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Redout^pißietx,

Allerlei Heiteres aus Wahrheit und Dichtung von großen Ärzten und berühmten Kranken, das man sich wieder einmal auf dem Chirurgenkongretz in Berlin erzählte.

Auf dem Lhirurgenkongreß in Berlin wurde während einer Sitzungspause ein Taschendieb­stahl verübt. Die Aerzte hielten sich gerade am Buffett auf, als der bekannte Kasieler Chirurg Professor Bertelsmann seine Brief­tasche vermißte, Inhalt 4000 Mark. Professor Bertelsmann erklärte später, als er sich von seinem ersten Schreck erholt hatte: „Der Herr Kollege hat mit diesem „Eingriff" mehr ver­dient, als ich mit manchem meiner schweren Fälle . .."

Das erinnert an die kleine Episode, die man sich aus den Anfängen der Karriere des großen Professors Bumm erzählt. Ein An­gehöriger eines bekannten Fürstenhauses litt an an einem Uebel, dem nur durch eine Operation abgeholfen werden konnte. Er ließ Bumm kommen und fragte nach dem Preis, den er für die Operation zu zahlen hätte. „Tausend Mark" — war die Antwort. (Man befand sich noch im tiefen Frieden.)

„Erlauben Sie", erklärte der Fürst — „tau­send Mark für kaum eine Stunde . . . Soviel bekommt ja nicht einmal ein Feldmarschall."

, „Na, Durchlaucht", erwiderte Bumm, „viel­leicht laßen Sie sich dann doch lieber von einem Feldmarschall operieren . . ."

Der berühmte Professor Bergmann war zwar einer der größten Könner in seinem Fach, aber gerade kein Adonis. Eines Tages stellte er seinen Hörern, den Studenten der Universität, in der Klinik eine Frau vor, an der er einen charakteristischen Fall von Skrofu­lose demonstrieren wollte. „Meine Herren", sagte Bergmann, „sehen Sie sich dieses Gesicht an, diese schlafen Züge, diese entzündeten Lid­ränder, diese entsetzlichen Tiefaugen . . ."

„Na", unterbrach hier die Frau die Aus­führungen des Arztes, „Sie sind ja auch nicht gerade der Schönste, Herr Profeßor . . ."

Friedrich der Große war bekanntlich kein Freund der Medizin und ihrer Vertreter Er traf einstmals den Hofarzt des Königs von Hannover und benützte die Gelegenheit, den Arzt zu necken. „Na", fragte Friedrich, „hat Er schon viele Menschen ins Jenseits befördert?" Doch der Arzt erwiderte schlagfertig: „Nicht so- viele wie Eure Majestät, aber natürlich auch nicht mit dem gleichen Ruhm."

gescheut

die Fahrt von anderthalb Stunden _ hatte, um aus einem entfernten Stadtteil zur Sprechstunde Des berühmten Arztes zu kommen. „Was wünschen Sie", fragte Koch und erhielt die Antwort: „Ach, Herr Doktor, meine Groß­mutter ist heute nacht gestorben und da wollte

ich Sie bitten, uns den Totenschein zu unter schreiben.

Schupo zum Fahrer gewendet: „etnb das Ihre Papiere?"

Fahrer, ungerührt: „Na, klar!"

Schupo: „Das Bild sieht Ihnen aber gar nicht ähnlich."

Fahrer, wie oben: „Vielleicht hatte rch mich gerade mal gewaschen."

Fahrgast: „Unsinn, hier die Augen auf dem Bild sind stehend und dunkel. Ihre Augen - laßen Sie mal sehen - sind hell, ganz hell. Und die Nase, na, die Nase auf der Photo­graphie ist ja kerzengerade und Ihre — 2hre ist gebrochen . . ."

Fahrer: „Ja. da ist mir inzwischen ein kleines Maleur passiert — Sie müßen schon entschuldigen . . ."

Fahrgast: „Na und die Ohren, Herr Wacht­meister, sehen Sie sich mal Die abstehenden Ohren von dem Mann an und hier auf dem

Professor Tiersch in Leipzig empfing einmal einen Patienten, der ihn aufgeregt aus­fragte: „Lieber Herr Professor, mein Hausarzt erklärt, ich müßte mich einer Operation unter­ziehen. Geld spielt gar keine Rolle, und des­halb habe ich mir gedacht, ich werde nach Paris fahren — dort soll es ja die berühmtesten Chirurgen geben, nicht wahr? Wen halten Sie denn dort für den tüchtigsten?" ^

„Das dürfte Profeßor Doyen sein", er­widerte Thiersch. „Ach, könnten Sie mir nicht eine Empfehlung mitgeben, lieber Herr Pro- feßar?" „Das wird nicht nötig sein, mein Lieber. Gehen Sie einfach zu Doyen hin und Doyen fragt Sie Dann schon ganz von selbst aus, woher Sie kommen. Sagen Sie dann „aus Leipzig", so erklärt Ihnen Doyen unter Ga­rantie: Sie Idiot. Warum haben Sie sich denn Dann nicht von Thiersch operieren laßen? Auf Wiedersehen, mein Lieber."

