Seife 6
Dienstag den 14. April 1931
Nr. 81
Todessturz in der Scheune
— Gießen. 13. April. Vor einigen Tagen stürzte der Arbeiter Wilhelm Mandler in Launs- bad) (Kreis Wetzlar) beim Strohholen vom Scheunenboden ab und schlug so heftig auf die Tenne der Scheune auf, daß er mit schweren inneren Verletzungen in die Chirurgische Klimt in Gießen gebracht werden mußte Dort ist er gestern seinen schweren Verletzungen erlegen.
Schlägerei zwischen Nationalsozialisten und
; Kommunisten
— Heidesheim. 13. April. Am gestrigen Sonn- tag unternahmen etwa 150 Angehörige der nationalsozialistischen Partei einen „Spaziergang" nach Heidesheim. Zwischen 3 und 4 Uhr nachin. zogen sie mit Trommeln und Pfeifen durch den Ort. Als sie schon am Ausgang angelangt waren, soll aus einem Haus der Ruf „Heil Moskau" gehört worden sein. Alsbald entwickelte sich eine schwere Schlägers: zwischen den Nationalsozialisten und Komunisten, bei der auf beiden Seiten zahlreiche Personen verletzt wurden. Das Haus, aus dem gerufen worden sein soll, und besten Bewohner als Kommunist bekannt ist, wurde stark beschädigt, das Mobiliar zum Teil zertrümmert. Ein Nationalsozialist wurde durch einen Axthieb in den Rücken lebensgefährlich verletzt, ein anderer- erhielt einen schweren Stich mit einer Mistgabel. Die Verletzten wurden von den Nationalsozialisten selbst fortgeschafft. Ortspolizei und Gendarrnerie. die alsbald zur Stelle waren, konnten gegen die Ueberzahl sich nur langsam zur Geltung bringen. Das herbeigerufene Ueberfallkommando aus Mainz stellte die Ruhe bald wieder her.
Der Leichenfund in Lhrenbreitstein. — Durch einen
Stich ins Herz gelötet
— Lhrenbreitstein, 13. April. Zu dem Leichenfund am 8. April gibt die Kriminalpolizei bekannt, daß der Tote einwandfrei als der 24 Jahre alte Kaufmann Rudolf Reising aus Magdeburg festge- stellt worden ist. Nach dem Ergebnis der Leichenöffnung hat Reising zu Lebzeiten eine Stichverletzung in das Herz erhalten. Ob der Tote zu Lebzeiten noch in das Wasser gekommen ist, kann erst nach Abschluß der mikroskopischen Untersuchung gesagt werden. Die Leiche kann zwei bis drei Wochen im Wasser gelegen haben. Reising wurde seit dem 1. März vermißt. Er wurde am gleichen Abend in Magdeburg in einer zweifelhaften Kaschemme, die er studienhalber besucht hatte, letz- malig gesehen. Für die Aufklärung des Verbrechens ist es von großer Wichtigkeit,' zu wissen, wo sich Reising überall insbesondere in der Rheingegend, aufgehalten hat.
Schwere Verfehlungen gegen § 218
— Rodheim v. d. h., 13. April. Hier wurden zwei Arbeiter festgenommen, die im Verdacht stehen, sich gegen § 218 StGB, vergangen zu haben. Wie verlautet, soll eine ganze Reihe weiblicher Personen in die Angelegenheit verwickelt sein.
Aus dem Zuge gestürzt
— Riederlahnstein, 13. April. Gestern abend gegen 10 Uhr fiel bei der Einfahrt eines Personenzuges in den Bahnhof Nievern der Reisende Kurt aus Oberlahnstein aus dem fahrenden Zug und kam unter die Räder. Kurt wurde schwer verletzt in dâs Krankenhaus Niederlahnstein eingelie- fert. Dort ist er noch in der Nacht an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben.
