K«. HS
General Anzeiger für
Montag den
arschatst täglich mit AuSnahm« ber Sonn- und Feiertage. / LezugSpreiS: Für den halben Monat XR.1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitags, SamStag 12 R-pfg. / Anzeigenpreise- Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 5 R-Pfg.. im ReNameteil wnMmni Breite 25 R-Pfg. z Offertengebühr so R-Pfg.
fetufjft ^fottyitS-fffcw
Die angekündigte Unterredung der sozialdemokratischen Führer mit dem Reichskanzler wird voraussichtlich am Mittwoch, 29. April stattfinden und sich auf die Gesamtheit der aktuellen politischen Fragen erstrecken, also außer der Zoll- und Preispolitik vor allem auch auf die Absichten der Reichsregierung auf sozialpolitischem und finanzpolitischem Gebiete und wahrscheinlich auch auf die schwebenden Probleme der deutschen Außenpolitik.
Die Münchener Polizeidirektion hat die von der K. P. D. und ihren Hilfsorganisationen in München für den 1. Mai geplanten Demonstrationen und Kundgebungen unter freiem Himmel sowie sämtliche an. diesem
in München f Semon ft rat
Tage in geschlossenen Räumen angekündigten Versammlungen oerbote n^
Aus Pforzheim wird gemeldet: Ms heute früh ein Büroangestellter der Bijouteriefirma Arthur Mezler die Geschäftsräume öffnete, fand er Frau und Kind des Firmeninhabers tot am Boden liegend. Es wird vermutet, daß sie sich mit Cyan kalt vergiftet halben. Der Grund für die Tat ist unbekannt. Der Ehemann konnte noch nicht verhört werden, da er nicht aufzufinden ist.
Der Christlich-Soziale Parteitag Oesterreichs, der gestern in Klagenfurt abge- halten wurde, hat den Heeresminister Va u g o i n einstimmig zum Partei-Obmann wieoerge- wählt.
Der polnische Vorstoß gegen Danzig auf polizeiliche und vielleicht auch gerichtliche Einflußnahme ist, wie die Blätter erfahren, von dem Völkerbündskommiffar Gravina abgelehnt worden. Ob Polen nun einen Antrag an den Böl- ridiicL ist zweiielbait. Jedenfalls lieat ein
auch 'auf der Tagesordnung der nächsten Ratstagung nicht vorgesehen. *
* Tardieu verherrlichte in Nantes den Geist Clemenceaus, bekämpfte den „Saboteur" Briand und trat für die Unantastbarkeit des Versailler Vertrages ein, *
Die englische Antwort auf die französische Note in der Flottenfrage ist gestern dem französischen Botschafter in London überreicht worden und wird heute in Paris erwartet. — Der Außenpolitiker des „Matin" will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß die englische Antwortnote nicht günstig ausgefallen sei. * .
Die italienische Antwort auf die französischen Vorschläge zur Abänderung der Flottenverständigung von Rom wird, wie der römische Korrespondent des „Carriere della Sera mitteilt, noch einige Tage auf sich warten lassen. Die englische Antwort, die in Abschrift her, italienischen Regierung zugestellt wurde, werde in Rom als negativ in dem Sinne betrachtet werden, daß d i e neuen Vorschläge Frankreichs nicht angenommen werden.
Herriot wurde bei der durch seinen Rücktritt notwendig gewordenen Neuwahl erneut Bürgern: ei st er von Lyon gewählt, die drei Adjunkten des Bürgermeisters, die gewählt wurden, sind sämtlich Radikale.
zum Auch heute
Mi-
Bei dem Besuch des spanischen visterpräsidenten in Barcelona hat sich ein Zwischenfall ereignet. Ein junger Deutscher griff, als das Auto des Ministerpräsidenten vorüberfahren wollte, an die Hosentasche, um sich vor Diebstahl zu schützen. Umstehende glaubten aber, daß er einen Revolver ziehen wollte, und sie schlugen deshalb auf den jungen Deutschen ein. Auf der Polizei stellte sich heraus, daß der junge Mann gar keinen Revolver bet sich trug, worauf er wieder steigelassen wurde.
