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Weiße Woche.

1822 1823 1824 1825 1826 1827 1828

1821

1829

1830 1831 1832 1833 1834 1835

Je weniger Wäschestücke man trägt, desto mehr Wert legt man darauf, daß jedes einzelne nett und gefällig aussehe. Möglichst wenig Garnierung, also Schlichtheit bis zum Äußersten und Farbenharmonie sind die einzigen Bedingungen, deren Einhaltung die gegenwärtige Wäsche­mode fordert. Es zeigte sich nämlich, daß die Hemdchen, Untertaillen und Hemdhosen durchaus nicht weniger schön wirken, wenn die unpraktischen SpHen- ünd' Tüll- garnierungen fehlen und man ist heute bestrebt, nur dauerhaftes Material zu verwenden. So z. B. wird Batist gerne mit gleichfarbigen Crepe Georgette abgesetzt, wodurch ein solches Wäschestück elegant und praktisch wirkt, Chiffon wird mit dem etwas stärkeren Crepe de Chine garniert usw. Etwas Schlingarbeit als Rand (gerade Linien sind augenblicklich beliebter als gebogte), ein paar Hohlsäume oder handgestickte Tupfen genügen vollkommen, um selbst ein ganz und gar aus Seide be­stehendes Wäschestück elegant zu gestalten. Das Losungs­wort lautet: je einfacher, desto schöner.

Großer Beliebtheit erfreuen sich neuerdings mit kleinen Blümchen bedruckte Wäschestoffe, die aus Seide, Kunstseide und Baumwolle hergestellt werden. Rosa­hellblau, hellblau-rosa, lUa-rosa, hellgrün-rosa wirken

Unsere Modelle- KKÄS seide; feine Handhohlsaumverzierung, seitliche Falten. 1820 (Gr. 44). Nachthemd aus buntem Batist mit leichter Stickerei garniert.

1821 (Gr. 42). Lange Untertaille mit angesetzten Schlüpfern, mit Spitze garniert.

1822 (Gr. 44). Schlafanzug aus Waschseide mit Schräg- olende in ab stechender Farbe garniert.

Verlagsschuitturuster nur für Abonnenten. Mäntel,

besonders gut. Man setzt das Wäschestück, auch Nacht­hemden, mit einem etwa ein Zentimeter breiten Seiden­streifen in der Farbe der Blümchen ab, die sich dann vom Grundton besonders gut abhebt. Auch für Kinder­wäsche sind diese Stoffe zu empfehlen, da sie nicht so leicht wie die einfarbigen Schmutz annehmen.

Jahreszeit gerade in der Wahl der Wäsche berücksichtigt und wir müssen zugeben, daß manches preiswerte Herren« werden muß. Die Unterlassungssünden, die auf diesem Hemd durch derartige Streifen sehr zu gewinnen vermag. Der Schlafanzug, der im Winter einem Nachthemd gern

Gebiet begangen werden, sind so groß, daß die Arzte bereits öffentlich davor warnen, daß die Frauen im

Winter in leichtester Sommerwäsche bekleidet einher­gehen. Rheumatismus, schwere Erkältungen, Katarrhe, Frostschäden an der Haut und sogar ernste organische Leiden sind die Folgen dieser leichtsinnigen Handlungs­weise. Es ist falsch, bei einer Temperatur von Null Grad und darunter ein hauchdünnes Hemdhöschen und dünne Seidenstrümpfe zu tragen. An solchen Tagen benötigt auch der abgehärtetste Körper wollene Strümpfe und festanliegende, warme Wäsche. Wir tragen heute keine Flanell- und Barchentunterwäsche mehr, aber wir dürfen wollene Untertreibung durchaus nicht als minderwertig

1828 (Gr. 44). Steppmorgenrock aus Kunstseide. 1824. Morgenrock für Herren aus Flauschstoff, mit Kordel­garnitur.

1825. Unterröckchen für Mädchen von 1012 Jahren, mit seitlich eingelegten Falten.

1826. Schlafhose für Knaben von 46 Jahren, mit Füß­lingen.

1827. Nachthemd mit Spitzengarnitur für Mädchen von 46 Jahren.

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ansehen. Auch aufgerauhte dicke BaumwoNschlüpfer sind im Winter durchaus angebracht.

