General anzeiger Mr
nzriger
Sanau Stadt und Land
K« 58
Diensta« den
10. März
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Groener antwortet Maginot
SttvüBweNuttg dev KekegSschuldküse - Deutschland hat adsevüttet, doch Svankvelch hat das MvkKe und kchlaskeettsKe âtesstnftvnment dev wett seschafsen - Deutschland beansvvucht gleiche Sichevhett wie andeve Staaten
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Aus Anlaß der zehnjährigen Wiederkehr der Volksabstimmung in Obsrschlesien findet am 22. März in Beuthen eine Erinnerungsfeier statt. Zu dieser wird auch Reichskanzler Dr. Brüning fahren. Er dürfte dabei von einem Minister des preußischen Kabinetts be- glestet werden.
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* Der Berliner Polizeipräsident hat eine Bekanntmachung erlassen, in der er unter Hinweis auf zahlreiche Anpöbeleien von Polizisten, die sich kürzlich in nationalsozialistischen Versammlungen ereigneten, ankündigt, daß in Zukunft bei Vorfällen ähnlicher Art die V e r s a m m l u n g e n s o - fort verboten werden.
In einer vom Reichsrentnerbund in den Kammerfälen Berlin veranstalteten großen Kundgebung wurde die Forderung vertreten, daß die ehemaligen Kleinrentner aus der kommunalen Fürsorge herausgenommen werden, und daß möglichst rasch von Reichs wegen ein Renineroersor- gungsgesetz geschaffen wird.
* Der Präsident des Reichsland- bundss, Bauerngutsbesitzer Bethge, erklärte dra , -------- ------„, _..,0 wie die frühere, versagt habe, weshalb es hinfort nur eine Parole gäbe; Rücksichtsloser Kampf!
Innerhalb der beteiligten Restarts der Reichsbahn finden gegenwärtig Verhandlungen statt, ob neue Frachtermäßigungen bei der Reichsbahn möglich und durchführbar seien. Das gilt im besonderen für Eier und deutsche Rohwolle. Weiterhin soll geprüft werden, ob eine Herabsetzung der Nebengebühren möglich sein wird. Geprüft wird auch, ob im Hinblick aus die allgemeine Notlage die Bestimmungen über die Erstattung von Standgeld vorübergehend geändert werden tonnen*
Englischen Blättermeldungen zufolge wird die französisch-italienische F. lottenver- einbarung morgen in London in Form eines Auszuges veröffentlicht werden. Am Nachmittag wird der 1. Lord der Admiralität im Unterhaus Erklärungen dazu geben.
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Der amerikanische Staatssekretär Stim- son hat angekündigt, daß ein besonderer Unter- staatssekretär mit der Sammlung von Nachrichten aus Rußland betraut werde, da sich infolge des Fehlens einer diplomatischen Verbindung mit Rußland der Mangel unmittelbarer Unterrich- tung fühlbar mache.
Aus Port Louis wird gemeldet: Infolge des Wirbelsturmes, der während der letzten Tage auf der Insel Momitius große Verheerungen anaerichtet hat, sind schätzungsweise 10 000 Menschen obdachlos geworden. Es herrfcht Mangel an Lebensmitteln. Die Regierung läßt in aller Eile die mit Trümmern bedeckten Straßen freimachen, um Lebensmittel in die heimgefuchten Gebiete senden zu können.
Vor einer großen Menschenmenge wurden gestern in Tokio bei einem Schaufluge Versuche mit künstlichem Nebel vorgeführt. Aus einigen Flugzeugen tropfte dabei die säure- ------- * ' :, durch deren Zerstäu- t wurde, auf die Zu-
gallige Flüssigkeit, bung der Nebel hergestellt schauer, und Hunderte von ------------ -------
erlitten schmerzhafte Verbrennungen.
von Männern und Kindern
Zum ersten Male in der Geschichte des eng» tischen Segelslugs ist ein Katastrophe mit tödlichem Ausgang zu verzeichnen. In der Nähe von Harcenden in der Grafschaft Herts- fordshire stürzte ein Apparat aus einer Hobe von rund 20 Meter ab, wobei der Führer getötet wurde. Für den Start war eine neue Methode angewandt worden, die vom Führer selbst erfunden war. Das Startkabel wurde durch den Motor eines Automobils auf einer Winde schnell eingeholt, wodurch der Apparat eine Geschwindigkeit von rund 130 Kilometer erhielt. Er stieg bis zu einer Höhe von 20 Meter und stürzte dann plötzlich Ab, da der Führer nicht rechtzeitig die Kontrolle über den Apparat gewann.
