Einzelbild herunterladen
 

Freitag den 6. Februar 1931

Selfe 7

•ft Ceti «fl dkl aeroben

n

NalfUg.

'tb bg

er Ei» 111 Oh, . Sich sekannt ter H • feines huldlr- 'n in tte mj 't Seit

AÄ ■ Dik en &

Nr. 31__

^Sich freiwillig der Kriminalpolizei gestellt

— Aschaffenburg, 5. Febr. Der Arbeiter Alois Mn von hier, der, wie gemeldet, seinen Arbeits- tollegen beim Hantieren mit einem Revolver aus Unvorsichtigkeit erschossen hat und dann flüchtig ging 6ai sich heute früh bei der Frankfurter Kriminal- Lfaei gestellt. Die Waffe hat er, wie er angibt, in bmMain geworfen.

Doppelselbstmord

— Marburg, 5. Febr. Der Student der Rechts­wissenschaft Amort aus Göttingen beging gestern abmd gemeinsam mit einer technischen Assistentin namens Müller Selbstmord durch Erschießen. Die beiden hatten seit längerer Zeit ein Verhältnis mit­einander. Ueber die Motive der Tat ist noch nichts bekannt.

Selbstmord auf den Schienen

— Mainz, 5. Febr. Gestern wurde zwischen Ludwigshafen und Worms ein Kaufmann aus Worms namens Ludwig Wagner mit schweren Kopf- und Halsverletzungen tot auf den Schienen oufgefunden. Anscheinend liegt Selbstmord vor.

Erregte Bürgerausschußsitzung in Mannheim

iten iß

'atistz

Ad ui ■erH «S

iXr s

— Mannheim, 8. Febr. In der heutigen ersten e -Atzung des neuen Bürgerausschusses kam es mehr- 6 ach zu erregten Szenen, die von den National- ozialisten und den Kommunisten verursacht wur­den Die Nationalsozialisten bestanden auf ihrem Verlangen einer anderweitigen Einteilung der .Sitzordnung im Bürgerausschuß, wobei es mehr- ach zu beleidigenden Aeußerungen kam. Schließ- ich verließen die Nationalsozialisten, als aus ge-

k 8 fchaftsordnungsmäßigen Gründen ihr Antrag auf prüfn

ofortige Besprechung dieser Angelegenheit abge- .....nÜMnt wurde, unter lärmenden Protestrufen den

Sitzungssaal. Auf der Straße kam es zu Ansamm- 'uniw langen und Tumulten, so daß die Polizei eingrei- •b. & sm' und mehrere Verhaftungen vornehmen mußte, die ^n der inzwischen fortgeführten Sitzung kam es bald wieder zu Lärmszenen, als die Kommunisten

ht hd

Geris teil Mi

nach Eintritt in die geheime Sitzung Oeffentlichkeit ier Verhandlungen verlangten. Da ihr diesbezüg- jcher- Antrag abgelehnt wurde, verließen auch sie ip Men Sitzungssaal.' Das Rumpfparlament führte

iten 6 Kann seine Beratungen zu Ende, nsich . idech r A I

vorübergehende Festnahme Max Schmelinas

Summit (New Jersey), 6. Febr. Mar Schmeling *„« iwurds heute wegen eines angeblichen Angriffes auf ■ ‘ den Rechtsanwaltsangestellten Joseph Rabl festge- aèMLuammen. Der Angestellte Rahl behauptete, Schmeling „ li habe ihn vor einigen Tagen in Newyork im Hotel die Treppe hinuntergeworfen, als er versuchte, Mchmeling eine Vorladung in einer anderen Angc- Kgenheit auszuhändigen. Schmeling wifbe fnäter gegen Stellung einer Bürgschaft von 5000 Dollar steigelassen. Er befindet sich jetzt in Deys Training-

hi

af i-

den 1 samt sahn H i h!Ufcfltnp.