Die Herren sind in dieser Hinsicht weniger eitel und sie sündigen daher lange nicht so sehr an ihrer Gesundheit. Ihre Wäsche unterliegt auch nicht so sehr der Mode, und da sie aus haltbareren Stoffen besteht, ist sie bedeutend langlebiger. Neuerdings beginnt die Kunstseide Mch aUj äschestoff ihren siegreichen

vorgezogen wird, besteht vielfach ebenfalls aus Kunst, seide, die heute kaum mehr teurer ist als Baumwolle. Allerdings sind viele Ärzte dagegen, daß man während des Schlafens zu viel auf sich habe und befürworten das leichte Nachthemd. Mehr und mehr nämlich bricht sich heute die Ansicht Bahn, daß der Wäsche weniger ein modisches als ein sehr bedeutendes hygienisches Moment innewohne. Die Wäsche schützt unseren Körper vor Kälte, Schmutz und vor den Einflüssen der stark reibenden

Kleidung und es ist falsch, sie der Kleiderfrage unter­zuordnen. Daß dies heute bereits durchwegs èrkanck wird

ist erfreulich.

1828. Hemdhose für Mädchen von 1012 Jahren.

1829 (Gr. 42). Hemdhose mit Tüllgarnitur.

1830 (Gr. 46). Nachtjacke.

1831. Hausjacke für Herren, Kragen und Manschetten au- kariertem Stoff.

1832. Hemdhose aus Trikot für Knaben von 810 Jahren.

1833. Nachthemd für Knaben von 1012 Jahren.

1834. Taghemd für Knaben von 810 Jahren.

1835. Taghemd für Knaben von 1416 Jahren.

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Gedanken über Frauengesundheil

Von Käthe Brustal-Schnedermann

Warum ist für die Frau mehr noch als für den Mann die Frage der Gesundheit eine Schicksals­frage? Weil ihr Wirkungskreis weiter ist und ihre Verantwortung größer!

Die Art, wie eine Frau ihren Pflichten gerecht wird, hängt zum großen Teil davon ab, wie sie sich fühlt, und die Wirkung dieser Pflichterfüllung trifft in erster Linie Menschen, nicht Dinge, wie bei der Arbeit des Mannes.

Das hier Gesagte gilt für die Hausfrau, aber auch für die berufstätige Frau. Obgleich Hausfrau- und Muttersein an sich einen vollwertigen und vielleicht den vielseitigsten Beruf darstellt, sind doch viele Tausende von Frauen gezwungen, noch außer­dem einer Erwerbstätigkeit nachzugehen; esi bren­nen also ihr Licht an zwei Enden, und doppelt wichtig ist es für sie, sich die körperliche Frische und Arbeitskraft zu erhalten. ...

Aber selbst im günstigsten Falle, wenn die Hausfrau und Mutter uneingeschränktnur" ihren häuslichen Pflichten nachgehen kann wie kommt es da auf ihre körperliche und damit auch seelische Verfassung dabei an!

Haben wir es nicht alle an uns selber erfahren? Wenn wir schlecht geschlafen haben, vielleicht an Kopf- und Rückenschmerzen (der häufigsten Be­schwerde der Frau) leiden, unsrisch und nervös sind, so liegt schon morgens beim Erwachen die

Arbeit des Tages vor uns wie ein unübersteigbarer Berg. Und alles ist schwieriger als sonst. Das Kaf­feewasser z. B. will nicht kochen, die Zimmerreini­gung dauert länger als sonst; es gibt Hetzjagd und Aufregung bis die Kinder und der Mann für Schule und Beruf versorgt sind ach, und gerade heute, wo wir uns so schlecht fühlen, haben wir Wäsche, oder Plätten, oder Schneiderei, oder Einmachen! Wie sollen wir das nur alles schaffen? Wäre doch der Tag nur erst überstanden!

Nun, wir überstehen ihn zwar, aber mehr schlecht als recht. Weil wir alle Nervenkräste an­spannen müssen, um das körperliche Mißbefinden zu überwinden, das uns Arbeiten erschwert, die wir sonst guten Mutes und mit Leichtigkeit erledigt hätten, so haben wir weder Geduld noch Stimmung für mehr als das Allernotwendigste, und alles, was nach Arbeitssteigerung aussieht, löst instinktive Ab­wehr in uns aus. Das sind die Tage, an denen wir die Anliegen unserer Kinder, etwa wegen des neuen Puppenkleides, der Klassenarbeit oder des deutschen Äufsatzs, mit einem nervösenAlles soll ich auch können!" beantworten und die Versuche des Eheherrn, uns für eine Berufsangelegenheit oder den Leitartikel der Zeitung zu interessieren, mit einem ungeduldigenAch laß mich zufrieden, ich weiß ohnehin nicht, wo mir der Kopf steht!" worauf sich die Betreffenden ein geschüchtert bzw. gekränkt zurückziehen.

