pariser Wettbewerb um dm besten Abenteuerroman ging Andrö Steeman als Sieger hervor. Er erhielt den ersten Preis von 10 000 Francs für feinen RomanSechs Tote". Steeman hatte feine literarische Laufbahn bereits mit 15 Jahren -begonnen; er wird als schrrfistelle- rifches Wunderkind aber von seiner Mitbewerberm, der zwölfjährigen Paulette de Champeaux über­troffen, die bei dem Wettbewerb mit einerehren­vollen Erwähnung" ausgezeichnet wurde. Statt mit der Puppe zu spielen, schreibt die kleine Dame Kriminalromane. Der Roman, der ihr die Aus­zeichnung eintrug, führt den lockenden Titel:11 Uhr 37 Minuten".

MW «nwevsum 1931

Henry Ford will feinen Landsleuten die Ge­schichte ihres Landes im Anschauungsunterricht nahebringen. Dabei hält er sich nicht an die Me­thoden des landläufigen Geschichtsunterrichts, er weist deshalb der Politik nur einen bescheidenen Platz im Lehrplan an und läßt die Kriege so gut wie unberücksichtigt. Was er geben will,ist das âreâo âââ .<. W)U â eines ganzen Volkes. So nuff er jetzt eine sigen Museums ins Leben, in dem alle Handwerks­zeuge und Arbeitsgeräte zu sehen sein werden, die in Amerika seit der Landung der ersten Kolonisten benutzt worden sind. Dieses Museum ist kein totes Ding, sondern lebt, denn alle Gewerbe und alle Instrumente werden von den geschickten Händen junger Techniker in einer besonderen Schule prak­tisch betätigt.

Schon bedeckt das ,Edison Institut of Techno­logy" Ford hat sein Unternehmen auf den ge­nialen Erfinder getauft eine Fläche von über 100 Hektar in der Nachbarschaft von Dearborn im Staate Michigan. Das ganze Werk ist groß genug angelegt, um, nach der Fertigstellung in etwa zwei Jahren, alljährlich einer Million Amerikaner Gelegenheit zu geben, sich einen Ueberblick über Leistungen und die Fortschritte einer dreihundert jährigen Zivilisation sarbeit zu verschaffen. Da­gegen werden Geschehnisse, wie der Krieg mit Mexiko, das Bombardement des Forts Sumter oder die Schlacht von Gettysburg, kurz, alle Er­eignisse, die für die Schule das wichtigste Element in der 'Geschichte bilden in Deaborn nur als uner­quickliche Zwischenfälle behandelt, die vorüber­gehend den Ablaus des nationalen Lebens und den Fortschritt der allgemeinen Lebensbedingungen be­einträchtigt haben? Das Hauptgebäude aus roten Ziegeln und grauem Marmor ist durch Säulen- gänge mit fünf großen Verwaltungsgebäuden vsr- bunden. Dahinter erstrecken sich die Ausstellungs­hallen. Dem Beschauer wird die Entwicklung der Kücheneinrichtungen, der Uhren, der Spiegel, der Musikinstrumente, der Glas- und Tonwarenfabri­kation und tausend anderer Gewerbe gezeigt. Da stehen Draisinen und Delocipede mit hohen Rädern neben den ehrwürdigen Vorfahren der Schreib­maschinen. Eine einzig dastehende Sammlung von Beleuchtungskörpern, die weit über die Gerichte Amerikas hinausführt, geht bis auf die griechischen Lampen zurück. Wundervolle Möbel aus edlem Mahagoni, Polisander und Ahorn, die Tag für Tag von einem Heer von Facharbeitern poliert und gepflegt werden, dürften. wenn sie erst in den fünf Sälen der Verwaltungsgebäude Platz gefun­den haben,' Sammler und Antiquare vor Neid er­blassen lassen. Ford hat ja auch keine Schwierig-

leiten, seine Ausstellungsstücke zusammenzubrin­gen. Täglich. erhält er aus allen Teilen der Union ewa 200 Briefe, in denen ihm die verschiedenartig­sten Raritäten angeboten werden.

Diese Sammlungen bilden indessen nur die Vor­bereitung auf die Sehenswürdigkeiten der Haupt- Halle.^ die sich später m eine Anzahl kleiner Läden,

G-ttneubSdev und AachMs

Der Wert der Sonnenstrahlen als Heilfaktoren bei rachitischen Erkrankungen ist je nach Ort und Jahreszeit verschieden. Ueber die Ergebnisse von Versuchen amerikanischer Aerzte liest man im Journal of the American Medical Association": Es wird heutzutage so viel über den Mangel ân

Sm SevsaMee Schlotz ist gut stehle«

Nella Duchaleau, die belgische Schönheitskönigin 1931, wurde in Galoeston (USA.) zur Miß Universum gewählt. Madmoiselle Duchateau gilt nun für ein Jahr nach dem Urteil der Jury als . schönste Frau der Welt.

