Oamm «Stadt und Land
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S. Suuk
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* Die Steuererhöhung und Gehaltskürzung durch die Notverordnung werden am 13uli in kraft treten.
Die Reichstagsfraktion der Staatspartei tritt am Dienstag, 9. Juni, zu einer Sitzung zusammen, in der zu der Nooerordnung Stellung genommen werden soll. Abg. Fischer-Köln wird über die steuer« (Mischen Folgen und Abg. Schneider über die zialpolitischen Folgen der Notverordnung refe» rieten.
Der Vorstand der sozialdemokratischen R e i ch s t a g s f r akti 0 n tritt dem «Vorwärts" zufolge, zur Beratung der durch die neue Notverordnung geschaffenen Lage am kommenden Mittwoch zusammen, die sozialdemokratische Reichstagsfraiktion ist für Freitag einberufen worden.
DoX in Brasilien eingetroffen 1429 Seemeilen in 12 Std. 29 Win. znvüBselest
Paris, 5. Juni. 21m 2.10 Uhr Greenwicher Zeit ist Do. X in Fernando de Roron. ha, an der äußersten Spitze von Brasilien glatt gelandet.
Gestern nachmittag wurde in einer Reuter- meldung bekanntgegeben, Do. X sei nach 60 Seemeilen Flug abaestürzk. Erfreulicherweise stellte sich bald heraus, daß diese Rachricht auf einem Irrtum der Mannsckmft eines Ozeandampfers beruhte. Der Flug ist befriedigend verlaufen, wie aug nach- stehender Meldung hervorgeht.
R e w y o rk, 5. Juni. Rach einer Meldung aus Fernando de Roronha bezeichnete die Be- fahung des Do. X den Flug als durchaus erfolg- reich, doch habe der Zustand der Akmoshäre eine Funkverbindung bis kurz vor der Landung ver- hindert.
Rewyork, 5. Juni. Rach einer Meldung der „Associated Preß" aus Fernando Roronha hat das Flugschiff Do X die 1429 Seemeilen lange Strecke von den Kap Verdischen Inseln nach der 3nie[ Fernando de Roronha in 12 Stunden und 26 Minuten zurückgelegt. Die Mannschaft wie die Fluggäste des Flugschifses äußerten sich begeistert über den Flug. Die Motore arbeiteten ausgezeichnet. Der portugiesische General Sago Coutinho belönte, daß der Flug glatt verlaufen sei. Do X wird nach Einnahme neuen Brennstoffes nach dem 300 Seemeilen entfernten Pernambuco auf dem südamerikanischen Festlande weiterfliegen.
Die nationalsozialistische Tageszeitung „Der Angriff" ist vom Berliner Polizeipräsidenten bis einschließlich 4. Juli d. I. auf Grund der Notverordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen ner» roten worden. Das Verbot ist erfolgt, weil las Matt trotz eingehender amtlicher Darlegungen über das sogenannte Femebuch erneut dem Poli- ^ipräsidium Bevliin eine Fälschung vorgeworfen tot. Weiterhin heißt es, daß das Blatt in Besprechung der Vorgänge aus Anlaß der Enthüllung des genannten Schlageter-Denkmals zur Verprüge- ng Andersdenkender aufgefordert habe.
* Der Preußische Landtag wird am ontag seine Vollsitzungen wieder aufnehmen, um r allem den Vertrag mit der evangelischen Lan- zu verabschieden.
beim Aw
achen des R eich sfr o ntfo ldaten - 'ges in Breslau unternommen habe. Diese achricht, in der auch die angebliche Erwiderung es Staatssekretärs von Bülow an den Gesandten r. Wisocky wiedergegeben wurde, ist, wie wir erfahren, frei erfunden.^
Am Donnerstag begannen in Moskau die Verhandlungen über den Abschluß eines Vertrags über das Urheberrecht zwischen Deutschland und Räterußland. Führer der deutschen Aboprdnung ist Geheimrat Martius, der russischen, Boris Stein.
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Die sowjetrussische Sachverstän- digen-Delegation zur Aufnahme von Verhandlungen über einen handelspolitischen modus vivendi mit Frankreich ist gestern in Parisein- getroffen. Sie steht unter der Leitung des Mitgliedes ibes fowjetrussischen Außenhandelsrates Lwolaifky.
