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tie. 126

Dienstag den

26. Mai

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Reichsaußenminister Dr. Curtius ist am Sonntagnachmittäg mit der deutschen Delegation aus Genf wieder in Berlin gingetroffen.

Von den beiden Schwesterflugschliffen des Do X, die seit dem vorigen Jahr auf der Dor- nicrwerft in Altenrhein für Rechnung der itatie- schen Regierung in Bau sind hat eines der Do X II am Samstag eine kurze Wer^tättenfahrt ausge- führt. Das Flugfchiff erhob sich leicht in die Luft und fürte einen kurzen Flug quer über den Boden­see aus. Nach etwa 20 Minuten ist es wieder vor

Machtvolle Mundsevunsen zur Volksverbundenheit

Sahvestasnus des VDÄ.

A ach e n, 25. 2Nai. Hier fand während den Pfingsttagen die diesjährige Tagung des Vereins für das Deutschtum im Ausland statt, die sich zu machtvollen Kundgebungen zur Volksverbundenheit gestaltete.

der Wohlfahrt der ganzen West Mitarbeiten mill.' 1

Ein Arbeitervertreter aus Eupen-Mal<! medy überbrachte die Grüße der Arbeiter« f ch a f t dieser Landschaft. Er zeigte die Bemühun­gen Belgiens, die Bevölkerung in ihrer Treue zu erschüttern, und brachte den Wunsch zum Ausdruck, sein Heimatland wieder mit dem Mutterland ver-

einigt zu sehen. Auch in Eupen-Malmedy zeigte sich, daß nach dem Dichterwort Deutschlands ärmster Sohn auch sein getreuester sei.

es

der Werft gelandet. Es befanden sich noch einige Mit­glieder der italienischen Abnahmekommission Bord.

an

* Zur Erinnerung an die Erstürmung Annaberges in Oberschlesien fand eine hunderttausend Personen besuchte Erin ne -

des von

rungsfeier statt.

Bei der Einweihung des Strese­mann-Denkmals in Mainz am 5. Juli wird der Völkerbundsrat, wie in der Schluß­sitzung in Genf beschlossen wurde, durch den bis zur nächsten Tagung amtierenden Ratspräsidenten, den deutschen Außenminister Dr. Curtius, ver­treten sein.

* In Karlsruhe kam es gestern zu einem Zusammenstoß zwischen National­sozialisten und Kommunisten, wobei es einen Toten gab.

* In Gre ifswald sind durch Einsturz einer Hauswand vier Personen getötet und acht schwer verletzt worden.

Wie aus unterrichteten Wiener Kreisen verlau-

i f e in Oesterreich im Laufe dieser e dutch ein Kompromiß mit der Großdeut­schen Dokspartei beigelegt wird

In Fußball-Länderspiel in Berlin verlor Deutschland gegen Oesterreich 0:6.

* Auf der Golzheimer Heide bei Düsseldorf wurde in Anwesenheit des Reichsministers Trevi- ranus das Denkmal für S ch l a g e t e r und die 141 im Ruhrkampf Gefallenen eingeweiht.

Briand wird sich im Ministerrat am Mitt­woch entscheiden, ob er bleibt oder geht.

In Tirschenreuth i. B. landete am Pfingst- famstag ein tschechischer Militärflieger. Nach seinen Angaben ist er ein Schüler der Militärflieger­schule in Eger und dort am Vormittag mit fünf Kameraden obgeflogen. Er habe die Richtung ver­loren und daher auf deutschem Boden notlanden müssen. Der Flieger wird bis zum Abschluß der eingeleiteten Untersuchung interniert bleiben.

Bei dem Brande eines Goldbergwerkes Kolar (Maissur) wurden zehn Personen getötet. Etwa 60 Personen werden noch vermißt.

'N

Nach einer Meldung aus Hongkong sind in Hoi- hau auf der Insel Hainan Unruhen aus ge­brochen. Zwischen den Anhängern zweier sich befehdenden Militärparteien ist es zum offenen Kampf gekommen. Die Frauen und Kinder der Ausländer find auf das erste Anzeichen vom Aus­bruch der Unruhen hin von einem britischen Dampfer an Bord genommen worden. Sie sollen erst wieder an Land gesetzt werden, sobald die Lage wieder vollkommen ruhig ist. Soweit besannt. ist bei den Kämpfen kein Ausländer verwundet worden.

