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Donnerstag den 30. April 1931

Nr. 100

Golf mit Bombe«

Das seltsamste Attentat eines Eifersüchtigen. Dynamit in Golfkugeln. wie ein großer Un­glück verhütet wurde.

Aus Kalkutta bringen englische Zeitungen eine Nachricht von einem ebeno seltsamen wie furcht­baren Attentat eines Eifersüchtigen, dessen Opfer die bildschöne Jane Roat werden sollte. Das junge Mädchen, die Tochter eines hohen englischen Be­amten, der i nKalkutta Dienst tut, befindet sich erst seit einem halben Jahre in Indien. Aber schon in dieser kurzen Zeit hat es einen Kreis von Verehrern um sich gesammelt, die in ihr nicht nur die Schön­heit, sondern auch die tüchtige Sportlerin schätzten. Sie ist vor allen Dingen eine ebenso leidenschaft­liche wie ausgezeichnete Golfspielerin. Es ist ein offenes Geheimnis, daß sie unter all ihren Ver­ehrern den Leutnant Stuart Mathwes bevorzugt, und die gesellschaftlichen Kreise von Kalkutta er­warteten täglich die Verlobungsanzeige des ebenso schönen wie vornehmen jungen Paares. Vor kur­zer Zeit fiel der schönen Jane das seltsame Aus­sehen zweier Golfbälle auf, die für ihren Gebrauch vorbereitet waren. Sie nahm einen von ihnen in die Hand und fand, daß er ein ungewöhnliches Ge­wicht hatte. Der Bräutigam, der auch die Bälle prüfte, machte den Vorschlag, sie untersuchen zu lassen. Er hatte keinen bestimmten Grund, einen Menschen zu verdächtigen, aber er hatte, wie er nachher erklärte, plötzlich große Sorge um seine Braut, denn er war überzeugt, daß hier irgend etwas vorliege, das nicht mit rechten Dingen zu­ging. Die Untersuchung ergab, daß sein Verdacht begründet war. Es handelte sich um zwei Bomben, die aufs täuschendste den Golfbällen nachgeahmt waren. Beide enthielten beträchtliche Massen von Explosivstoffen. Der geheimnisvolle und unbekannte Attentäter muß sich mit der Anfertigung dieser Bomben große Arbett und Unkosten gemacht haben. Außerdem muß er mit tüchtigen Handwerkern in Verbindung gestanden haben, da nicht anzunehmen ist, daß er allein Bomben in dieser seltsamen Form konstruiert ha. Sie stellen technisch nach Aus­sagen der Sachverständigen eine ganz vorzügliche Arbett dar. Im allgemeinen bestehen die Bomben, mit denen Attentate versucht werden, aus Blech­büchsen, die ganz primitiv zur Bergung von Dyna­mit oder anderen Explosivstoffen verwendet werden, da es ja bei diesen nicht auf Schönheit und beson­dere Form ankommt, sondern nur auf große Wirk­samkeit. Der geheimnisvolle Attentäter gegen die junge Golfspielerin mußte aber feinere Mittel an» wenden, denn er hatte einen raffinierten Plan aus- geklügett, um sein Ziel zu erreichen. Er wollte sein

Opfer

es ist noch unbekannt, wer es sein

sollte beim Spiel treffen. Die Bomben waren nämlich so konstruiert, daß sie bei einem Schlag mit einem Kolben explodieren und auf die Umgebung die verheerendsten Folgen haben mußten. Um jeden Verdacht von vornherein zu vermeiden, mußten die Bomben naturgemäß eine Form haben, die der der Golfkugel täuschend ähnlich war. Es ist nur der großen Aufmerksamkeit der jungen Dame und einem ungewöhnlichen Zufall zu verdanken, daß die Ab­sichten des Attentäters vereitelt wurden. In dem Golfhause wußte niemand, wie diese gefährlichen Bälle eingeschmuggelt worden waren. Dadurch wird

rate veröffentlicht, in denen von der Kriminal­polizei der Anfertiger dieser eigenartigen Bälle