Die brünette langhaarige Schönheit errang den Preis gegen ihre Mitschwestern aus Deutschland, Amerika, Australien. Dänemark, Schweden, Nor- <4- wegen und Frankreich.

für die verschiedensten Gegenstände, die instand­gesetzt und nadygeprüft werden, bevor man sie in die ihnen bestimmten Stände einordnet. Man sieht Leichenwagen und Barbierstühle, Wiegen und Schaukelpferde, Feuerspritzen für den Hand­gebrauch, vor allem aber zahlreiche Fahrzeuge aller Art, darunter das erste von William Austin aus Lowell in Massachusetts konstruierte Automobil, das ein Dampfmotor fünf Minuten lang in Gang erhielt. Weiterhin sieht man eine besonders sehens­werte Relique, den Motor der Dreschmaschine näm­lich, die Ford als Jüngling für Farmer reparierte, denen sein Vater dringend ans Herz gelegt hatte, seinen Taugenichts von Sohn nicht zu freigebig für die Arbeit zu bezahlen. Nicht weit von dem Insti­tut entfernt läßt Ford in allen Einzelheiten Greenfield Villaae" erstehen, ein Dorf, das zur­zeit erst aus 45 Häusern besteht, das aber endgül­tig mehr als 250 Bauten aus jeder Zeit und aus allen Ländern zählen soll, die Kolonisten nach den Vereinigten Staaten entsandt haben. Deutschland, England, Holland, Polen und Schweden liefern Landhäuser und Hütten, die nicht etwa re« konstruiert werden, sondern in der Heimat abge­brochen und auf auf amerikanischem Boden wieder zusammengesetzt werden. In diesem Dorf wird ebenfalls eine große Ausstellungshalle die verschie­denen Phasen des Maschinenzeitalters veranschau­lichen. Die landwirtschaftlichen Arbeitsgeräte wer­den die Entwicklung von der primitiven Pflugschar und dem Dreschflegel bis zum Traktor und zur mo­dernen Dreschmaschine bei der Arbeit zeigen. Man wird auch alle früheren und derzeitigen Gewerbe­betriebe Amerikas studieren können, angefangen von dem Hersteller der Talgkerzen bis zum Kon­strukteur der vollkommensten Werkzeugmaschinen.

Aber das Edison-Institut will nicht ausschließ­lich dem Zwecke der Belehrung dienen, es hat obendrein auch einen gefühlsmäßigen Wert. Kein Amerikaner wird an den Möbeln Vorbeigehen, die der junge Abraham Lincoln mit seinen eigenen Händen herstellte, noch weniger an dem von Blut­spritzern befleckten Sessel, auf dem der Präsident ermordet wurde. Vor dem Gitter, das diesen Raum abschließt, lodert ein ewiges Feuer, das Präsident Hoover angezündet hat.

daß es angezeigt erscheint,' ein­mal die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Gebiete zu lenken, wo die feaenspendenden Sonnenstrahlen im Ueberfluß vorhanden sind. Dabei zeigt es sich, daß die Intensität der Rachitis in der Welt in engem Zusammenhang mit der Intensität der Sonnenbestrahlung steht. Wenn man an die unter­schiedliche Ernährungsweise in den verschiedenen Teilen der Erde denkt, so springt der überragende Einfluß des Sonnenscheins auf die Aetiologie der Rachitis ohne weiteres in die Augen. Die Tat­sache, daß englische Krankheit undTetanus sich ge­rade in Indien entwickeln, wo die Frauen durch den Gebrauch des Purdah der Wohltat des tro-- pischen Sonnenscheins beraubt sind, unterstreicht noch ganz besonders die Abhängigkeit der eng­lischen Krankheit von der Sonnenbestrahlung. Heß hat weiterhin darauf hingewiesen, daß der aus­schlaggebende Faktor hier weniger die Dauer der Sonnenbestrahlung, als vielmehr chre Intensität ist."