Schreckenstat eines Eifersüchtigen

M Budapest, 5. Febr. Der 63jährige Fuhrmann na Wancsek erschoß heute nachmittag in seiner Wohnung tffe Reinen Untermieter, den Markthändler Muzsonavicz. cht tWoß dann auf seine junge Haushälterin und jagte ae Dich schließlich selbst eine Kugel in den Kopf. Der L iMarkthändler und der Fuhrmann waren auf der V «Stelle tot. Die HausbäUerin wurde am Arm ver- 6 DK. Der Fuhrmann soll die Tat aus Eifersucht be= ^Mangen haben.

Mo! a

Wild

—-“'m*«*1—-" ÄÄWMevMt

Freitag, 6. Februar, vormittags 10.30 Uhr

Taunus

4 cm,

—11, 28 cm,

Kl. Feldberg: Bewölkt,

:m, Pulverschnee. Ski und Rodel sehr gut. Hohe-

Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Falkenstein: bewölkt, —6, 8 cm, 4cm, Pulverschnee, Ski und v Robel sehr gut. Hallgarberzange: —7. 24 cm, 3 “ :m, Pulverschnee. Ski und Rodel sehr gut. Hohe- Wurzel: Bedeckt, —8. 26 cm, 4 cm, Pulverschnee, sti und Rodel sehr gut. Saalburg: Bewölkt, —5, ^"^ Nik--2 __ itMh Fohr

□■8 cm, 3 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr geil6 gut. Gr. Feldberg: Bewölkt, —9, 45 cm, 15 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

•uW

sock

09 k dB

Ä

Röhn

Wasserkuppe: Leichter Schneefall, —14, 40 cm, 8 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Gers- èld: Heiter, — 9, 15 cm, 5 cm, Pulverschnee, Ski,

_______6.15: SF. Wettermeldung. Anschließend: Mor- ...... —12 40 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel' gengymnastik. 7.15—8.15: SWF. Frühkonzert, sehr gut Lammersfeld: Heiter, —12, 40 cm, 112: SWF. Schallplattenkonzert: Unterhaltungs- 10 cm, Pulverschnee Ski und Rodel sehr gut.' Konzert. 12.15: SWF..(Mürzzuschlag): Zweite Ar-

sB ^und Rodel gut. Eisennacherhaus am Ellenbogen: ir 6$ Nebel, —12, 40 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel Ierß " 1

Streifhosen

jetzt so billig!

rings diO vB chM I ra

141 16

BergehSMzer

und G o! d wa t e n emp'ieh't in größter A swan] im Hlatje, bekannt gut und ni ligs A. Wuntiradk

Urnen, Oatik und Trau ing-Eck bdte Ro ens raße u. Pa^ de Rep >bl k Vottüqlch“ R°p'iratur-Werks äitfjn! 7448

$ SWi6e -»I«ikÄ»âr lonofletid).........OSO y enflet &..... 0 90 b. 1 00 ^>bfleisch ' , . . ()< 0 b. 1 00 Wmeifle: ch . . . . . 0.80 b. 1.10 «chweineflei!ch........0 90 ^wdswürstchen .......0 90

^ämrliche Wurstwaren biH aft Wim. Ohl ^2-ftrabe 73 Telephon 3372

e‘h Schlager

lose, rot-b:aune Pilo-Beize lo e, weißes Boynerwaqs _ ( e ,r aus nbto) UM! 605 dkd. nur 1 Mark ^"> Sanier Sternstraße 10

3 Sahre 8 Monate Gefängnis für Laufend

München, 5. Febr. 3m Tausend-Prozeß wurde am Donnerstag nitlag folgendes Urteil ver­kündet:

Taufend ist schuldig fünf Vergehen des vollen- beten und eines Vergehens des versuchten Be­truges und wird zu einer Gesamtstrafe von drei

-n a , Monaten G.füngnis verurteilt. Auf die erkannte Strafe werden ein Jahr acht Monate unlersuchunaehaft wnoerechnet. Dagegen wird Tausend von der Anklage eines Vergehens des versuchten Betruges freigeiprochen. Soweit ver­urteilt, hat Tausend die Kosten des Verfahrens zu tragen, soweit Frelsvruch erfolgte, werden die kosten auf die Staatskasse übernommen. Die von Tausend verwendeten Materialien einschließlich des in der Kassette gefundenen Goldes werden einge­zogen. Das verfahren gegen Tausend wegen Be­truges zum Schaden Buckeleys wird antragsgemäß vorläufig eingestellt. Buckeley erhält wegen Nicht­erscheinens 500 RM Geldstrafe oder 20 Tage Haft.

