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fm^SÖr^anau Giadt und Land
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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Lezieher keinen Anspruch ans Lieferung oder Nachlieferung oder aui Rückzahlung des Lezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. / Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr 3956, 395?, 3958
16. WäNZ
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Deutschland verlor in Paris das erste Fußball-Länderspiel gegen Frankreich 0:1.
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* Der Gesamtvorstand der Staats- 'Partei billigte die programmatischen Ausführungen von Dr. Külz und sprach dem Parteiführer Dietrich Dank und Vertrauen aus.
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Im Reichstag wurde am Samstag das Genfer Handelsabkommen in zweiter Lesung angenommen und die Beratung des Haushalts des Reichs- arbeitsmimsteriums fortgesetzt.
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Im Haus Halts Ausschuß des Reichstages wurde am Samstag der Ergänzungshaushalt ohne wesentliche Aenderungen angenommen. Damit sind die gesamten Haushaltsverhandlungen des Ausschusses mit Ausnahme der Frage der Einsparungsermächtigung, die noch in dèr nächsten Woche bereinigt werden soll, beendet.
Wie der Berliner Polizeipräsident mitteilt, ist die für heute anaekündigte Versammlung der Ratio nalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, in der Dr. Goebbels als Redner auftreten sollte, verboten worden, da sie als eine unfriedliche anzusehen sei.
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Das Berliner Kammergericht hat die Verordnung des Berliner Polizeipräsidenten, wonach das Tragen des Braunhemdes und der Rotkämpfer uniform verboten ist, für ungültig erklärt.
* Auf dem Bertretertag des Landesverbandes der Deutschen Volkspartei in Bayern sprach der IW&Nlpk M« A Aenderuf^ des Kurses warnte.
In Solingen drangen in der vergangenen Nacht-Hwei maskierte Räuber in die Ab- red)nungsftelle der städtischen Bahn ein und zwangen die dort anwesenden Beamten mit vorgehaltenen Revolvern, die Schlüssel zum Geldschrank auszuhändigen. Dann fesselten sie die Beamten und raubten 9000 RM. Die Täter waren etwa 25 Jahre alt, einer von ihnen sprach französisch.
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Der Lippische Landtag hat am Samstag in namentlicher Schlußabstimmung mit zwölf gegen sechs Stimmen die Vorlage über die Aushebung der lippischen Landes strafan- stalt angenommen und erteilte damit dem Landes- präsiidium die Ermächtigung zum Abschluß einer Vereinbarung mit dem Justizministerium über die Unterbringung der lippischen Gefangenen in preu- ßschen Anstalten.
In der Angelegenheit des Lübecker Säug- tingssterb ens ist nunmehr nach Abschluß der Voruntersuchung gegen die beteiligten Aerzte Anklage wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung erhoben worden. Die Anklage richtet sich gegen Obermedizinalrat Dr. Eichstedt, Professor Dr. Deycke und Prof. Dr. Klotz.
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Blättermeldungen zufolge ist Charlie Gap« Hm mit dem Prager Nachtschnellzug nach, Wien o b g e r e i st. Er wird sich nur kurze Zeit in Wien aufhalten.
In der eidgenössischen V o l k s a b st i m - «jung über die Erhöhung der Wahlzahl kür den Nationalrat von 20 000 auf 22 000 und die Verlängerung der Amtsdauer der eidgenössischen Behörden von drei auf vier Jahre wurden die beiden Vorlagen bei schwacher Stimmbe- tsiligung (40 v. H. der StiiMnberechtigton) mit ge= ringen, Mehr angenommen. Der künftige Nationalrat wird statt 198 Abgeordnete 187 zählen.
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Aus Tokio wird gemeldet: Der hiesige Han- ^elssach verständige der Sowjet- regierung Panikejew wurde heute früh 9 Uhr beim Verlassen seiner Wohnung von einem unbekannten angeschossen und lebensgefährlich verletzt.
Auf der Insel Leukas ist im Dorf Hagias Petros der Erdboden auf einer Fläche von 6000 Quadratmeter ein gestü rzt. Die Erdbewegung dauert an und droht, andere Dörfer in Mitleiden- •W zu ziehen.
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3n der Nähe von Charleroi brannte die Kirche der tteinen Gemeinde Vienne les Habbart vollständig nieder. Man führt den Brand «uf einen schadhaften Koksofen zurück. Das Feuer ^'urd« kurz vor Messe von den ersten Kirchen- bemchern entdeckt. Der historisch Verlust ist außerordentlich hoch Die Kirche gehört zu den geschützte« Denkmälern des Landes und stammt aus dem vahre 1311.
1 •) Näheres stehe im politischen Teil.
