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Mittwoch den 15. April 1931

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müsten. Beispielsweise in 20 Km. Höhe herrscht ein auitdmck von nur Vn des Bodenluftdruckes, der l au twrdersiand verringert sich daher auf »/ die »Jh der Rakete dagegen ist dieselbe geblieben. . MENN wir auch Abstriche für viele unvorhergesehene ' machen wollen, auf jeden Fall kommen wir

Schall- oder gar Geschoßgeschwinidigkeiten.

° 3 Die in dieser Höhe herrschende Kälte (60° C.) unb die Atemnot überwinden wir leicht durch ge- ' Mosten« Kabinenanordnung, Heizung und Sauer- Mfkufuhr. Denn Wärme und Sauerstoff haben : Genüge an Bord.

So ist es denn erklärlich, daß in der ganzen I «ost fieberhaft an der Rakete gearbeitet wird, man in Deutschland darin nicht zurückbleiben. Das Kyffhäuser-Technikum in Bad Frankenhausen ; ebenfalls wird unter seiner neuen Direktion und : dem neuen Geist, der damit eingezogen ist, sich auch in diesen Arbeiten einen Ehrenplatz zu sichern

Schweres Äutobusunglütk in Düveu

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Sefitme vevdun wieder aufgebaut - eine Löse

Der Wahrheit die Ehre! Vor wenigen Tagen s erst kam eine Reisegesellschaft ehemaliger Kriegs- - teilnehmer von Hanau und nächster Umgebung aus dem ehemaligen Kampfgebiet von Verdun, t links und rechts der Maas, sowie der Champagne k (RipontTahure) bzw. Reims, die der Wahrheit k zur Ehre das Gegenteil von dem berichten kann, was eine Zeitnungsnotiz über die angebliche Wie- -erauferstehung der Festung Verdun brachte.

i Ueber schöne Straßen fuhr uns der Henschel- f Autobus der Kraftverkehrsgesellschaft Hanau-Stadt und -Land über Worms, Bad Dürkheim, Kaisers-

I lautern, Saarbrücken, Metz, an den 1870/71er i Schlachtfeldern von Gravelotte und Mars La Tour vorbei nach Verdun.

Nach der Besichtigung der Stadt, die verschie­denen Teilnehmern noch aus der Zeit ihrer Kriegs- gefangenschaft bzw. dem Durchmarsch bekannt war, ; fuhr unser Henschelwagen zuerst an die Zitadelle, ' wo UNS ein ehemaliger Offizier kurz skizzierte, daß in t dieser Festung für 2 Jahre Lebensmittelvorräte für 35 000 Menschen vorrätig gehalten worden l wären, 5 große Teigmaschinen, 12 (Getreide-) Mühlen ständig, die Brot- und Mehlvorräte er- 1 gänzten und ein großes Schlachthaus sich ebenfalls ; 50 Meter unter der Erdoberfläche befunden hätte. 1 Verlassen, als ob der Krieg erst vor wenigen Ta- : gen geendet hätte, weniger ansehnlich, noch nicht : einmal die Drähte der Lichtleitung das Licht wurde durch eine 35 PS Lokomobile mittels Dy­namo erzeugt die in der Luft herunterhängen, ( auf Isolatoren befestigt, was man doch mindestens I verlangen könnte, bezeugt, inwieweft man sich i daran begeben hat, die Festung Verdun wieder : auferfteben zu lassen. Nun unsere Fahrt ging wei- ter an Fort Tavannes, das heute noch so verfallen } daliegt wie voriges Jahr, vorbei zum Fort Vaux, j Es war wohl regnerisch, als wir diesen Abschnitt ; befuhren, aber unsere Augen waren klar genug i und wir hatten auch nach Besichtigung des Fort­inneren Gelegenheit, uns auf dem Fort umzusehen und Ausschau nach dem Dorf Vaux, Bezonvaux md Ornes zu halten, wo die Felder genau noch o durch die Granaten umgepflügt liegen, wie

An der llnglücksstätte.