Meldung ersucht wurde, da man immerhin nehmen konnte, daß er im fremden Auftrag handelt und nicht gewußt hatte, was damit zweckt wurde. Der Auftrag hatte aber keinen

um an- ge- be- Er-

folg. Alle Bekannten der jungen Dame wurden nunmehr vernommen, aber es ist durchaus noch nicht gewiß, ob wirklich ein Eifersuchtsattentat vor­liegt, wie der Bräutigam annimmt. Es besteht die Möglichkett, daß die Bomben ganz anderen Per- fönlichkeiten zugedacht worden waren. In dem ge­sellschaftlichen Kreise, gegen den die Untersuchung durchgeführt wurde, ist niemand der Tat dringend verdächtigt, so daß man die Lösung des Rätsels nur durch einen Zufall erhoffen kann. Es ist jedenfalls das erste Mal, daß auf diese sonderbare Weise der Versuch gemacht wird, ein Attentat gegen einen Menschen auszuüben, und zwar von einem sehr klugen Verbrecher, der alle feine Spuren gut zu verwischen verstand.

Gl« BevmSsen fuv die SluMn-uns einer halben Bmhsette

In den Vereinigten Staaten sind Lotterien, wie überhaupt alle Arten Glückspiele, verboten. Dadurch hat sich aber ein origineller Kauz im Staate Ohio nicht abhalten lassen, in seinem Testament eine Be­stimmung aufzunehmen, die sich von einem Lotterie­spiel nicht viel unterscheidet. Der Erblasser ist ein bekannter Augenarzt und Bücherfreund, Dr. Char­les Gallagah. In seinem Testament wird nun ein Legat von 15 000 Dollars für den Glücklichen aus­gesetzt, dem es gelingt, eine halbe Seite eines Bu­ches zur Stelle zu bringen, die ein Unbekannter vor Jahren in aller Heimlichkett aus einem Band der Bibliothek des Augenar, stes herausgerissen hatte. Der ausgesetzte Betrag wurde zusammen mit dem in Betracht kommenden Bande bei einem No­tar hinterlegt. Die seltsame Prämie ist indessen be- friftet; wenn sich nämlich bis zum Jahre 1940 kein Finder vorstellt, so sollen die 15 000 Dollars einer Augenklinik zufallen.

was kostet das Leben aus dev Gönne?

von der Erde bis zur

Wenn es möglich wäre, mit einem Luftfahr­zeug, das in jeder Stunde 16 000 Kilometer zurück­legen würde, einen Ausflug von der Erde bis zur Sonne zu machen, so würde jede Minute, die der Erdenbewohner auf der Sonne zubrächte, die runde Summe von 50 Millionen Dollars kosten. Dies

würde nach der Berechnung, die vor kurzem Prof. John Stuart von der Princetown Universität in Amerika aufgestellt hat, folgendermaßen Zusammen­hängen. Wollte man diese abenteuerliche Reise unternehmen und in dem obengenannten Tempo der Sonne entgegenfliegen, so würde man schon innerhalb dreier Minuten die die Erde umgebende Atmosphäre erreicht haben. Schon nach einem Tage würde das Flugzeug die Bahn des Mondes kreuzen, nach dreieinhalb Monaten die Bahn der Venus und viereinhalb Monate später die Bahn to Planeten Merkur. Würde die Fahrt im glei-

Die größte Talspevee des -Kontinents wirb an der Saale gebaut

HMWW â-â. -^

Der jetzige Bauzustand der großen Saale-Talsperre

Mit Riesenschritten geht die ungeheure Bleiloch-Talsperre an der Saale ihrer Vollendung ent­gegen. An der Stelle, wo die giganttsche Sperrmauer emporwachsen wird, befindet sich jetzt eine auf 9 Pfeilern ruhende, über 65 Meter hohe Werkbrücke, die sich über die ganze Breite des Tals spannt. Sie wird zur Erbauung der Sperrmauer gebraucht.