Die Einladung zur Teilnahme an der internationalen Weizenkonferenz, die am
März in Rom beginnen soll, ist von der amerikanischen Re-gierung ab gelernt worden.
i *) Näheres stehe im politischen Teil.
Groenee gegen Maginot
Berlin, 9. März. ReichswehrminiskerGroener eröffnete heute die auf drei Tage berechnete Debatte im tzaushaltsausschuh über den Wehretat mit einer Rede, die nicht nur deshalb beachtlich ist, weil sie in kategorischer Form jede Aenderung am Wehretal, also auch jeden Verzicht auf einzelne Positionen wie beispielsweise die erste Baurale für Panzerschiff B ablehnk. Sie ist auch außenpolitisch, besonders in der Zurückweisung der Rede des französischen Kriegsministers Maginot von grundsätzlicher Bedeutung.
Reichswehrminister Dr. Groener begründete den Reichswehretat: Ich möchte ausdrücklich betonen, daß muh alle Angriffe von links und rechts nicht dazu veranlassen können, die von mir von jeher eingehaltene Linie in der Führung der Reichswehr auch nur um Haaresbreite zu ändern, denn ich bin der festen Ueberzeugung, daß die von mir vertretenen Grundsätze allein gewährleisten, daß die Wehrmacht überparteilich und dem politischen Streit entzogen bleibt.
Die Wehrmacht dient dem Staate, nicht den Parteien. Daran halte ich unverbrüchlich fest.
Ebenso ist es für mich eine selbstverständliche Pflicht, dafür zu sorgen, daß die Wehrmacht das erhält, was sie für die Erfüllung ihrer Hauptaufgabe. den Landesschutz, braucht.
gung der Roklage unseres Volkes und bei strengster Sparsamkeit diese lebensnotwendigsten Forderungen erfüllt werden, und ich bin nicht in der Lage, hierin irgendwelche Konzessionen zu machen.
Der französische Kriegsmini st er Maginot hat vor der französischen Kammer zu der Abrüstungsfrage erklärt, es nicht anerkennen zu können, daß alle Völker einen Anspruch auf Behandlung auf gleichem Fuße hätten. Herr Maginot glaubt, wenn man in der Welt die internationale Gerechtigkeit zur Herrschaft gelangen lassen wollte, sei es ebenso notwendig wie gerecht und eine Bürgschaft für die anderen Nationen,
und eine Bürgschaft für die anderen 31 wenn diejenigen Länder, die die Angreifer gewesen seien, strengeren Beschränkungen der Rüstungen unterworfen würden, als diejenigen Nationen, die keine Angriffe begangen hätten.
Demgegenüber' habe ich folgendes zu erklären: Unsere Stellungnahme zu der sogenannten Kriegsschuldfrage ist wiederholt aus berufenstem Mund vor aller Well klargestellt worden. Vor kurzem hat der Herr Re'ichsaußenminister hierzu im Namen der Reichsregierung bedeutsame Erklärungen abgegeben, die ich nicht zu wiederholen brauche.
Die Versailler These, von der Alleinschuld Deutschlands ist längst von der internationalen historischen Wissenschaft widerlegt worden.
Wir haben den Spruch eines wahrhaft unparteiisch zusammengesetzten internationalen Gremiums, dessen Zusammentritt die deutsche Regierung von jeher gefordert hat, nicht zu fürchten!
Die Feststellung der Wahrheit wird vielmehr den Verträgen, die aus der Behauptung von Deutschlands Alleinschuld am Kriege beruhen, diese Stütze endgültig entziehen
Deutschlands Entwaffnung ist im Ver- sailler Vertrag damit begründet worden, daß sie die Einleitung einer allgemeinen Rüstungsbeschran- kung aller Nationen einleiten sollte. Deut chland hat diese Vorbedingung erfüllt. Wir sind abgerü- ste in einem Maße, das in der Geschichte ohne Beispiel ist. Die anderen Mächte aber haben sich verpflichtet. uns auf dem Wege der Abrüstung zu folgen Daß es sich hierbei um eine rechtlich verbindliche Verpflichtung handelt, haben maßgebende Staatsmänner der anderen Seite wiederholt bestätigt.
Wir haben das Recht, zu verlangen, daß die Ungleichheit der Rüstung, die durch Deutschlands Vorausleistung auf diesem Gebiete entstanden ist, gemäß den Vertragsbestimmungen durch eine entsprechende Rachleistung der anderen Mächte ausgeglichen wird. Wir haben das Recht auf denselben Grad von Sicherheit, den die andere» Staaten für sich in Anspruch nehmen.