Mit der Regierungsbildung in Vul- Marien wurde der frühere Ministerpräsident San soff beauftragt. Auch Zankoff ist jetzt aus Schwierigkeiten gestoßen, die darauf zuruckzufuhren sind, daß der Führer der demokratischen Partei, Malinaff, der den Auftrag zur Kabinettsbildung in die Hand des Königs zurückgegeben hatte, sich mei- Lert, Zankoff zu unterstützen.
♦
Das „Journal des Döbats" veröffentlicht eine Agenturmeldung aus Tirana, die berichtet, die albanische' Regierung verhandle augenblicklich mit dem diplomatischen Vertreter Italiens über die Auftrag sertel- lung für einen Panzerkreuzer. Dieser soll die erste Einheit der albanischen Kriegsflotte bilden. Man rechnet mit der Bestellung weiterer Kriegsschiffe für die neue albanische Flotte.
♦
Jack Diamond, der berüchtigte Newyorker Vandenführer, der erst am 22. April gegen eine Kaution von 25 000 Dollar aus dem Gefängnis entlassen wurde, ist in einer Land-schenke ange- schössen und schwer verletzt worden.
*1 Näheres siehe tat politischen Teil.
nzeigev
Vauau CStabt und Land
@rfüfiung*rt und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldete« Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Sezieher keinen Anspruch ans Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des LezugSpreiseS. / Fürplahvorschrifi u. ErscheinungStage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.>Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956,3951,3958
2g. Avril
1931
Dietrich zum Mittelstand
Bildung von Kapital, steuerliche Schonung, Einschränkung der Ssfentlichsn Wirtschaft
Be rlin, 26. April. Das Berliner Kartell des selbständigen Mittelstandes stattete einen Vortragszyklus, bei dem alle bürgerlichen Parteien Gelegenheit haben, ihr Programm zur Erhaltung des selbständigen Mittelstandes zu entwickeln. Heute sprach neben den preußischen Landtagsabgeordneten Bayer (DVP.) und kniest (D. Slaaksp.) Reichsfinanzminister Dietrich.
In seiner Rede führte er etwa folgendes aus: Den Tiefpunkt der Entwicklung haben wir insofern überwunden, als die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen ist. Wenn es nicht gelungen ist, überall eine Senkung der Real st euern durchzuführen, so deswegen, weil der Reichsrat dis ursprünglichen Vorschläge der Regierung geändert hat, aber ein Stillstand ist wenigstens fast allgemein erreicht. Der Abbau der Bauwirtschaft war notwendig, weil wir im Begriff waren und es vielfach sogar schon getan hatten, Wohnungen zu bauen, die den Minderbemittelten nichts nützten, weil sie diese nicht bezahlen konnten.
Die Staatswirlschast muß wieder der Privat- roittfefjaff Platz machen,
und nur die Kleinwohnungen dürfen noch mit öffentlichen Mitteln gebaut werden. Ueber diese Dinge ist man innerhalb der Staatspartei einer Meinung, wenn man sich auch darüber keinem Zweifel hinâ, daß durch die momentane Einschränkung des öffentlichen Bauwesens die Wiedermgangsetzung der Wirtschaft gehemmt ist. Aber noch verfehlter wäre es, aus diesem Grunde die alten Fehler fortzusetzen. Das erste, was unbedingt im Interesse des gewerblichen Mittelstandes notwendig ist, ist die Bildung von Kapital und damit die Verbilligung der Zinsen.
ismna
veran-
Mögenssteuer freigeftellt worden sind. In der Linie dieser Politik ergibt sich die weitere Forderung, daß die Staats- und Gemeindewirtschast eingeschränkt wird.
Der Redner legte an Hand von Zahlen dar, daß die öffentlichen Ausgaben in Deutschland in der Vorkriegszeit etwa 7 Milliarden Mark betrugen und sich jetzt auf 18 Milliarden RM belaufen.
Die Sparsamkeitsaktion ist eingeleitet. Das Reich hat an seinem eigenen Etat mehr als 10 Prozent gespart. Und eben sind wir im Begriff, eine neue Aktion auf diesem Gebiete durchzuführen. Wir hoffen, daß unser Beispiel in den Ländern und den Gemeinden Nachahmung findet.