Ginwettsomiiee für Rateienß-vschung" in Berlin

Zusammenarbeit von Deutschland und Amerika.

Die jüngsten großen Erfolge deutscher Raketen­forscher £üling, Poggensee, Dr. Heyland u. a. waren die Veranlassung zu einer kommenden großen Organisation, die dem Ausbau der Raketen­forschung im größten Maßstabe zum Zwecke hat. Es soll auf Anregung des augenbliMch in Berlin weilenden Mzepräsidenteti derAmerian Jnter- planetary Society" G. E. Pendray in Verbindung mit dem deutschenVerein für Raumschiffahrt" ein Weltkomitee für Raketensorschung" begründet werden. Die Leitung des Centralbüros für Ra- UklWWWWW''" Societe d'Ästronautique", die sich gleichfalls mit der Konstruktton der Weltraumrakete befaßt, ohne allerdings bisher greifbare Erfolge erzielt zu ha­ben, hat bereits ihr Einverständnis zu einer inter­nationalen Zusammenarbeit auf diesem zukunfts­reichen Gebiete der modernen Technik erklärt. Da­mit tritt die Raketenforschung in ein neues Stadium.

Der Arbettsplan bezweckt eine Zusammenfassung aller auf diesem Gebiete tätigen Kräfte. Die Ra­ketenforschung kann sich in Deutschland nicht gerade einer besonderen Förderung durch amtliche und zu­ständige Stellen erfreuen." Es ist der bekannte Standpunkt des Mwartens und Zweifels, den wir aus der Geschichte der Zeppeline kennen. Aus die­sem Grunde sind auch die Mittel, die den Bahn- brechern der Rakete in Deutschland zur Verfügung stehen, sehr beschränkt, und jede der großen Fort­schritte ist nur unter allergrößten Anstrengungen möglich gewesen. DieAmerican Jnterplanetary Society" befindet sich in dieser Beziehung in einer angenehmeren Lage. Darum ist die internationale Organisierung der Raketenforschung für ihre zu­künftige Entwickelung von größter Bedeutting. Ein gemeinsamer Arbeitsplan wird dafür sorgen, daß Doppelarbeiten in den verschiedenen Lagern der Raketenbauer nicht mchr gemacht werden. Man hat sich schon jetzt darüber geeinigt, daß bestimmte Ar­beiten den verschiedenen Büros zugcwissen werden. Newyork wird alle Experimente erledigen, für die besonders große Aufwendungen erforderlich sind, die in Deutschland nicht gemacht werden können, da die Mittel hierfür nicht, vorhanden sind. Durch diese internationale Zuscunmenarbett, an der sich unter Umständen auch Rußland beteiligen will, wird die Bearbeitung aller wichtigen Probleme mit größter Beschleunigung und entsprechenden Kräften vorge-

chen raschen Tempo weitergehen, so käme man nach weiteren viereinhalb Monaten ins Bereich der äußersten Hülle der Sonne, der Korona, und nur in einer Stunde hätte man die darauffolgende Schicht, die Chromosphäre, durchfaust. In vier Se­kunden wäre die Zwischenschicht und wiederum in vier Sekunden dann die den Sonnenkern umschlie­ßende Photosphäre durchflogen, worauf in wei­teren 22 Stunden der Sonnenkern erreicht wäre. Um nur einen Raum von zehn Kubikfuß im Erden­flugzeug, das auf der Sonne landete, bewohnen zu können, müßten ständig Kältemaschinen von 60 000 Kilowatt in Tätigkeit fein; käme man aber dann an den SonnenkerN heran, so könnte die ungeheure Hitze, die dort herrscht, nur dyrch Kühlmaschinen bekämpft werden, die jene 60 000 Kilowatt mit 4000 Trillionen multiplizierten. Selbst wenn die Kosten der elektrischen Kraft billionenmal billiger wären, als sie gegenwärtig sind, würde doch jede Lebens­minute der Erdenmenschen auf der Sonne fünfzig Millionen Dollars kosten.