Wir erheben unsere Forderung auf allgemeine Abrüstung, wie auch der Herr Außenminister in seiner Wiener Rede betont hat, im Interesse des Friedens und des Wiederaufbaues von Europa, der dringendsten Aufgabe unserer Zeit. Deutschland ist bereit und st stets bereit gewesen, an jeder Art von Abru- tung positiv mitzuarbeiten, die auf der Grundlage )er Gleichberechtigung vorgenommen wird.
Herr Maginot hat nun darauf hinaewiesen, daß — „ Frankreich der Abrüstung bereits Rechnung getra-' lionen RM.
gen habe. Es habe die Zahl seiner Divisionen gegenüber dem Stande von 1913 herabgesetzt und habe heute weniger Mannschaften bei der Fahne als damals. Statt der dreijährigen habe es die einjährige Dienstzeit eingeführt.
Wir können die Organisationsänderungen des französischen Heeres nicht als Abrüstung aner- kennen. Es handelt sich vielmehr um eine wohlerwogene Umrüstung, die den Kriegserfahrungen und der rapiden Entwicklung der Kriegstechnik Rechnung tragend, die Schlagkraft der französischen Armee nicht vermindert, sondern beträchtlich vermehrt hat.
Der Wert eines Heeres richtet sich nicht nach der Länge der Dienstzeit, sondern nach der Intensität der Ausbildung, nach der Stärke der ausgebildeten ^eierpen, nach per ZE und der.Mts des Maie, riats. Alles des besitzt die französische Armee in vollkommenstem Maße. 1912 war sie bei zweijähriger Dienstzeit 640 000 Mann stark, heute steht nur noch ein Jahrgang bei der Fahne und dennoch beträgt die Gesamtstärke des Heeres fast ebensoviel. Fast die Hälfte des Heeres, mindestens 230 000 Mann, dient über die gesetzliche Dienstzeit hinaus und liefert ein hochqualifiziertes Ausbildungsper- jonal. Ein neuer Beamtenkörper hat den Soldateu die Mobilmachungsvorarbeiten, die Verwaltung des Kriegsmaterials, den Kanzleidienst abgenommen 30 0O0 Zivrlangstellte befreien die Soldaten vom Arbeitsdienst. Die Jugend wird in einem früher nie gekannten Maße auf den Militärdienst vorbereitet. Daher ist Frankreich heute in der Lage, auch in der einjährigen Dienstzeit seinen Soldaten eine vollendete militärische Ausbildung zu geben.
Sprechen die Tausende von Tanks, von Flugzeugen, von Geschützen, die Zehnlausende von Maschinengewehren von Abrüstung? Außerdem besitzt Frankreich noch Massen an lagerndem Material aller Art. Wieviele Verbände es im Kriege aus seinen ausgebildeten Reserven ausstellen und mit diesem Material bewaffnen kann, das ergibt sich schon daraus, daß die Zahl der Generale und höheren Stabsoffiziere trotz der Verminderung der
Die Oaeseßsn zum Wehrhaushalt öle Stekhswshv M fest in der Sand ihvev Mhvev
Nach der Rede des Reichswehrministers führte Abg. Stückten (Soz.) als Berichterstatter aus: Die Reichswehr hat in diesen Tagen auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken können. Die Kundgebung des Ministers bei dieser Gelegenheit war durchaus würdig und ernst. Die Reichswehr hat in diesen Jahren eine ganz gewaltige organisatorische Leistung vollbracht. Die finanzielle Last, die die Reichswehr dem deutschen Volke auserlegt, ist schwer, sie ist im wesentlichen darin begründet, daß wir ein ' Berufsheer haben. Von den Gesamtausgaben in Höhe von 495 Millionen RM entfallen allein 205 Millionen RM auf Gehälter. Die Anzahl der Empfänger hoher Bezüge ist nicht allzu groß. Das Anschwellen der Pensionslast stimmt bedenklich; man sollte die Offiziere erst pensionieren, wenn sie dienstunfähig sind. Die ausgeschiedenen Reichswehrangehörigen bekommen die ersten drei Jahre noch " Uebergangsgebührnisse, welche im ganzen 32 Millionen RM ausmachen. Da heute nicht mehr damit gerechnet werden kann, daß sie innerhalb dieser drei Jahre einen festen Beruf finden, muß man mit Anforderungen auf Erhöhung dieser Summen rechnen.