In Düren (Rheinland) stieß ein überfüllter Autobus, in dem sich u. a. zahlreiche Konfirmanden befanden, an einen eisernen Mast und stürzte um. 12 Inassen wurden schwer verletzt, 44 Per­sonen erlitten leichtere Verletzungen.

Kohleverflüssigung ausspionieren sollte. Er war selbst Fachmann und konnte aus zahlreichen An» deutungen und anscheinend harmlosen und un­wesentlichen Bemerkungen die nötigen Schlüsse ziehen. Man fantd bei ihm Aufzeichnungen, die eine geradezu erstaunliche Kenntnis der in Betracht kommenden Einrichtungen verrieten. In Amerika,

in Frankreich und auch in England gibt es uni- fangreiche Organisationen zur Erforschung und Ausspionierung bedeutsamer Geheimrezepte und chemischer Geheimverfahren, die über zahlreiche Angestellte verfügen. Im Kriege hat man bekannt­lich sogar amtlich versucht, die deutschen chemischen Geheimverfahren auf dem Gebiete des Heilmittel- und Farbwesens nachzuahmen und auszuspio­nieren. Die Industriespionage in den chemischen Laboratorien war im Kriege mindestens ebenso gefährlich wie die militärische Spionage. Hier han­delt es sich um lebenswichtige Dinge. Darum ist gerade die wissenschatliche Spionage in Labora­torien viel gefährlicher, als die gewöhnliche In­dustriespionage, die sich auf irgendwelche Patente von größerer oder geringerer Bedeutung bezieht. Nur ganz ungewöhnlich geschickten Gelehrten ist es möglich, hin und wieder auf Grund eigener For­schung« ~

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ien in das Geheimnis der chemischen Rezepte

ormeln einzudringen, die für die Herstellung

Gntthronie Millionen

140 000 Kg. deutsche Banknoten zu verschenken

Die belgische Nationalbank hat große Sorgen, denn sie kann ein einstmaliges Milliardenvermögen in deutschen Banknoten, größtenteilsroten" Tau­sendmarkscheinen, nicht loswerden. Insgesamt ver­fügt sie über eine Summe, die nur noch in Ge- wichtszahlen ausgedrückt werden kann, denn es han­delt sich um nicht weniger als 140 000 Kg. deutscher Banknoten, die einstmals während der Besetzungs­zeit in Belgien umliefen und nach Friedensschluß von der belgischen Regierung eingezogen worden sind, sobald man ihrer habhaft wurde, denn der Segen nahm kein Ende. Da die Aussicht bestand, daß die deutschen Banknoten zum vollen Friedens­kurs von Deutschland eingelöst werden mußten, so entwickelte sich an der belgischen Grenze ein un» geheurer Schmuggel hauptsächlich mit rotgestempel­ten Tausendmarkscheinen da diese eine Gewähr da­für boten, daß sie aus den Zeiten vor der Inflation stammten, also nicht erst nach Friedensschluß her­gestellt wurden. Als die rotgeftempeiten Tausend­markscheine in Deutschland bereits fast keinen Wert mehr hatten, wurden sie bei uns immer noch mit großen Ueberpreisen angekauft. Niemand wußte,

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Angelegenheit mit Deutschland geregelt ist, liegt es gut gebündelt und fest verschnürt als eine gewaltige unbrauchbare Masse im Gewahrsam der Nationalbcmk und soll vernichtet werden. Das ist aber nicht so leicht, wie es den Anschein hat. Man kann 140 000 Kg. festgebündelter und gepreßter Banknoten nicht so leicht zerstören. Zuerst wollte man sie verbrennen, aber in dieser Form wider­setzen sich die gewaltigen Papierpakete dem Flam­mentod. Man konnte sie nur an den Rändern ver­sengen, in das Herz der festverschnürten Bündel, die allmählich die Festigkeit von massiven Gegenständem erlangt hatten, drang das Feuer aber nicht vor. Als Makulatur kann es nicht verkauft werden, da auf diese Weise mit den Scheinen Mißbrauch getrie­ben werden könnte. Noch heute werden vielfach mit Vorkriegsgeld erfolgreiche Betrugsversuche unternommen. Aber auch ertränkt werden konnte das Papiergeld nicht, denn es besteht die Möglich­keit, daß die Ballen sich im Wasser allmählich im Laufe der Jahre auflösen und das Wasser dann mit ungeheuren Fluten von deutschem Papiergeld ge­segnet wird. ^Während es sehr leicht sein soll, auch