Im Anschluß an die Urteilsverkündung gab der Vorsitzende eine umfangreiche Urteilsbegrün­dung, in de^ hervorgehoben wird. Tausend sei ein sehr unsteter Bursche, der schon in seiner Jugend herumgezogen sei, ohne es irgendwo aus­zuhalten und ohne eine richtige Berufsausbildung zu erfahren. Er bildete sich aber namentlich auf sein Wissen in der Chemie viel ein und hielt sich für einen Forscher. Er war von einem krank­haften Geltungsbedürfnis beseelt.

Seine Erfindungen haben wissenschaftlichen Nachprüfungen nicht standgehallen.

Was seine Goldmacherei betrifft, so steht das Ge­richt auf dem Standpunkt, daß eine künstliche Gold- 1, Erstellung wohl theoretisch, aber nicht praktisch möglich sei. Bei einer Elementemnbildung seien Energiemengen in einem Umfange enthalten, über die die Menschen nicht verfügten. Unmöglich sei es, mit dem Tausendschen Verfahren einen Natur- norgang, der sich auf Jahrtausende erstreckt, auf Minuten zusammenzudrängen und auf diese Weise Gold h e rz u st ell e n. Die Versuche, die auf Grund des Tausendschen Verfahrens vorgenommen wurden, sind in 2 Grup­pen zu teilen, nämlich die, bei denen Tausend selbst mitgearbeitet hat bzw. das Material vorbereitete, und diejenigen seiner Mitarbeiter in Abwesenheit Tausends und mit eigenem Material. Die ersten Versuche scheiden ohne weiteres aus. Sie können nicht als einwandfrei bezeichnet werden. Wenn bet den Versuchen ein Ergebnis vorhanden war, dann war das Gold, das im Ausgangsmaterial nicht vorhanden war, ohne daß die Anwesenden es be­merkten, hinzugefügt worden. Das gelte auch von den Versuchen in der Münze. Den ersten Ver­such habe Tausend nicht zu Ende geführt, da es ihm

^uiiiircuimuran. ^j^t, — ±^, ^, ^.»„, Pulver- s beiter-Wintersport-Olympiade. 14: Werbekonzert. schnes.Skf .und Rodel sehr gut Kr-usberg: Heiter, j 16.30: SWF. (Kurhaus Wiesbaden): Konzert. 18.15:

... — 4. — «>..,„ —-^. — - - ■ - - Hunde Oes Klims — „Für und wider den

. 18.45: SF. Aerztevortrag: „Die Bak-

Himmeldunkberg: Heiter,

—12, 40 cm,

—14, 50 cm, 15 cm, Pulverschnee, Ski u sehr gut.

onnlni

Spessart

Rohrbrunn: Heiter, —6, 38 cm, 10 cm, Pulver' schnee, Ski und Rodel sehr gut.

Vogelsberg

Herchenhainer Höhe: Nebel, —9, 40 cm, 5 cm, Pulverschnee,'Ski und Rodel sehr gut. Hoherods- kopf: Bedeckt. —12, 50 cm, 15 cm, Pulverschnee, Ski und Rodelsehr gut.

Odenwald

Aut der Tromm: Leichter Schneefall, —6, 20 cm, 10 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Neunkirchen: Bedeckt, —7, 30 cm, 15 cm, Pulver­schnee, Ski und Rodel sehr gut.

StttN^kUNH-^v-TV^^tM

Freitag, 6. Februar 1931

nicht gelungen war, Gold unbemerkt einzuschmug­geln. Beim zweiten Versuch ist es ihm ebenfalls nicht geglückt, Gold in die Schmelzmasse zu bringen. Uebrigens sei die Ueberwachung nicht so streng ge­wesen. wie sie hätte sein können.

Tausend habe bei dem versuch seine künstlichen Manipulationen so lange weilergeführt, bis seine Beobachter ermüdet waren.