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Am Samstag und Sonntag ist es in verseh tischen Schlägereien gekommen, wobei es zahlrei in einem Autobus ein kommunistisches Bürger
Sm Auisbus MthsMn
Hamburg, 15. März. Das kommunistische Bürgerschaftsmilglied Henning ist in der letzten Nacht gegen 0.40 Uhr in einem Autobus, der von Zollenspieker nad) Hamburg fährt, kurz hinter Och- fenwörder erschossen worden. Henning befand sich in Begleitung eines Parteigenossen Lohnbley. In Fünf- Hausen bestiegen drei Männer den Omnibus, die zunächst ruhig Platz nahmen. Plötzlich erhoben sie sich, zogen Pistolen aus der Tasche und riefen den Fahrgästen zu: „Hände hoch!" Dann folgten sie Henning, ob er das kommunistische Bürgerschastsmilglied Andre fei und forderten ihn auf, seine Papiere zu zeigen. Als Henning hierauf seinen Ramen nannte, erwiderten sie: „Dich suchen wir gerade!" 3m gleichen Augenblick gaben sie eine Anzahl Schüsse auf Henning ab, sprangen alsdann aus dem Wagen und schossen auch von draußen weiter in den Wagen hinein. Henning war sofort tot. Eine im Wagen befindliche Lehrerin erhielt zwei Beinschüsse. Die Täter entkamen im Dunkel. Rach den bisherigen Ermittlungen sind sie in rechtsradikalen Kreisen zu suchen. Der Ermordete ist geborener Magdeburger und steht jetzt im 40. Lebensjahre. Er gehörte seit 1928 der Hamburger Bürgerschaft an.
IusammensiStzs zwifKs« âommnniKe« und Oolkrek
Eberswalde, 15. März Am Samstag und Sonntag veranstalteten Berliner und Eberswatder Kommunisten in Finow und Finowfurt mit dortigen Ortsangehörigen der KPD. mehrere Propa- ganüamnzüge. Die Berliner Kommunisten waren in zwei Lastautos gekommen. Als am Sonntag ein Demonstrationszug in den Straßen des Ortes demonstrierte, kam es zu einem schweren Zusammenstoß. Ein Berliner Privatauto hatte infolge des Straßenschmutzes die Marschteilnehmer bespritzt und war von den Demonstranten angehalten worden. Der Führer wurde bedroht und verprügelt und das Verdeck des Autos mit Messern entzwei geschnitten. Als das in Finowfurt stationierte Polizeikomnmndo mit den Landjägerbeamten eingriff, wurden die Beamten ebenfalls von den Demonstranten angegriffen. Eine Anzahl Polizerbeamter wurde zu Boden geschlagen und von den Kommunisten schwer mißhandelt. Sie konnten sich nur mit dem Gummiknüppel der Uebermacht erwehren. Erst als ein am Boden liegender Beamter einen Schreckschuß abgab, gelang es, die Menge zu zerstreuen. Auf dem Wege von Finow nach Finowfurt kam es zu mehre-
Murrdsebung
LandvEes
Eine Rede des «sicksevuSSvungsmiulltevs
Weimar. 15. Wär;. Am Samstag fand der Reichsparteitag der Christlich-Rationalen Bauern- und Landvolkpartei statt. 3m Anschluß an diese Tagung ging heute eine große Kundgebung des Landvolkes vor sich.
Unfruchtbarkeit des Resignierens und des Reso- lutionierens, heraus aus der Jagd nach unerreichbaren, fernen Zielen.
Heute heiße es: Beherrscht zufassen und klar Farbe bekennen und nicht ausweichen vor dem Ernst der Entscheidung.
Nur in täglicher politischer Aktivität könne das Landvolk sich den Weg ins Freie bahnen. Wehe denen, die abseits stehen, erklärte der Minister, und fuhr dann fort: Wehe denen, die uns in dieser elementaren Not den Rücken kehrten, in der es täglich gilt, unsere Scholle neu zu erobern. Mit der Parole „Macht Euren Dreck allein" sei weder der Landwirtschaft noch dem deutschen Volke zu helfen. Es ist ja so bequem, wenn man nun fern von den politischen Geschäften im Lande umherzieht und erklärt: All das Elend von heute haben wir ja längst vorausgesagt, jetzt wird das Volk erkennen, wie es unter der Last eines unfruchtbaren Systems zu kämpfen hat. Jetzt mögen doch diejenigen Parteien, die die „Suppe" unserer heutigen Not eingebrockt haben, sie auch auslöffeln. Demgegenüber frage ich:
Wuß nicht das ganze deutsche Volk. namentlich auch das deutsche Landvolk, diese IDafferfeppt
Im Deutschen Nationaltheater und in allen verfügbaren Sälen waren die Bauern aus ganz Thüringen zusammengekommen, um ihren Fiihrern ein Treugelöbnis abzulegen. Der zweite Vorsitzende des Thüringer Landbundes, Finanzminister Baum leitete "im Deutschen Nationaltheater die Kundgebung. Er richtete Dankesworte an den anwesenden Reichsernährungsminister Schiele für besten tatkräftiges Eintreten für die Belange der Landwirtschaft und betonte, das das Versagen der Rechtsopposition bei der Mitarbeit außerordentliche Gefahren mit sich bringe.