Oie âonsuhv, er« sechster Ginn

Diele Menschen besitzen die Fähigkeit zu jeder vorher bestimmten Stunde freiwillig aus dem Schlafe zu erwachen. Es sind das die Leute, von denen man sagt, daß sie die Uhr im Kopfe haben.

nommen werden können. Allen Zweifeln gegenüber sind die Fachleute der Ueberzeugung, daß der Ra­kete die Zukunft gehört und ihre Entwicklung dar­um als eine Angelegenheit von größter internatio­naler Bedeutung zu betrachten ist. Die letzten großen Erfolge Tilings, dessen Rakete vollkommen den Erwartungen entsprachen, die bei ihrem Bau an sie geknüpft worden sind, haben diese Hoffnun­gen der Raketenbauer noch verstärkt.

Die ersten Flugzeuge, die in die Lüfte stiegen, waren technisch sicherlich nicht so vervollkommnet, einem bedeutungsvollen Verkehrsmittel geworden ist, so wird auch die Rakete in absehbarer Zeit imstande sein, in den Dienst der Menschheit gestellt zu wer­den. Die Vervollkommnungen, die dazu notwendig sind, durchzuführen, bleibt dem neuzugründenden Komitee für Raketenbau vorbehalten. Wie die heu­tigen Flugzeuge mit den ersten primitiven Appa­raten nur noch geringe Aehnlichkeit aufweisen, o wird vielleicht auch schon in kurzer Zeit die Rakete, die zum ersten Male nach Amerika faust und Post, ja vielleicht sogar schon Menschen mit sich führen wird, ein vervollkommnete Art der heutigen Ver­suchsgeschosse sein. Das gemeinsame internationale Büro für Raketenforschung in Berlin soll von den drei Organisationen, der deutschen, der amerikanischen und französischen, unterhalten werden.

Die Bedeutung dieses künftigenWeltkomitees für Raketenforchung" ist in technifch-wienschaftlicher und auch in politischer Beziehung ungewöhnlich. Die Arbeit wird dadurch rationalisiert. Jeder Abtei­lung wird ihr besonderes Tätigkeitsfeld vorbehalten bleiben, so daß die einzelnen Gebiete der Raketen­forschung eine viel intensivere Bearbeitung erfahren werden, als bisher, zumal auch Mangel an Mitteln nicht mehr hinderlich sein wird. Aus diesen Einzel- arbeiten wird sich dann eine ersprießliche Zuammen- arbeit zur Förderung des Ganzen ergeben. Der Wettstreit der Völker aus technischem Gebiete ist wohl anregend und förderlich, aber das friedliche Zusammenwirken zu einem großen Ziele, das für alle Völker die gleiche Bedeutung hat, ist sicherlich geeignet; die freundschaftliche Beziehung der Völker zueinander zu stärken und ihren gegen­seitigen Wert kennen zu lernen. Aus wissenschaft­lichen, wirtschaftlichen und politischen Gründen ist darum dieser erste große geistige Zusammenschluß zu begrüßen.