*

Die Universitätssängerschaft aus Wien, die Chibellinen, die zurzeit eine Sängerfahrt durch das Reich unternehmen, haben wie in Eisenach, Bonn und Heidelberg nun auch in Stuttgart, das die Wiener Gäste in Empfängen und Veranstaltungen feierte, in einem Konzert bei vollbesetztem Hause einen glänzenden Erfolg da­vongetragen und stürmischen Beifall geerntet. Auch das Konzert in München war ein glänzender Erfolg. *

Wie der Rote Kurjer erfährt, sind die V e r - Handlungen des polnischen vo = Ministeriums m i t einer englisch- französischen F i n a n z g r u p p e über eine Anleihe von 750 000 englischen Pfund beendet worden. Das Geld soll zur Erweiterung des Tele­phon- und Telegraphennetzes in Polen verwendet werden.

Am Samstagnachmittag wurde der geschäftliche Teil der Hauptversammlung erledigt, der die Wah­len zum Hauptvorstand brachte. Eine Reihe hervor­ragender Persönlichkeiten wurden hinzugewählt: Dr. Barta (Wien), Dr. Steinacher (Berlin), Dr. Durach (Dresden) und Frau Koepke (Darmstadt). Gleich­zeitig wurde auch die Wahl des Ersten Vorsitzenden vorgenommen, die bereits sichergestellt war. Der neue Vorsitzende des BDA., Reichswehrminister a. D. Dr. Geßler, war nicht anwesend, er hatte aber vorher mftgeteAt, daß er die Wahl annehmen werde. Aus seinen telegraphisch übermittelten Wor­ten, mit denen er fern neues Amt antritt, sei fol­gendes mitgeteilt:

Ich nehme die meiner persönlichen Einstellung zu den Pflichten des einzelnen gegenüber Volk und Staat besonders entsprechende Wohl um so lieber an, als ich aus dem vom BDA. beschrittenen Wege sachlicher opferbereiter Volksarbeit und überpartei­licher Bokksgosinnung eine Möglichkeit sehe, in der durch Gegensätze zerrissenen Gegenwart an der Ge­staltung deutscher Zukunft Mitzuwirken. Es wird mein Bestreben sein, auf den bewährten Grund­lagen, die meine Vorgänger in einem Jahrzehnt des Aufstiegs und Erfolgs gelegt haben, weiter zu bauen und meine Kräfte und Erfahrungen dafür ein­zusetzen, daß die Entwicklung vom Verband ver­einzelter Vorkämpfer Volksdeutscher Gesinnung über den Verein, der begeistert unter dem blauen Wimpel MWWWMSWWWM den Vorsitz mit dem Wunsche: Auf gute Zusam- mearbeit mit allen volksbewußten Deutschen im Reich und mit den im Kampf stehenden Volksge­nossen draußen, denen wir uns in Treue verbunden fühlen!

Den Beschluß des Samstags bildeten die Be­grüßungsabende der Landesverbände in den Aache­ner Sälen, die einen äußerst starken Besuch auf­wiesen. Bunte Darbietungen in Musik, Lied, Wort und Tanz wechselten mit kurzen, packenden Vorträ­gen der ausland- und grenzdeutschen Führer und Führerinnen ab. Sehr besucht war unter anderem die Veranstaltung des Landesverbandes Mittel­rhein, der sich mit Thüringen, Sachsen und einer Reihe von auslanddeutschen Gruppen Zusammen­getan hatte. Hier wurde insbesondere des Schicksals der E u p e n - M a l m e d y e r gedacht.

Den Pfingstsonntag leiteten Gottesdienste ein. Dann brachte das im VDA. vertretene Grenz- und Auslandsdeutschtum in einer würdigen Kundgebung im Kaisersaal des Rathauses dem Rheinland seinen Dank für die in der Besatzungszeit gebrachten Opfer zum Ausdruck, während gleichzeitig die Iugendab- ordnungen sich zu einer Rheinlandstunde zusammen­fanden.

