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Nr. 51

Monkag den 2. März 1931

S dk t

^umovistttches aus einem Aeivatsbüvo

In den Heiratsbrüros, in denen der Ernst des Lebens herrscht, der für die Stiftung von Ehen er­forderlich ist, gibt es auch zahlreiche heitere Awi- schenfälle, von denen uns einige berichtet werden. Oft gibt es keinen größeren Gegensatz, als zwischen den Versprechungen und den Tatsachen. Vor einigen Jahren war überall die Nachricht von einersen­sationellen" Braut verbreitet, d. h. von einer Hei- ratssreuvigen jungen Dame, die aus irgend einem Grunde, trotz ihrer Schönheit und ihres Reichtums, keinen Mann findet. Da eine derartige Erscheinung in den heutigen Zeiten ein Wunder wäre, so nimmt man ay, daß es sich um einespleenige" Englän­derin hairdelt, die vor Geld uno Glück nicht weiß, was sie will. Da die Mitteilungen von dieser un­gewöhnlichen Jungfrau aus London kamen, jo schien diese Annahme richtig zu sein. Endlich ent­schleierte sich das Geheimnis. Es war eine ziem­lich ältliche Engländerin, die ein eigenes Auskunfts­büro unterhielt und den größeren Heiratsbüros Englands von heiratslustigen Millionenerbinnen Mit­teilungen machte. Es meldeten sich natürlich tau­sende von Bewerbern um diesen Goldfisch, denn es ist unglaublich, was für Männer sich als geeig­nete Gatten für verwöhnte und reiche Frauen an- jehen. Die Eitelkeit und Einbildung ist offenbar beim männlichen Geschlecht stark ausgebildet. Ueber diese Männer mußten nun bei den erwähnten Auskunftsbüros nähere Nachforschungen angestellt werden. Da jede Auskunft mit einem Pfund be­zahlt werden mußte, so kann man sich eine Vor­stellung davon machen, wieviel«Sensations- braut" mit ihrem Trick verdiente. Vor kurzer Zeit fand, in London der Prozeß statt, der tagelang Stoff zum Lachen bot. Wenn die Jagd nach Gold sich mit derJagd nach der Frau" verbindet, dann scheint die Lächerlichkeit keine Grenzen zu kennen. Eins der scherzhaftesten Ereignisse konnte vor kurzer Zett in Berlin registriert werden. Ein Mann und eine Frau hatten Heiratsabsichten, und da die Verhältnisse der beiden Bewerber geordnet waren, so begannen sie, einandergeistig" kennen zu lernen, vor der persönlichen Bekanntschaft, einen regen Briefwechsel. Auch die Photographien wur­den ausgetauscht und kein Mißverständnis schien diesen. künftigen Ehebund mehr stören zu können. Aber mit des Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten. Die Briefe gingen natür­lich durch das Heiratsbüro. .Als nun die beiden am verabredeten Tage zur verabredeten Zeit er- fdjiemen, da . . . stellte es sich heraus, daß sie nicht nur beide bereits verheiratet, waren, sondern daß sie sogar mit einandere verheiratet waren. Mann And Frau waren auf Abenteuer ausgegangen und einander in die Arme gelaufen. Die Gesichter bei der erstenzärtlichen Begegnung" tonnte nur ein Meister der Karrikatur sesthalteu. Und die Photo­graphien?!- Ja, die waren so alt und darum un­ähnlichen geworden, daß sich die Eheleute nicht mehr erkannten. Ueberhaupt die Photographien, die bei Heiralsgesuchen aller Art in den Dienst.gestellt werden, sind ein Ktpitel für sich. Folgende komische Geschichte hat den Vorzug wahr und vor kurzer Zeit in Berlin passiert zu sein. Eine nicht mehr ganz junge Dame suchte sich wieder zu. verheiraten. Dabei zog sie das Bild eines sehr schönen jungen Mädchens, das die Tochter Ler- Dame hätte dar- helltzn -können, aus. der Tasche. Das sollte-den Be­werbern gezeigt werden. Wenn man wollte, konnte man sogar eine Aehnlichk-eit mit der künftigen Braut erkennen, dann mußte man aber sehr nach- sichtigt urteilen. Ein junger Ingenieur fing-sofort Feuer, als er das Bild zum ersten Male sah.Diè oder keine!" war sein fester Entschluß. Man verab­redete eine bestimmte Zeit, wo sich das künftige Ehepaar in der Wohnung der Vermittlerin treffen sollte. Die Dame kam zuerst. Als der,-Bräutigam" erschien und die Bekanntschaft erfolgen sollte; ging die Dame auf den Herrn etwas verlegen zu "und sagte:Siehe da, Kurt, auf Heiratsfüßen?: Zur Vermittlerin gewandt erklärte sie:Es ist nämlich mein Sohn . . ." Er hat nie erfahren,- wer seine Auserwählte war, ebensowenig wie die Frau er­fuhr. daß ihr Sohn ihretwegen in das Heirats­büro gekommen sei. Er schwärmte seiner Mutter von der Schönheit seiner Auserwählten vor, aber als er das Bild der Mutter zeigen wollte, mußte es die Vorsteherin des Büros als verloren bezeich­nen. Nach einer halben Stunde unnützen Wartens Mrabschiedete sich dèrBrätigam", aber noch lange Zeit fragte er täglich nach, ob sich die treulose Braut nicht wieder gemeldet habe. Die Auskunft mußte leider stets verneinend ausfallend