Von der Lösung dieser großen Probleme der Kapitalbildung, der Steuerbelastung, der Einschränkung der öffentlichen Wirtschaft hängt das Wohl und Wehe des Bürgertums ab, und die inneren Streitigkeiten, die das Bürgertum zerrissen, in Parteien aufgelöst und so machtlos gemacht haben, stellen untergeordnetes Gezänk und Dinge zweiter und dritter Ordnung dar.
Daraus muß das Bürgertum die Konsequenzen ziehen. Ich will nicht verhehlen, daß alle meine Darlegungen gesehen werden müssen im Zusammenhang mit der großen Frage: Wie wird sich das Reparationsproblem entwickeln! Iunb lü[ch? Wenn, die deutsche Ägpitelbilbr—
Tardieu bekämpft Briand
Paris, 26. April. In dem Gymnasium von Nantes, das George Clemenceau besuchte, hat einer seiner Bewunderer und Mitarbeiter, der früher« Ministerpräsident und jetzige Ackerbauminister Andrè Tardieu, am Sonntag eine Gedenktafel enchüllt und eine Verherrlichungsrede gehalten. Die großen Zeitungen sprechen Tardieu für seine Leistung rückhaltlose Anerkennung aus. Die Rede war von Clemenceaus Geist erfüllt, ganz daraus eingestellt, di« Unversöhnlichkeit des eigentlichen Schöpfers der Verträge von Versailles, St. Germain und Trianon al» unvergängliches Beispiel zur Anfeuerung für französische Staatsmänner hinzustellen. Die Rede Tar» dieus richtete sich unverholen gegen die Bestrebungen Brianos, der von dem sterbenden Clemenceau mit dem Namen „Vernichter des Sieges" bezeichnet wurde. Nach der Rede des Staatspräsidenten Doumergue in Nizza ist Tardieus Erklärung? „Wir haben es nicht verstanden, den größten Sieg, den Frankreich jemals errungen hat, auszunützen und vor der Zersplitterung zu schützen", der schärfste Vorstoß gegen den Außenminister. Sprach Doumergue als ein am Ende seiner Amtszeit stehender Präsident der Republik, so nahm Tardieu in dem Augenblick gegen Briand Stellung, wo die französische Außenpolitik vor Entscheidungen von großer Tragweite steht. Tardieu richtete gegen die „Politik der Sabotage des Sieges" den Bannstrahl und gab damit zu verstehen, daß er sich als den kommenden Außenminister betrachtet, der die Rückkehr zum Geist Clemenceaus für einen Segen hält. Aus diesem Grunde ist die Sonntagsrede des Ackerbauministers eine aus dem Rahmen einer Zeremonie fallende, die Entwicklungskurve der französischen Außenpolitik scharf beleuchtende Kundgebung.
Was hat Briand nach der Meinung Tardieus getan? Er trug nicht zur Konsolidierung des Friedens«
er Repa
rattonen den Bedarf des Inlandes zu decken, dann
.... , „ „ ..... „ ., ,. raitonen oen toeoarr oes ynianoes zu oenen, oann
etn und fuhrt aus: Der westeuropäische Kapitalis- fft öie erste Voraussetzung zu einer wirklichen Ge- MUS kann sich gegen den Bolschewismus nicht da- - * • ~ 0 - -
durch halten, daß er ständig größere Kapitalkonzen-
trationen schafft, sondern nur dann, wenn neben dem Großkapital eine breite Mitte mitlerer und kleinerer Existenzen erhalten und wiedergeschaffen wird, die, gestützt auf ein mehr oder weniger beträchtliches Vermögen ausschlaggebender Faktor im Kampfe gegen die Bolschewisierung ist. Aus diesem Gedanken heraus muß die Forderung erhoben werden, daß der Mittelstand und sein Besitz steuerlich geschont wird. Dazu ist der erste Schritt getan, indem Vermögen bis zu 20 000 RM von der Ver-
nesung die Neuordiruug der Reparationsleistungen.