Wir aber haben ein schlechtes Gewissen; denn wenn diese Unterlassungssünden auch nur kleine sind: Aus Kleinigkeiten setzt sich das Leben zusam­men! Es sind oftmals Kleinigkeiten nur, die bei der Erziehung unserer Kinder versäumt wurden, und wie schwer können sie unter Umständen wiegen! Mit Kleinigkeiten fängt die Entfremdung in so mancher Ehe an, und welches Gefolge von Herze­

leid kann sie nach sich ziehen! Nein, wenn wir ein­mal den schönsten, aber vielleicht auch schwersten Beruf der Frau auf uns genommen haben, so müssen wir neben der gründlichen Vorbildung und persönlichen Eignung auch körperlich volle Leistungsfähigkeit besitzen!

Nun ist ja kein Mensch gegen Krankheit gefeit, und schlimm genug, wenn die Hausfrau, als die Sonne, um die alles kreist, davon betroffen wird. Vielfach aber sind Krankheiten nur die Folge man­gelhafter Vorbeugung; wir können sehr viel dazu tun, durch richtige Kleidung, Ernährung und Kör­perpflege unsere Widerstandsfähigkeit zu stärken und so den Krankheiten den Boden zu entziehen, und wir werden es nicht nur an unserer gesteiger­ten Arbeitskraft, sondern auch der Arbeitsfreude merken. wenn wir widerstandsfähiger sind.

Endlich aber und das geht auch alle diejeni­gen an, die sich einer guten Gesundheit erfreuen: Warum sollen wir vor der Zeit altern, und warum sollen wir ungepflegt aussehen, auch wenn wir tüchtig arbeiten müssen? Man bleibt nicht immer jung, und nicht jede Frau kann schön sein; was man aber unbedingt kann, ist hies: Reizvoll zu bleiben selbst bis ins hohe Alter! Es gibt ein an­mutiges Altwerden, auch ohne Tinkturen, Mix­turen, Koste« und Mühen!

Man kann sich Frische und Gesundheit schaffen und erhalten; ein gesunder, lebensfrischer, unver­bildeter Mensch aber ist unbedingt schön. Und nicht mit Unrecht sagt man, daß im gesunden Körper auch eine gesunde Seele wohnt sollte dies nicht Grund genug sein, für uns Frauen, unsere Gesund­heit zu pflegen? . . .

Das vielseitige El

Einige besonders leckere Eiergerichte

Verlorene Eier, gebacken. Von Geflügeladß und Leber mache ein Püree, das mit Tropfen Worcester-Sauce gewürzt wird, um' selben einen recht pikanten Geschmack zu oerlv Nun ordne auf einer Schüssel kleine Häuschen - je ein verlorenes Ei daraus, bestreiche eW; dem Püree, lege auf jedes einen schönen W1" nonkopf, streue auf das Ganze etwas geE Parmesan-Käse und backe es rasch im heißen u

Garnierte Eier. Eier werden hart gesotten, > lasse sie erkalten und teile sie in der Länge " auf wird das Gelbe herausgenommen und Haarsieb passiert, mit einem rohen Ei glatt 0«rI noch etwas Remoukaden-Soße und Züeom^ daran gegeben, daß es eine schöne Soße s welche in die Eiweißhälfte gefüllt wird. Nun ns- eine runde Platte, tue in die Mitte RenuE Soße, lege rund um grünen Salat, daran! Eier. Es sieht sehr hübsch aus, wenn die geschnittenen Gürkchen, Kapern oder derglK verziert sind.

Panierte Eier. Koche Hühnereier 3 Minuten, ferne die Schale vorsichtig, tauche sie in Eiweiß Paniermehl, bis es eine harte Kruste gib^ dann die Eier in heißes Backfett, bis sie W werden und bestreue sie mit Salz. Dieselben dann auf gerösteten Brotscheiben mit May^ serviert.

Humor

Man muß immer schreiben, wie man sPr mein Junge!" Gewiß Papa, aber was 1,1 man, wenn man durch die Nase spricht?"