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Nr. 109

Montag den 11. Mal 1931

Seife k

Dev nette deutsche Letcht- sewkchtsmerstev

Dübbers-Köln

siegt« in Köln nach Punkten über den bisherigen Leichtgewichtsmeister Heinisch-Mühlhausen und er­rang damit den Meistertitel.

w. • MEt der Strahl"

Wie werden die Gewitterwolken erlektrisch geladen? Die ersten Gewitter haben sich eingestellt, denn es ist bereits warm geworden und wie auch der Laie weih, ist offenbar zwischen der Wärme der Luft­temperatur und der Entstehung von Gewittern ein gewisser Zusammenhang vorhanden. Es gibt auch Wintergewitter, aber das sind so seltene Ausnahmen, daß sie nicht, in Betracht gezogen werden können und besonders bei unserer Auseinandersetzung nicht am Platze sind. Früher nahm man an, daß der Blitz ■ durch die Entzündung brennbarer Dünste entsteht. Diese Anschauung stammt von Aristoteles und es galt als unumstößlich richtig bis ins 18. Jahrhun­dert. Wir wissen heute, daß die Blitze elektrische Ent­ladungen sind, die zwischen Wolke und Wolke oder zwischen Wolke und Erde vor sich gehen. Dazu ist es erforderlich, daß die Wolken elektrisch geladen sind. Es fragt sich nun, wie diese Ladung bei Ge­witterwolken vor sich geht. Die Anschauungen darüber sind durchaus nicht einheitlich gewesen, denn es ist ein recht rätselhafter Vorgang, der auch dann noch rätselhaft bleibt, wenn man bereits eine leicht faßliche Erklärung gefunden hat. Die elektrische La­dung hängt mit der Entstehung der Wolken zu­sammen. Die Wolken sind Gebilde aus Wasser-

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dampf. Sie sind also schwerer als die Luft und müß­ten darum als Regen unausgesetzt zur Erde fallen. Trotzdem wissen wir, daß durchaus nicht alle Wol­ken regnen, sondern daß sie meist am Himmel ruhig oder manchmal weniger ruhig dahinziehen. Nun sind die Tropfen, aus denen die Wolken bestehen, meist sehr klein und ihr Wassergehalt sehr gering. Es ist also schon eine geringe hebende Wirkung, die von der Erde ausgeht, imstande, diese Gebilde in der Schwab- zu halten und^dafü^ zu sorgen,. daß ^dw M ,

& i^dlken âMM â ver 4M|Mp I^ vho»» ^1; ~£? der Revolunun hatte der Palast ein trauriges . m kalten Tagen steigt von der Erde so viel war- - -. — - - -

s mere und leichte Luft auf, daß dadurch die Wolken ' in der Schwebe gehalten werden. An warmen Tagen

ist diese aufsteigende Bewegung der warmen Luft­masse sehr groß, und dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, die Wolken elektrisch zu laden. Die

assertropfen haben nämlich die eigenartige Eigen-

schaft in sich, daß sie eine recht kräftige Elektrisierung entfalten, sobald' sie zerrissen werden. Man hat in dieser Hinsicht bei starkem Wassergefälle, ja sogar bei sehr starker Strömung von Wasserleitungen die bemerkenswertesten Fest­stellungen gemacht. Nun wird allmählich klar, warum gerade mit zunehmender Wärme der Lufttemperatur die Anzahl der Gewitter zunimmt, oder wenigstens die richtigen Gewitterperioden erst in der warmen Jahreszeit einsetzen. In dieser Zeit werden nämlich die Luftmassen mit großer Ge­walt in die Höhe gerissen, so daß sie imstande sind, die von chnen getroffenen Regentropfen der Wol­ken zu zerreißen. Es handelt sich aber dabei um Millionen und Abermillionen von einzelnen Vor­gängen innerhalb einer Wolke, und jeder einzelne Vorgang bedeutet aber eine starke elektrische Ladi