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eutschen, die unter Wasser stehende Kapelle! 3 Mark zu zahlen. nfangs glaubte man, es ' ütp um Optimisten, die die Aufwertung

nd dergl. mehr, so wie es 1916 bei der Besetzung | handle^ ft es Forts durch die Deutschen gewesen ist. Nicht "' as Geringste hat sich unserem Auge offenbart, was vermuten ließ, daß die Franzosen das Fort Vaux neu haben erstehen lassen, auch nicht auf einem vorgeschobenen Berge oder dergl. In der­selben Verfassung, wie wir das Fort Vaux vor- fanben, offenbarte sich auch uns das Fort Dou­aumont mit feinen salpeter-ausschlagenden feuch­ten Wänden. Auch auf dem Fort Douaumont, das mit uns, auf dem Fahrrade von Essen herge-

fahrens 1517jährige Jungens besichtigten, sahen wir die Einwirkungen der schweren Artillerie- geschosse, wie 42er, 31,5er usw., alber nichts, daß man vermuten könnte, man hätte das Fort auch nur zu 10 Prozent wieder betriebsfertig herge- stellt.

An dem eindrucksvollen Denkmal, das ein sterben wollender Löwe versinnbildlicht, an wel­chem Punkte die Deutschen am weitesten an Ver­dun herankamen, vorbei ging es zu dem Gebeine- Haus und später zu dem Bajonettegvaben, von dem nach 34 Jahren wohl nur noch das betonierte Gewölbe stehen dürfte, denn seit voriges Jahr sind schon verschiedene Gegenstände wie Bajonette, Helme, ja auch Kreuze verschwunden. An Bras, Chattancourt vorbei ging es zu dem Toten Mann, wo wir uns den bedeutungsvollsten Gipfel der Berdunschlacht auf dem linken Maasufer betrach­teten. Das Denkmal mit feiner Auffchrift:Jls n'ont pas pafsèe" sagt jedem, wie heiß der Kampf selbst um geringe Meter hier gewesen ist.

Durch den Argonnerwald, dasArgonnerlied" singend, steuerten wir der bekannten Stellung der 365er bei Ripont und Tahure zu. Champagne du bist noch dieselbe die du warst, so haben wir dir den Rücken gekehrt und heute bist du es immer noch. Kleine Häufchen gesammelte Muni­tion verraten nur, daß einige Menschen Aufräu- mungsarbeiten verrichten, die aber das Gelände an und für sich unbearbeitet lassen. Eine Straße von schlechtester Verfassung, wie man sie sich im Großkampfgebiet nicht schlechter vorstellt, mußte Fahren werden.

Froh waren wir, als wir bei Souhain auf eine Straße kamen und unser Tempo etwas be» Mennigen konnten, da unser Reiseziel Reims noch ^reicht werden mußte. Auf 35 Kilometer langer Strecke brauchten wir kein Dorf zu berühren, aber d>er und da mußte das Tempo verlangsamt wer- v^n, da die alle Römerstraße noch Spuren von chemallgen Schützengräben aufwies. Kurz vor , ims bemerkten wir einen Tank deutschen Ur« Prungs, der bei der letzten Offensive auf Reims ^st^geblieben war. Anderen Tages auf der Rückfahrt bemerkten wir etwa 100 Meter entfernt weiteren Tank. Gegen Abend erreichten wir fast vollständig wieder aufgebaute Stadt Reims hellsten Lichterglanz. Von ca. 24 000 Häusern '/"eil nur noch 230 von den Geschossen verschont

Das Geheimnis.