Darauf hielt
KerchsevnKhvtmssmrnMev GMsle
eine Rede. Er betonte die bittere Not der Landwirtschaft. Die Zeit verlange nach Ordnung und Sammlung der Fronten und nach klaren Marschparolen. Das deutsche Land habe keine Wahl in seinem harten Schicksal. Seine Parole heiße kämpfen. Es müsse schöpferisch positiv eingestellt sein und seine Mission sei, mitten in der Feuerlinie des pol. Ringens zu stehen. Deshalb müsse es heraus aus der
- Schwere
iedenen Städten wiederum zu schweren poli- che Verletzte gegeben hat. 3n Hamburg wurde chaftsmikglied erschossen.
ren Zusammenstößen, bei denen wiederum der Gummiknüppel in Tätigkeit treten mußte. In Eberswalde wurde der Haupträdelsführer Schaumberger aus Berlin feftgenommen. Weiter erfolgten 16 Feststellungen wegen verbotenen Waffentragens. Bei dem Zusammenstoß in Finow wruden insgesamt vier Polizeibeamte schwer verletzt.
OoSMchs SchMgerewtr
Düsseldorf, 15. März. Bei den heutigen März- Kundgebungen der K. P. D. kam es in den Nachmittagsstunden in einigen Straßen zu schweren Schlägereien zwischen K. P. D. und Stahlhelmleuten. Eine Gruppe Kommunisten, die aus der Altestadt zum Münsterplatz marschierte, kreuzte in dem Augenblick die Kaiserstraße, als ein Straßenbahnwagen, auf dessen Vorderplattform einige Stahlhelmleute in Uniform standen, an einer Haltestelle stand. Die Kommunisten griffen die Stahlhelmleute an. Der einschreitende Polizeibe- amte wurde von den Kommunisten niedergeschlagen. Auf dem Weitermarsch trafen die Kommunisten eine andere Gruppe Stahlhelmleute. Es entwickelte sich sofort eine Schlägerei. Sieben Stahl- Helmleute wurden teils schwer, teils leicht verletzt. Von den Verletzten befinden sich noch drei jm Krankenhaus, die übrigen vier wurden nach Anlegung von Verbänden entlassen. Einige an der Schlägerei Beteiligte wurden festgenommen.
Gelsenkirchen, 16. März. Im Stadtteil Horst kam es gestern abend zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten zu einer schweren Schlägerei, in deren Verlauf ein Kommunist einen Steckschuß in den Rücken erhielt und außerdem mehrere Schlagverletzungen am Kopf davontrug. Ferner wurden sieben Nationalsozialisten verletzt, jedoch nicht lebensgefährlich. — Die Polizei nahm 12 Zwangsgestellungen vor.
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Essen, 14. März. In den frühen Morgenstunden de. Samstags wurde ein Trupp von 15 Nationalsozialisten, der sich auf dem Heimwege nach Essen-Kray befand, an der Zeppelin-Brücke von un- bekannten Tätern mehrfach beschossen. Es wurden insgesamt etwa 20 Schuh auf den Trupp abgegeben. Dabei wurde der 18 Jahre alte in Essen-Kray wohnende Anstreicherlehrling Friedrich Felgendreher durch einen Kopfschuh lebensgefährlich verletzt. Der Verletzte wurde dem Krankenhaus zuqe- führt, wo er inzwischen verstorben ist. Für die Ermittlung der Täter hat der Regierungspräsident in Düsseldorf eine Belohnung von 1000 RM aus- gesetzt.
des Elends auslöffefa? verstärken wir wirklich unsere Stellung im Kampf um das System, wenn wir uns selbst von den entscheidenden TNachtoositioncn im Staate ausschalten?