Der Zeuge Zestim habe früher einmal einen Trick Tausends beobachtet Ueber die Großversuche, bei denen bis zu % Kilo Gold hergestellt worden sein soll, sei kein Wort zu verlieren. Tausends Mit­arbeiter hätten selbst daran gezweifelt. Was die 2. Gruppe von Versuchen betreffe, so könne eine An­sicht hierüber nicht geäußert werden, da die Mit­arbeiter sich weigerten, ihr Fabrikationsgeheimnis preiszugeben Dem Personenkreis um Tausend ge­hören alle möglichen Berufe an, aber es war kein Fachmann dabei. Das hat Tausend ausgenützt. Wenn auch bei einigen Mitgliedern Ideale eine Rolle spielen mochten, so haben selbstverständlich auch gewinnsüchtige Momente hineingespielt. Das geht aus den Gründungsbedürfnissen hervor, in denen von fünfzehnfachen Ausschüttungen die Rede ist. D e meisten Geldgeber wollten zur Verhandlung nicht kommen, und eine Reihe von ihnen hat nich­tige EntschuldMngsoründe hierfür angegeben und erklärt, daß sie ihr Geld „a fonds perdu" gegeben hätten und sich nicht betrogen fühlten.

Zusammenfassend erklärte der Vorsitzende, daß sämtliche Tatbestände des Betruges erfüllt sind. Tausend ist nach dem Gutachten des medizi­nischen Sachverständigen für seine Handlungen ver­antwortlich. Bezüglich des Strafausmaßes ging das Gericht davon aus, daß Tausend ein Mann von nicht ungewöhnlicher Intelligenz sei und daß er eine ge­wisse Redegewandheit, suggestive Kraft und große Menschenkenntnis besitze. Er habe diese Gabenrück- sichtslos verwendet, um die Welt zu täuschen Tau­send habe nicht aus vaterländischen Gründen gehan­delt, sondern sich von gewinnsüchtigen Motiven le.- tcn lassen. Die vaterländischen Gründe hätten bei ihm keine Rolle gespielt, das habe er bei den Ver­handlungen mit dem italienischen Professor Sestini bewiesen.

Tausend sei ein gewissenloser Betrüger.

Zu seinen Gunsten bewertete das Gericht die Leicht­gläubigkeit der von ihm betrogenen Personen, die ihm sein Treiben erleichterten und andererseits den unheilvollen Einfluß seiner Frau, die mit ihren An­sprüchen unersättlich war. Von der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte wurde abgesehen, da Tau­send noch nicht vorbestraft ist. Dagegen wurde die Fortdauer der Haft beschlossen, da angesichts der Ver­handlungen Tausends mit dem Ausland Flucht­verdacht vorliegt.

terien als Freunde und Feinde des Menschen". 19.10: SF. (Mannheim): Situationsberjchte über den südwestdeutschen Landesproduktenmarkt. 19.30: SF. Operetten und Schlager. 20: SF. (Festsaal der Liederhalle Stuttgart): Sinfonie-Konzert. 22.30: SF: Sechstagerennen 23—24: SF. 30 Jahre Ber­liner Humor. Heitere Schallplattenplauderei.

Vsvskne, öec5<mttttltmÄ«n.

Arbeiter Sport- und Spteloereinigunq 04 (Fuß- ballableilung). Samstag, 7. Februar 1931, abends 8 Uhr im Gewerkschaftshaus 1. Spielersitzung der neuasgründetön Fußballabteilung.

Rhönclub Zweigverein Hanau L. V. Zweite Vereinswanderung mit Svortmöglichkeit. Sonntag den 8. Februar 1931, Kahl, Hörstein, Jugendheim, Rückersbach, Dettingen. Abfahrt: Hanau-West 9.12 Uhr. Hanau-Haupt 9.23 Uhr. Rückkehr Hanau-Haupt 19.54 Uhr. Sonntagskarte: Hanau-Kahl. Gäste uull-

175

kommen.