Clins Telefon-Plauderei.

w» - « »-Danke für Deinen Anruf! Mr kommen natür« N «ern zu Deinem Fest, Rudi freut sich schon diebisch! - ^OM hast Du dem Zilmball gehÄtt"

von wichtigen Produkten der chemischen Industrie Bedeutung haben. In den meisten Fällen bedienen sich dagegen die Spionageorganisationen wie in dem jüngsten Falle bei den I. G. Farben der Angestellten, um von ihnen durch Bestechung die Rezepte zu erhalten. Diese Spionagezentralen ver­fügen meist über beträchtliche Geldmittel, so daß es chnen möglich ist, alte und erfahrene Angestellte zu verführen. Bei besonders geheimzuhallenden Ver­fahren sichern sich die Werke gegen diese Industrie­spionage dadurch, daß die einzelnen Arbeitsgänge getrennt voneinander vorgenommen werden. So besteht manches Produkt aus zahlreichen Teilen, zu deren Zubereitung 15 bis 20 verschiedene Arbeits­gänge notwendig sind. Um die Geheimhaltung des Verfahrens zu sichern, wird jeder Arbeitsgang für sich besonderen Arbeitern zugewiesen, die von den anderen Arbeitsgängen keine Ahnung haben. Selbst wenn einzelne Arbeiter in benachbarten Zimmern sitzen, wissen sie nicht, daß sie alle an ein und demselben Präparat tätig sind. Die Zusammen­setzung erfolgt wiederum an einem ganz anderen Ort und wird durch Chemiker bewerkstelligt, die das größte Vertrauen besitzen und durch lang­jährige Arbeit mit den Werken aufs innigste ver­bunden sind. So ist es fast unmöglich gemacht, daß der Werdegang derartig wichtiger Präparate ent­weder durch Spione erforscht oder durch bestochene Angestellte verraten wird. Die Mitteilung über die Zusammensetzung des Präparates, die sich häufig auf den Packungen befindet, genügt in den meisten Fällen nicht nicht zur Nachahmung, denn es spielen dabei so zahlreiche unbekannte Faktoren mit, daß ein Verrat auf diese Weise nicht erfolgen kann. Wäre dies möglich, dann würden im Kriege die hervorragenden deutschen Produkte der chemischen Industrie von tüchtigen fremden Chemikern nach- geahmt worden sein. Es ist kein Zufall, daß gerade die großen chemischen Werke in Deutschland das hauptsächlichste Ziel fremder Industriespione sind, denn die Erzeugnisse unserer chemischen Industrie,

der Frieoensbanknoten erhofften. Später aber konnte man feststellen, daß die Ankäufer meist Ausländer waren, die die rotgestempelten Bank-

noten in ungeheuren Mengen nach Belgien schmuggelten, damit sie von dort aus als angeblich von der deutschen Heeresverwaltung eingeführtes Geld der deutschen Regierung zur ^Einlösung in Friedensvaluta präsentiert werden konnten. Da ein Tausendmarkschein mehr als 1200 belgische Friedensfrancs wert war, so lohnte sich das Ge­schäft schon. Von den vielen Hundertmillionen, die späterhin von Deutschland gefordert wurden, ist ein großer Teil auf dieses Schmuggelgeschäft zurückzuführen. Das ganze Papiergeld wurde von der belgischen Nationalbank eifrig gesammelt, denn es bedeutete für Belgien ein beträcht­liches Vermögen. Nun, nachdem die finanzielle

geblieben sein, und es war die Erbitterung der Franzosen, bzw. der Reimser, gegen deutsche Be- sucher vor Jahren noch ziemlich groß, während man heute überall dem freundlichen, geschäftstüch­tigen Franzosen begegnet.