Nachmittags beschäftigte sich eine Studenten­tagung unter Leitung von Staatssekretär a. D. v o n Hintze mit den akademischen Aufgaben volksdeut­scher Arbeit, wobei Professor Dr. Martin Spahn den Hauptvortrag hielt. Eine Abendfeier im Wald- stadion unter Teilnahme des größten Teils der Aachener Bevölkerung beschloß den Tag. Nach Vor­trägen des Stadtoerbandes Aachener Gesangvereine sprachen Vertreter der VDA-Iugend aus allen euro­päischen Auslandsgebieten ihren Dank an das Rheinland aus und forderten von der VDA.-Iugend das Gelöbnis zu ernster volksdeutscher Arbeit. Im Anschluß an die Weihe der neuen Banner u. Wim­pel wurde ein kurzes FestspielWir suchen Deutsch­land" aufgeführt, das mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandsliedes endete. Nach dem Zapfen­streich bewegten sich die Teilnehmer in einem Fackelzug in die Stadt.

Am Montag hielt bei einer Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof Dr. Ernst L e i b l die Weiherede. Dann begannen

bawtes und der Erziehung zu vollwertigen Gliedern unseres Volkstums. Als polnische Staatsbürger bekennen sich die deutschen Arbeiter Oberschlesiens mit Stolz zum deutschen Volkstum.

Es nahm dann das Wort der Führer der freien Gewerkschaftsorganisation in Westdeutschland, Po- lizä.prästdent Dr. Meyer (Duisburg). Er wies auf Europa hin, wo fast 9 Millionen Deutsche als Minderheit in fremden Staaten leben. Deutschland steht, so führte Dr. Meyer aus, an erster Stelle der am Minderheitsproblem interessierten Staaten. Es ist unmöglich, an dieser Frage vorbeizugehen, die für den Frieden in Europa eine so große Bedeutung hat. Poincarè und Mussolini wollen das Minderheiten­problem ableugnen. Dagegen muß sich gerade die Arbeiterschaft wenden, die für den Rechtsgedanken eintritt. Bei der Zusammenarbeit mit dem VDA. sind für die Arbeiterschaft sicherlich Hemmungen ge­fühlsmäßiger Art zu überwinden. Aber in ocr Geschichte der Arbeiterbewegung sind immer wieder solche Hemmungen überwundn worden. Die Treue zum.Volksgedanken ist ohne jeden nationalistischen Einschlag. Sie ist die Solidarität, zu der die Ar­beiterschaft durch ihre Organisation erzogen wor­den ist. Die Ausführungen Dr. Meyers schlossen mit den programmatischen Worten:Unsere Arbeiter­bewegung nimmt an der diesjährigen Tagung des VDA. aktiven Anteil, wie sie gewillt ist, auch sonst die Tätigkeit des VDA. zu fördern. Wir werden uns

MiKiMMchUZUlltz.ündRor- wendigkölt wir anerkennen, positiv wenn auch nicht kritiklos verhalten. Wir werden an ihm auch Kritik üben, wo sich solche als erforderlich erweist. Aber werden sie so über wie an unserer eigenen Bewe­gung u. wie an anderen Einrichtungen, die wir für notwendig und nützlich halten und die wir gründlich würdigen: nämlich positiv mit dem Willen zu för­dern und zu bessern und nicht mit dem Wunsch, zu unterhöhlen und zu zerstreuen. Von dieser Tagung aus entbieten wir allen unseren Volks- und Stan­desgenossen im Auslande unseren Dank, und unser Gelöbnis gelte denen, die in den vom Heimatstaat abgstrennten Landestsilen oft unter schweren Kämp­fen und Gefahren das Gut der überlieferten Sprache und Kultur treu behüten und beschirmen zum Segen aller Menschen deutscher Zunge. Die Frage der Mitarbeit im VDA. ist von jetzt an nicht mehr eine offene Frage, sondern hinein in die Ar- beit, die Hemmungen überwunden, den nötigen Ein­fluß verschafft für das Land und für das Volk, das mit feiner Kritik und mit feinen Fähigkeiten im Geiste der Völkerverständigung am Frieden und an