Bei den gestrigen Verhandlungen des Neuner- Ausschusses in Paris, der vom Völkerbünde milder Organisierung der Internationalen Landwirtschafts-Hypothekenkredit-Gesellschaft beauftrag! wurde, ist Deutschland anstelle von Dr. Kißler durch den Direktor der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt Dr. Freiberger vertreten. In der gestrigen Sitzung hat sich der Ausschuß nor allem mit den Fragen über die Zeichnung der fünf Millionen Dollar beschäftigt, die das Kapital der Gesellschaft kusmachen werden.
. * Der frühere König von Hedschas, Hu ff ein, 'ft in Amman (Transjordanien) gestorben.
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; Bei der Staatlichen Planwirtschaftskommission I der Sowjetuniion wurde laut Telegwphenagentur der Sowjetunion unter Vorsitz Kuibyschiffs ein Aus- : ichuß gebildet, der sich mit der Ausarbeitung l es zweiten Fü n fj a h r e s pla ne s be« : lästigen soll. Der Ausschuß besteht aus 73 Mitgliedern.
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Die österreichische Bundesregierung hat dem Ständigen Internationalen Ge- klchtchos davon Mitteilung gemacht, daß sie den Amtlichen Professor an der Universität Bonn und Honorarprofessor an der Umoersität Berlin Dr. ffrich Kaufmann zu ihrem Agenten e r- "annt habe, den sie mit der Wahrung des oster- ^lchi scheu RechtsstaNdpunktes vor dem Ständigen internationalen Gerichtshof betrauen wird.
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Siad) einer Mitteilung der Königlich Aegyptifchen ^hndtschaft über das Ergebnis der äg y p- "sichen P a r l a m e ntswa hlen verteilen sich n 150 Sitze auf 83 Abgeordnete der Schaabpartet ^Wptischè Volkspartei), 38 Jttehadisten, 17 Un« ■’Oangig^ und acht Nationalisten, vier Ballotagen Men noch aus. In einer Presseerklärung betonte
■r Ministerpräsident, daß das bisher Mutliche ine« K? durch die Gefolgschaft der Bevölkerung be« worden sei.
*) Näheres stehe im politischen Test.
SM dem Weg nach Eheauees
Macdonald veschwSvt die <5t»6mä<6ie
Berlin, 4. Juni. Dee Reichskanzler und Reichsaußenminister Dr. Curtius sollen, entgegen früheren Berichten, die die Ankunft für Freitag 16 Uhr vorsahen, schon um 14.43 Uhr auf dem Waterloo-Bahnhof eintreffen. Mit den Eisenbahngesellschaften ist verabredet worden, daß der Sonderwagen an den von Bournemouth kommenden D-Zug angehängt wird. Der deutsche Botschafter Freiherr von Reurath stattete am Spätnachmittag des Donnerstages im Foreign Office einen Besuch ab. Es wird angenommen, daß dieser mit den Vorbereitungen für die Ehequersbesprechungen im Zusammenhang steht.
GM Gmtü âtt biß bßiiütflßtt digkeit einer Neuregelung der deutschen WM8IWW Reparationsleistungen als einzigen Aus-
Gäste?
einer Zuhörerschaft von fünftausend Menschen. Die Schlußsätze feiner Rede dürfen vielleicht als eine Art Willkommensgruß an die deutschen Minister betrachtet werden, da aus ihnen das volle Verständnis für dis schicksalshafte Verbundenheit der europäischen Wirtschaften und die Bereitwilligkeit, einen Ausweg aus der Katastrophe zu suchen, spricht.
„In der gegenwärtigen Situation unserer Finanzen", so führte Macdonald aus, „in der gegenwärtigen Lage der internationalen Verschuldung haben wir unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf das Gedeihen des eigenen Landes, sondern auf das der ganzen Welt zu richten. Ich wende mich hier wiederum an die Großmächte, Frankreich, Deutschland, die Vereinigten Staaten und unser eigenes Volk, um sie davon zu überzeugen, daß keiner' dieser Staaten wirtschaftlich gedeihen kann, ohne daß auch der andere floriert. Keine Einmischung in ihre innerpolitische Angelegenheiten! Jeder solcher Versuch würde übel vermerkt werden, genau so, wie ich es jeder fremden Macht verübeln würde, sich in unsere inneren Angelegenheiten zu mischen. Aber jede Nation ist verpflichtet, das „Schiff der Welt" aus den schwer befahrbaren Gewässern wieder in die Mitte des Stromes zu bringen."