___________________ .WM _ „ mng der betroffenen Teilchen, d. h. eine elektrische La­dung der ganzen Wolke. Vorbedingung dazu ist »allerdings ’ das Vorhandensein von Wasserdampf. Darum gibt es an trockenen heißen Tagen keine Wolken und kein Gewitter, obwohl die Luft an diesen Tagen mit großer Gewalt in die Höhe stürmt. Es fehlen aber die Wassertropfen, die da­durch zerrissen und elektrisch geladen werden. Eine Vorbedingung muß also vorhanden sein: es muß „schwül" sein. Aus der Erfahrung weiß jeder Mensch, daß schwüle Luft besonders kennzeichnend für die Nähe von Gewittern ist. Schwüle Luft be­deutet aber solche Luft, die wassergesättigt ist und dadurch es dem heißen -Körper erschwert, die Feuchtigkeit zu verdunsten. Der Mensch hat den Eindruck, es ist schwül und es wird gewittern. Jetzt hat nämlich die warme Luft die Möglichkeit, die kleinen Wassertropfen zu zerreißen und elektrisch zu laden. Aber nicht alle elektrisch geladenen Wolken ergeben ein Gewitter. Dazu ist wieder not­wendig, daß die elektrische Spannung zwischen der Wolke und der Erde oder der Wolke und einer an­deren Wolke groß genug ist, um den Widerstand der Luft zu überwinden. Ist die Spannung nicht so groß, dann kann ein Ausgleich auch aus an­dere Weise erfolgen und zwar durch allmähliches Ausströmen der Elektrizitäten. Unter Umstanden sieht dieses diffuse Ausströmen und dieser allmäh­liche elektrische Ausgleich zwischen zwei Wolken wie Wetterleuchten aus, das meist anderen Ur­

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fprung hat. 5m allgemeinen aber sind alle diese Vorgänge, die die Luftelektrizität und die Gewitter betreffen, recht rätselhaft, denn die Erklärungen sind nur Umwege, die zu einem Verständnis dieser elementaren Gewalten führen sollen.

Das GWsSe und seine Geschichte

Zu der französischen Präsidentenwahl

Von Gaston Dufour.

Der „Kampf ums Elysèe ist in Frankreich aufs heftigste entbrannt, und in kurzer Zeit wird dieser prächtige Palast einen neuen Herrn erhalten, der aus der Wahl zu Versailles als Sieger hervorgehen wird. Das Haus bildet die Sehnsucht aller fran­zösischen Politiker, denn es birgt alle Ehrenstellun­gen, die das französische Volk zu vergeben hat. Seit 200 Jahren ist das Elysèe aufs innigste mit der Geschichte Frankreichs vereinigt, denn es hat die Glanzzeiten des Königstums ebenso gesehen, wie die furchtbaren Schrecken der Revolution, den Auf­stieg Frankreichs zur Weltmacht unter Napoleon I., der das Elysèe besonders geliebt hat, den Staats­streich seines Neffen, und ist schließlich jetzt seit ungefähr 60 Jahren die Residenz des Präsidenten der Republick. Der Palast wurde im Jahre 1718 unter der Regentschaft Phikipps II., des Herzogs von Orleans von dem Grafen Evreaux erbaut, der dazu von dem Herzog angeregt wurde. Graf Henri von Evreaux war nämlich als großer Geiz­hals bekannt und hatte kein eigenes Heim in Paris. Da sagte sich bei ihm der Herzog zu Besuch an, was soviel bedeutete, daß der Gras sich ein Palais erbauen, sollte. Er heiratete nun die Tochter eines sehr reichen Bankiers namens Crozat und gab dem Architekten Molet den Auftrag, ihm ein schönes Haus zu errichten. Es führte zuerst den Namen „Hotel de Evreaux", denn den Namen Elysèe hat es erst viel später erhalten. Seine große Zeit er­lebte das Palais 30 Jahre später, als König Lud­wig XV. es von dem Grafen Evreaux für die Mar­quise von Pompadour kaufte. Er zahlte dafür die Summe von 650 000 Francs. Die Marquise ließ den Palast auf das Prächtigste ausgestalten. Die kost­baren Möbel und Gobelins wurden aus den

Schlössern des Königs von Frankreich hergebracht, denn hier fanden jetzt die zahlreichen galanten Fest­lichkeiten statt, die die damalige unumschränkte Herrscherin von Frankreich ihren Freunden und Günstlingen von Zeit zu Zeit gab. Nach dem Tode der Marquise hinterließ sie das Palais ihrem kö­niglichen Freunde Ludwig XV., der es aber stark vernachlässigte und daraus eine Art Speicher für Eigentümer der Krone machte. Ludwig XV. ging darum auf " das Kaufangebot des Nakiers Nikolas Beaujon gern ein, der es im Jahre 1773 erstand. Es diente ihm 13 Jahre lang zur Wohnung. Als er im Jahre 1786 starb, kaufte Ludwig XVI. den Elysèepalast wieder für die königliche Familie zu­rück, und die Herzogin von Bourbon schlug nun­mehr ihre Wohnung hier auf. Es war jene Zeit, in der man besondere Vorliebe für Schäferspiele und ländliche Sitten hatte, und so stattete die Her­zogin ihren neuen Besitz als eine Art Meierhof aus. Um diese Zeit entstand der Name Elysèe, der also jetzt ungefähr 150 Jahre alt ist. In den Stürmen