Bei einer mündlichen Prüfung stellte H y r t l an einen zitternden Kandidaten die Frage: „Mein Lieber, was wißen Sie über die Funk­tionen der Milz?" Der Kandidat, der noch nie in seinem Leben etwas von diesen Dingen ge­hört hatte, antwortete in der Meinung, er hätte versäumt, sich mit dem Thema zu beschäftigen: „Verzeihen Sie, Herr Profeßor, ich habe es be­stimmt gewußt, aber leider vollkommen ver­geßen . . ."

Darauf legte ihm Hyrtl die Hände auf die Schulter und sprach in ernstem Ton: „Sie Un­glücklicher, Sie sind der einzige Mensch auf der

„Wo der Patient bloß die unsinnig hohen Zucker prozenie her hat?? — Oder sollte ich vielleicht das Glas mit dem Burgunderrest von gestern abend erwischt und untersucht haben??“

die Dame auf, „ich bin eine Gräfin

Das

Der Arzt und sein Kind.

ganzen Welt, der es gewußt hat, und Sie aus­gerechnet mußten es vergessen . . ."

Zu Professor Koch kam eines Tages ein Unbekannter, der wie sich herausstellte, nicht

„Na hören Sie", erklärte Koch daraus er­staunt, „und deswegen machen Sie sich den weiten Weg?"

„Aber Sie find uns doch so empfohlen wor­den, Herr Doktor", war die Antwort.

tut mir aber leid", erwiderte Heim, „dagegen kann ich leider gar nichts machen" — und ver­ließ das Haus auf Nimmerwiedersehen.

Der alte Dr. Heim wurde eines Tages zu einer Gräfin gerufen, die er nach seiner Art anredete: „Na, meine Liebe, wo fehlt es Ihnen denn?" „Erlauben Sie, Herr Doktor", so fuhr

badbh

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Der Zahnarzt auf der Urlaubsreise am Nil: „Hören Sie, der linke Augenzahn ist aber mehr als reif zum plombieren . . .“

Börne behielt selbst aus dem Sterbebett seinen Humor. Der Arzt, der am Morgen seines Todestages einen Besuch bei ihm machte, sagte bedauernd: „Sie husten mit mehr An­strengung, Herr Börne "

„Das wundert mich eigentlich", erwiderte Börne mit matter Stimme, „ich habe es doch die ganze Nacht über geübt. . ."

Bild — glatt anliegend . . ."

Schupo, streng: „Also was ist Ohren?"

Fahrer: „Das kann an der

mit Ihren

Beleuchtung unter uns.

liegen, Herr Wachtmeister. Und tragen Sie jeden Tag die gleichen Ohren?"

Fahrgast: „Die Ohren, mein Lieber, hängen gar nicht von der Beleuchtung ab, laßen Sie

sich das gesagt sein und . . ."

Fahrer: „Na, wenn Sie von einem bestimm­ten Paar Ohren gefahren werden wollen, denn müßen Sie das gleich sagen . . ."

Fahrgast: „Es handelt sich nicht um die Ohren, sondern . . ."

Schupo: „Ja, warum handelt es sich eigent­lich?"

Fahrgast: „Es handelt sich darum, daß der Fahrer dieser Taxe nicht identisch ist mit dem Bild Des Fahrers dieser Taxe auf den Pa­pieren dieser Taxe."

Schupo: „Und was soll ich nun tun?"

Fahrgast: „Das weiß ich nicht."

Schupo: „Und was unterstehen Sie sich dann, mich zu belästigen?"

Fahrgast: „Aber das steht doch hier auf dem Führerschein: „Wenn der Mann auf neben­stehendem amtlich beglaubigtem Photo nicht der Fahrer dieser Taxe ist, dann verständige man einen Sicherheitsbeamten . . ."

Der Schupo fällt in Ohnmacht — die Taxe — die Taxe ist schon längst davongefahren.

We.

Humor des Auslandes.

„Ich möchte um die Hand Ihrer Tochter an­halten."

„Haben Sie Geld, junger Mann?"

„D^ kaufen will ich Ihre Tochter nicht."

(Spare Moments.)

„Hast du die Baronin X. gesehen? Sie er­scheint niemals mehr decolletiert."

„Sie ist eben eine gescheite Frau: drum weiß sie, daß es jetzt endlich Zeit ist, einen Schleier über das Vergangene zu ziehen."

(Town Toptcs.)

Ein großer Seifenfabrikant ließ als Re­klame folgendes Plakat in ganz New York auf­kleben:

„Kaust Smith's Seife!"

Wie erstaunt war er, als nach einigen Tagen genau unter dem (einigen ein neues Plakat prangte mit der Inschrift

„Wenn Ihr Browns Seife nicht kriegen könnt!" (Albany Meßenger.)

Tourist: „Wie viel macht die Taxe für diese Tour?"