wie Amerika sese« die AvbettSlostgSett 86me«

Die steigende Arbeitslosigkeit hat in Amerika die berufenen Stellen auf den Plan gerufen. Auch dort wächst die Zahl der Arbeiter, die durch die Maschine oder die Absatzkrise von ihren Plätzen verdrängt werden, fortgesetzt. Ein anderes untrügliches Zei­chen für ein Ueberangebot an Arbeitskraft ist die Tatsache, daß die jungen, billigen Kräfte die alten, geübten,, verdrängen. Man hast es daher für ange­bracht, möglichst frühzeitig mit den Abwehrmatznah­men zu beginnen. Natürlich werden die Wege, die Amerika einschlagen muß, andere sein als in Deutschland. Der Direktor des Bundesamtes für Berufsschulen machte kürzlich den Vorschlag, in größerem Maß als bisher den erwachsenen Er­werbstätigen Möglichkeit zur Aus- und Weiterbil­dung zu geben, auf diese Art ihre Berd ienftaus sichten 8u steigern und durch die Einrichtung von Berufs­beratungs- und Vermitlungsstellen diejenigen Ar­beitskräfte unterzubringen, die entweder ohne An­stellung sind oder in einem Berufe arbeiten müssen, der ihren Anlagen nicht entgegen kommt. Sarin steht er das eigentliche Problem, und er sagt, es sei unproduktiv und müsse die Arbeitsverhältnisse un­günstig beeinflussen, wenn sich viele Tausende von Menschen unter dem Zwang der Verhältnisse einer Beschäftigung zuwendn müßten, mit der sie nicht zufrieden seien. Arbeit, die man gern macht, ist

Buntes Altertet

Frau, der entsetzt flüchtete. Sann wandte er sich seiner Frau zu und brachte chr so schwere Ver­letzungen bei, daß sie kn bedenklichem Zustande ins Krankenhaus geschafft werden mußte.

Etne ativSmtMe Stratze als Avus

Die uralte Heerstraße Italiens, die Via Aurelia, ist jetzt mit erheblichen Kosten zu einer dem mo­dernen Bedürfnis entsprechenden Verkehrsstratze ausgebaut worden. Nach offiziellen Mitteilungen aus Rom ist die Straße, die längs der italienischen Riviera von der französischen Grenze nach Spezia, dem italienischen Haupthafen, läuft, auf eine Durch- schnittsbreite von 12 Meter gebracht worden, wäh­ren der Oberbau nach den Bedürfnissen des mo­dernen Auomobilverkehrs als Avus gestaltet wurde. Die geringste Breite der Straße beträgt jetzt 9 Meter, die größte in den Kurven 16 Meter, Mus­solini ha die Via Aurelia eine Landstraße genannt, die alle Reize romantischer Poesie mit altehrwür­diger Szenerie verbindet. Sie umsäumt die Küste des Ligurischen Meeres in ihrer ganzen Länge und führt an allen berühmten Plätzen wie San Remo, Pegli, Genua, Nervi, Rapallo und Santa Mar­gherita vorüber. Auf ihr wanderten und dichteten Shelley, der dort seinenEntfesselten Prometheus" schrieb, und Byron, der dort seinenChilde Harold" begann. Die Via Aurelia ist unter Berücksichtigung der Einschnitte der Küstenlinie nicht weniger als 550 Kilometer lang.