In der Frage, ob die Regierung nicht die Absicht habe, mit dem neuen Ermächtigungsgesetz den polnischen Handelsvertrag unter Umgehung des Reichstages in Kraft zu setzen, habe die amtliche Mitteilung ja die nötige Klarheit geschaffen. Er müsse aber die Frage zurückgeben: Glaubt man in den Kreisen der Sezessionisten, daß man einer befriedigenden handelspolitischen Entwicklung an« ders erfolgreich begegnen könne als durch aktive Mitarbeit im Brennpunkt der politischen Entscheidungen? Sind nicht fast alle Handelsverträge seit dem übereilten Exodus der Deutschnationalen im Jahre 1925 auf Kosten der deutschen Linnenwirt- schast abgeschlossen worden? Wie will man der Landwirtschaft helfen, wenn man Ermächtigungs- Zölle ablehnt, nur weil sie von einer „landwirtschafts- feindkichen Regierung" zur völligen Niederreißung des Zollschutzes verwandt werden könnten? Wohin führt denn der Weg der unentwegten Negation? Gerade weil wir um die seelische Widerstandskraft im Lager der Rechten kämpfen, treten wir mit offenem Visier denen entgegen, die auf Irrwegen wandeln. Wir tämpfen nicht etwa gegen die äußerste Rechte; vielmehr ist es unser Ziel, sie aus ihrer Weltferne und Romantik herunter zuzwingen in den realen Kampf um Sein oder Nichtsein der.Nation. Für uns und die Grüne Front kann es nur eine Marschparole geben:
Zähes Festhallen an dem Errungenen, keine übereilte Preisgabe von Wachlposilionen und ständiges Bereitsein zu aktivem handeln, soweit und solange ich es vor meinem Gewissen verantworten kann. Das ist der Weg, den ich bisher gegangen bin und don ich weiter gehen «verde. Hierzu verlange ich aber Ihre Withilse und Ihr Vertrauen. Ohne unmittelbares Verhältnis von Führer und Gefolgschaft kann sich das Werk nicht vollenden.
Unmittelbar nach Schiele sprach
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Dem Grafen wurde von den Thüringer Bauern ein ausgesprochen unfreundlicher Empfang bereitet. Seiner Rede sei folgendes entnommen:
Der Reichslandbund kämpft um eine Reichsleitung, die sich freimacht von den bisherigen schädlichen Einflüssen und Abhängigkeiten, und
fordert daher den Rücktritt einer Regierung, die nicht sofort und ungeschmälert diese Forderung
zur Tat macht.
Die Agrarvorlage fordert eine Ermächtigung der Reichsregierung für freie Handhabung der Zölle auf allen Gebieten In der Hand einer für die Nationalwirtschaft energisch kämpfenden Reichsregierung kann diese Ermächtigung ein wirksames Instrument werden, vorausgesetzt, daß die Regierung durch Lösung der handelspolitischen Bindungen sich die freie Handhabe der Zollermächtigung ermöglicht. Die gegenwärtige Zusammensetzung der Reichsregierung läßt diese Hoffnung allerdings als einen gefährlichen Optimismus erscheinen. Die Tatsache, daß es Reichsernährungsminister Schiele gelungen ist, nach schweren Kämpfen die Zollermächtigung durchzusetzen, bedeutet zwar für ihn einen persönlichen Erfolg, aber für die Sache selbst noch keinen entscheidenden Sieg. Die Lösung der Hauptfragen steht vielmehr noch aus: sie würde nur aus dem Parlament in das Kabinett verlegt sein. Graf Kalck- reuth verwies auf die Gegnerschaft des Reichswirtschafts- und Reichsarbeitsministeriums. Die Einbringung der Genfer Zollfriedensoorlage komme geradezu einer Sabotage der von der Landwirtschaft geforderten Schutzmaßnahmen gleich. Die unmittelbar bevorstehende dritte Lesung im Reichstag gebe der Reicksregierung Gelegenheit, das, was sie bisher bei den Ausschußverhandlungen versäumt hat, in letzter Stunde nachzuholen. Bedenke man, daß so wichtige Forderungen des Reichslandbundes, wie die nach einer allgemeinen Lastensenkung nach Einführung eines Steuernotjahres usw., gänzlich unberücksichtigt geblieben seien, vergegenwärtige man sich die Unzulänglichkeit auch der neuen Osthilfepläne, so könne man nur zu dem Gesamturteil kommen, daß die vorhandenen Ansätze so gering sind, daß der Reichslandbund seine ganze Kampfeskraft einsetzen müsse, um einen weiteren Ausbau der Agrarmaßnahmen und ihre zielbewußte Handhabung zu erzwingen.
In der öffentlichen Auseinandersetzung über diese Frage hat besonders die Tatsache der
nationalen Sezession
eine große Rolle gespielt. Wie man sich auch zu der Zweckmäßigkeit dieser Maßnahme stellen mag, so wäre es doch eine Verschiebung des Schwergewichts der politischen Verantwortlichkeit, wenn man auf Grund dessen die Reichsregierung von ihrer Pflicht entbinden wollte, die ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Durchsetzung der notwendigen Agrarmaßnahmen restlos auszunutzen. Schon bei der Frage des zollfreien Gefrierfleifchkontingents
Die heutig« Kummev umfaßt 12 Geiteil