Das finanzielle Gesamtbild ist folgendes: Fortdauernde Ausgaben 469,5 Millionen (Minderbedarf 15,2 Mill.) einmalige Ausgaben 27,3 Mill., (Mehrbedarf von 1,2 Mill.), zusammen also 496,8 Mill. RM. Unter Berücksichtigung der Einnahmen beträgt der Zuschußbedarf im ganzen 472,8 Mil-
Anzahl der Friedensdivisionea gegen die Vorkrlegs. zeit auf das anderthalbfache gestiegen ist. Ferner haben sich die Ausgaben der Franzosen für militärische Zwecke seif dem Kriege unaufhörlich gesteigert. 1931 betragen sie 18,2 Milliarden Franken, d. b. fast 3 Milliarden Reichsmark. Alle diese unleugbaren Tatsachen führen den Beweis, daß Frankreich noch nicht damit begonnen hat, abzn- rüsten, daß es sich vielmehr durch feine neue Heeres- Organisation das stärkste und schlagfertigste Kriegs- instrument der Welt geschaffen hat.
Noch auf eine Behauptung muß ich eingehen, die während der französischen Kammerverhandlungen gefallen ist. Der Berichterstatter hat die deutschen Landstreitkräfts auf 100 000 Mann Reichs- Heer, 150 000 Mann Schutzpolizei und 30 000 Mann bewaffnete Zollbeamten berechnet. Diese Aufstellung muß aufs schärfste zurückgewie- s e n werden. Abgesehen davon, daß die Zahlen falsch sind — wir haben nicht 150 00 Mann Schutzpolizei, sondern nur 105 000 und davon wieder sind nur' 32 000 Mann kaserniert und ebensowenig haben wir 30 000 Mann bewaffnete Zollbeamte — ist es unsinnig, die deutschen Polizisten und Zollbeamten zu den Landstr eitkr äste n zu rechnen. Weder im Frieden noch im Kriege sind sie zum militärischen Dienst bestimmt noch dazu befähigt. Ihre Organisation ist durch die Internationale Kontrollkommis-
Wehrministerium den geringsten Einfluß.
Im Interesse der Wahrhaftigkeit wäre es dringend zu wünschen, daß diese gegenstandslosen Behauptungen, die schon jetzt in der französischen Kammer selbst Widerspruch gefunden haben, endgültig aus dem Bereich ernster Verhandlungen ausscheiden.
Wir werden sicher in Deutschland noch häufiger Veranlassung haben, uns vor dem Zusammentritt der Abrüstungskonferenz mit den verantwortlichen französischen Regierungsvertretern über die militärischen Streitfragen auseinanderzusetzen. Frankreich legt jetzt alles darauf an, sich selbst auf dem Abrüstungsgebiet in das beste Licht und Deutschland in das Unrecht zu setzen. Dis gestrigen Ausführungen Groeners mögen der Gegenseite beweisen, daß man diese französische Taktik in Deutschland nicht nur durchschaut, sondern ihr auch mit der gebotenen Entschiedenheit begegnet. Dabei ist es unbedingt notwendig, daß die deutsche Oeffentlich» teit sich restlos hinter den Reichswehrminister stellt.
Der Erlaß des Generals v. Hammerstein lasse erfreulicherweise an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
Ich gehöre nicht zu den Leichtgläubigen, die einen wesentlichen Erfolg von der Abrüstungskonferenz erwarten. Europa starrt heute in wasfen.
Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß bereits jetzt Versuche einsetzen, die Abrüstungskonferenz zu sabotieren, was vor allem dadurch geschieht, daß behauptet wird, Deutschland habe gar nicht abgerüstet. Die Interalliierte Militärtommission hat unsere Abrüstung sehr scharf kontrolliert und festgestellt, daß wir unsere Abrüstungsverpflichtungen in vollem Umfange durchgeführt haben. Wenn man alles, was heute Uniform trägt, der Reichswehr zurechnen wollte, dann könnte man ja auch die Feuerwehr noch hinzurechnen. Einer Umbiegung der Wahrheit muß mit aller Schärfe entgegengetreten werden, und es ist feftiuftellen, daß die Sozialdemokraten in Frankreich diesem Kriegstreiben entgegen getreten sind. Die Friedensstärke der Armee beträgt in Frankreich 655 700 Mann, in England 390 000, in Italien 380 000, in Polen 300 000, in Iugo- Karoten 150 000, in der Tschechoslowakei 140 000 Mann. In Anbetracht dessen ist es eine
Die heutiae Nummer umfass 16 Setten