$am Thaw in Nevrru
Die Erinnerung an einen der sensationellsten Blord-
prozesse aller Zeiten
Der amerikanische Millionär Harry Thaw ist vor einigen Tagen in Berlin zum Besuche Deutschlands eingetroffen, ein Mann, der vor 20 Jahren durch einen sensationellen Mordprozeß in der ganzen Welt das größte Aussehen erregte. Herry Thaw war einer der reichsten und angesehensten Männer Pittsburgs, bis er die Choristin Evelyne Warber kennen und lieben lernte, die in Newyork als die schönste Schauspielerin unter der jeumeffe doreè großen Ruf genoß. Evelyne Warder war zufällig in Philadelphia, als der amerikanische Stahlkönig Harry Thaw dorthin in Geschäften kam. Bei dem Besuch eines Theaters sah er die schöne junge Schauspielerin und heiratete sie wenige Wochen später zum Erstaunen aller seiner Freunde und der Bürger von Pittsburg. Evelyne war damals 17 Jahre all, was sie aber nicht gehindßt hatte, schon [eit mehr als 2 Jahren innige Beziehungen zu dem berühmten Newyorker Baumeister Stamfdrd White zu unterhalten. White war der Baumeister der Millionäre und hatte selbst ein Millionenvermögen. Viele der bekanntesten Wolkenkratzer wurden von ihm erbaut. Er hatte den Ruf, der größte Don Juan Amerikas zu sein und die schönsten Frauen zu besitzen. In seiner prächtigen Wohnung im Madison Square Palace gab er berauschende Feste, an denen die ganze Lebewelt Newyorks teilnahm. Als Harry Thaw von seiner jungen Gattin gehört hatte, daß sie von dem Architekten White gezwungen worden war, feine Geliebte zu werden, ein Geständnis, das wohl nicht ganz der Wahrheit entsprach, beschloß er, den Baumeister zu ermorden. Gelegenheit hierzu sollte ihm eins der berühmten Namtfeste geben, das White veranstaltete, und an dem Thaw mit seiner jungen Gattin testnahmen. Mitten im größten Trubel und in der ausgelassensten Freude wurde plötzlich in den Festsälen die Schreckensnachricht bekannt, daß der Gastgeber White erschossen worden sei. Die größte Sensation erregte es aber, daß Harry Thaw, dessen Anwesenheit auf dem Feste alle G ä st e als hohe Ehre angesehen hatten, der Mörder sei. Man '.sollte es nicht glauben, mußte aber schließlich mit der Wahrheit des Gerüchtes rechnen, als Thaw verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert wurde. Der Pro.zeß war eine Sensation wie wenige Jahre vorher der Dreyfus-Prozeß. Alle Zeitungen der Welt brachten spaltenlange Artikel über den Verlauf. Dieser war sensationell, daß es mit Hilfe der Millionen Thaws gelang, seine Ueberweisung an das Irrenhaus durchzusetzen. Noch jahrelang konnte sich die öffentliche Meinung Amerikas nicht beruhigen. Nach dem Kri ege, als über bie Skandalaffäre Gras gewachsen war, wurde Thaw aus dem Irrenhaus entlassen. Evelyne Thaw, die Heldin dieses Skandalprozesses wurde von ihrem Gatten geschieden. Sie erhielt eine bedeutende Summe zum Lebensunterhalt. Die Tragödie ihres Gatten, der nur aus Liebe zu ihr zum Verbrecher geworden war, hatte sie nicht sonderlich stark erregt, denn schon kurz? Zeit ngch dem Morde er-
Sov neue« GegeMtts-Evkorgen
Oben: Die besten deutschen Segelflieger.
Von links nach rechts: Richter, Dinort, Kronfeld Wolf Hirth.
Unten: Abflug von der Wasserkuppe in der Rhön.
In diesen Tagen schlagen die in den letzten Jahren so erfolgreichen deutschen Segelflieger wieder ihre Trainingsquartiere auf den Höhen der Rhön und auf der Kurischen Nehrung auf, um mit ihren zum Teil selbst gebauten Flugzeugen neue Höchstleistungen zu erzielen.
Mn GespenKer-v-V-ot
Eine unbekannte Tragödie aus dem Kriege. — Lin deutsches U-Boot als „fliegender Holländer". — Die grausige Geschichte von „U 31*.