Nach den mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Ministers forderte Landtagsabgeordneter Bayer eine Reform der Arbeitslosenversicherung unter völliger Ausschaltung der Saisonarbeiter, Erhaltung der Ersatzkrankenkassen und der Meisterlehre.
Landtagsabgeordneter K n i e st wandte sich gegen die finanzielle Hilfe für die Landwirtschaft, die nur der Mittelstand aufzubringen habe und wofür keine Rechtfertigung bestehe.
Der svanzdftsche Gegeuplan
zur deutsch-österreichischen Zollunion
Paris, 27. April. Der „Pellt Parisien" entwickelt die Grundlinien des französischen Aktionsplanes zur deutsch-österreichischen Zollunions-Initiative. Es sei notwendig, so schreibt das Blatt, daß am 15. und 18. 2Rai in Genf ein klarer, fest fundierter Gegenplan vorliege, der den Interessen jeder Macht Rechnung trage und dem auch Deutschland und Oesterreich sich anschlietzen könnten.
Dieser Plan müsse folgende vier Probleme regeln:
1. die durch den Getreideüberschuß in Polen, Rumänien, Ungarn, Bulgarien, ber\ Tschechoslowakei und Südslawien hervorgerufene Agrarkrise,
2. die Finanzkrise, die sich daraus ergebe und zu deren Lösung ein besonderer Unterausschuß der europäischen Unton die Grundlage für eine internationale landwirtschaftliche Kreditbank gelegt habe,
3. die besondere Lage Oesterreichs, das durch die Friedensverträge gleichsam in die Unmöglichkeit versetzt wurde, aus eigenen Mitteln zu leben. Zu Oesterreichs Gunsten müsse man sich endlich entschließen, die Zollschranken zu senken,
4. Regelung der industriellen Produktion durch eine besvndere europäische Verständigung. '
Die Lösung jedes dieser Probleme erfordere nicht nur die vertrauensvolle Beteiligung sämtlicher europäischen Nationen, nämlich der vier Großmächte Deutschland, Frankreich, England und
Italien, ohne deren gleichzeitige Mitwirkung nichts Solides vollbracht werden könne, sondern sie setzte außerdem voraus einmal die Schaffung eines hoppelten Kontingentierungssystems für die landwirtschaftlichen Ueberschüfse und Vorzugstarife, auf Grund deren den Bauern ein vernünftiger Gewinn gewährleistet werden soll, zum anderen, was die industriellen Nationen anlange, die Annahme einer Reihe von Maßnahmen, die geeignet seien, die Regelung und den Absatz ihrer Erzeugnisse zu gewährleisten. Den außereuropäischen Getreidestaaten müsse man begreiflich machen, daß die Liquidierung des Getreideüberschusses in Mittelund Osteuropa zu einer Stärkung der Kaufkraft dieser Agrarstaaten führen würde, von der auch die überseeischen Länder profitieren können, indem sie ihre Fabrikerzeugnisse in größeren Mengen absetzen könnten. Zu diesem Zweck denke man auch an eine Abweichung vom System der Meistbegünstigungsklausel, um den als Käufer für Getreide nicht in Frage kommenden Industriestaaten völlig freie Konkurrenzmöglichkeiten in den Agrarstaaten Ältttel- und Osteuropas zu geben.
Roicksavbeitevtagmrg der Deutschen «»irsvasiel
Dortmund, 27. April. Die Deutsche Volkspartei hielt heute hier eine Reichsarbeitertagung ab, die von den Delegierten aus dem Reich ziemlich stark besucht war. Unter der Leitung des Reichstags- abaeordneten Winnefeld (Gelsenkirchen) wurden in zwei Referaten und einer nachfolgenden längeren Aussprache die Nöte der Arbeiterschaft be- handelt und Vorschläge und Anregungen für den Vorstand und den Reichsarbeiterausschuß der Partei gegeben. Reichstagsabgeordneter Dr. Hugo hatte das Referat über die Wirtschaftslage übernommen Er schilderte das Zustandekommen der SJ LerhälMiil- und ihre Rückwirkung auf
die Situation, in der wir
jeht stehen. In der Haupt- oiese Zustande auf die
fache führte der Redner ____ „ ,
Tätigkeit der sozialistischen Parteien nach dem Kriege zurück. Aber bereits heute sähen die Arbeiter ein, daß es drei Faktoren seien, die den Wirtschaftsprozeß in Gang hielten: das Kapital, die Arbeitsleistung und die Werkführung. Ohne einen dieser Faktoren käme das Ganze zum Erliegen. Die Ursache der deutschen Krise fei, daß wir aus dem Weltmarktniveau herausgewachsen seien, so daß wir auf einer Teuerungsinsel lebten. Das sei in der Hauptsache die Auswirkung der sozialistischen Idee, die sich seit dem Kriege geltend gemacht habe, d. h. der Idee, daß der Staat unendlich viele Funktionen auf sozialem Gebiet auf sich nehmen könne. Die letztere habe zu einer unendlichen Ver- teueruna der öffentlichen Verwaltung geführt.