Ein Arbeitervertreter des S a a r g e b i e t s be­tonte, daß die Saarländer keine Auslanddeutschen seien und es niemals werden wollten. Er schilderte die schwierige politische und soziale Lage des Saar­gebiets, die Knebelung auf der einen und die Ver­lockung auf der andern Seite, den Zwang zur französischen Schule und die sonderbündlerischen Bestrebungen. Als letzter Ausspracheredner beleuch­tete ein Vertreter des Warndt die besonders schwie­rige Lage seiner so überaus gefährdeten Heimat- genossen und schloß mit dem Gelöbnis:Auch wir lassen uns niemals zu Ausländsdeut­schen machen, deutsch bleibt der deutsche Warndt."

In seinem Schlußwort betonte Landesgeschäfts­führer Kaiser die Notwendigkeit der verstärkten Arbeit, wie sie sich als Forderung aus dem Ver­lauf dieser so gelungenen Veranstaltung ergebe. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschland­liedes schloß diese bedeutsame Arbeitertagung. Wenn sie ein so einheitliches Bild und eine so einheitliche Willensbildung zeigte, so ist das nicht zuletzt der mustergültigen und mitreißenden, von nationalem Verantwortungsgefühl getragenen Lei­tung des Führers der Christlichen Gewerkschaften Iakob Kaiser zu danken. Er sagte in seinen ein­leitenden Worten u. a.:Unfreiwilliges und grau­sam erzwungenes Auslanddeutschtum läßt sich nicht trennen vom Schicksal der deutschen Arbeiterschaft. Die Zerreißung der deutschen Wirtschaftsgebiete hat in erster Linie die deutsche Arbeiterschaft be­troffen. Die Arbeiterschaft hat in Deutschland fett Kriegsende ihr politisches Schicksal selbst in die tianb aeuommen. Me hat ihre. Wchle erweitert, ihr abliegt auch eine Weiterung der Pflich­ten. Ebenso wie ihr der soziale Kampf um den Fortschritt der Gesellschaft Pflicht, ist ihr der Kampf um das gemeinsame Volksschicksal wichtig, für Ehre, Freiheit und Würde." Diese Sätze wird jeder unterschreiben können, der guten Willens ist.

Die Vauevntasuns

Unter großem Jud rang, besonders der auslands­deutschen Gruppen der Jungbauernschaft, eröffnete Regierungspräsident a. D. Graf B a u d i s s i n die Bauerntagung. Das bewunderswürdige Festhalten des deutschen Bauers an seiner Scholle, so sagt er, sei trotz der schweren Notlage als ein h o f f n u n g s- volles Vorzeichen aufzufassen, und den Sinn der VDA.-Bauerntagung müsse es sein, insbeson­dere die Iungbauernkraft zu fördern, damit das deutsche Bauerntum in allen Ländern durch ein un­zerreißbares unsichtbares Band verbunden werde.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Gvinnerungsßeier am

Annabers

Dev Aunabevg, das obevschlesiicke Hängematte

Breslau, 25. Alai. Zur Erinnerung an die vor zehn Jahren anläßlich des dritten Polenaufstands erfolgte Erstürmung des Annaberges durch den oberschlesischen Selbstschutz fand am Pfingstmontag am Annâberg eine große Gedenkfeier statt, an der weit über hun­derttausend Personen aus ganz Oberschlesicn teilnahmen. Beben den Selbstschutzforma- kionen, zahlreichen Krieger- und anderen Vereinen war auch die Oppelner Reichswehr- garnison durch eine Ehrenkompagnie und die Schutzpolizei durch eine Ehrenbereitschaft ver­treten.

n Annaverg eine große weoenrse,er Jian, an oer wen uoer yun- ganz Oberschlesicn teilnahmen. Neben den Selbstschuhforma-

ulc ULltll «Htm yu,.« Nachdem sodann der Chor der Karsten- worauf die Führer des ehe- Zentrums-Grube das Annaberg-Lied zum Vortrag General Höfer und von! gebracht hatte, ergriff Generalleutnant Hoefer

Die Pariser Ber keh rsunfa llsta ti k weist für Pfingstmontag 12 Tote und 67 Verletzte auf. Dabei sind nicht die 50 Verletzten ein­gerechnet, die das Opfer eines Zugzusammenstoßes wurden, der sich gestern abend infolge falscher Weichenstellung in einem Pariser Bahnhof ereignete.