Schicksal. Der „Weiler von Chantilly", wie das Volk den Elyfèepalast nannte, wurde zu einem Tanzlokal umgestaltet, und in den herrlichen Gär­ten entstand ein richtiger Rummelplatz, wo sich das Volk an allerlei derben Spielen ergötzte. Das könig­liche Eigentum war Volkseigentum geworden und man legte großen Wert darauf, diese Tatsache durch Umwandlung des königlichen Besitzes in einen Ver­gnügungsplatz zu bekräftigen. Das Gebäude ver­wahrloste und die schönen Parkanlagen wurden züm großen Teil vernichtet. Erst Napoleon I. stellte den 'alten Glanz wieder her. Er ließ das Gebäude in­standsetzen und gab es seinem Schwager Murat und seiner Schwester Karoline zum Wohnsitz. Nun wurden wieder die alten Zeiten der Feste und Lie­besspiele lebendig, denn die Schwestern Napoleons waren dem Flirt nicht abgeneigt. Als Murat König von Neapel wurde, nahm Napoleon den Palast wie­der an sich und verlebte hier mit Josephine Tage großen Glanzes. Mit den nun folgenden Umwäl­zungen, die Frankreich erlebte, wandelte sich auch das Schicksal dieses geschichtlich denkwürdigen Hau­ses noch recht häufig. Als Napoleon abdanken mußte und die französischen Könige zurückkehrten, kurze Zeit, nachdem der gestürzte Kaiser den Elysse­palast verlassen hatte, residierte hier der Herzog von Berry, der zweite Sohn König Karls X. Es schien aber, als ob die Bewohner dieses Palais vom Un­glück verfolgt seien. Napoleon I. hat hier seinen Sturz erlebt, und der Herzog von Berry wurde am 13. Februar 1820 von Louvel ermordet. Unter König Louis Philipp wurde der Palast eine Her­berge für die fürstlichen Gäste des Königs. Als nun Louis Napoleon, der Neffe des Kaisers am 10. Dezember 1848 zum Präsidenten der französi­schen Republik gewählt wurde, machte er das Elysèe zu seinem Wohnsitz. Der Palast mußte in aller Eile General Fleury instand gesetzt werden, da er ich verwahrlost war. Hier spielten sich nun-

von

ziemlich verwahrlost , mehr zahlreiche geschichtliche und denkwürdige Er­eignisse ab. Hier war es, wo der Prinz-Präsident Louis Napoleon den Staatsstreich ins Werk fetzte, durch den er zum Präsidenten auf zehn Jahre und später am 2. Dezember 1852 zum Kaiser der Fran- zosen ernannt wurde. Jetzt siedelte der neue Kaiser Napoleon III. in die Tuilerien über. Für Deutsch­land hat der Elysèepalast auch manche politische Er­innerungen aufzuwersen. Im Jahre 1871, als die deutschen Truppen in Paris einzogen, wurde Ge­neral von Kameke zum Kommandanten von Paris ernannt. In den Tagen vom 1. bis 3. März 1871 war das Elysèe das Hauptquartier des Generals