Ihre Zahl ist durchaus nicht klein. Es handelt sich dabei um ein Lebensproblem, mit dessen Studium sich neuerdings in Amerika drei Gelehrte experi­mentell befaßt haben. Sie wähllen zu ihren Beob­achtungen 200 Studenten beiderlei Geschlechts im Alter von 20 bis 30 Jahren. Von diesen Versuchs­personen versicherten 60 Prozent, daß sie zu jeder Zeit, ohne geweckt zu werden aufwachen. Ein Prüf­ling erklärte sogar, daß er alle, zwei Stunden, auf die Minute, erwache, um seine Medizin einzu­nehmen, und das, obgleich er sich eines außerordent­lich festen Schlafes rühmen könne. Man konnte ferner, den Fall eines anderen Mannes feststellen, der, wenn er nachts zu irgendeiner Stunde geweckt und nach der Zeit gefragt wird, auf der Stelle, ohne auf die Uhr zu sehen, die Frage korrekt beantworten kann.Wo ist der Sitz dieses Zeitsinns zusuchen? Und handelt es sich dabei in der Tat um einen eigenen Sinn?", fragte Dr. Roland Kingman im Anschluß an diese Untersuchung.Die Tatsache, daß wir bis heute nur fünf Sinne anerkennen, wider­spricht durchaus nicht der Möglichkeit, daß wir im Besitz noch anderer Sinne sind, von denen wir, wenn auch unbewußt, Gebrauch machen. Es sammt den Psychologen heute mehr und mehr zum Be­wußtsein, daß der menschliche Körper außer den traditionellen fünf noch andere Sinne beherbergt. Die geheimnisvolle Kopfuhr ist nur einer von diesen Sinnen."

Paris führt eine Sommersaison für Theater ein

Der Unterstaatssekretär im französischen Kultus­ministerium hat dieser Tage Theaterdirektoren, Au- toren und Konzertveranstalter eingeladen, um über die Sommersaison zu sprechen. Die Versammlung beschloß, alljährlich einePariser Season" ins Le­ben zu rufen. Die Theaterdirektoren werden dem. nächst mit dem ausführlichen Programm der Vor- stellungen, die in diesem Jahre in den Monaten Mai und Juni veranstaltet werden, hervortrcten. Man will diese Programme möglichst weit vertret ten, um den Kreisen der ausländischen Besucher der Pariser Kolonialausstellung für die Pariser Som. mersaison der Theater und Musikgesellschaften zu werben.

Radio als Kriegswaffe?

Die Kurzwellen nehmen in der Radiotechnik eint besonders wichtige Stellung ein. Aber gerade die Kurzwellen können sehr leicht zu einer eigenartigen Gefahrenquelle werden. Wenn beipielsweise ein ®e, schütz mit elektrischer Zündung, das mit dem Grb boden nicht leitend verbunden ist, von Kurzwellen getroffen wird, kann der metallene Teil des @e. schützkörpers gewissermaßen als Empfänger wirten. Dadurch würde mittelbar eine unbeabsichtigte Zündung ausgelöst werden. In ähnlicher Wetz könnten durch Kurzwellen auch Explosionen in Bèn- zinlagern u. ä. hervorgerufen werden. Es märt denkbar, daß man diese Erscheinungen der bemühen Lenkung des Menschen unterwirft, umso eine neue und furchtbare Kriegswaffe zu schaffen.

Bon dev ârnobübne.

Modernes Theater.Die Försterchristel". $« Geschichte vom Mädel aus dem Wiener Wald uni seine Liebe zum Kaiser, dies bittersüße March» aus alter Zeit, wird nun im Tonfilm wieder leben- big. Der Regisseur Zolnik, der ja schon einmal de«, Stoff verfilmt hat in stummer Fassung fernst den Geschmack des Publikums und verläßt sich als ihn. Manchmal ein bißchen zu sehr, so wenn er uns einen Mozart präsentiert, der seine Amouren er­ledigt, wie ein Kavatter an der Tankstelle. Wer sonst ist ein flotter Ton getroffen und das Senti­mentale wird glücklich zurückgehalten. Paul Richter gibt einen männlichen und sympathischen Kaiser und Irene Eringer blitzt mit ihren Schelmenauge« wieder ganz lebendig. Ihre Stimme ist sehr schön, kommt nur nicht immer klar aus der Apparatur Nebenrollen sind famos besetzt. Im Beiprogramm läuft neben der interessanten Wochenschau wieder ein Micky-Maus-Film. Die originellen Einfälle uni kühnen Zeichnungen sind ganz reizend.