Mons Xin , dev kühne Gvvingev

Einer der Repräsentationsräume, die man am Quai d'Orsay, im Auswärtigen Amt in Paris zur-Verfügung der Staatsoberhäupter HW, die offiziell nach Paris kommen, ist ein sehr geräumi­ger Prunksaal mit einem großen, reich aüsgestät- teten Billard. Die Geschichte vermeldet jedoch nicht, daß, ein Souverän jemals auf diesem Billard eine Partie gespielt hätte. Was nun den König Alfons XIII. von Spanien betrifft, so benutzte er, als er zum erstenmal nach Paris kam, dieses Billard zwar auch nicht als Spielinstrument, wohl aber als Feld für sein sportliches Training, dem der König von jeher huldigt. So oft ihn fein Weg .an dem Billard vorbeiführte, fetzte er mit kühnem Schwung über die ganze Breite des Billards hin­weg. Diese Sprungleistung erregte jedesmal die staunende Bewunderung seines Gefolges, Ein König, der über ein Billard springt, dürfte auch vor dem Wagnis nicht zurückschrecken andere Hin­dernisse zunehmen".

Hvamoßerr wkedev Rothoren

Das französische Milftäramtsblatt veröffentlicht eine Verordnung, die weit und breit berechtigtes Auffehen erregen wird:-die rote Hofe wird in der Armee wieder eingeführt, zunächst allerdings nur 1m Offizierskorps. Die JnfaiUerieoffiziere werden künftig wieder breite, rote Hosen tragen, die Är- tillerie und die.Genietruppen^, gne früher, schwarze ^öfyi ^mit J^ hie Kavallerie

wird wieder humnetblau eingekteidet. Eine ver­nünftige Begründung dieser Maßnahme wird wohl schwer zu geben sein. Wie erstaunt waren zu Ve- ginndes Weltkrieges die deutschen Truppen, die in Frankreich einmorschierten, als sie mit den ersten Franzosen zusammenstießen,. die statt der erwar­teten Felduniform ihre roten Hosen, langschößigen blauen Waffenröcke und roten Käppis trugen,

MBS« !!»'

bessere Arbeit, sagt der kluge Amerikaner. Man will also diese Leute durch Berufsschulen befähigen, sich einer Beschäftigung zuzuwenden, die ihnen liegt. Man hofft, auf diese Weise gleichzeitig zahl­reichen Berufen neue Arbeitskräfte zuführen zu können, denn es gibt trotz der Ueberfüllung desAr- beitsmarktès eine Anzahl von Industriezweigen, wie sie vor allem die neueste technische Entwicklung hervorgebracht hat, die nicht genug ausgebildete Kräfte bekommen können. Die Taktik in der Be­kämpfung . der Arbeitslosigkeit besteht also m Amerika darin, den Arbeitsmarkt von dem ein­seitigen Ueberangebot Arbeitssuchender zu ent­lasten und es auf Gebiete zu verteilen, die noch aufnahmefähig sind. Voraussetzung ist dabei aller­dings, daß sich die Lage nicht wesentlich ver­schlechtert.

W lange noch Riagava- fäOe?