von Kameke. Die Herrlichkeit der französischen Kaiser war zum zweiten Male vorüber, und damit begann eine neue Glanzzeit für das Elysèe, das unter Napoleon III. hauptsächlich wieder dazu ge­dient hatte, hervorragenden Gästen Unterkunft zu gewähren. Thiers, der Präsident der Republik Frankreich, wählte das Elysèe zu seinem Wohnsitz, und von diesem Augenblick an wurde es zur Ueber­lieferung, daß die Präsidenten der französischen Re­publik hier residieren. Vier Wochen nach der Wahl des neuen Präsidenten verläßt der alte das Haus und der neue zieht ein. 12 Präsidenten haben bis­her darin gewohnt. Thiers wurde am 24. Mai 1873 gestürzt. Sein Nachfolger, Marschall Mac Mahon, nahm am 30. Januar 1879 feine Entlassung. Nun wurde Jules Grevy gewählt, der am 2. Dezember 1887 infolge eines Skandals seines Verwandten Wilson seine Würde niederlegte. Am 3. Dezember 1887 wurde nunmehr Sadi Carnot zum Präsiden­ten gewählt. Er wurde am 25. Juni 1894 in Lyon erdolcht. Sein Nachfolger wurde am 27. Juni Casimir-Perier, der allerdings schon am 16. Ja­nuar 1895 sein Amt wieder niederlegte. Nun wurde Felix Faure Präsident. Er starb am 16. Februar 1899. Ihm folgte Emile Loubet, der bis zum Jahre 1906 Präsident war. Von 1906 bis 1913 hatte die höchste Würde in Frankreich Ar­mand Fallières. Nun wurde Poincarè Präsident, der bei Ausbruch des Weltkrieges eine unheilvolle Rolle spielte. Seine Amtszeit endet im Jahre 1920. Von Januar bis September 1920 hatte Emile Deschanel die höchste Würde inne. Nun wurde Alexandre Millerand Präsident und im Juni 1924 folgte ihm Doumergue.

i^omkovt unterm Polavers

Das von H. Wilkins für ferne Polarexpedition unter dem Eis benutzte Unterseeboot „Nautilius" wird mit einer hochmodernen elektrischen, 6 Tage ohne Neuaufladung ausreichenden Akkumulatoren­batterie ausgerüstet. Von dieser wird ein tw^Polar, eis fast überflüssig anmutender Kühlschrank gespeist, der in der Wärme des Bootsmnern di« Speisen frisch erhalten soll, ferner künstliche Höhensonne zur Erhaltung der Gesundheit der Mannschaft, Venti­latoren, Heizsonnen, elektrische Waschmaschinen und Staubsauger, ein Rundfsunkempfänger und Ofen in der Küche. Die Batterie wird durch eine vom Die­selmotor getriebene Dynamomaschine gespeist.

Renos ScheZduttssvekovds

Die Scheidungsmühlen in Reno, d-em Dorado aller scheidungslustigen amerikanischen Ehepaare, mahlen mit einer Schnelligkeit, die alle Konkurrenz­unternehmungen in anderen Staaten mit liberalem Scheidungsrecht vor Neid erblassen läßt. Mit Hilfe eines Fünfminutenfahrplans und (Einstellung von zwei Richtern wurden • kürzlich als Höchstleistung 50 Scheidungsurteile im Verlaufe von 4 Stunden ausgefertigt, in zwei Tagen insgesamt 133 Ehe­paare gerichtlich geschieden. Ein paar Fälle nahmen etwas mehr, andere etwas weniger Zeit in An­spruch, aber die Rader der Gerichtsmaschine arbei­teten so schnell und zuverlässig, daß stündlich 12 Ur­teile im Durchschnitt ergehen. Angesichts der er- Dtüoieu MMMchrOtest uno dank dem Gesetz, das den Aufenthaltszwang in Reno auf 6 Wochen ermäßigt hat, hofft Nevada, den benachbarten Staa­ten die Lust zu nehmen, mit ihm in Konkurrenz zu treten. Für die Stadt Reno bedeuten diese Ver­hältnisse rasches Aufblühen und wachsenden Wohl­stand. Billig ist das Leben dort freilich nicht, und die Ehescheidungslustigen mußten viel Geld in ihren Beutel tun, um ihr Ziel zu erreichen. Dje Schei­dungskolonisten wenden ihre Aufmerksamkeit zur­zeit vor allem Jack Demsey zu, dem Boxmeister, der für 6 Wochen Aufenthalt genommen hat, um sich von Estelle Taylor scheiden zu lassen. Er hat in einem zweistöckigen Gebäude Quartier bezogen, für das er monatlich 1000 Dollar bezahlen muß.