Sporthosen Knickerbocker

kriegerverein Kesselstadt. Samstag den 7. ds. Mts., abends 8^ Uhr, Hauptversammlung im Ver­einslokal „Schwan". Zahlreiche Beteiligung er­wünscht. 173

Artillerieverein Hanau. Die Monatsversamm­lung fällt heute abend aus. Morgen Samstag den 7. Februar, im großen Saal zum Riesen, Familien­unterhaltung. (Kappenabend). Anfang 8 Uhr. 174

Katholischer Arbeiterverein. Morgen Sonntag abend 8HL Uhr, Monatsversammlung im „Goldnen Hecht". Bei dieser Gelegenheit werden die verbillig­ten Eintrittskarten ausgegeben für unsere groß­angelegte Fastnachtsfeier mit Maskierung, die über­morgen Sonntag den 8. ds. Mts., abends 7.11 Uhr, im „Elefanten", Frankfurter Straße, stattfindet. Wir laden unsere Mitglieder sowie Freunde und Gönner hierzu herzlich ein 172

Hanauer Ruderklub „Hassia". Samstag abend Stammtisch tm „Hotel Lindenhof", sowie Ausgabe von Eintrittskarten zum Maskenball. 167 Katholisches Kasino „Eintracht". Nächsten Sonn­tag, 8. Februar, nachmittags 3 HL Uhr, Jahreshaupt­versammlung. Pünktliches und vollzähliges Erschei­nen erwünscht. 169

Schlesierverein. Morgen 8HL Uhr Kegelabend in der „Mainlust".

Vereinigung ehem. Mittelschüler Hanau a. Main. Zu unserem am Samstag den 7. Februar, abends 8HL Uhr, stattfindenden Kappenabend, laden wir hiermit unsere Mitglieder und Freunde nochmals herzlich ein. * 7407

Kurzschrifkoereinigung „Gabelsberger" Hanau. Anmeldungen zu dem Anfängerkursus in Einheits­kurzschrift werden heute abend %8 Uhr im Unter­richtslokal Eberhardschule, entgegengenommen. 168 Freireligiöse Gemeinde Hanau E. V. Sonntag, 8. Februar, bei günstiger Witterung Wanderung der freireligiösen Jugend unter Führung des Jugend­leiters. Abfahrt 7.36 Uhr ab Ostbahnhof nach Nie­derrodenbach (Sonntagsrückfahrkarte^. Verpflegung bitte mitnehmen! Erwachsene Gesinnungsfreunde sind zur Teilnahme freundlichst eingeladen. 171

stsdms« NekaimèmaÄmrrsett.

Bekanntmachung

Der Herr Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat auch in diesem Jahre für die hiesige Provinz eine Beihilfe zur Verbilligung des Bezugs von krebsfestem Kartoffelsaatgut bewilligt. Diejenigen Personen, die auf eine Beihilfe An­spruch erheben, werden aufgefordert, ihren Bedarf an krebssellen r mtkartoffeln binnen 3 Tagen beim städtischen Polizeiamt, Langstraße 41 L, an­zumelden, wosel.st auch die näheren Bedingungen mitgeteilt werden.

Hanau. 4. Februar 1931.

Der Magistrat, gez. Dr. Müller

KmtKche VskanntmaGuuse«.

Viehseuchenpolizeiliche Anordnung §1. '

, _ Dix zum Lchutze gegen di^ Maul- und Klauen- seuche am 21. Januar 1931 erlassene Viehseuchen- polizeil-che Anordnung (Hanauer Anzeiger Nr. 18 vom 22. Januar 1931) wird auf Grund der SS 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 i. G. Bl. S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Landwirtschaftsmlnistcrs wie folgt geändert:

1. Sperrbezirk ist das Seuchengehöft (Gehöft des Händlers Joseph Hamburger in Hüttengesäß).

2. Beobachtungsgebiet sind Ort und Ge­markung Hüttengesäß.

3. Das erweiterte Beobachtungsgebiet (Schutzgebiet) wird aufgehoben.

§ 2.

Im Sperrbezirk verbleibt es bei den für das Seuchengehöft von der Ortspolizeibehörde erlassenen Vorschriften.

Die vollständigen für das Beobachtungsgebiet geltenden Bestimmungen sind in der Gemeinde lüttengesäß durch Aushang an der Anschlagstafel bekannt gemacht und können außerdem auch auf dem Bürgermeisteramt und bei mir eingesehen werden.

Hanau, den 5. Februar 1931.

Der Landtrat: J. V. Fi tte.