Eenlralkhealer. Charlie Chaplin bildet nicht erst seit heute und gestern ein Kapitel für sich, das mm immer wieder gern aufschlägt und schmunzeln! darin herumblättert. Dabei muß man sich aber not gedrungen damit abfinden, daß die Wiege Chaplins in Amerika stand und feine Filme zunächst ledig­lich ganz auf den amerikanischen Geschmack einge stellt waren. Schließlich vergißt man aber über die große Gestaltungskunst Chaplins alles allzi amerikanische Drum und Dran und sieht nur ihn So ist es auch in dem episodenhaften stummen Film CharliesDer Unglücksrabe", der immer wie- der wahre Lachstürme hervorzaubert. Der zwei«

sehr zu seinem Vorteil von dem ublich^n MML der landläufigen Ton- und Sprechsilme ab, unter die man ihn seinem Titel nach leicht geneigt i einzugliedern. Zwar dreht sich seine ganze Hand­lung auch um Liebe und Ehre, aber es fehlt dm aufnahmetechnisch und darstellerisch sehr gute Film das gewohntehappy end". Hans Stüwe i der Hauptrolle ist ganz hervorragend. Das Milin des rumänischen Herren- und Landlebens sehr gi festgehalten.

Beverne. Bevfannnlunse«.

60/94. Morgen Freitag abend 9 Uhr SpW' sitzung aller affinen Mannschaften im Eigenheit Am kommenden Samstag findet nach dem Bezirk pokalspiel um 8 Uhr abends unser 1. Elternabend i« Jugend imRiesen", Krämerstraße, statt, wozu « die Eltern unserer Jugendlichen und alle MiW der des Vereins hiermit einladen. ®

Marine- u. Kolonialtr.-Verein. An den W abend 8 Uhr in derCentralhalle" stattfindend!' Vortrag über U-Boote werden die Mitglieder wie Jugendgruppe nochmals erinnert: Montags Mai, Monasversammlung Rest. Reiß.

Verein ehem. 6er Ulanen Lützow Hanau. M gen (Freitag, 1. Mai), abend s 8.30 Uhr Monats sammlung. Die Kameraden wollen in Anbei« -der wichtigen Tagesordnung recht zahlreich " pünktlich erscheinen. *

Gesangverein der Marienkirche. In der heutig Chorstunde, 8.15 Uhr, muß alles erscheinen » Pfingstvorbereitungen und Festlegung des R fluges. *

Ev. Kasino, Gesangsabteilung. Heute abend Uhr Vorstandssitzung. ^9 Uhr Singstunde. ® Sänger müssen erscheinen.

Sport- u. Spielvereinigung 04 (Fußball-AW Samstag nachmittag Spiel der 1. und 2. MannW gegen Langendiebach. Freitag 8.30 Uhr SpieA sitzung.

Hanauer RuderklubHasfia". Zum Lauftta«! wollen sich heute abend um 6 Uhr im Bootsy folgende Herren einfinden: Hbfemann, Mittel-'' Pohl, Petrausch, Heck, Kraft, Daube, Krebs, WM Ramb. J SchützenklubFreigericht". Freitag, 1-,^ abends %8 Uhr Uebungsschießen. AnschbE Monatsversammlung.

Städtische Bekantttmachunse».

Bekanntmachung

Die Stundenpläne der Kaufmännischen »nd Gewerblichen Berufsschule sind durch Anschlag8 Schwarzen Brett der Anstalten bekannt gegeben j

Hanau, 24. April 1931.

Der Magistrat: J. A.: Dr. Rehm

Unserer heutigen Auflage liegt ein Prospekt Firma C. LA, Brenninkmeyer, Berlin « Frankfurt a. M., Zeil 48, bei, auf die wir fehlend Hinweisen.