„Daily Sevald" weicht von dev Möglichkeit eines deutschen Staatsbankvotts
„Deutschlands wirtschaftliche Lage ist mehr als ernst, sie ist verzweifelt. Wenn nicht irgendetwas geschieht, wird der kommende Winter zu einem Zusammenbruch werden, von dem der Himmel nur weiß, welche politischen Folgerungen er nach sich ziehen wird", schreibt heute das Regierungsblatt „Daily Herald" in seiner Betrachtung zum deutschen Ministerbesuch in England. Das
Blatt führt die Gründe an, die Brüning den eng-sneswegs dazu geeignet, auf die Atmosphäre der lischen Ministern vortragen dürfte, um die Notwen- > Besprechungen von Chequers günstig emzuwirken.
Nach Gheauers Berlin
Dev Besuch Stimsons in Berlin
Washington, 4. Juni. Rach dem bisher ausgearbeiteken Programm wird Slaaks- sekrekär Stimson auf seiner Europa-Reise am 21. Juli in Berlin einkreffen, wo ec eine Woche bleiben wird, um Besprechungen mit deutschen Staatsmännern zu pflegen. Botschafter Sackett, der sich mit der „Europa" auf der Rückkehr auf seinen Berliner Posten befindet, erhielt Weisung, Stimsons Berliner Aufenthalt vorzubereiten.
Senator Borah, mit dem der Staatssekretär I trotz seines sehr geschwächten Gesulndheitszustandes den Plan seiner Europareise eingehend besprochen | aum ersten Male den Boden der französischen
hat, erklärte heute, er begrüße diesen Entschluß als einen äußerst weisen Schrift. Genau wie Kelloggs Reise nach Paris zur Unterzeichnung des Kellogg- Paktes diesem großen Friedens-Instrument erst die gebührende Bedeutung verliehen und den für die Befriedung Europas tapfer kämpfenden deutschen Außenminister Dr. Stresemann veranlaßt have,
weg aus der wirtschaftlichen Notlage Deutschlands überzeugend zu beweisen. „Daily Herald" ist der
Mag''machen werden, die Aussprache über die __,. ,.„ nmmr.
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für Internationale Zahlungen oder Politikern der Gläubigerstaaten unter Teilnahme eines Vertreters der Vereinigten Staaten fortzusetzen.
Nach der „Frankf. Ztg." spricht der „Daily Herald" sogar von der Möglichkeit, Deutschland werde den Zinsendienst für seine auswärtigen Anleihen einstellen, also mit anderen Worten, den Staatsbankrott erklären, ohne daß das Blatt in der Lage wäre, Anzeichen anzugeben, auf die sich eine solche tollkühne Behauptung stützt.
„Deutschland erwägt die Einstellung nicht nur der Reparationszahlungen, sondern der Zinsen- zahlungen für alle auswärtigen Anleihen. Eine solche Ankündigung mag der morgigen Unterhaltung mit dem deutschen Kanzler und dem deutschen Außenminister in Chequers folgen. Das würde eine, erschütternde Wirkung, besonders in den Vereinig-' ten Staaten haben, wo 500 Millionen Pfund deutscher Werte, meist im Besitz von kleinen Sparern sind. Wird die Furcht vor den Folgen die Regierung der Vereinigten Staaten veranlassen, ihre Meinung zu ändern und in eine Revision der Kriegsschulden einzuwilligen, die eine Revision der Reparationen ermöglichen würde?"