Nach dem Besuche der Stadt rollte unser Hen­schel, wieder die alte Römerstraße herunter, am Fort Pompelle vorbei über Somme-Py, wo ein gewaltges Denkmal 3 französische Infanteristen: Handgranatenwerfer, Infanterist im Sturmangriff mit aufgepflanztem Seitengewehr und den Ma­schinengewehrschützen darstellend aufgestellt ist, der Verduner Gegend wieder zu. Neben dem Be­such des riesigen Friedhofes von Romagne sous Montfaucon, wo heute noch ca. 15 000 Amerikaner begraben sind, denen man weiße Marmorkreuze gesetzt hat, galt die Fahrt dem Besuch eines vor Verdun gefallenen Hanauers, der noch bis vor kurzer Zeit als vermißt galt, aber auf dem deut­schen Friedhof von Consenvoye beigesetzt wurde. Alsdann ging die Fahrt weiter über Verdun, Metz, St. Wendel, Kreuznach, Mainz der Heimat zu, wo alle Teilnehmer v ollbefriedigt den Wagen verlie­ßen, aber auch in dem Bewußtsein, das ehemalige Kampfgebiet von Verdun, dem Argonnerwald und der Champagne im Frieden gesehen zu haben.

Am 1. Osterfeiertag hatte Verdun einen Mas­senbesuch, waren doch nicht weniger als 15 000 Autos aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Spa- nien, Holland und Schweiz, ja sogar aus der Tschechoslowakei, eingetroffen. Und von diesen 15 000 wird kein einziger gesehen haben, daß man das Fort Vaux oder das Fort Douaumont wieder neu hergerichtet hätte, wenn dies aber der Fall wäre, würde der Franzose keinen Fremden das Gebiet passieren lassen. W. F.

"2a, muß entzückend gewesen sein I Alle FilmgrSßen waren da. Lotte hat sogar mit Harry Liedke getanzt. Gr soll ein ganz reizender Mensch sein - soll von Lottes wundewollem Lein« entzückt gewesen fein.*

Weißt Du auch- Assessor Günther'» Verlobung ist wegen Lotte auseinaaberg«gaagea.ar villLolte «abedtngt heiratest"

Beispiel erkennt, fast unmöglich, von nknoten be. freit zu werden, die nicht mehr gangbar sind. Von der Menge der Tausend- und Hundertmarkscheine sowie der kleineren Noten kann man sich eine Vor- stellunq machen, wenn man erfährt, daß ein Eisen- bahnzug mit 14 Waggons notwendig ist, um die so ungeheure Geldflut wegzuschaften. Man will jetzt schließlich daran gehen, das Papiergeld einer Papiermühle zu übergeben und hofft, daß es möglich sein wird, es auf diese Weise völlig zu zer­stören und jeden Mißbrauch zu verhüten. Millionen­werte sind entthront, ihres Glanzes beraubt, zu einer unnützen Last degradiert. Wenn die Bank­noten eine Seele hätten, würden sie schwermütige Betrachtungen über den Wandel aller Dinge an­stellen können, denn sie, die noch vor wenigen Jahren heiß begehrt waren, die sicherlich sehr oft die Ursache schwerer Verbrechen waren, sie sind heute als lästige und überflüssige Dinge verachtet.

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tor dar und gehören zu den wichtigsten deutschen Ausfuhrartikeln, deren Wert hunderte von Millio­nen jährlich beträgt. Es liegt darum im größten Interesse fremder Länder, diese gewaltigen Un­kosten für den Ankauf der deutschen Chemie- Produkte zu vermeiden und den Einfuhretat mög­lichst wenig zu belasten. Die Summen, die für die Spionage in deutschen Laboratorien aufgewendet werden, sind darum, auch wenn sie noch so be­trächtlich sind, im Verhältnisse zum Verdienst gering.

Sproue im Labovaèovrum wie die Ergebnisse Wissenschaftler Forschungen ansspioniert werden. Gelehrte als Spione. Gibt es einen Schutz gegen wissenschaftliche

Spionage?