Ein gewaltiger Felssturz veränderte kürzlich die Gestall der Niagarafälle auf der amerikanischen Seite sehr stark. Der amerikanische Geologe Glaßmann glaubt, die Lebensdauer der Fälle auf etwa 20 000 Jahre schätzen zu dürfen. Es sind rund 50 000 Jahre her, daß der kurze Verbindungs­strom, der. den Eriesee mit dem Ontariosee vereint, zum erstenmal seine Wasser über das Dolomit­gestein der Felsen bei Leninston am Ontarioende des Flusses strömen ließ. In dieser Zeit ist der Unterwaschungs- und Zersetzungsprozeß der Kalk­steinschicht nicht eine Minute unterbrochen worden. Eingehende Untersuchungen haben den Beweis er­bracht, daß allein im Verlauf- des vergangenen Jahrhunderts die Fallschwelle auf der kanadischen Seite jährlich im Durchschnitt um 1% bis 2 Meter und auf der amerikanischen Seite um 7 Zentimeter zurückweicht. Der 58 Meter hohe Katarakt kommt dadurch zustande, daß das Felsgestein ungleiche Härten aufweift, und beson­ders deshalb, weil die härteste Schicht über der weichen gelagert ist. Der Fluß stürzt einfach ab, weil der Wasserspiegel des Eriesees rund 100 Meter über dem des Ontariosees liegt.- Der zwischen diesen beiden Seen gelegene Landgürtel schließt

Monturstücke, die ihnen im freien Feld zum wehr­losen Zielpunkt der feiniitidyen Geschosse machte. Die rote Hose stammt aus einer Zeit, die das de­korative Element noch nicht völlig aus dem Leben des Krieges verbannt hatte, als das Problem der Deckung gegen Sicht noch nicht so vordringlich war wie in den Materialschlachten des letzten Krieges. Sie ist kam» älter als dreiviertel Jahrhunderte: selbst Napoleon . L, dessen Armee - sicherlich die far­benfreudigste war, die die Kriegsgeschichte jemals gesehen hat, kannte sie nicht. Die rote Hose ver­dankt denn auch in der Tat einer merkwürdigen Tatsache ihr Leben. Als -Napoleon III. noch Präsi­dent der Republik war, bemühte er sich zur Hebung von Handel und Wohlstand und damit seiner eige­nen Popularität neue Erwerbsquellen zu er­schießen. Avignon war damals der Mittelpunkt des Anbaues der Krapp-Pflanze. Auf sie lenkt«- der Präsident sein besonderes Augenmerk, um durch die Förderung der Kulturen di« Farbenerzeugung zu heben. Die französischen Chemiker wurden gleich­zeitig auf eine andere Möglichkeit aufmerksam, die diesen Bestrebungen entgegenkam. Aus Mexiko wurde das Kochenilletierchen aus der Familie der Filzläuse eingeführt, das in seinen Säften rote Farbe erzeugt. Seine Nahrung findet es aus ver­schiedenen Arten der .tzpuntia, die auch in Süd- frankreich gedeiht. Das Experiment der Einführung der Kochenillelaus gelang/ und die Folg« war eine gesteigerte Produktion roten Tuches, für die kaum Absatz vorhadnen war. Da kam der Präsident auf den Gedanken, das dekorative rote Tuch für- Mili­täruniformen 311 verwenden, und so hielt die rote Hose ihren Einzug in die Armee, wo sie ihre Stellung bis kurz vor dem Kriege.behauptete.

30 wonaie Aungevsnot - eine des grSHten âaia- stvovhen!

Während der letzten dreißig Monate hat der Hunger , in der großen Ebene des Gelben Flusses gewütet und soviel Menschenleben gefordert, daß man diese Katastrophe als eine der größten in dèr ganzen Geschichte der Menschheit überhaupt be­zeichnen kann. Der Europäer kann sich kaum vor­stellen, was eine Hungersnot ist. Hunderte und Hunderte Kilometer weit sind alle Bäckereien, Le­bensmittelgeschäfte usw. geschlossen. Es ist nichts zu kaufen außer Korn, das so hoch im Preise steht, daß eine Handvoll davon mit den Ertrag einer ganzen Arbeitswoche ausgewogen werden muß. Es gibt keine Eisenbahn, mit der. man Lebensmittel von einer weniger Not leidenden Provinz in die andere schaf­fen könnte, keine Automobile, nicht -einmal Fuhr­werke; denn die Tiere, die sie ziehen könnten, sind längst Hungers gestorben oder von den Darbenden geschlachtet worden. Die Felder sind völlig ausge­trocknet, verdorrt, denn seit Monaten ist nicht ein Tropfen Regen gefallen. In einigen Teilen des Landes herrscht km Winter bittere Kälte, und die Einwohner können sich dagegen.n-Ur. mit armseligen JA âum -.Verfeuern gibt es. nicht, 00 lauft das Leben seit sechs Monaten, sèst einem Jahr, seit zwei ' Jahren, jetzt seit nicht weniger als zweieinhalb Jahren ab. Sié Not dauert fort, und Millionen von Ehinesen sehen im Tod die einzige Möglichkeit der Erlösung. In einem Dorf, wo 800 Familien wohnen, haben die Bewohner seit mehr als einem Jahr von nichts anderem gelebt als von Wurzeln und Blättern.