*) Näheres siehe im politischen Teil.

die bevusssiandischen Tagungen.

Die Älvbettevtasung.

Deninnerpolitischen" Schwerpunkt des Aache­ner Treffens bildete die Arbeitertagung. Ihr Zweck war, die Gewerkschaften beider Richtungen noch kräftiger für den großen Gedanken des Vereins zu interessieren, um der Grundlage des VDA. die not­wendige umfassende Geschlossenheit zu geben. Nach den Begrüßungsworten des Versammlungsleiters, Geschäftsführers Kaiser nahm das Wort Abgeord­neter Jankowski und wies darauf hin, wie das oberfchlosifche Beispiel s zeigt, daß die Euldeutschung eines Landes die Senkung des Kulturniveaus und der sozialen Lage herbeiführt. Ebenso wie die pol­nischen Gewerkschaften, so sagte der Redner, sich im Dienst ihres Volkstums fühlen, find auch die deut­schen Gewerkschaften Träger des deutschen Kulturge-

Um 12 Uhr wurde die Feier mit einem Fan- sarensignal eröffnet, t maligen Selbstschutzes General Höfer und von Huelsen mit dem Oberpräsidenten, dem Obersten von Jagow und verschiedenen anderen Persönlich­keiten die Front der Reichswehr und der Schutz­polizei, dann an den Angehörigen der gefallenen Selbstschutzkämpfer vorbei'die Front der ehemali­gen Selbstschutzkämpfer abschritten. Hierauf ergriff Divisionspfarrer Meyer (Gleiwitz) das Wort, um dagegen zu protestieren, daß immer wieder von den polnischen Aufständen gesprochen werde. Ec- habe sich bei diesenAufständen" um regelrechte Ueberfälle gehandelt. Der, der sich selbst zu dem Wurm mache, dürfe sich nicht wundern, wenn er zertreten werde, so führte er aus.

Superintendent S chm ula- Beuchen bezeich­nete den Annaberg als das ober­schlesische Langem arck. Der Annaberg sei geweiht als Gedenkstätte deutscher Treue für die Erinnerung kommender Jahrhunderte. Ueber allen Bekenntnissen dieses Tages zum deutschen Volks­tum und zur oberschlesischen Heimat müsse das Bekenntnis zur Gottestreue stehen. Seine Rede klang gleichfalls in die feste Zuversicht einer Wie­dervereinigung mit dem abgetrennten Gebiet Oberschlesiens aus.

das Wort. Neben der oberschlesischen Bevölkerung und ihren Führern begrüßte er ganz besonders die tapferen Kämpfer des Selbstschutzes und die alten Fahnen, sowie die Reichswehr als Hüter des Erbes der alten Armee. In dieser Not- und Trauerzeit sei kein Plätz für rauschende Feste. Die Annaberg-Feier gelte vor allem einer Huldigung für die um Oberschlesien gefallenen Kameraden. Damit sei die Ehrenpflicht verbunden, allen denen zu danken, die vor zehn Jahren unmittelbar und mittelbar beim Selbstschutz mitgewirkt hätten. Der heilige Boden Oberschlesiens sei zu einem Ruhmeszeichen Oberschlesien und den kommenden Geschlechtern zu einem Wahrzeichen geworden. Das verkleinere nicht den Ruhm derjenigen, die löwen- mutig an anderen Stellen gekämpft hätten. Der oberschlesische Selbstschutz habe das Gut opferfreu- diger Hingabe an die deutsche Allgemeinheit in einer Zeit schrecklichen allgemeinen Tiefstandes verkörpert.

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