Die deutschen Helden der U=Boote waren im Weltkriege von tausend und abertausenden Gefahren
)er See auf sie lauerten und sie zu umstricken be- trebt waren. hl-Boot-Fallen, hl-Boot-Netze, Mi- ten, und andere Abwehrmittel, die die feindlichen Mächte gegen diese „Schrecken der Meere" ersonnen hatten taten leider häufig ihre furchtbare Wirkung und manche deutsche Helden fanden auf dem Grunde der Weltmeere ihr Grab, eingeschlossen in den Stahlleib, der ihnen Schutz und Sicherheit gewähren sollte. Wir haben Aufzeichnungen über die Schreckensaugenblicke, wenn ein hl-Boot sank und )urch Versagen des Mechanismus nicht mehr die Möglichkeit hatte, sich wieder vom Meeresboden zu erheben, wenn der Tod des Erstickens langsam, aber unentrinnbar den in dem Stahlleib Gefangenen nahte, der Sauerstoff allmählich zu Ende ging und jede Hoffnung auf Rettung aufgegeben werden mußte. Trotzdem drängten sich die Offiziere und Mannschaften zu dem gefährlichen Unternehmen, denn hier hatten sie die Möglichkeit, dem Vaterlande zu dienen, tätig zu sein bei der gefürchtetsten Waffe des Weltkrieges die den Engländern allmählich die Zufuhr abschnitt und sich wie ein enger Gürtel um die Insel legte. England, die „Königin der Meere", konnte auf diese Weise blockiert werden. Biele dieser gefürchteten „Jäger des Meeres", die geheimnisvoll und unsichtbar unter der Oberfläche der See dahinjausten, um plötzlich aufzutauchen und groß angelegte Pläne der Feinde zu stören, kehrten nicht wieder, und kein Wort meldet, wo sie den Heldentod starben. Sie liegen auf dem Boden des Ozeans. Von dem tragichen Ende eines v-Bootes, „U 31" und seinem besonders rätselhaften Schicksal weiß der „New Dorker Herald" eingehend zu berichten, und auch heute noch — 16 Jahre nach dieser geheimnisvollen Tragödie — wird man beim Lesen dieses Berichtes erschüttert. Die See birgt die seltsamsten Geschichten und Dinge, und der „fliegende Holländer" ist der dichterische Ausdruck für die unerklärlichen Vorkommnisse auf der endlosen Fläche des Weltmeeres. Wracks und leere Schiffe irren geisterhaft umher und bilden das Entsetzen der seefahrenden Menschen, denn eine Begegnung mit diesen bedeutet Unglück. Ein ganz moderner „fliegender Holländer" war nun das U-Boot U 31, das am 13. Januar — an einem Freitag — im Jahre 1915 unter dem Kommando des Oberleutnants zur See Stegfrieb Wachendorff in See stach um schweren und gefahrerfüllten Dienst zu tun. Es kehrte von seiner ersten Ausfahrt nicht mehr in den heimatlichen Hasen zurück und blieb monatelang verschol
klärte sie, daß sie wieder zum Theater zurückkehren würde. Bei ihrem ersten Auftreten in Newyork war das Theater bis zur Decke gefüllt, aber, als sie auf der Bühne erschien, brach ein derartiger Sturm der Entrüstung los, daß sie nicht ein Wort sprechen konnte. Bleich vor Angst und Zorn stand sie da, trotz allem wunderschön, und ließ das Toben, Pfeifen und Trampeln über sich ergehen, ohne sich zu rühren. Als ein wenig Ruhe eingetreten war, trat sie plätz ich an die Rampe heran und sagte mit lauter Stimme: „Ich bin doch nur eine wehrlose Frau!" Merkwürdigerweise verfehlte dieser Appell an die Ritterlichkeit seine Wirkung nicht, und nun zeigten sich bie Amerikaner in ihrer wahren Gestalt, denn trotz der erregten Stimmung, die im Zuschauerraum herrschte, begannen all« wie rasend
len. Plötzlich wurde es eines Tages von Engländern gesichtet. Es fuhr aber nicht, wie andere Un- schien gespensterhast auf den Wellen der Nordsee umherzuirren. Es war im Hochsommer 1915, die Tage waren hell, Sonnenschein lag über dem Meere, aber das U-Boot fuhr langsam und sorglos angesichts der Feinde wie ein Geisterschisf. Trotzdem wagte sich zuerst niemand heran, denn man hielt diese Fahrt der Unbekümmertheit für eine neue Kriegslist. Als aber auch nach den ersten Kriegshandlungen auf dem U-Boot sich nichts regte, kein Mensch an Deck erschien, kein Anzeichen von Leben zu erblicken war, fuhr ein englisches Kommando heran, um nach den Ursachen der seltsamen Erscheinung zu forschen. Wieso war das Boot von Menschen verlassen? Wenn es versenkt worden wäre, könnte es nicht anscheinend völlig unversehrt dahinfahren?! Rätsel über Rätsel taten sich auf! Mtt größter Vorsicht ging man ans Werk, das Geheimnis zu entschleiern, immer in der Erwartung, daß sich plötzlich die Luken öffnen würden, um der kleinen Heldenschar die Möglichkeit zu einem überraschenden Angriff zu bieten. Aber die Vorsicht war überflüssig. Es blieb auf dem Boot alles tot. Nichts regte sich. . . Die Luken wurden geöffnet, das Innere des Gespensterfahrzeuges besichtigt. Hier herrscht die Majestät des Todes. Alle sind sie versammelt, die gemeinsam ausgefahren sind gegen den Feind, der Kommandant und seine treue Mannschaft, aber alle sind von dem Todesschlaf befallen. Langsam schaukelte seit Monaten der Sarg durch die Wellen. Die Feststellung gab den Eng" ländern noch keine Klarheit. Was war hier geschehen? Wie kam es, daß der Tod die ganze Besatzung geheimnisvoll überfiel? Wo war das U= Boot während der Monate, in denen es nicht ge- sichtigt worden war? Hatte es auf dem Meeresboden geruht? Es war aber keine Beschädigung durch fremde Waffen festgestellt worden. Auch hatte niemand gemeldet, daß er das V-Boot „U 31" versenkt hatte. Und wenn es versenkt worden war, wieso kam es wieder zur Oberfläche? Wieso starben dann vor allen Dingen die Menschen? Soviel Fragen, soviel Rätsel! Irgend ein geheimnisvoller Vorgang muß hier gewaltet haben, falls die Darstellung des Newyorker Blattes zutreffend ist. Gespenstische Mächte haben hier ihr Spiel getrieben und ein V-Boot zum „Fliegenden Holländer" gemacht. In der von Geheimnissen und Tragödien erfüllten Geschichte der deutschen O-Boote ist das Erlebnis von „U 31" das rätselhafteste. Und es wird wohl niemals völlig geklärt werden können...