Rundfunk-vvosvamm

Donnerstag, den 18. Juni

5.55: Wettermeldung. Anschließend: Morgen­gymnastik. 7.30: Von Bad Salzschlirf: Frühkonzert des Kurorchesters. 10.30: Schulfunk. 11.50: Schall­plattenkonzert. 14: Werbekonzert (Schallplatten). 15.20: Stunde Jugend. 16.30: Nachmittags­konzert des Rundfunkorchesters. 18.15:Das vornehme Hotel", eine Geschichte. 18.45:Politische Voraussetzungen der Demokratie", Vortrag. 19.15: Sophokles in unserer Zeit", Vortrag. 19.45: Amerikanische Marsch-Musik. 20.15: Von Trier: Reichstagung des katholischen Männer- und Jung- männervsrbandes. 21: Thomas Mann lieft aus sei­nem unvollendeten RomanJoseph und seine Brüder". 22: Nachrichtendienst. 22.20: Stunde der Kammermusik. 23.1524: Tanzmusik.

Sevekne, Vevsammlungeu

Picadilly-Llub. Freitag, 8.30 Uhr, Pl. Sonne.

Kath. INännerverein. Heute 20.30 Uhr Monars-

verfammlung. 451

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später, in Stücke geschnitten, wieder aufgefunden wurden. Kurz darauf hörte man wiederum von einem Diebstahl einer Büste Ludwigs XIV., der ebenfalls von der Polizei geheimgehalten wurde, so daß in der Oeffentlichkeit nähere Einzelheiten nicht bekannt geworden sind. Die Schuld an dem rätsel­haften Verschwinden wertvoller Kunstwerke aus dem Schloß wird auf die unzulängliche Bewachung zurückgeführt. Diese Bewachung wird von ein paar Kriegsbeschädigten ausgeführt, die sich in Tag- und Nachtschichten abwechseln, und deren Zahl oben­drein durch Krankheit und Beurlaubungen noch weiter verringert wird. Die Folge dieses Uebelstan- des macht sich auch dadurch bemerkbar, daß Buben­hände nur allzu oft Gelegenheit finden, die Kunst­werke zu beschädigen, ohne daß es möglich ist, einen dieser Schädlinge auf frischer Tat zu ertappen. Der jüngste Diebstahl in Versailles gemahnt unwillkür­lich an den berühmten Fall des Verlustes und Wie- deraufsindens derMona Lisa" im Louvre im

Verein ehein. 97er. Morgen Freitag Uhr Monatsoersammlung im Lindenhof. reiches Erscheinen dringend erforderlich.

60/94. Morgen Frestag abend 9 Uhr, _FW1- sitzung aller Aktiven im Vereinslokal. Am kommen-

um 20 Zahl- 828

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Wie schon kurz berichtet, ist dieser Tage ein wertvolles Bild aus dem Schloß von Versailles unter geheimnisvollen Umständen verschwunden, die an den Diebstahl derMona Lisa" erinnern. Aus Gründen, die allein der Polizei bekannt sind, wird über den Diebstahl Stillschweigen beobachtet. Es verlautet indessen, daß die Gründe für die dis­krete Behandlung der sensationellen Angelegenheit in der hohen gesellschaftlichen Stellung eines aus­ländischen Besuchers des Schlosses zu suchen sind, der in die Diebstahlsaffäre verwickelt sein soll. Es handelt sich bei dem gestohlenen Gemälde um ein Kinderbild Ludwigs XIII. zu Pferde. Das Bild ist aus dem Rahmen herausgeschnitten worden, und erst später wurde der Diebstahl entdeckt. Der Vor­fall erinnert an den vor einiger Zeit viel erörterten - . ..

Diebstahl von zwei Gobelins aus dem Schlosse, die August 1911, Auch in diesem Falle wurde das Bild

den Sonntag, den 21. Juni, findet eine Werbc- Voranstaltung unseres Hauptvereins Turn- und Sportvereinigung 1860 in Hanau statt. Sämtliche aktive Spieler haben sich am Zug zu beteiligen. Nähere Einzelheiten werden morgen in der Spie­lersitzung bekannt gegeben. Kein Spieler darf fehlen. Die Spiele der unteren Mannschaften wer­den ebenfalls bekannt gegeben. 827

FL. Viktoria 1930 Hanau. Freitag, den 19. Juni 20.30 Uhr, Spielersitzung im VoreinslokalPark­restaurant" pünktliches Erscheinen Pflicht. 826

DHL. (Vogelsberger höhen-Llub) Hanau. Sonn­tag, 21. Juni, Wanderung: Sulzbach (Main) Hohe Warte Kleinwallstadt. Marschzeit 5% Stunden. Abfahrt Hanau-Hbf. 7.16 Uhr. Sonntagskarte Kleinwallstadt 2.10 RM. Ankunft: Hanau-Hbf. 20.30 Uhr. 825