vertrage» bei, Hydern ließ die Abbröckelung ber den Besiegten auferlegten Bestimmungen zu. Das soll anders werden. „Von der Jugend Frankreichs erhoffe ich, daß sie die Stützpfeiler der den Angreifern auferlegten Verträge gegen jede Schwächung verteidigen wird", rief er aus. Im Geist einer entschlossenen und verbissenen Offensive trat Tardieu für die Aufrechterhaltung der Diktate von Versailles, St. Germain u. Trianon ein. „Ich mache den Krieg und nichts anderes", war das letzte Wort Clemenceaus „Ich führe den Kampf um die Verträge und darin erblicke ich die Aufgabe der französischen Jugend" ist der Sinn der von Tardieu vertretenen Ueberzeugung. Daß die Beschuldigung, Deutschland trage die A l l e i n s ch u l d für den Krieg, von Tardieu, dem Mitarbeiter Clemenceaus, mit Nachdruck ausgesprochen wurde, braucht nicht zu überraschen. Das Programm der Brutalität und der Kurzsichtigkeit Clemenceaus auf das heutige Europa anwenden zu wollen, erwirbt Herrn Tardieu bei den Nationalisten starke Sympathie und wird gegen den „Saboteur" Briand ausgespielt. Der Kampf gegen den Außenminister tritt jetzt in feine schärfste und spannendste Phase.
sreichspavtettag der Deutschen LVivtschaftsvartei
Hannover, 26. April. Die Reiths Partei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschafspartei) veranstaltete heute vormittag im Rahmen ihres Parteitages eine große öffentliche Kundgebung im Parkhaus. Der Parteivorsitzende Drewitz gab in der Begrüßungsansprache der Hoffnung' Ausdruck, daß die Tagung mit dazu beitragen möge, den vielen Forderungen, die aus dec furchtbaren Notlage des deutschen Bölkes, entsprungen sind, Erfüllung zu bringen. Auch über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus sei der Gedanke der mittelständischen Sammlung im Erstarken begriffen und habe zu gegenseitiger Fühlungnahme geführt, die bei aller Berücksichtigung der nationalen deutschen Interessen berufen sei, in der kommenden Auseinandersetzung zwischen Großkapitalismus und Sozialismus die Interessen des Mittelstandes ganz Europas zu vereinen.
Der Redner verlas zum Schluß ein im Namen der Partei an den Reichspräsidenten gesandtes Huldigungstelegramm. Sodann überbrachte Dr. Ton- tscheff-Sofia die Grüße der bulgarischen Schwester- partei. während Landcsrat Schmoll die unerschütterliche Treue des saarländischen Mittelstandes zum deutschen Mutterland bekräftigte.
Hierauf sprach der Reichstagsabg. Mollath über die nationalen Aufgaben des Mittelstandes in Verbindung mit der Stellung der Wirtschaftspartei zur Außenpolitik. Die gewaltige Aufgabe, die auf außenpolitischem Gebiete in der Erringung der deutschen Freiheit der Erfüllung harre, könne, so betonte der Redner, nur von einer geschlossenen, in sich politisch geeinten Standesbewe- gung gelöst werden. Der Weg zur Freiheit führ«
Nie bewüfte Nummer timfabi IC Seiten