zwei flache Ebenen ein. Der Abstieg von der oberen zur unteren geschieht in jähem Fäll und bildet eine Linie von Klippen die dem Ufer des Ontariosees parallel läuft. Dieser Steinwall ist, technisch ge­sprochen, die Niagaraböschung. Das Ausniatz des Zurückweichens der Falffchwelle ist schwer zu schä­tzen. da der Katarakt erst seit kurzer Zeit wissen­schaftlich kontrolliert wird. Ein Anwohner, der seit 40 Jahren in unmittelbarer Nähe der Fälle seinen Wohnsitz hat, erklärt, daß diese, soweit seine Er­innerung reicht, etwa 46 Meter zurückgewichen sind. Im Verlauf von 63 Jahren von 1842 bis 1905, betrug der jährliche Rückschritt auf der kana­dischen Seite im Durchschnitt etwa 1,8 Meter im Jahr, während in der Zeit zwischen 1827 und 1903 die jährliche Rückwanderung der amerikanischen Fälle durchschnittlich nur weniger als 7 Zentimeter betrug.

^ht MoLheHev vevhindevi einen GaLtenmovd

Aus Kattowitz wird berichtet: Ein Vorfäll, der ebensogut einem phantasievollen Roman als dem wirklichen Leben entnommen sein könnte, hat sich in Rydultan im Kreise Rybnik zugetragen. In der dortigen Apotheke erschien eine junge Frau und verlangte Arsenik. Da der Apotheker nichts^Gutes ahnte, händigte er ihr ein ähnlich aussehendes un­gefährliches Pulver aus, verständigte dann den Ehemann der Fr.au von dem Vorfall und teilte ihm mit, daß seine Frau ihn warscheinlich ^ver­giften wolle. Das Pulver, das sie wohl in die Spei­sen mengen werde, sei jedoch gänzlich ungefährlich. Tatsächlich schüttete die Frau ihrem Mannè eine ausreichende Menge desGiftes" in das Abend­essen. Der Arbeiter spielte feine Rolle zu Ende und stellte sich nach dem Essen leblos. Sie Frau rief nun ihren Liebhaber herbei, der seine Genug­tuung über den Tod des Mannes zum Ausdruck brachte. Als beide schließlich versuchten, dem Toten" einen Strick um den Hals zu legen, um einen Selbstmord vorzutäuschen, wurde plötzlich der Ehemann wieder recht lebendig und verprügelte zunächst einmal den Liebhaber feiner ungetreuen

Gthtteebevrchi

Montag, 2. März, 10.30 Uhr vormittags

Taunus

Kl. Feldberg: Hefter,9, 45 Zentimeter, ver weht, Ski und Rodel gut. Falkenstein: Heiter5, 15 Zentimeter, Ski und Rodel mäßig. Cronberg: Heiter,3 3 Zentimeter, Pulverschnee, Ski und Rodel mäßig.

Rhön

Wasserkuppe: Heiter,10, 35 Zentimeter, Pul­verschnee, Ski und Rodel sehr gut. Gersfeld: Hei­ter, 8, 40 Zentimeter, Pulverschnee, Ski und Ro­del sehr gut. Eisennacherhaus am Ellenbogen: Hei­ter, 7, 40 Zentimeter, Pulverschnee, Ski Und Rodel sehr gut. Lammersfeld: Heiter,9, 55 Zentimeter, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Rttttd-ttttk-Vtrossamm