Dev Ltnslmkskttß im Auto

Ein reicher Pariser hatte kürzlich in Begleitung einer hübschen jungen Frau ein Droschkenauto be­stiegen, um eine Spazierfahrt durch di« Stadt zu machen Im Verlaufe dieser Lustfahrt küßten sich beide ausgiebig; sie hatten aber für ihr Schäfer­stündchen den denkbar schlechtesten Augenblick ge­wählt, denn mitten im Kuß wurde ihr Auto von einem änderen Wagen gerammt. Der zärÄiche Herr ging aus dem Unfall mit erheblichen Verletzungen im Gesicht hervor, während seine Begleiterin einen Nervenchock erlitt. Der kußfreudige Herr klagte ge­gen die beiden an dem Unfall beteiligten Chauffeure aus Schadenersatz mit der Begründung, der Zusam­menstoß sei schuld daran, daß er sich verletzt habe. Das Gutachten des vernommenen Sachverständigen sprach sich dagegen dahin aus, daß die erlittenen Wunden im Gesicht von weiblichen Zähnen ver- ursacht worden seien. Der Verletzte gibt auch die Möglichkeit dieser Erklärung zu, behauptet aber, daß die Bißwunden nur eine unfreiwillige Folge des Zusammenstoßes seien, und erklärt im übrigen, daß ganz abgesehen davon, ein Mann das Recht habe, eine Dame in einer Autodroschke so lauge und so oft zu küssen wie die Partnerin dagegen keinen Einwand erhebe. Die Richter werden nun feststellen müssen, wie, wo und wann sich die Leute küssen dürfen.

Der türkische Minister des Aeußern und der türkische Handelsminister reisen heute abend nach Genf ab, um die Türkei in der Europä­ischen Studienkommis sioF zu vertreten. Der Handelsminister wird außerdem die Türkei im Opiumausschuß vertreten.

Deutschlands neue SchSnhettskdnlgkn

Die Filmschauspielerin Daisy d'Ora (Baronesse Freyberg)

wurde in Berlin zur Schönhsitskönigin „Miß Germany" 1931 gewählt. Daisy d'Ora geht also als Kandidatin zur Wahl der „Miß Europa" nach Paris und zur Miß Universum" nach Golvestan (U. S. A.).

ÄUevler MissenswevteS

Der englische Hofenband-Orden (Order of the Garter) wurde im 14. Jahrhundert von Eduard III. gestiftet. Seine Enstehung geht auf eine Sage zu­rück nach welcher die Geliebte des Königs, die Grä­fin von Salisbury, ihr blaues Strumpfband verlor. Eduard, der es aufhob, versehentlich auch das Kleid der Gräfin ergriff und sie so dem Spott der Höf­linge aussetzte. Um ihn zu beschwichtigen rief er: „Honney soit, qui mal y pense!“ (Schande über den, der Schlechtes dabei oenkt!) Darauf soll er den Orden gestiftet haben. Der Orden besteht aus einem blausamtenen Band, das mit goldener Schnalle unter dem linken Knie befestigt wird und das oben wie­dergegebene Motto trägt, aus einem gleichfarbigen Brustband mit der Figur des Ritters Georg und einem Ordensstern.

Rundsunk-Vvosvamm

Montag, den 11. Mai

5.55: Wettermeldung. Anschließend Morgen­gymnastik. 7.30—9: Bon Bad Wildungen: Konzert des Kurorchesters. 11.50: Schallplattenkonzert. 14: Werbekonzert. 15.20: Vortragszyklus des Frauen- verbandes: „Wie möchte ich meine Erholungsstunde gestalten?", Gespräch. 16.30: Von Köln: Nach­mittagskonzert. 18.10: „Bühnenbildner", Vortrag. 18.30: „Struktur einer deutschen Industrieland­schaft", Vortrag. 19: Englischer Sprachunterricht. 19.25: Hörspiele. 21.55: Reisebuch aus den Oester­reichischen Alpen. 22.35: Tagesnachrichten. 23—24: Tanzmusik.

Amtliche NekanntmachuKse«.

Oberförsterei Molfgang, Post Niederrodenbach

Nutzholzverkaus, Dienstag, den 19. Mai 1931, 9 Uhr, im Gasthaus „Drei Rinder" in Hanau, aus den Förstereien Oberrodenbach, Niederrodenbach, Neuwirtshaus und Lamboybrück.

Aus dem Einschlag 1931

Kiefern: 1862 St. N 2a und b — 1055 fm, 308 St. N 3a bis 5 = 385 fm. 3 i cf) t ep : 551 St. N la bis 3b — 178 fm, Weißtanne und Wey m. Kiefern: 18 St. N 1b bis 3b — 16 fm. Eichen: 9 St. bl 7 — 35fm. Buchen: 83 St. N 3 bis 8 = 118 fm. Hainbuche: 10 St. N 2 bis 4 = 4 fm. Erl e 55 rm Nutzrollen 2. Kl. (1,5 m lang).

SUMSV

„Ja, mein Lieber! Heutzutage bei der Arbests» losigkeit muß man froh fein, wenn man eine sichere Stellung hat!"