Führer: „Drei Francs pro Person. Sie sind zu Viert, also macht es 12 Francs."

Tourist: „Können wir uns aber auch sicher auf Sie verlaßen?"

Führer: „Ganz unbesorgt — übrigens, wenn ja einer abstürzen sollte, beanspruche ich selbstverständlich nur neun Francs."

(31 motto per ridere.)

... zieht uns hinan.

Das ewig Weibliche in den Sprichwörtern der Völker.

, Die F rau und das Maultier sind leichter mit Güte als mit Strenge zu lenken.

(Spanisch.)

Frage deine Frau, aber handle nach deinem Kopf. (Russisch.)

Willst du die Reinheit des Goldes erkennen, lege es aut den Prüfstein — die Kraft des Ochsen, gib ihm zu tragen — den Charakter des Mannes, höre ihn reden, — die Gedanken einer Frau: das wirst du nie können.

Die Frau ist wie das Meer, gehorsam dem, der ihr Trotz bietet, furchtbar dem, der sie fürchtet. (Dänisch.)

Auf seine Frau oder einen Sack voll Mehl losschlagen, kommt auf dasselbe heraus: das Beste geht verloren und das Schlechte bleibt zurück (Französisch.)

Die Frau ist ganz Honig oder ganz Galle; der Honig wandelt sich manchmal in Galle, niemals aber die Galle in Honig

(italienisch.)

Der Mann im Recht.

Handelnde Personen: der Taxichauffeur, der Fahrgast. Der Schupo.

Der Fahrgast lehnt sich aus Dem Fenster einer Autodroschke:

„Herr Schupo, Schupo . . ."

Schupo: „Bitte, was wünschen Sie?"

Fahrgast. öffnet die Wagentür: „Sie sehen

doch auch sofort Den Unterschied? Wie?" Schupo: „Was für einen Unterschied?"

Fahrgast: „Na, den Unterschied da Mundpartie. bei den Augen . .

bei

der

Eine Frau gleicht ihrem Schaffen, fliehst . sie, so folgt sie dir; folgst du ihr, so flieht sie dich. (Indisch.)

Die Zunge der Frau ist ein Degen, der nie zum Kosten kommt. (Chinesisch.)

Verheirate dich mit einer Frau, nicht mit ihrem Gesicht. drisch.)

Zuviel verlangt!

Frau Schari (beim Leien eines Artikels!: .Hier wird iehr interessant auseinandergesetzt daß Witwen Die allerbesten Frauen geben."

Herr Schari: „Aber, Herzchen. Du kannst Dod) nicht verlangen, daß ich mich hinlege und sterbe — und bloß aus dem Grunde, daß Du eine gute Frau wirft?!"

Schupo: partie?"

Fahrgast:

,Welche Äugen, welche

Die Augen und die

Mund-

Mund-

Partie von dem Fahrer und der Photographie hier aut Den Papieren. Das ist nämlich nich' Der Fahrer von der Taxe, oder vielmehr nicht der Mann. Der Die Taxe fahren sollte?"

Schupo: „Wieso nicht?"

Fahrgast: „Ja, das weiß ich auch nicht, aber vergleichen Sie doch bitte einmal selbst." Reicht ihm die Papier:«.

Das Messer.

Ein Barbier hat den Kunden eingeseift und beginnt zu schaben. „Das Meßer kratzt", sagt der Kunde. Darauf der Barbier: „Mal nach­schärfen."

Geht hinter einen Verschlag, trinkt aus der bereitstehenden Flasche einen kräftigen Schluck, scharrt mit dem Fuß und kehrt mit dem un­gewetzten Meßer zu dem Kunden zurück. Fängt wieder an zu schaben.

Der Kunde sagt: „Es kratzt noch immer." „Nochmal nachschärfen", sagt der Barbier.

Geht hinter Den Verschlag, trinkt aus einer bereitstehenden Flasche einen kräftigen Schluck, scharrt mit dem Fuß und beginnt wieder mit dem ungewetzten Meßer zu schaben.

Der Kunde sagt: „Es kratzt leider immer noch etwas." Der Barbier beginnt an feiner Menschenkenntnis im allgemeinen und am Ver­stand des Kunden zu zweifeln, sagt aber ge­duldig: „Das macht nichts, nochmal nach­schärfen."

Geht hinter den Verschlag — siehe oben — nimmt einen kräftigen Schluck aus Der Flasche und fängt auis Neue mit dem ungeschärften Meßer zu schaben an.

Der Kunde schweigt. Der Barbier fragt teilnahmsvoll: „Ist es jetzt gut?" „Aus­gezeichnet" erwidert der Kunde.

Der Barbier hat die Ruhe wiedergewonnen im Vollbesitz seiner Menschenkenntnis. —

Der Kunde war eine Empörernatur. Aber so revolutionär ist kein Mensch, daß er seinen Barbier zum vierten Male mit einem kratzende» Meßer -urücklchickaa würde .. .