Die „Frankf. Ztg." bemerkt hierzu: „Man kann nur die Hoffnung haben, daß diese Aeußerungen, die verantwortlichen oder der Regierung nahestehenden Persönlichkeiten vor ihrer Veröffentlichung bestimmt nicht vorgelegen haben, im Ausland nicht tragisch genommen werden, daß man ihnen vor allem nicht jene Autorität zuschreibt, die
man dem „Daily Herald" in letzter Zeit so häufig und allzu oft ohne Grund zugeschrieben hat. Mög- [idicrmeif" soll diese Darstellung den englischen Leser auf den Ernst der in Deutschland herrschenden Lage Hinweisen. Die Mittel, die dabei gewählt worden sind, sind jedoch außerordentlich gefährlich und kei-
Hauptstadt zu betreten, so werde Stimsons persönliches Erscheinen in den Hauptstädten der vier europäischen. Großmächte außerordentlich zur Ber- besserung der außenpolitischen Weltlage beitragen. Die von Botschafter Gibson auf der letzten Tagung der Vorbereitenden Abrüstungskonferenz geforderte Mobilmachung der öffentlichen Meinung für
Staatssekretär Stimson
Rüstungsbeschränkung in allen Waffengattungen sei hier in Washington von Präsident Hoover anläßlich der Tagung der Internationalen Handelskammer in einer energischen Rede eingeleitet worden. Nunmehr werde Stimson diesen Appell nach Frankreich tragen und, wenn er selbst nicht aktiv an den einzelnen Beratungen leilnehme, doch starken Einfluß auf ein friedliches Zusammenarbeiten ausüben. Sein Besuch in Berlin, das Stimson nicht kenne, werde gleichfalls für die Klärung der internationalen Probleme von erheblichem Werte sein.
„Revavatrottskottfevem^auf der ^Europa*
der Rückfahrt von Chequers nach Berr.n die „Eu-
,—,—>.-. ... ^„..„.., um^ fvmvit Posten iu« rückbegibt. Sackett hat Berlin vor einigen Wochen zu einem längeren Urlaub verlassen. Seine Ferien
waren aber mit wichtigen Verhandlungen im Weißen Haus in Washington ausgefüllt. Vor seiner Abreise nach Washington hatte Mr. Sackett eine längere Unterredung mit dem Kanzler, der große politische Bedeutung zugemeisen wurde. Da Kanzler, Außenminister und Botschafter gemeinsam die Reise nach Berlin antreten, ist es selbst- verständlich, daß schon bei bieiem Zusammensein ein Meinungsaustausch erfolgt und der Botschafter vor allem über die Einstellung der Washingtoner Regierung zum Reparationsproblem und ' allen sonstigen wichtigen europäischen Fragen berichtet.
Die amevKanffche Reskevuns über ShequevS
Einer Erklärung im Staatsdepartement zufolge betra^M die Regierung der Vereinigten Staaten die Zufaimnenkunft in Chequers als eine rein private Unterhaltung zwichen den deutschen und britischen Staatsmännern. Trotzdem habe sie aber 'e n großes Interesse an dieser Konferenz, da sie ihr — gleichgültig, welches Resultat sich dort ergebe — einen bedeutenden Einfluß auf die außenpolitische Gestaltung während der nächsten Monate beimesse.
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Ävbettskonfevenz
Genf, 4. Juni. Der holländische Arbeitgebervertreter van der Bom stellte auf der heutigen Vollversammlung der Internationalen Arbeitskonferenz die Frage der Reparationen und internationalen Schulden in den Vordergrund seiner Ausführungen. Er nahm auf die auch im Bericht des Internationalen Arbeitsamtes festgestellte Gleichgewichtsstörung im internationalen Handel durch die einseitigen Belastungen, der ver- chiedene Staaten durch Reparationen und Schulten ausgesetzt sind, Bezug und erwähnte eine auch im Bericht des Internationalen Arbeitsamtes skizzierte Aeußerung des früheren italienischen Finanzministers de Stefani, der gesagt habe, die Frage der Schulden und Reparationen müsse wieder aufgeworfen werden nicht aus Wohlwollen für das eine oder andere Land, sondern aus allgemeinen Nützlichkeitserwägungen, die auch den Gläubigerstaaten zugute kämen. Diese Frage, führte der holländische Vertreter aus, gehöre gewiß nicht zur formellen Zuständigkeit der Internationalen Arbeitskonfernz, aber man könne an ihr
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