Beifall zu klatschen. Evelyne hatte das Spiel gewonnen, und sie wäre ein großer und hochbezahlter Star geworden, wenn ihr nicht wiederum die Liebe einen Streich gespielt hätte. Sie entdeckte ihr Herz für einen jungen und unbedeutenden Mann, der ihr die Liebe aber schlecht lohnte. Die berühmte Evelyne machte offenbar aus dieses u-nverbtldete und natürliche Gemüt nicht den Eindruck, wie auf bie blasierten Männer der Leibewelt. Er mißhandelte sie und ließ sie nachher im Stich. Evelyn« ging später nach Europa um sich zur Sängerin ausbilden zu lassen. Dann verschwand sie von der Oeffentlichkest, die an ihr kein Interest« mehr hatt«. Jedenfalls war sie eine der gefährlichsten Frauen Sfmerifas, beim sie hatte das Lebensglück vieler Männer auf dem Gewissen, bavunter auch das
zweier hervorragender Köpfe, des Millonärë^ Stahlkönigs Thaw und des großen Baumeift«» White. Wer Evelyne mit unbefangenen prüfte, konnte keine Erklärung dafür finden, w zwei außergewöhnliche, durch soziale Stellung UJ Geist ausgezeichnete Männer, sich durch dies« fache, wenn auch sehr schöne Frau so umgarnen lassen konnten.
Tödlicher Verkehrsunfall in Berlin
Berlin, 13. April. Ein schwerer DerkehrsunU ereignete sich am Stuttgarter Platz in Charlotte», borg. Ein Motorrad mit Soziussitz fuhr in nofe Fahrt an der Ecke der Milmersdorfer Straße gegen einen Straßenbahnwagen der Linie 62 Der Fah^ und sein Begleiter wurden in hohem Bogen auf u Straßenpflaster geschleudert, wo sie mtt schwer Verletzungen liegen blieben. In einem Rettunaz- wagen wurden sie nach dem Krankenhaus Westes verbracht. Die Verletzten sind der 24jäi)rtne Schlosser Kroll und der 31jähnge Radierer Fröhlich. Die Verletzungen, die Kroll davontrug, mareg so schwer, daß er auf dem Weg zum Krankenh^ starb. Bei Fröhlich wurden ein doppelter Sdjäitf bruch und Rippenquetschungen festgestellt.
Todessprung aus dem 3. Stets
Berlin, 13. April. Die Bewohner des hach; Köpenickerstraße 10 wurden heute durch die zweiflungstat eines dort 'irn dritten Stock des Seitenflügels wohnenden Arbeiters in Schrecke« versetzt. Der 67jährige Arbeiter Christ, der fc^an lange ohne Arbeit war, öffnete plötzlich das genftn und sprang in selbstmörderischer Absicht auf kg Hof. Mit zerschmetterten Gliedern blieb er liegen Der Arzt konnte nur noch den Tod feststellen.
Magdeburger Ehepaar vergiftet sich in einem Berliner Hotel
Berlin, 13. April. In einem Hotel am Pot» damer Platz wurde, wie die B. Z. a. M. meldet, Montag früh der 36 Jahre alte Kaufmann Walter Zentner aus Magdeburg, Annastraße 43, und sei« 40jährige Frau Margarethe in ihren Betten durch Strychnin vergiftet aufgefunden. Zentner war bereits tot, während seine Frau noch schwache Lebens. Zeichen von sich gab und vom Rettungsamt in d« Elisabethenkrankenhaus geschafft wurde. Ihr Z«. stand ist aber hoffnungslos.