Montag, 2. März 1931

6.15: SF Wettermeldung. Anschließend: Mor­gengymnastik. 7.15815- Frühkonzert. 12: Schall­vlattenkonzert: Leichte llnterhrrltungsmufit. 14: Werbekonzèrt 15.20: SWF .Vortragszyklus dès Frauenverbandes Hesien-Nasiau und Waldeck: .Lotte Binder, eine mütterliche Führerin der Frauen ihres Volkes". Vorkrag. 16.30: SF.: Nach­mittagskonzert 18.10: SWF.Die gegenwärtige wirt'chastl'che Lage Frankreichs". Vortrag. 18 35: SWF. Der Autor Hermann Kester und der Re­gisseur Fritz Beter Buch über ßgz ^Drama ..Ro­tation". Anschlienend eine Srene aus Kellers -Drama-Rotation". 19.10: SW^ lMä -^nlischer Sprachunterricht. 19 35: SWF. lM s 10. Monta/ft- kon-èrt' des Frankfurter Orchestervereins. 21.20: SWF. kM.) Ludwin Fulda liest aus eigenen Dichtungen. 22.20: SWF. lM 1 Tanzunterricht.

22.5024: SWF. (M.f Tanzmusik. - .

Ve*wwe Mmomlmtm

Volks-Ebor Union. Morgen Dienstag abend 7.30 Uhr Singstunde für den Männexchor, 9 Uhr für den Fräuenchor, Mittwoch nachmittag 2.30 Uhr Kinderchorfingstunde. ' 303

Gesangverein Eintracht. Morgen Dienstag, pünktlich 8.30 Ubr Singstunde. . Erscheinen - aller Sänger Ehrenpflicht. '.7 304

Fentrumsvarlei. Heute abend 8.30 Ubr im Goldenen Hecht" Monatsversammlunq. Borkrag des Herrn Lehrer Danz über das Problem der Arbeitslosigkeit. Zahlreichen Besuch erwartet tiir Vorstand. 301

Kavallerie-Verein hanau a. M. Wir erinnern an die morgen Dienstag 8.15 Uhr' abends statt» findende . Generalversammlung im ToM^EM Sonne" und-bitten nochmals alle Mttglieder um ihr Erscheinen; .- 392

Freiwillige Sanifäfsfolonne vom Roten Krenz, Hanau a. M. Unsere März-Mnoatsversammlung ist auf Donnerstag, den 12. März, verlegt.

Städtisch« VeSanutmachmrse«.

Sartofselkrebs

Zum Verkauf von krebsfestem Kartvffelsaatgut sind in diesem Jahre für den Stadtbezirk Hanau Lie Landwirtschaftliche Ein- und Verkaufsge» n-ossenschaft e. G. m. b. H. Hanau (KonchaUs), die Firma 3. A. Klais Nachfolger, Hanau und die Firma Jakob Oestrich, Hanau äugelaffen worden.

Sie genannten Firmen sind verpflichtet, den Käufern von Saatkartoffeln einen Lieferschein aus­zustellen, der den Tag -der Abgabe, Sorte, Menge und Herkunft des gelieferten Karloffelpflanzgutes enthält.

Hanau, den 25. Februar 1931.

Stadt. Polizeive rwaltung. Der Oberbürgermeister.

J. D. gez. Dr. M ü l l e r.

Oeffenflidje Mahnung fälliger Steuern und Abgaben!

Diejenigen Steuerschuldner, welche mit Ent­richtung der am 15. Februar d. Js. fällig gewesenen Hauszinssteuern, Grundvermögenssteuern, Ka. nalbenutzun-gsgebühren, Müllabfuhrgebühren für Februar 1931- . , , : .

Gewerbe-Kapitalsteuèr für 1. April 1930 bis 31. März 1931

Gewerbe-Ertragsteuer, Berufsschulbeiträge, Han» delskanrmerbeiträge, Schulgelder Hundesteuer^ für Januar/März 1931

im Rückstände sind, werden hierdurch öffentlich ge­mahnt, die Rückstände bis spätestens 5. März 1931 an die unterzeichnete Kasse zu entrichten.

Von den folgenden Tagen ab werden die fällig gewordenen Rückstände nebst Zinsen ubd Gebühren im Wege der Zwangsvollstreckung eingezogen. - Eine Behändigung von Mahnzetteln findet nicht statt. Zahlungen im Giroverkehr oder auf Post­scheckkonto Nr. 5104 Frankfurt a. M., müssen spä­testens am obengenannten Tage der Kasse portofrei zugehen.

Hanau, den 2. März 1931.

Stadtkasse, gez. Albert, Rendant.

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