Zu der aufs-ehenerregenden Entdeckung einer weit verzweigten Spionage in den Laboratorien von J. G. Farben wird uns geschrieben: Die wis­senschaftliche Spionage und die Erkundung der Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung gehört zu den schwierigsten Unternehmungen dieser Art, denn hier helfen nicht die gewöhnlichen Mittel der Werkspionage, wie verborgene Photographen­apparate oder Diebstähle von Erzeugnissen, die man ja überall kaufen kann. Die chemische In­dustrie, die heute eine der großartigsten Erwerbs­zweige ist, ist seit mehreren Jahren besonders in Deutschland das Ziel zahlreicher Spione aus aller Herren Länder, denn die deutschen Erzeugnisse der Farbenfabriken und Heilmittellaboratorien sind in der ganzen Welt berühmt, ohne daß sie nachge­macht werden können. Die Verfahren beruhen auf witenschafüichen Geheimrezepten, die im allgemeinen nicht patentiert werden. Man vermeidet es, sie dem Patentamt anzumelden, denn dadurch wird den Industriespionen und Nachahmern erst der Weg gewiesen, auf welche Weise sie unter Umständen zu der Herstellung der ersehnten Produkte kommen können. Man kann die Geheimnisse der chemischen Laboratorien nur durch ganz bedeutende Sach­kenntnis erforschen, denn es gehören dazu ein­gehende wissenschaftliche Studien, die insbesondere die Bedeutung von ganzen Versuchsreihen chemi­scher Art erkennen lassen. Im englischenChemical Trust" ist vor drei Jahren ein Spion verhaftet worden, der ein bedeutender französischer Gelehr­ter war und die Arbeiten au dem Gebiete der

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Mädchen bei lebeudrsem Leibe skalpieet

Sie starb wie Absalom, mit den langen Haaren am Baume hängend

Prag, 13. April. Absalom, der Sohn Davids, blieb. wie bekannt, in einem Walde auf der Flucht mit seinen langen Haaren an einem Baum hängen. Sein Roß stürmte unter ihm davon und wehrlos konnte ihn sein Feind erstechen.

An diese tragisch Szepe erinnert ein furchtbares Ereignis, das sich in Munkacz in der Tschechoslowa­kei zugetragen hat. Der Gutsbesitzer von Hranek hatte eine 18jährige Tochter Aranka mit Namen. Das Mädchen war durchaus modern, es war ein richtiges Sportgirl. Nur in einer Beziehung war sie rückständig. Sie trug keinen Bubikopf, sondern ließ ihr schönes langes Haar über die Schultern herabwallen. Frl. Hranek war eine ebenso gewandte, als auch leidenschaftliche Reiterin. In einer Allee er­reichte sie nun das Verhängnis. So wie einst Absa­lom, blieb auch sie mit ihren Haaren an dem Ast eines der Alleebäume hängen. Ihr Pferd rannte aber nicht unter ihr davon/Frl. Hranek konnte sich nicht aus dem Steigbügel befreien und wurde buch­stäblich bei lebendigem Leibe skalpiert. Das Mädchen starb bereits nach einigen Stunden.

- Folgenschwere Venzinexplosion

Bunzlau, 14. April. In der Wohnung des Bau­leiters Höfer von der Bunzlauer Bauhütte ereig­nete sich eine Explosion, durch die Frau Höfer, das zweijährige Söhnchen und das Dienstmädchen schwer verletzt wurden, so daß alle drei Personen ins Krankenhaus geschafft werden mußten. Das Kind ist heute früh seinen Verletzungen erlegen. Frau Höfer hatte Kleidungsstücke mit Benzin gewaschen. Plötzlich gab es eine Detonation, die so stark war, daß die Küchenwand «instürzte, die Türfüllungen in der ganzen Wohnung herausflogen und di« Küchenfenster in Trümmer gingen.

Das wollen noch mchri Ich beneide Lotte, diese Zauberin der Schönheit!"

DaS hast Du nicht mehr nötig ich kenne ihr Zauber, mittel! Ich wende es natürllch auch an alle sagen seicher, ich habe einen Teint wie von Milch und Honig. Du wirst staune«, wie dieses Zaubermittel Creme Mouson wirkt! Lotte

hat mir auch die wirksamste AnwenbungSmechob« verraten:

Morgen« und abend« lauwarme« Waschen mit Crem« Mousoa^eis« nach dem Ab trocknen Crem« Mouson mm dick auftragen und einige Minuten einwirken lassen. Zart ab­reiben erneut Creme Mouson hauchdünn Aufträgen und leicht elamassieren."