Die „ Schleswig-Holsteinische Tageszeitung" verbale«
Kiel, 12. April. Der Oberpräsident der Pw vinz Schleswig-Holstein hat auf Grund bet Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfu«; politischer Ausschreitungen das Erscheinen der fr Itzehoe herausgegebenen „Schleswig-Holsteinischen Tageszeitung" auf die Dauer von vier Wochen don 12. April bis zum 9. Mai wegen eines am 10. April gebrachten Artikels „Terror der schwarzrvte« Diktatur" verboten.
Ende des Braunschweigischen Schulstreiks
Braunschweig 13. April. Der zweitägige Proteststreik an den weltlichen Schulen in Braunschweig und Wolfenbüttel ist beendet. Die Kinder sind fjeute überall vollzählig zum Unterricht erschienen und bet geordnete Schulbetrieb ist wieder ausgenommen worden. Gegen di Eltern und die Personen, die siä als Streikposten betätigt haben, soll in der ange
Knndftmk-Vvosvatmn j Dienstag, den 14. April
6.15: SF Wettermeldung. Anschließend: Morgengymnastik. 7.15—8.15: SWF Frühkonzert. 12: SWF Schallplattenkonzert. 14.10: Werbekonzert. 15.20—15.50: SWF Hausfrauen-Nachmittag. 15.50 bis 16.10: SWF Aus dem Stadtgarten Offenbach: Reportage von der Ausstellung „Die praktische Hausfrau und ihr Heim". 16.30: SF Nachmittagskonzert. 18.15: SWF „Ueber den Gebrauch von Fremdwörtern", Vortrag. 18.45: SF Erinnerungen aus dem literarischen Elsaß von 30 Jahren, Erzählung. 19.15: SF Von Freiburg: Zitherkonzett des Freiburger Zitherquartetts. 20: SF Aus dem Großen Haus der Württembergischen Landestheatek Stuttgart: „Der Freischütz" Romantische Oper ht 8 Akten.
Beverne, Beviammlttttsett.
Turn- und Fechtklub. Morgen Mittwoch, 8 Uhr, Hauptversammlung. Tagsordnung in der letzte» Vereinszeitung. LeichtathletiAraining Dienstag ° Uhr Waldesel. 807
Ev. Frauenhilfe Hanau. Zu dem am Mittwoch, 15. April, abends 8 Uhr, stattfindenden Lichtbilder- vortrag des Herrn Missionar Seibold über ärztliche Mission, ist an uns eine besondere Einladung ergangen. Wir bitten um rege Beteiligung.
60/94. Heute Dienstag abend 8.15 Uhr Zusammenkunft der Alten Herrenmannschaft im Eigenheim. Wichtige Besprechung. Einladungen sind ergangen. 510
Deutscher Offizierbund. Der Bund Königin Luise lädt zu einem am Mittwoch den 15. 4., abends o Uhr, im Saale des Hotels „Zum Riefen" stattftn- denden Vortrag, in welchem Herr Zeiher von Büren über „Meine Flucht aus Afrika" sprechen wird em- Kath. Kaufm. Verein Hanau. Wir verweisen aul den heute abend um 8 Uhr im Hotel Riesen staw findenden Vortrag des Herrn Dir. Korthaus von der Genossenschaftszentrale Berlin, über Genossensckafts- wesen. Die Mitglieder wollen sich hieran beteibaen-
Deutsche Volksparkei (Frauengrupve). Am Mittwoch, 15. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, findet in monatliche Zusammenkunft im Bürgerverein fwtt
Die Stuhlverrtopsung.
Von Dr. med. Kanellis, Berlin.
Bei Stuhloerstopfung und Hartleibigkeit wird o* Leib durch Anhäufung unverdauter Nahrungsreste > Darm gespannt und aufgebläht. Man fühlt sich haglich und leidet unter dem Gefühl der Völle und a Appetitlosigkeit. Blutandrang, Eingenommensein ’ Kopfes und leichte Schwindelgefühle machen sich ”, merkbar. Hier schafft man am zweckmäßigsten dadurch Abhilfe, daß man gleich bei den ersten Stuhlbeschwe, den ein pflanzliches Abführmittel anwendet, rote “ die mild und zuverlässig abführenden Apotheker S' chard Brandt's Schweizerpillen sind, die man in a“ Apotheken erhält. Am besten nimmt man die vlUe abends vor dem Schlafengehen ein. Die Wirkung erfolgt dann am nächsten Morgen, ohne daß die Na« ruhe gestört wird.